Die Top-Sehenswürdigkeiten in Dublin

Sehenswürdigkeiten in Dublin, Hauptstadt der Republik Irland und quirlige Metropole an der Liffey, gibt es ihrer viele. Die Stadt ist facettenreich und wartet mit vielen kulturellen Highlights auf. Da fällt es schwer bei einem zeitlich begrenzten Aufenthalt, eine Auswahl zu treffen. In diesem Artikel stellen wir Ihnen, in alphabetischer Reihenfolge, Dublins bekannteste Sehenswürdigkeiten vor. Wir hoffen, das erleichtert Ihnen die Auswahl.

Christ Church Cathedral

Dort, wo heute die Christ Church Cathedral steht, befand sich zu Wikingerzeiten ein Gotteshaus. Der Wikingerkönig, Sigtryggr Seidenbart, errichtete dieses 1028. Die nachfolgend gebaute Steinkirche geht zurück auf die Zeit der Eroberung Irlands durch Richard de Clare, besser bekannt als Strongbow. In den 1170er Jahren wurde auf Betreiben des Erzbischofs, John Cumin, das nordische Gotteshaus durch einen romanischen, später gotischen Bau ersetzt. Teile des gotischen Baus sind noch heute zu besichtigen. Im 19. Jahrhundert wurde die Christ Church im viktorianischen Stil saniert, der bis heute erhalten ist. Achten Sie bei einem Besuch der Christ Church auf den kunstvollen, hölzernen Mosaikboden und die bunten Glasfenster im gotischen Trakt. Auch die Krypta, die als Größte Irlands gilt, ist einen Abstecher wert.

Christchurch Place, Dublin 8, März-Okt. Mo-Sa 9.30-18 Uhr, So 12.30-14.30, 16.30-18 Uhr; April-Sept. Mo-Sa 9.30-19 Uhr, So 16.30-19 Uhr; Nov.-Feb. Mo-Sa 9.30-17 Uhr, So 12.30-14.30; Eintritt 6,50€, Ermäßigte 5€, Kinder 2,50€

Top-Sehenswürdigkeiten in Dublin

Christ Church Cathedral, Dublin (Irland)

City Hall

Die Dublin City Hall ist gregorianischen Stil gehalten und wurde zwischen 1769 und 1779 errichtet. Die City Hall imponiert durch ihre prachtvoll geschmückte runde Eingangshalle mit säulengetragener Kuppel. Ursprünglich hatte hier die Royal Exchange, die königliche Börse, ihren Sitz und war Treffpunkt der Kauf- und Geschäftsleute Dublins. Als es im 19. Jahrhundert wirtschaftliche um Irland schlecht bestellt war, schloss die Börse. Seit 1851 gehört die City Hall der Stadtverwaltung. Während des irischen Unabhängigkeitskrieges nutzten irische Republikaner das Gebäude als Lazarett. Heute tagt hier regelmäßig der Stadtrat. Im Kellergewölbe erzählt die Ausstellung „The Story of the Capital“ die bewegte Geschichte Dublins.

2 Dame Street, Dublin 2; ganzjährig Mo-Sa 10-17.15 Uhr; Eintritt frei

Dublin Castle

Eine weitere von Dublins Sehenswürdigkeiten ist das Dublin Castle, das unweit von der City Hall gelegen ist. An die einstige Burg erinnert heute nur der mächtige Rundturm aus dem frühen 13. Jahrhundert. Im 17. Jahrhundert zerstörte ein großer Brand weite Teile des historischen Bauwerks. An ihrer Stelle entstand ein prunkvoller Palast mit Bankettsaal, Thronsaal, Ballsaal und exquisitem Mobiliar für die britischen Vizekönige. Im Jahr 1922 ging das Dublin Castle in den Besitz des irischen Staates über. Dieser nutzt ihn seither zum Zweck der Repräsentation. Bei dem geschichtsträchtigen Besuch von Queen Elizabeth II 2011 in Dublin fand hier der Empfang statt. Lohnenswert ist bei einem Besuch des Dublin Castles die Besichtigung der unterirdischen Stadtmauern aus der Wikingerzeit.

Dame Street, Dublin 2; Mo-So 9.45-17.45 Uhr; Eintritt: 7€, Ermäßigte 6€, Kinder 3€

Dublin Writer´s Museum

Das Dublin Writer´s Museum vermittelt einen Überblick über die Geschichte irischer Literatur und deren prägendste Ereignisse. Außerdem gibt es Einblick in das Leben und Wirken einzelner, großer irischer Schriftsteller wie James Joyce, Oscar Wilde oder Bram Stoker. Neben der Ausstellungsfläche finden mehrere Bibliotheken und Galerien Platz.

18 Parnell Square N, Rotunda, Dublin 1; Mo-Sa 10-17.00 Uhr, So 11-17.00; Eintritt: 7,50€, Kinder 6,30€

Four Courts

Das Four Courts ist das wichtigste Gerichtsgebäude Irlands und dominiert die Uferpromenade nördlich der Liffey am Inn’s Quay. In diesem Gebäude sind heute noch drei, anstatt der ehemals vier Gerichte untergebracht: Der Oberste Gerichtshof (Supreme Court), das Oberste Zivilgericht (High Court) und das Berufungsgericht der Stadt Dublin (Dublin Circuit Court). Bis zum Jahr 2010 war hier ebenfalls das Strafgericht Irlands angesiedelt (Criminal Court), das dann in ein anderes Gebäude verlegt wurde. Errichtet wurde das Four Courts von 1792 bis 1802. In der Zeit des Osteraufstands nahm das Gebäude schweren Schaden. Während eins Angriffs fing das National Archive, das in den Four Courts untergebracht war, Feuer und wurde vollständig vernichtet. Zeugnisse aus über tausend Jahren irischer Geschichte waren verloren. Erst 1932 wurden die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen.

Inns Quay, Dublin

General Post Office

Das Hauptpostamt im klassizistischen Stil auf der Nordseite der Liffey wurde 1818 fertiggestellt. In der Zeit des Osteraufstandes 1916, als irische Republikaner versuchten die Unabhängigkeit zu erlangen, spielte das General Post Office eine entscheidende Rolle. Vor diesem Gebäude rief der Anführer der Aufständischen, Patrick Pearse, die Unabhängigkeit Irlands aus. Zwar schlugen die Briten den Aufstand rasch und brutal nieder, jedoch war dies ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur irischen Unabhängigkeit. Während der Straßenkämpfe nahm das Postamt schweren Schaden. Einige Einschusslöcher an der Außenfassade wurden belassen und zeugen von dieser zerrütteten Zeit.

O’Connell Street Lower, Dublin 1, während der Schalterstunden zugänglich

Top-Sehenswürdigkeiten in Dublin

General Post Office, Dublin (Irland) By Copyright © 2006 Kaihsu Tai (Copyright © 2006 Kaihsu Tai)[GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Grafton Street

Die Grafton Street ist eine der Haupteinkaufsstraßen Dublins. Sie verläuft vom Trinity College in südlicher Richtung bis zum St. Stephen´s Green. Benannt wurde sie nach dem ersten Duke of Grafton, einem adeligen britischen Landbesitzer. Die Grafton Street wartet mit verschiedenen kleinen und großen Geschäften auf und lädt zum Bummeln ein. Einen Besuch lohnt das prunkvoll ausgestattete Bewley´s Café, das mittig in der Geschäftsstraße gelegen ist.

Guinness Storehouse

Nichts ist so eng mit Irland verknüpft, wie das dunkle Gold, das in alle Welt exportiert wird – das Guinness. Im Guinness Storehouse erfährt der interessierte Besucher alles über die Herstellung des Bieres und über dessen genialen Erfinder und umtriebigen Geschäftsmann, Arthur Guinness. Dort, wo heute das imposante Storehouse steht, erwarb Arthus Guinness 1759 brachliegendes Gelände und schuf sein Imperium. Den Pachtvertrag unterzeichnete er damals für über 9.000 Jahre für den jährlichen Betrag von 45£. Im Guinness Storehouse können Besucher von der Skybar, die sich an die Ausstellung anschließt, einen herrlichen Blick über die Dächer Dublins genießen.

