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Mystische Orte in Irland – hier wird Magie lebendig

Mystische Orte in Irland
Ina Brecheis
Written by Ina Brecheis

Mystische Orte in Irland – die Grüne Insel ist reich an mystischen Orten. Diese stammen noch aus der grauen Steinzeit, sind Erinnerungen an das keltische Erbe der Grünen Insel oder gehen auf die Zeit des frühchristlichen Irlands zurück. Es sind Orte, denen ihre Erbauer aus früheren Zeiten große Bedeutung beigemessen haben. Manche davon liegen abgelegen und versteckt, andere sind leicht zugänglich und für den Tourismus erschlossen. Einige davon sind wohlbekannt, andere sind über die Jahrhunderte in Vergessenheit geraten. Wenngleich nicht bei allen geklärt ist, welche Rolle sie in den früheren Kulturen gespielt haben, so kann man doch noch heute als Besucher erspüren, dass diese Orte eine ganz besondere Ausstrahlung haben. Am besten ist es, man besucht die mystischen Orte in Irland dann, wenn wenige oder keine anderen Besucher zugegen sind – in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden. So kann man sie in aller Ruhe auf sich wirken lassen.

Mystische Orte in Irland – wo Magie erwacht

Newgrange

Die Grabanlage Newgrange im irischen County Meath, etwa 40 Autominuten außerhalb von Dublin gelegen, ist sicherlich kein geheimer, abgelegener Ort mehr. Dennoch darf er bei dieser Aufzählung mystischer Orte in Irland nicht unerwähnt bleiben, denn unbestritten ist, dass die steinzeitlichen Bauherren mit der Grabkammer, die immer zur Wintersonnenwende in goldenes Sonnenlicht getaucht wird, etwas Besonderes geschaffen haben. Zu welchem Zweck sie die Grabkammer an der Sonne ausrichteten, bleibt bis heute ein Geheimnis. Auffallend ist, dass sich im Umkreis von Newgrange gleich mehrere Grabanlagen befinden. Erst im heißen irischen Sommer von 2018 hat man eine weitere steinzeitliche Anlage entdeckt. Hier lest Ihr mehr über Newgrange.

Newgrange

Newgrange, Co. Meath (Irland); Fotograf: Brian Morrison, Creating Agency: Tourism Ireland

Hill of Tara

Nur eine halbe Stunde mit dem Auto von Newgrange entfernt liegt der Hill of Tara. Der Hügel der Könige, wie er in Irland auch genannt wird, erhebt sich aus den grünen Weiten des Boyne Valley. Es ist der Ort, an dem irische Könige erwählt und gekrönt wurden. Genauer auf dem Schicksalsstein, dem markanten Lia Fáil. Auch diesem sollen dem legendären einzigen irischen Hochkönig, Brian Ború, seine Gefolgsmänner die Treue geschworen haben. Hier lest Ihr mehr über den Hill of Tara.

Hill of Tara

Ausblick vom Hill of Tara; Fotograf: Macmillan Media, Creating Agency: Tourism Ireland

Glendalough

Glendalough ist ein beliebter Ausflugsort südlich von Dublin, inmitten der Wicklow Berge gelegen. Zwischen den umliegenden, von Wind und Wetter abgeschliffenen Bergen, liegen die Überreste einer einst stattlichen Klostersiedlung, die auf den Heiligen Kevin im 6. Jahrhundert zurückgeht. Gut erhalten ist der weithin sichtbare Rundturm. Um diesen herum liegen von Flechten und Moosen überwucherte, verwitterte alte Grabsteine. Zwischen diesen hindurchzuwandeln ist eine stille Reise zurück in der Zeit. Hier erfahrt Ihr mehr über Glendalough.

Glendalough, Klöster in Irland, Mystische Orte in Irland

Das mystische Glendalough Co. Wicklow; Fotograf: Chris Hill, Creating Agency: Tourism Ireland

Athgreany Steinkreis

Der Steinkreis von Áth Gréine ist in Wicklow direkt an der N81 südlich von Hollywood gelegen. Übersetzt bedeutet sein Name “Platz der Sonne”. Fast unscheinbar kommt der Kreis aus den mittelhohen Steinen daher, der malerisch ins Grün der Umgebung eingebettet ist. Schafe weiden unbeeindruckt um die Steine herum und sind sich deren altehrwürdiger Geschichte in keiner Weise bewusst. Es mag sein, dass der Name des Steinkreises auf Grainne, die Göttin der Fruchtbarkeit, zurückgeht. Mehr ist über diesen Steinkreis bislang nicht bekannt. Hier erfahrt Ihr, welche Steinkreise in Irland es außerdem noch zu entdecken gibt.

Áth Gréine

Áth Gréine im Co. Wicklow; Von Rob HursonEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Ballynoe Steinkreis

Der Steinkreis von Ballynoe, in Irisch An Baile Nua, liegt in der Grafschaft Down in Nordirland, etwa 4 Kilometer südlich der Stadt Downpatrick. Die 55 Steine bilden einen Kreis, der einen Hügel umschließt. Gebaut wurde der Steinkreis wohl in der späten Jungsteinzeit. Genutzt wurde er bis hinein in die Bronzezeit. Heute gibt er Archäologen weiter Rätsel auf.