St James’s Gate, Ushers, Dublin 8; ganzjährig geöffnet Mo-So 9.30-19 Uhr; Eintritt: 20€, Ermäßigte 17,50€, Kinder 16€

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Guinness Storehouse, Dublin (Irland)

Halfpenny Bridge

Die Ha’penny Bridge oder Halfpenny Bridge genannt, ist eine 43 Meter lange Fußgängerbrücke, die 1816 über den Fluss Liffey gebaut wurde. Die Ha’penny Bridge verbindet den Stadtteil Temple Bar mit der Liffey Street auf der Nordseite des Flusses. Ihren Namen erhielt die Brücke aufgrund der Gebühr, welche die Passanten entrichten mussten: einen halben Penny. Erst seit 1919 müssen Fußgänger keine Maut mehr bezahlen. Heute zählt die Halfpenny Bridge zu Dublins bekanntesten Sehenswürdigkeiten.

Top-Sehenswürdigkeiten in Dublin

Halfpenny Bridge, Dublin (Irland)

Jameson Distillery

Für Whiskeyliebhaber ist ein Besuch der Jameson Distillery ein Muss. Hier erfahren Besucher alles Wissenswerte über die Herstellung des irischen Kultgetränks und können die frühere Produktionsanlage besichtigen. Außerdem gibt es auch einiges über den Vater des Jameson Whiskey, John Jameson, zu entdecken. Natürlich ist es möglich, in der Distillery auch gleich verschiedene Sorten des Whiskeys zu verkosten.

Bow Street, Smithfield Village, Dublin 7; Mo-Do 10-17.30 Uhr, Fr.-Sa 10-19 Uhr, So 10-17-30 Uhr; Eintritt: 20€, Ermäßigte 16€, Kinder 10€

Kilmainham Gaol

Das Kilmainham Gaol ist ein 1796 eröffnetes Gefängnis, das jedem Iren ein Begriff ist. Zur Zeit seiner Eröffnung galt das Gefängnis als eines der modernsten Irlands. Interniert waren hier Schuldner, Diebe oder Bettler. Später wurde Kilmainham Goal zu einem politischen Gefängnis und eine große Anzahl führender irischer Nationalisten musste hier ihr Dasein fristen. Bis 1865 wurden vor dem Gefängnis öffentliche Hinrichtungen durchgeführt. Während des 19. Jahrhunderts erlangte die Anstalt traurige Berühmtheit, als der Ort, an dem die Briten Gefangene festhielten, denen die Abschiebung in die australischen Strafkolonien bevorstand. In der Zeit der großen Hungersnot von 1845 bis 1850 war Kilmainham Goal hoffnungslos überfüllt, da viele Iren wegen Essensdiebstahl einsaßen. Nach dem Unabhängigkeitskrieg (1919 bis 1921) und dem sich anschließenden Bürgerkrieg (1922 bis 1924), stand das Gefängnis lange Zeit leer. Erst 1960 fand sich eine Gruppe Freiwilliger zusammen, die den Bau restaurierten und für Besucher zugänglich machten.

Inchicore Road, Kilmainham, Dublin 8; April-Sept., tägl. 9.30-18 Uhr, Okt.-März Mo-Sa 9.30-17.30 Uhr, So 10-18 Uhr; Eintritt: 5,30€

Molly Malone

Die Statue der Molly Malone, die in dem mittlerweile weltberühmten irischen Volkslied von den „Cockels and Mussels“ besungen wird, steht in der Dubliner Suffolk Street, Ecke Grafton Street. Zweifelsohne ist die Statue ein Wahrzeichen Dublins und eine Sehenswürdigkeit, an der kein Dublinbesucher vorbeikommt. Molly Malone war wohl eine Fischhändlerin im Dublin des 17. Jahrhunderts und verkaufte neben Meeresgetier auch ihren Körper, um überleben zu können. Das deutet das weit ausgeschnittene Dekolleté der Statue an, über die sich die Dubliner bei ihrer Einweihung 1988 entrüstet zeigten.

Suffolk Street, Dublin 2

Top-Sehenswürdigkeiten in Dublin

Molly Malone, Dublin (Irland)

Moore Street

Die Moore Street ist eine weitere Shoppingmeile in Dublin, die aber weit mehr zu bieten hat als nur Geschäfte. Die Moore Street, zweigt nördlich der Liffey von der O´Connell Street ab. Ihr eigen sind historische Backsteinhäuser, die teils während des Osteraufstands 1916 von irischen Aufständischen besetzt wurden. Sehenswert in der Moore Street ist der Obst- und Gemüsemarkt, der jeden Tag mit frischen Früchten und knackigem Gemüse aufwartet.

Number 29 – Georgian House Museum (wird bis 2020 renoviert!)

Auf fünf vollständig möblierten Etagen eines herrschaftlichen Stadthauses wird mit großer Liebe zum Detail das städtische Leben in Dublin um 1800 zum Leben erweckt. Essräume, Kinder- und Schlafzimmer sind ebenso zu bestaunen wie die Unterkünfte des Hauspersonals.

29 Fitzwilliam Street Lower, Grand Canal Dock, Dublin 2

St. Patrick´s Church

Die St. Patrick´s Church ist dem Nationalheiligen Irlands geweiht. Die Kirche steht an der Stelle, wo der Heilige Patrick angeblich 450 nach Christus bekehrte Gläubige taufte. Damals stand anstelle der heutigen Steinkirche eine kleine Holzkapelle. Um 1191 veranlasste der Erzbischof, John Comyn, den Bau der Kathedrale. Die stolze Kirche verkam im Laufe der Jahre stark, woraufhin eine komplette Sanierung nötig wurde. Diese wurde mit der finanziellen Unterstützung von Sir Benjamin Guinness, Enkel des berühmten Arthus Guinness, möglich. In der St. Patrick´s Church findet sich das Grab von Jonathan Swift, Verfasser von Gullivers Reisen.

St Patrick’s Close, Wood Quay, Dublin 8; März-Okt. Mo-Fr 9.30-17 Uhr, Sa 9-18.00 Uhr So 9-10-30, 12.30-14.30, 16.30-18 Uhr; Nov.-Feb. Mo-Fr 9.30-17 Uhr, Sa 9.30-17 Uhr, So 9-10-30, 12.30-14.30 Uhr; Eintritt 6€, Ermäßigte 5€

Trinity College Dublin

Das Trinity College ist Irlands altehrwürdigste Universität und gehört zu den Sehenswürdigkeiten, die Sie in Dublin nicht verpassen dürfen. Das Trinity College blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Königin Elisabeth I. gründete es 1592. Seither hat das College viele bekannte Absolventen hervorgebracht, unter anderem Jonathan Swift, Oscar Wilde, Bram Stoker und Samuel Beckett. Sehenswert ist der sogenannte Long Room, welcher die Bibliothek des Colleges beherbergt. Darunter befindet sich das Book of Kells. Es enthält die lateinischen Texte der vier Evangelien Lukas, Markus, Matthäus und Johannes und stammt aus dem 9. Jahrhundert. Es gilt als ein einzigartiges Zeugnis früher Buchmalkunst. Ebenfalls in der Bibliothek ausgestellt ist Irlands älteste Harfe aus dem 15. Jahrhundert.

College Green, Dublin 2, Book of Kells Mo-Sa 09.30-17.00, So 12-16.30 Uhr; Eintritt 13€, Ermäßigte 10€

Trinity College, Dublin

Trinity College, Dublin (Irland)

Temple Bar

Bei einem Besuch in Dublin darf ein Abstecher in das Viertel Temple Bar nicht fehlen, in dem auch die gleichnamige Bar zu finden ist. Das Viertel hat sich in den letzten Jahren stark zum Partyviertel Dublins entwickelt. Hier kommen Iren und Touristen aus aller Welt zusammen. Dementsprechend groß ist der Trubel, der hier vor allem in den Abend- und frühen Morgenstunden herrscht. Das Viertel und der berühmte Pub, haben seinen Namen von dem britischen Diplomaten Sir William Temple, der sich dort im 17. Jahrhundert niederließ. Das Pub mit seiner rot leuchtenden Fassade gibt es seit über 160 Jahren.

47-48 Temple Bar, Dublin 2

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Temple Bar, Dublin (Irland)

Phoenix Park Dublin

Der Dubliner Phoenix Park ist mit über sieben Quadratkilometern einer der weltweit größten innerstädtischen Parks. Ursprünglich wurde er im 17. Jahrhundert als exklusives Rotwildgehege für englische Gouverneure angelegt. Auch heute trifft man im Park vereinzelt auf Dammwild. Dieses lebt quasi Tür an Tür mit Löwen, Affen und anderen „wilden“ Tieren, denn im Phoenix Park gelegen ist außerdem der Dublin Zoo. Dort erblickte übrigens der bekannte Löwe das Licht der Welt, der auf den MGM-Filmen dem Publikum entgegen brüllt.

Park durchgehend geöffnet; Zoo Mo-Sa 9.30-18 Uhr, So 10.30-18 Uhr; Eintritt: 14,50€, Kinder 10€

Genießen Sie Ihre Zeit in Dublin und vergessen Sie nicht, auch irische Gelassenheit zu tanken. Einen schönen Aufenthalt auf der Grünen Insel!

Leprechaun – Der irische Kobold

Der Leprechaun ist neben Harfe und Kleeblatt das bekannteste Wahrzeichen Irlands. Der irische Kobold ist in den Mythen und Legenden der Grünen Insel verwurzelt und gilt als Schuhmacher der Feen. Außerdem hortet er Goldmünzen, die er am Ende des Regenbogens versteckt. Hier erfahren Sie alles rund um den Mythos des gewitzten Leprechaun.

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Leprechauns – Schuhmacher der Feen

Irland ist seit jeher ein Land, reich an Mythen und Legenden. Kobolde und Feen waren und sind fester Bestandteil des Alltagsglaubens und Aberglaubens der irischen Bevölkerung. Das Wort Leprechaun (Aussprache: Leprkoon) stammt von dem mittelirischen Wort luchorpán ab, was übersetzt „kleiner Körper“ bedeutet. Aus diesem Grund werden Leprechauns gerne als das „kleine Volk“ bezeichnet. Andere Quellen führen den Namen auf das Gälische „leith brogan“ zurück, was übersetzt Schuhmacher heißt. Und die handwerklich geschickten Leprechauns gelten als Schuhmacher der Feen.

Der Leprechaun – Woher der kleine Kobold kommt

In der irischen Mythologie hat der Leprechaun einen Vorgänger in dem keltischen Gott Lugh, ein vielseitig handwerklich und künstlerisch begabter Gott, der den Beinamen Schuhmacher-Lugh trug. Lugh gehörte den Tuatha Dé Danann an, dem mystischen Herrschergeschlecht mit übernatürlichen Kräften im vorchristlichen, keltischen Irland. Lugh galt als Schutzherr der Künste und der Schätze. Mit dem Aufkommen des Christentums verlor er an Bedeutung und blieb in der irischen Folklore, in Sagen und Legenden erhalten.

Eine weitere Anregung der irischen Kobolde, wie sie Teil der irischen Mythologie sind, geht auf Erzählungen im „Book of Invasions“ zurück. Dies ist eine Ansammlung von Texten aus dem 12. Jahrhundert. Diese beschreiben die Geschichte Irlands vom Anbeginn der Zeit. Legenden, die darin auftauchen, erinnern stark an die biblischen Erzählungen über die Erschaffung der Welt. Eine Geschichte darin handelt von Noahs Sohn Ham. Da dieser von seinem Vater verflucht wurde, erschuf er kleinwüchsige Biester. Diese haben als mystische Vorlage für den Leprechaun gedient.

Der Leprechaun und das Gold am Ende des Regenbogens

Von ihren göttlichen und biblischen Vorfahren hat der Leprechaun, wie er heute in den Mythen und Legenden der Grünen Insel existiert, nur noch wenig gemein. Er gilt vielmehr als drolliges, gewitztes, wenngleich manchmal hinterhältiges Feenwesen mit einer Vorliebe für Goldmünzen. Dargestellt werden sie elegant gekleidet, mit weißem Hemd und grünem Frack, dazu ein breiter Hut mit Schnalle, schwarzen, polierten Schuhen und feuerrotem Bart.

Der Legende nach hortet jeder irische Leprechaun sein Gold an einem bestimmten Ort, dessen Versteck einzig er selbst kennt. Für Menschen ist dieser Ort nur erkennbar, wenn es regnet und die Sonne scheint. Dann markiert das Ende des Regenbogens den Ort des Verstecks. Dort befindet sich auch der Lucky Charm Garden. Ein Garten der Leprechauns mit lauter vierblättrigen Kleeblättern.

Der Mythos des Goldtopfes, der am Ende des Regenbogens vergraben liegt, hat einen wahren Kern. Einige der von den Kelten geschaffenen Goldmünzen haben die Form kleiner Schüsselchen und werden daher Regenbogenschüsselchen genannt. Da sie zu keltischen Zeiten kein alltägliches Bezahlungsmittel darstellten und für bestimmte Angelegenheiten gebraucht wurden, etwa, um Söldner zu bezahlen, vergrub man sie zur Sicherheit. Jahrhunderte später konnte es deshalb passieren, das nach einem heftigen irischen Regenfall, die Münzen freigespült wurden und sich ein verwunderter Bauer über den unverhofften Fund auf seinem Feld freut. Daher mag der Mythos des Goldschatzes, der am Ende des Regenbogens vergraben liegt, stammen.

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Gold am Ende des Regenbogens

Wie man einen Leprechaun fängt

Da Leprechauns wissen, wo Gold zu finden ist, sollten Sie bei der nächsten Irlandreise den Versuch wagen, einen zu fangen, wenn Ihnen gerade kein Regenbogen den Weg weisen kann. Gehen Sie umsichtig vorgehen, denn der kleine Kobold ist flink und schlau.

Wer sich in die Einsamkeit der irischen Landschaft begibt und angestrengt lauscht, kann mit etwas Glück ein leises Hämmern vernehmen. Wahrscheinlich ist das ein Leprechaun bei der Arbeit. Nun muss man die Höhle des kleinen Kobolds aufspüren. Wenn man ihm von Angesicht zu Angesicht gegenübersteht, gilt es, stets höflich zu bleiben. Bringt man ihn gegen sich auf, wird man auf die ein oder andere Weise Schaden nehmen.

Damit er preisgibt, wo der Topf mit den Goldmünzen versteckt ist, muss man den Leprechaun bei seinen kleinen Schultern fassen und nicht mehr aus den Augen lassen. Aber Vorsicht: Er weiß sich aus solchen Situationen zu retten. Meist versucht er sein menschliches Gegenüber dadurch zu beirren, dass er auf ein angeblich sich näherndes Monster hinweist. Davon darf man sich auf keinen Fall beirren lassen, denn einmal aus den Augen gelassen, ist er verschwunden. Wichtig ist es, von ihm eine genaue Beschreibung des Verstecks zu fordern.

Kurioses über den irischen Leprechaun

Leprechauns haben in der irischen Mythologie einen festen Platz. Aber auch im irischen Alltag begegnet Ihnen der kleine Kobold oft:

  • Bei einer Reise durch Irland werden Sie über Straßenschilder mit dem Text „Leprechaun´s Crossing“ stolpern. Diese markieren Straßenabschnitte, auf denen die Kobolde die Straße überqueren.
  • Die irischen Kobolde sind auf Bestreben einer Gruppe von Lobbyisten aus Carlingford durch eine EU-Direktive geschützt.
  • In Dublin gibt es das National Leprechaun Museum. Es befindet sich in der Jervis Street in Dublin 1 und bietet allerhand Wissenswertes über den bekannten irischen Kobold.

Wenn Sie sich den irischen Leprechaun nach Hause holen möchte, dann besuchen Sie unseren Leprechaun-Shop. Da ist bestimmt das Passende für Sie dabei!

Urlaub in Connemara: Entdecken Sie Irlands Wilden Westen

Connemara ist eine Region im Westen Irlands und liegt zwischen dem See Lough Corrib und der Barony of Ross, welche sich bis in die anliegende Grafschaft Mayo erstreckt. Besucher sind fasziniert von der einmaligen, zweigeteilten Landschaft. Während große Flächen des Landes aus Heide- und Moorgebieten bestehen, ziehen sich die hohen Bergketten des Lough Mask durch den Norden. Dazwischen befinden sich schroffe Steilhänge, traditionelle Dörfer und einige der schönsten Strände Irlands. In diesem Artikel nehmen wir Sie mit auf eine Reise, durch die beeindruckende Natur Connemaras. Wetten, Sie möchten anschließend sofort Ihre Koffer packen?