Ballynoe Steinkreis

Ballynoe Steinkreis Co. Down; Von ArdfernEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Steinkreis von Beltany

Der Steinkreis von Beltany (im Irischen: An Bhealtaine) ist mit einem Durchmesser von circa 40 Metern der größte Stone Circle von Ulster. Er liegt etwa drei Kilometer südlich von Raphoe in der Grafschaft Donegal. Sein Name “Beltany” geht auf das keltische Fruchtbarkeitsfest Beltane zurück, das die Kelten um den 1. Mai zur Sonnenwende feierten. Heute nimmt man an, dass inmitten des Steinkreises zwei Feuer entzündet wurden. Zwischen diesen wurde das Vieh hindurchgetrieben, um für Gesundheit und Fruchtbarkeit zu bitten.

Beltany Steinkreis

Beltany Steinkreis, Co. Donegal; Mark Doherty [CC BY-SA 4.0], from Wikimedia Commons

Ballymacdermot Grabanlage

Unweit der nordirischen Kleinstadt Newry liegt die Ballymacdermot Grabanlage, die wohl 4000 Jahre vor Christi Geburt entstanden ist. Sie besteht aus drei Grabkammern und einem Vorhof, der von hohen Steinen gesäumt ist. Von der Grabanlage eröffnet sich ein herrlicher Blick auf die umliegenden Berge.

Ballymacdermot, Mystische Orte in Irland

Ballymacdermot Co. Armagh; Photo by Steven Hylands from Pexels

Carrowmore

Carrowmore ist Irlands größter steinzeitlicher Friedhof. Er liegt in der Grafschaft Sligo im Norden Irlands. Über 60 Gräber vermuten Forscher unter der verwitterten Erde. Bislang sind nicht alle freigelegt. Viele der Dolmen, Gräber und Steinkreise lassen sich über 5.000 Jahre zurückdatieren. Hier lest Ihr mehr zu Carrowmore.

Carrowmore

Carrowmore, Co. Sligo, Irland © Alison Crummy – Fáilte Ireland

Drombeg

Der Steinkreis von Drombeg befindet sich in der Grafschaft Cork südöstlich von Glandore und gehört zweifelsohne zu den mystischen Orten in Irland. Er gehört zu Irlands besterhaltenen Steinkreisen aus vorchristlicher Zeit. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Anlage eingehend untersucht. Dabei stellte man fest, dass die verlängerte Linie der beiden Portalsteine die Achse bildete, auf der die Sonne zur Wintersonnenwende ihre Strahlen auf die Erde wirft. Hier lest Ihr mehr überden dem Drombeg Stone Circle.

Keltische Feiertage

Drombeg, Keltischer Steinkreis, Orte für keltische Feiern, © Failte Ireland and Tourism Ireland

Grange Steinkreis

Der Steinkreis von Grange liegt etwa vier Kilometer nördlich des kleinen Örtchens Bruff in der Grafschaft Limerick. Er hat eine perfekte Kreisform und unterscheidet sich von vielen anderen Steinkreisen. Er umgibt keinen Hügel, sondern ist selbst von einer Art Wall umgeben. Menschen errichteten den Steinkreis, welcher der größte Steinkreis der Republik Irland ist, etwa 2.000 Jahre vor Christus.

Grange Steinkreis

Grange Steinkreis Co. Limerick; Von Der ursprünglich hochladende Benutzer war Sverdrup in der Wikipedia auf Englisch – Übertragen aus en.wikipedia nach Commons., Gemeinfrei, Link

Poulnabrone-Dolmen

In der mondähnlichen Karstlandschaft südlich von Galway in der Grafschaft Clare, im Burren, liegt der Poulnabrone Dolmen. Er diente im 3. Jahrhundert vor Christus als Grabanlage. Seine Name bedeutet übersetzt: “Loch der Sorgen”. Vielleicht schwingt hier die Vorstellung mit, dass man beim Durchschreiten der Pforte in die Anderswelt all die weltlichen Sorgen hinter sich zurücklassen kann.

Poulnabrone Dolmen

Poulnabrone Dolmen, Co. Clare, Irland © Chris Hill, Tourism Ireland

Hill of Uisneach

Der Hügel von Uisneach liegt in der Grafschaft Westmeath, unweit der R390. Der Hügel gilt als das spirituelle Zentrum des keltischen Irlands. Auf dem Hügel feierten die Kelten Beltane, hielten Versammlungen ab und feierten das Feuer. Einer Legende nach schnitt der Druide Mide seinen Kritikern die Zungen heraus, vergrub sie auf dem höchsten Punkt des Hügels und setzte sich stolz darauf. Das irische Wort für “stolz” ist “uisnech”, woher der Hügel seinen Namen hat. Auch soll der Hügel einst der erste Ort gewesen sein, an dem Beltane gefeiert wurde. Der keltische Gott Lugh wählte ihn selbst aus.

Hill of Uisneach

Hill of Uisneach, Co. Westmeath; © Failte Ireland

Irland ist auch bekannt für seinen mystischen Schmuck

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Über den Autor

Ina Brecheis

Ina Brecheis

Ich habe mich während meines Studiums in Dublin in Irland verliebt. Zuvor war da nur eine vage Anziehung zu diesem Land mit seiner lebensfrohen Musik und lebendigen Kultur. Dort war es dann um mich geschehen und ich habe eine unvergessliche Zeit auf der Grünen Insel verbracht. Seither zieht es mich immer wieder dorthin zurück. Umso mehr freue ich mich, über mein grünes Lieblingsland hier bei gruene-Insel.de zu schreiben.

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