Connemara

Connemara (Irland)

Irlands Wilder Westen

Oscar Wilde beschrieb Connemara einst als „in every way magnificent“, großartig in jeder Hinsicht – wie Recht er hatte! Auch heute noch ist diese Region eine der schönsten Irlands. Wer in den Genuss kommt das Land selbst zu entdecken, wird sofort seinem Reiz verfallen.

Doch was macht Connemara überhaupt so einzigartig? Sind es die irischen Bräuche und Traditionen, die hier so wertvoll aufrechterhalten werden? Oder ist es die einzigartige Natur, die eine Kombination aus seelischer Erholung und abenteuerlichen Erlebnissen bietet? Entscheiden Sie selbst, welche Orte Sie in ihren Bann ziehen:

Connemara Nationalpark – Erholung für die Seele

Der Nationalpark ist aufgrund seiner einmaligen Flora, Fauna und Geologie ein faszinierender Ort. Verschiedenste Rundwege führen durch das nahezu einsame Heidenland. Über Holzstege und Trampelpfade verlaufen diese durch das mit Pfeifengras bewachsene Moorgebiet, bis hin zu dem imposanten Diamond Hill. Schwindelfreie wagen den Aufstieg auf den 400 Meter hohen Berg und genießen einen einmaligen Panoramablick über das ursprüngliche Land, weit hinaus bis auf den tosenden Atlantik. Auch ohne den Diamond Hill zu besteigen, lohnt sich eine Wanderung durch Connemara. Die Natur des Nationalparks ist unberührt und erholsam. Hier können Sie auch noch wild lebende Connemara Ponys beobachten.

Kylemore Abbey – Jahrhunderte alte Geschichte

Die malerisch am See Lough Poolacappul gelegene Kylemore Abbey dürfen Sie bei Ihrem Besuch keinesfalls verpassen. Die älteste Benediktinerinnenabtei Irlands wurde bereits 1665 erbaut und thront seither am Ufer des Sees, immerzu umgeben von den gewaltigen Berghängen der Connemara Mountains. Sie ist nicht nur eines der beliebtesten Fotomotive der Region, das Kloster blickt auf eine weitläufige Geschichte zurück. Ursprünglich wurde die Abbey als religiöse Gemeinschaft, für katholische Frauen erreichtet. Im Ersten Weltkrieg wurde das Gebäude jedoch zerstört, wonach es erneut aufgebaut werden musste. 1921 wurde die Kylemore Abbey als Benediktinerinnenkloster und Mädcheninternat erneut eröffnet. Junge Frauen aus aller Welt genossen seither die hoch angesehene Schulbildung in dem märchenhaften Anwesen.

Connemara

Kylemore-Abbey Connemara, County Galway (Irland)

Clifden und seine beeindruckende Sky Road

Der Küstenort Clifden wird nicht zu Unrecht als die Hauptstadt Connemaras bezeichnet. Das Örtchen ist überschaubar, aber kunterbunt. Kunsthandwerkgeschäfte, Souvenirshops, urige Pubs und ausgezeichnete Sea-Food Restaurants stehen hier Tür an Tür. Zwischendurch sorgen gemütliche Cafés, hin und wieder eine Eisdiele und einige Shops für Wander- und Outdoorbekleidung für Abwechslung.

Nicht nur die „Hauptstadt“ selbst sollten Sie besuchen. Die Landschaft rund um Clifden besticht mit einer traumhaften Kulisse. Sind Sie mit einem Mietwagen unterwegs, empfiehlt sich eine Fahrt entlang der 11 Kilometer langen Sky Road. Diese führt Sie nicht nur zu dem bezaubernden Clifden Castle, sondern auch entlang der romantischen Clifden Bay. Die Panoramastraße teilt sich indes auf in die Lower oder Upper Sky Road. Letzteres bringt Sie zu einem zu einem Aussichtsplatz, von dem aus Sie nicht nur den Leuchtturm von Slyne Head erblicken, sondern an klaren Tagen bis weit auf den Atlantik hinaus sehen.

Connemara

Clifden Castle Connemara, County Galway (Irland)

Die dramatisch schöne Insel Inishbofin

Inishbofin, etwa 10 Kilometer von Festland entfernt, ist eine Insel, wie sie im Bilderbuch steht. Eine schroffe Küste, weite Sandstrände und saftig grüne Weideflächen. Sie ist ein Paradies für Wanderer, Abenteurer und Vogelbeobachter. Eine Vielzahl verschiedener, sogar seltener Vogelarten sind auf Inishbofin beheimatet. Die Insel wurde jedoch vor vielen Jahren von dramatischen Ereignissen geprägt. Manch Schiffen ist einst die tosende See vor Inishbofin zum Verhängnis geworden, und sie zerschellten an den mächtigen Felsen des Landes. Heute noch können Sie einige der rostigen und maroden Wracks an der Küste entdecken.

Die Gezeiteninsel Omey Island

Wenn Sie Straßenschilder mitten im Meer ausmachen, handelt es sich keinesfalls um einen Streich trinkfreudiger Iren. Sie markieren tatsächlich den Weg nach Omey Island. Nur wenn die Flut sich ihren Weg zurück in das Meer bahnt, ist es möglich, mit dem Auto über den breiten Sandstrand zur Insel zu gelangen. Der Ort selbst wird aufgrund der mobilen Einschränkungen heutzutage kaum mehr bewohnt, lediglich ein paar Ferienhäuser bieten Ruhe und Erholung in der vorübergehenden Einsamkeit.

Das Herzstück Connemaras: Killary Harbour

Tatsächlich handelt es sich hierbei nicht um einen Hafen, sondern um den einzigen Fjord Irlands. Über eine Strecke von 16 Kilometer verläuft der Meeresarm bis in das Landesinnere. Nicht nur Angler und Wanderer kommen hier auf ihre Kosten. Der Killary Harbour ist eine wahre Naturschönheit, die Sie sowohl zu Fuß, wie auch auf dem Wasser erkunden können. Täglich startet eine 90-minütige Bootstour am Hafen von Leenaun, bei der Sie mit einem traditionellen Irish Coffee die fantastische Kulisse Connemaras genießen können. Anschließend sollten Sie die beeindruckenden Aasleagh Falls des Flusses Erriff besuchen, welcher in den Killary Harbour mündet.

Connemara

Killary Harbour Connemara, County Galway, (Irland)

Möchten Sie selbst die unberührte und traumhafte Natur Connemaras erleben? Dann machen Sie sich auf, zu einer Rundreise durch den romantischen Westen Irlands!

Die 6 schönsten Orte im Norden Irlands

Der Norden Irlands bietet zahlreiche spannende und faszinierende Orte. Die Natur ist geprägt von rauen Küstenabschnitten, magischen Wäldern und traumhaften Tälern. In diesem Artikel möchten wir Ihnen die sechs schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten entlang Irlands nördlicher Küste vorstellen. Halten Sie mit uns am nördlichsten Punkt des Festlandes Ausschau nach Delfinen und erleben Sie den fantastischen Charme des Dunluce Castle.

1. Die mystischen Dark Hedges

Die Dark Hedges in Balleymoney erinnern an längst vergangene Zeiten. Bereits im 18. Jahrhundert pflanzten die Besitzer des Anwesens Gracehill House die Buchen, um ihren Besuchern einen würdigen und beeindruckenden Empfang zu bereiten. Seiher konnten die Bäume unaufhörlich wachsen und entwickelten ein geradezu unwirkliches Aussehen. Mittlerweile gehört die spektakuläre Buchenallee unumstritten zu den schönsten Orten im Norden Irlands und diente bereits so manch namenhaften Verfilmungen als Kulisse. Unter anderem machten sich die Regisseure von Game of Thrones das mystische Erscheinungsbild der imposanten Bäume zu nutzen und nahmen sie als „Kingsroad“ in die Erfolgsserie auf. Wer selbst durch die atemberaubende Buchenallee schreiten möchte, sollte dies am frühen Morgen oder in den Abendstunden tun. Spätestens, wenn die Dämmerung einsetzt, versprüht der Ort ein wahrlich magisches Flair!

Dark Hedges, Die 6 schönsten Orte im Norden Irlands

Dark Hedges, County Antrim (Nordirland)

2. Malin Head – der nördlichste Punkt Irlands

Malin Head auf der bezaubernden Halbinsel Inishowen ist der nördlichste Punkt des irischen Festlandes. Bereits die Fahrt dorthin ist ein wahres Naturspektakel: zerklüftete Küsten, historische Sehenswürdigkeiten und die wilde, unberührte Natur des Landes. Immer wieder sind Reisende dazu angetrieben innezuhalten und die faszinierende Kulisse zu bestaunen. Die höchste Erhebung des nördlichen Küstenabschnittes ist Banba’s Crown. Von hier bietet sich ein atemberaubender Blick über auf die wunderschöne Landschaft Innishowens und das tosende Meer. Über einen kurzen Wanderweg gelangen Besucher zum Malin Head. Nicht nur seine geografische Position macht diesen Ort zu einem der schönsten im Norden Irlands. Er ist zudem ein beliebter Aussichtspunkt um Delfine und Wale von der Küste aus zu erspähen! In diesem Artikel finden Sie weitere Informationen über die Sehenswürdigkeit Malin Head.

Malin Head, Die 6 schönsten Orte im Norden Irlands

Malin Head auf der Inishowen Halbinsel, County Donegal (Irland)

3. Der Leuchtturm von Fanad

Der irische Norden ist bekannt für seine überschaubare Zivilisation und die unberührten Landstriche. Auf der Fahrt über die Fanad Halbinsel wird dieses Bild mehr denn je deutlich: Nur wenige Orte sind von der fantastischen Natur umschlossen. Wilde Küstenabschnitte und Wiesen mit bunten Wildblumen dominieren das Land. Am nördlichsten Punkt der Halbinsel befindet sich ein etwa 200 Jahre alter Leuchtturm. Dieser warnt, aufgrund einer tragischen Geschichte die Seefahrer vor den gefährlichen Klippen des Fanad Head. Jahre bevor der Signalpunkt errichtet wurde, suchte einst ein Schiff Schutz vor einem Sturm. Als es auf Irland zusteuerte, wurde die Küste Fanads ihm zum Verhängnis. Bei dem dramatischen Unglück kam die komplette Besatzung ums Leben. Heute können Besucher den Leuchtturm besichtigen und die schroffen Küsten des Fanad Head bestaunen.

Fanad Head Lighthouse, Die 6 schönsten Orte im Norden Irlands

Fanad Head Lighthouse auf der Fanad Halbinsel, County Donegal (Irland)

4. Das mittelalterliche Dunluce Castle

Hoch oben auf einem Basaltfelsen thront das Dunluce Castle über der zerklüfteten Küste des rauen Nordens. Beim Anblick der Ruine wird sofort deutlich, wieso diese zu einem der schönsten Orte im Norden Irlands zählt: Als früherer Stützpunkt zwischen Ulster und den Hebriden Schottlands liegt die Burg direkt am Rande der Klippen. Als im 16. Jahrhundert ein spanisches Schiff mit wertvollen Schätzen an Bord nahe des Dunluce Castles sank, wurde der Inhalt der Schatztruhe zum weiteren Ausbau des Gebäudes verwendet. Dabei wurde die Architektur vielen verschiedenen Bauweisen nachempfunden, sodass sich kein genauer Stil festlegen lässt. Noch heute befindet sich das Castle im Besitz des schottischen McDonnell-Clans, kann jedoch von Besuchern besichtigt werden. Unterhalb der Ruine liegt zudem eine Meeresgrotte, die in früheren Zeiten als Fluchtmöglichkeit und Versteck für die Boote diente.

Dunluce Castle, Die 6 schönsten Orte im Norden Irlands

Dunluce Castle zwischen Bushmills und Portrush County Antrim (Nordirland)

5. Nervenkitzel erleben auf Carrick-a-Rede Brücke

20 Meter lang und 30 Meter über dem Abgrund schwebend: Das ist eine der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten Irlands! Die Carrick-a-Rede Hängebrücke fand bereits in den 1970er Jahren ihren Einsatz und diente den ansässigen Fischern zur Überquerung des Meeres auf die vorgelagerte Insel Carrick-a-Rede, wo sie von Juni bis August auf Lachsfang gingen. Während die Einheimischen damals noch waghalsig an einem einseitigen Handlauf über weit auseinanderliegende Holztritte marschierten, ist die Brücke zur heutigen Zeit deutlich modernisierter. Ein Handlauf auf beiden Seiten, feste Tritte und ein Stahlseil schützen die Besucher der kleinen Insel. Auch wenn der Gang über die Carrick-a-Rede Rope Bridge mittlerweile deutlich sicherer ist, kostet es doch einiges an Überwindung die frei schwebende Hängebrücke zu begehen. Mutige werden jedoch mit einem atemberaubenden Blick auf die Küste und einem der schönsten Orte im Norden Irlands belohnt. Hier können Sie sich über die Öffnungszeiten informieren.

Carrick-a-rede, Die 6 schönsten Orte im Norden Irlands

Carrick-a-Rede rope bridge in Ballycastle, County Antrim (Nordirland)
© Christopher Hill

6. Giant´s Causeway

Carrick-a-Rede liegt nur wenige Meilen von dem eindrucksvollen Giant’s Causeway entfernt. Der sagenumwobene Damm der Riesen gehört bei einem Besuch des irischen Nordens unbedingt dazu. Fast 40.000 gleichmäßig geformte Basaltsäulen ragen von der Küste bis in das Meer hinein. Wissenschaftler führen die Entstehung der sechseckigen Säulen auf vulkanische Aktivitäten zurück, die Iren wiederum werden Ihnen von einem ganz anderen Ereignis berichten. Entdecken Sie mit uns die mystischen Erzählungen rund um den Giant’s Causeway und die außergewöhnliche Geschichte seines riesigen Architekten.

Giant´s Causewayy, Die 6 schönsten Orte im Norden Irlands

Giant´s Causeway, County Antrim (Nordirland) @storytravelers

 

Wissenswertes zum Giant’s Causeway – Das Naturwunder im Norden Irlands

Es gibt wohl kaum ein Naturwunder in Irland, welches mehr von Sagen und Mythen umworben ist, wie der Giant´s Causeway. Die hexagonalen Säulen und die tosende See machen diesen Ort mystisch und atemberaubend schön. Entdecken Sie mit uns die magische Geschichte rund um den Giant’s Causeway.

Giant’s Causeway, Norden Irlands

Giant´s Causeway County Antrim (Nordirland)

Die wissenschaftliche Entstehen des Giant´s Causeway

Das geologische Naturwunder gehört seit 30 Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe. Vulkanausbrüche, Lavaströme und Eruptionen formten vor fast 60 Millionen Jahren rund 40.000 ineinandergreifende Basaltsäulen. Die markante sechseckige Form und die glatte, ebene Oberfläche der Säulen verleihen ihnen ein besonders beeindruckendes Aussehen. Es ist geradezu unglaublich, wozu vulkanische Aktivität fähig ist. Über fünf Kilometer erstreckt sich der Giant’s Causeway entlang der irischen Nordküste und reicht von dem Vulkanplateau direkt in das Meer hinab. Am Meeresgrund verlaufen die Formationen bis nach Schottland. Auf der vorgelagerten Insel Staffa sind weitere geologische Formationen zu finden.

Die Sagen rund um den Giant’s Causeway

Vor vielen Hunderten Jahren lebte der Riese Fionn McCumhaill an der nördlichen Küste. Bereits seit einer schier unendlich langen Zeit befand er sich im Streit mit seinem schottischen Nachbarn, dem Riesen Benandonner. Dieser provozierte Fionn unaufhörlich, bis der Ire eines Tages genug davon hatte. Vor Wut schlug er riesige Felsbrocken aus der Küste Antrims und baute sich einen Weg bis nach Schottland, den sogenannten Damm der Riesen. Der mutige Mann brach auf, um seinem Rivalen gegenüberzustehen und ihn zu einem Kampf aufzufordern. Auf halber Strecke entdeckte er jedoch Benandonner in der Ferne und war gleichermaßen beeindruckt und eingeschüchtert von der gewaltigen Größe des Schotten. Er erkannte seine Unterlegenheit und flüchtete zurück nach Irland.

Benandonner jedoch bekam Wind davon, dass Fionn McCumhaill ihn aufsuchen wollte, und verfolgte ihn. Fionns Frau war sich der Gefahr bewusst und schmiedete einen raffinierten Plan: Sie steckte ihren Mann in Babykleidung und legte ihn in eine Wiege. Als der riesige Schotte in Irland ankam und das Kleinkind entdeckte, war er entsetzt: Wenn das Baby bereits so groß war, welche gigantische Größe musste dann wohl der Vater des Kindes haben? Benandonner flüchtete zurück nach Schottland und zerstörte unterwegs den von Fionn gebauten Damm, damit der Ire ihn nie wieder aufsuchen konnte.

Giant’s Causeway, Norden Irlands

Der Giant’s Causeway im County Antrim (Nordirland)

Wissenswertes zum Besuch des Giants‘s Causeway

Ein Besuch des Giant’s Causeway lässt sich wunderbar mit einer Rundreise entlang der fantastischen Causeway Coastal Route verbinden. Lassen Sie sich auch die sechs schönsten Orte im Norden Irlands keinesfalls entgehen, diese liegen alle in unmittelbarer Nähe zum Damm der Riesen.

  • Eintrittspreise
    Der eigenständige Besuch des Giant’s Causeway ist kostenlos. Es sind lediglich Parkgebühren zu entrichten. Empfehlenswert ist jedoch ein Besuch des modernen Besucherzentrums. Der Eintritt (Stand 2017) beträgt:
    £ 9,00 für Erwachsene
    £ 4,50 für Kinder
    £ 22,00 für Familien
    Für Kinder unter fünf Jahren fallen keine Gebühren an.
    In dem Preis sind der Eintritt in das Besucherzentrum, eine Audioführung, die Parkgebühr sowie ein Orientierungsplan enthalten. Es besteht die Möglichkeit, die Tickets vorab online zu kaufen.
  • Das Besucherzentrum
    Reisende können neben den faszinierenden Basaltsäulen auch das sehenswerte Besucherzentrum aufsuchen. Es liefert viele Informationen über die Entstehung der Natur. Das Zentrum beherbergt mehrere Ausstellungsräume, in denen sie den Damm der Riesen und das Leben des Finn MacCumhaill kennenlernen. Es gibt zudem zahlreiche wunderbare Wanderwege, welche vor nicht allzu langer Zeit saniert und farblich gekennzeichnet wurden. Ihnen stehen mehrere Routen zur Auswahl, sodass Sie auch mit dem Kinderwagen die Gegend erkunden können. Über die Öffnungszeiten können Sie sich hier informieren.
    Vor Ort können Sie einen benutzerfreundlichen Audioguide leihen. Das kompakte Handgerät begleitet Sie auf Ihrer selbst geführten Tour entlang der spektakulären Küste. Unterwegs erhalten Sie viele Informationen über den Giant’s Causeway und seine wundervollen Legenden.
  • Anreise
    Der Damm der Riesen liegt etwa drei Kilometer von Bushmills entfernt. Von Belfast benötigen Sie etwas mehr als eine Stunde mit dem Mietwagen, weshalb der Giant’s Causeway sich perfekt für einen ausgiebigen Tagesausflug eignet. Von der nordischen Hauptstadt gelangen Sie auch mit der Bahn oder dem Bus zur Küste. Die Verbindungen sind jedoch von der Saison abhängig und sollten individuell angefragt werden.
    Am Besucherzentrum stehen Ihnen einige Parkplätze zur Verfügung. Von dort verkehrt gegen Aufpreis ein Shuttlebus direkt zum Causaway. Sie können auch das Stück entlang der Straße zu Fuß gehen und dabei einen fantastischen Blick auf die Bucht genießen. Für die Strecke benötigen Sie zwischen 30 und 40 Minuten.
  • Empfohlene Besuchszeit
    Vor allem zu den Mittagsstunden kehren häufig Reisebusse am Giant’s Causeway ein. Sind Sie mit Ihrer Planung flexibel, empfehlen wir Ihnen den Besuch am Morgen oder in den frühen Abendstunden. So haben Sie die Basaltsäulen nahezu für sich alleine und können die wundervolle Natur in aller Ruhe genießen. Besonders schön ist ein Besuch am Abend. Erleben Sie, wie sich der Himmel in beeindruckende Rottöne taucht, und bestaunen Sie einen spektakulären Sonnenuntergang direkt am Meer.

Wenn Sie den Giant’s Causeway in Ihre Reiseroute integrieren möchten, helfen unsere Irland Experten Ihnen bei der Planung gerne weiter. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

Halloween – Ursprung und Geschichte

Süßes oder Saures? Zu Halloween ziehen Kinder und Kindgebliebene gruselig verkleidet durch die Straßen und wehe dem, der nichts Süßes für sie bereitgestellt hat. Dem drohen witzige oder weniger lustige Strafen. Was ist der Ursprung von Halloween und seine Geschichte und was hat es mit dem Kürbis auf sich, der mit grimmigem Gesicht am Hauseingang Besucher abschreckt?

Der Ursprung von Halloween

Halloween geht auf das keltischen Fest Samhain zurück. Dieses zelebrierte das Ende des Jahres und des Sommers. Mit großen Feuern verabschiedete man den Sommer und begrüßte den Winter. Die Kelten bedankten sich beim Sonnengott, Samhain, für die Ernte des Jahres. Zugleich gedachten sie an diesem Tag der Seelen der Verstorbenen, da der keltische Gott der Toten nun, Cromm Cruach, den Sonnengott in seinem Regiment ablöste. Die Kelten glaubten, dass in dieser Nacht die Geister der Toten auf die Erde zurückkamen, um in ihre Häuser zurückzukehren. Von heimatlosen Seelen, die ihren Weg nicht fanden, war nichts Gutes zu erwarten. Sie erschreckten die Menschen und trieben ihr Unwesen mit ihnen. Deswegen verkleideten sich die Kelten, damit die Geister und heimatlosen Seelen sie nicht erkennen konnten. Um die heimkehrenden Totengeister gnädig zu stimmen, stellte man am Vorabend zu Samhain Essen auf die Gräber.

Halloween Ursprung, Halloween Geschichte

Samhain

Samhain und Halloween

Im 7. Jahrhundert wurde im Christentum das Fest „Allerheiligen“ eingeführt. Ursprünglich war das Fest im Mai und an diesem Tag sollte allen Heiligen gedacht werden. Papst Gregor III verlegte dieses Fest auf den 1. November. Der Grund dafür war, dass das heidnische Fest Samhain immer noch sehr verbreitet war und gefeiert wurde. Er wollte dieses durch Allerheiligen ablösen. Christen durften, sich weiterhin verkleiden, nur sollten sie die Heiligen damit ehren. Der Festtag Allerheiligen bekam im Mittelalter im englischsprachigen Raum den Namen „All Hallows´ Day“. Der Tag vor Allerheiligen, der 31. Oktober, wurde „All Hallows´ Eve“ genannt. Daraus entwickelte sich im Lauf der Zeit der Name Halloween.

Tradition – Halloween-Kürbis schnitzen

Der Brauch, zu Halloween Kürbisse mit gruseligen Fratzen zu schnitzen, kommt ebenfalls aus Irland. Diese Tradition geht auf die Legende von Jack O`Lantern zurück.

Der Ire Jack O´Lantern war ein Taugenichts und Tunichtgut. Dem Alkohol war er auch nicht abgeneigt. Am Vorabend zu Allerheiligen saß er in einem Pub, als der Teufel kam, um ihn mit in die Hölle zu nehmen. Doch Jack wollte nicht ohne ein letztes Pint in die Hölle gehen und fragte den Teufel, ob er ihm noch einen Drink spendieren würde. Der Teufel wollte Jacks letzten Wunsch nachkommen und verwandelte sich prompt in eine Sixpence-Münze. Doch der Teufel ahnte nicht, dass Jack ihn übers Ohr hauen würde. Er steckte die Münze in seinen Geldbeutel, indem sich ein Kreuz befand, so konnte der Teufel sich nicht mehr zurück verwandeln. Erst nachdem der Teufel Jack versprochen hatte ihn noch weitere zehn Jahre seine Seele zu lassen, ließ er den Teufel frei.

Der Teufel hatte Zeit und wartete, bis die zehn Jahre vorbei waren. Als Jack dem Teufel erneut gegenüberstand, fing er wieder an zu klagen und wollte als letzte Henkersmahlzeit einen Apfel haben, der hoch an einem Baum hing. Der Teufel wollte dem alten Jack diesen Gefallen tun und kletterte auf dem Baum. Jack schnappte sein Messer und schnitzte schnell ein Kreuz in den Baum, sodass der Teufel auf dem Baum festsaß und wieder nicht an Jacks Seele kam. So verhandelten sie erneut und erst nachdem der Teufel versprach, für immer die Hände von Jacks Seele zu lassen, entfernte Jack das Kreuz am Baum.

Als Jack nach einigen Jahren starb, schwebte seine Seele heimatlos zwischen Himmel und Hölle. Im Himmel war er nicht willkommen, da er zu Lebzeiten kein guter Mensch gewesen war. Der Teufel bekam Mitleid mit Jack und gab ihm ein Stück Kohle aus dem Höllenfeuer, damit er sich wärmen konnte, an dem einsamen Ort zwischen Himmel und Hölle. Jack holte eine Rübe aus und legte die Kohle hinein. So war die Idee des Halloween Kürbis geboren.

Halloween Ursprung, Halloween Geschichte

Halloween Kürbis

Halloween – Von Irland in die ganze Welt

Irische Auswanderer brachten Halloween und die Tradition einen Halloween Kürbis zu schnitzen nach Amerika. Dort gab es mehr Kürbisse als Rüben und so schnitzte man dort keine Halloween Rübe, sondern den heute bekannten Kürbis. Von Amerika aus verbreitete sich das Halloween-Fest und die Art es zu feiern über die ganze Welt. Und deswegen ist es gut, zu Halloween besser ein paar Süßigkeiten mehr zu Hause zu haben. Ein schönes, gruseliges Halloween!

Wollen Sie wissen, welche typisch irischen Halloween-Gerichte es gibt? Hier finden Sie Rezepte.

 

Das Trinity College, Dublin

Das Trinity College in Dublin ist die altehrwürdigste Universität Irlands. Wir haben die wichtigsten Fakten und Sehenswürdigkeiten zur irischen Universität mit Weltruhm für Sie zusammengestellt. Wenn Sie in Dublin sind, dürfen Sie das Trinity College auf keinen Fall verpassen.

Trinity College, Dublin

Trinity College, Dublin (Irland)

Das Trinity College – seine Geschichte

Der Begriff „College“ist etwas irreführend, denn das Trinity College hat tatsächlich den Rang einer Universität. Königin Elisabeth I gründete sie 1592 für ihre protestantischen Bürger auf der grünen Insel. Uneigennützig war dieser Schritt nicht, denn Elisabeth hoffte so, den protestantischen Glauben und die Tudor Monarchie in Irland zu festigen. Die konfessionelle Beschränkung wurde spät aufgeweicht und fiel erst vollends 1873. Auch katholische Studierende und Lehrkräfte waren damit am Trinity College zugelassen. Die katholische Kirche schritt jedoch ein und verbot ihren Gläubigern den Zugang zum College mit der Begründung, sie vor „verderblichen“ Einflüssen bewahren zu wollen. Nur in Ausnahmefällen wurde der Besuch der Universität erlaubt. Das Verbot seitens der katholischen Kirche bestand noch bis 1970.

Eine weitere Öffnung für eine breitere Studentenschaft erfuhrt das Trinity 1904 als erstmals weibliche Studierende zugelassen wurden. Der Anzahl der Studentinnen nahm über die Jahre kontinuierlich zu und seit 1986 stellen sie die Hälfte der Studentenschaft. Zwischen den Weltkriegen ging es dem Trinity College wirtschaftlich schlecht, denn mit der Gründung des unabhängigen irischen Staates 1921 entfiel die finanzielle Unterstützung durch die Regierung. Irland war nach dem Krieg finanziell geschwächt und nicht in der Lage, die Universität zu stützen. Erst Mitte der 60er Jahre investierte die irische Regierung wieder in das Trinity College und finanzierte den Bau einer neuen Bibliothek. Mit den Jahren erweiterte man das College um weitere Institute und Gebäude, während die Anzahl der Studierenden stetig anstieg.

Studieren am Trinity College heute

In internationalen Rankings belegt das Trinity College regelmäßig TOP-Platzierungen. Nach dem QS World University Rankings 2018 Platz 88, in Europa gar Platz 18. Es bietet rund 18.000 Studierenden verschiedenste Studiengänge an den vier Fakultäten Kunst, Geistes- und Sozialwissenschaften, Ingenieurswesen, Mathematik- und Naturwissenschaften und Medizin an. Das Areal des Trinity Colleges erstreckt sich über knapp 200.000 m² und schließt Neubauten sowie historische Gebäude, für die das Trinity berühmt ist, mit ein.

Die heutigen Studierenden des Trinity Colleges kommen an der traditionsreichen, stolzen Geschichte ihrer Universität nicht vorbei. Sie können bspw. noch immer ihr Abendessen, Commons genannt, im ehrwürdigen Speisesaal von 1761 einnehmen. Eine Reservierung ist jedoch von Vorteil, denn mit den heutigen Massen an Studierenden hat man beim Bau des Raums wohl eher nicht gerechnet. Die ca. 350 Stipendiaten des Trinity Colleges und Kollegiaten erhalten ihr Essen kostenfrei. Zu jedem Abendessen wird ein Tischgebet auf Latein vorgetragen und Elisabeth I gedacht.

Berühmte Studenten des Trinity College

Das Trinity College hat eine ganze Reihe berühmte Absolventen, die den Ruf der Universität gefestigt haben. Dazu zählen u.a. Jonathan Swift, Oscar Wilde, Bram Stoker oder Samuel Beckett:

  • Jonathan Swift: Swift wurde 1667 in Dublin geboren und studierte am Trinity College Theologie. Er ist Autor des berühmten Buchs „Gullivers Reisen“.
  • Oscar Wilde: Wilde wurde 1854 in Dublin geboren und studierte am College klassische Philologie. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Das Bildnis von Dorian Gray“ und „Das Gespenst von Canterville“.
  • Bram Stoker: Stoker wurde 1847 im nördlichen Dublin geboren. Er studierte am Trinity Mathematik und wurde wegen seiner herausragenden sportlichen Leistungen gewürdigt. Sein bekanntestes literarisches Vermächtnis ist der Schauerroman „Dracula“.
  • Samuel Beckett: Beckett wurde 1906 in Dublin geboren. Am Trinity College studierte er moderne Sprachen. 1969 erhielt er den Literaturnobelpreis. Zu weltweiter Bekanntheit gelangte er insbesondere durch das Theaterstück „Warten auf Godot“.

Sehenswürdigkeiten auf dem Gelände des Trinity Colleges

Das Trinity College birgt einige Sehenswürdigkeiten auf seinem Campus, für die sich Dublinbesucher unbedingt etwas Zeit einräumen sollte:

  • Long Room: Der Long Room ist Teil der alten Bibliothek des Trinity Colleges und misst 65 Meter. Die alte Bibliothek datiert auf das Jahr 1732 und beherbergt rund 200.000 alte Texte. Darunter befinden sich viele wertvolle Bücher. Vor allem das Book of Kells ist ein wahrer Schatz.
Trinity College, Dublin

Long Room im Trinity College, Dublin (Irland)

  • Book of Kells: Das Book of Kells wurde wohl Anfang des 9. Jahrhunderts von irischen Mönchen auf der Insel Iona gefertigt. Um der Plünderung der Wikinger zu entkommen, flohen die Mönche nach Kells. Im Jahr 1007 wurde es aus der dortigen Kirche gestohlen. Der Dieb interessierte sich aber nur für den reich geschmückten Buchdeckel. Die Seiten riss er heraus – man fand sie auf der Wiese nahe der Kirche. Über Umwege gelangte das Book of Kells in den Besitz des Trinity Colleges, wo man das Book of Kells heute besichtigen kann.
Book of Kells

Book of Kells by Abbey of Kells [Public domain], via Wikimedia Commons

  • Älteste Harfe Irlands: In der Bibliothek des Trinity Colleges findet sich auch eine Harfe, die Brian Boru gehört haben soll, dem einzigen irischen Hochkönig. Untersuchungen zeigten jedoch, dass das Instrument knapp 500 Jahre nach dessen Tod gefertigt wurde; im 15. Jahrhundert. Damit war die Harfe zwar die des Königs Eigentum, ist aber die älteste Harfe Irlands. Sie ist Wahrzeichen der grünen Insel.
  • Kampanile: Der 30 Meter hohe Glockenturm wurde 1853 errichtet und ist eines der Wahrzeichen der Universität. Der englische Architekt Sir Charles Lanyon entwarf den berühmte Kampanile.
Trinity College, Dublin

Kampanile auf dem Gelände des Trinity Colleges, Dublin (Irland)

  • The Buttery: Der universitätseigene Pub ist in den Gewölben unter dem Speisesaal untergebracht. In dem Pub kann man eines der preiswertesten Pints der Stadt genießen. Deshalb ist der Pub an den Wochenenden sehr gut besucht, nicht nur von Studenten.

Sie möchten das College besuchen und entdecken? Dann sind Sie bei uns in den richtigen Händen. Buchen Sie Ihre individuelle Irlandreise mit Station in Dublin.

Die 5 schönsten Fernwanderwege entlang Irlands Südküste

Die unvergleichliche Natur Irlands lässt sich kaum besser erkunden als zu Fuß, mittendrin in der rauen Schönheit des Landes. Ob Sie sich für das malerische Kerry, die unberührte Beara Halbinsel oder das traditionsreiche Dingle entscheiden: Dieses Erlebnis werden Sie bestimmt niemals vergessen! In diesem Artikel möchten wir Ihnen fünf der schönsten Fernwanderwege im Süden Irlands vorstellen.

Irlands Süden, Fernwanderwege entlang der KüsteWandern entlang der irischen Gold Coast: Der Kerry Way

Der Kerry Way ist einer der berühmtesten und zugleich auch schönsten Wanderwege in Irland. Mit seinen etwa 200 Kilometern ist er zudem auch der längsten des Landes. Die Route ist geprägt von tiefen Wäldern, imposanten Berggipfeln und wunderschönen Küstenabschnitten. Zum Erholen sind traditionelle Städte wie Killorglin oder die Geburtsstätte Charlie Chaplins, das bunte Waterville vorgesehen. Wenn Sie den Kerry Way entlang wandern, begeben Sie sich mitten in die atemberaubende und schroffe Natur Irlands.

Irlands Süden, Fernwanderwege entlang der Küste

Länge: 200 Kilometer Empfohlene Dauer: 8 Tage +

Tradition erleben auf dem Dingle Way

Die Halbinsel im Westen Irlands ist für seine beeindruckende Kulisse und die traditionelle Lebensweise seiner Bewohner bekannt. Bei einer Erlebnisreise wie der Dingle Wanderung auf eigene Faust, entdecken Sie die schönsten Ecken Irlands und das Land, in seiner ursprünglichsten Art. Genießen Sie die atemberaubende Aussicht auf die Blasket Islands und besichtigen Sie Relikte aus längst vergangenen Zeiten. Der Dingle Way ist einer der abwechslungsreichsten und beeindruckendsten Wanderwege Irlands.

Irlands Süden, Fernwanderwege entlang der Küste

Länge: 179 Kilometer Empfohlene Dauer: 8 Tage

Abseits der Touristenpfade auf dem Beara Way

Die Beara Peninsula gilt als Geheimtipp unter Irlandreisenden. Die Halbinsel ist geradezu ursprünglich und unberührt. Kaum ein anderer Ort in Irland ist noch so unbelebt, wie Beara. Viele Reisende verweilen am Ring of Kerry, weshalb ihnen die nur wenige Meilen entfernte Schönheit entgeht. Die Landschaft Bearas ist von der gewaltigen Macht des Atlantiks und imposanten hohen Bergketten gekennzeichnet. Nur wenige Wälder säumen die Halbinsel. Bei einer Wanderung entlang des Baera Ways erleben Sie nicht nur Irland auf eine beeindruckende Art und Weise. Sie können zudem eine Fahrt mit der einzigen Seilbahn des Landes unternehmen.

Irlands Süden, Fernwanderwege entlang der Küste

Länge: 152 Kilometer / + 190 Kilometer mit Dursey Island Empfohlene Dauer: 5 Tage +

Südseefeeling in Cork erleben

Bei einer Wanderung entlang der Südküste Irlands werden Sie mancherorts das Gefühl verspüren, sich mitten in der Südsee zu befinden. Der County Cork ist bekannt für seine überaus sauberen Strände, fantastisch schönen Häfen und die vielzähligen kleinen Inseln. Durch den Einfluss des Golfstromes herrscht das ganze Jahr über ein mediterranes Klima. Dies kommt vor allem Wanderern immer wieder zugute. Entdecken Sie in Ihrem Wanderurlaub in Cork den südlichsten Punkt Irlands, faszinierende mittelalterliche Burgen und traumhaft schöne Küstenabschnitte.

Irlands Süden, Fernwanderwege entlang der Küste

Länge: 143 Kilometer Empfohlene Dauer: 8 Tage +

Den tosenden Atlantik erleben auf dem Sheep’s Head Way

Der Sheep’s Head Way eignet sich sogar für Gelegenheitswanderer. Die Route verläuft nahezu eben und ist ohne große Anstrengung zu schaffen. Das milde Klima trägt zu einem angenehmen Wanderurlaub bei. Ein großer Teil des Weges liegt entlang der Bantry Bay. Die Bucht ist bekannt für ihre wunderschönen Küstenabschnitte. Im weiteren Verlauf der Reise entdecken Sie verlassene Dörfer, alte Minen und beeindruckende Ruinen. Start- und Zielpunkt dieser Reise ist der Fischerort Bantry. Passende Unterkünfte finden Sie hier.

Irlands Süden, Fernwanderwege entlang der Küste

Länge: 150 Kilometer Empfohlene Dauer: 7 Tage

Bei jeder dieser Wanderungen sind Sie über mehrere Tage unterwegs. Wichtig ist, dass Sie sich um eine geeignete Ausrüstung kümmern. Diese sollte Minimum aus dem nachfolgenden Inventar bestehen:

  • Festes Schuhwerk
  • Eine windabweisende Regenjacke
  • Warme Kleidung
  • Mindestens eine große Trinkflasche
  • Kopfbedeckung gegen die Sonneneinstrahlung sowie Sonnencreme
  • Bei Bedarf Wanderstöcke
  • Karten oder GPS-Gerät

Die Planung Ihrer Reise, sowie das Buchen der Unterkünfte können unsere Irlandexperten gerne für Sie übernehmen.

Universitäten in Irland – Dublin City University

Wer in Irland studieren will, hat die Qual der Wahl. Um die etwas zu erleichtern, stellen wir Ihnen Irlands Top-Universitäten in unserer Reihe Universitäten in Irland vor. Diesmal: Die Dublin City University.

Dublin City University

“Creative Commons University College Dublin” by Leandro Neumann Ciuffo is licensed under CC BY 2.0

Wichtige Infos vorneweg: Die irische Hochschullandschaft

Irland hat eine vielfältige Hochschullandschaft vorzuweisen. Diese zieht jedes Jahr Tausende internationaler Studenten an, deren Anzahl in den vergangenen Jahren beständig gestiegen ist. In internationalen Rankings belegen Irlands Universitäten regelmäßig gute bis sehr gute Platzierungen.

Das irische Hochschulsystem ist drei geteilt. Es gibt Universitäten, Colleges und die Institutes of Technology. Letztere sind mit unseren Deutschen Fachhochschulen vergleichbar und eher praktisch orientiert. Die Colleges bieten eine thematisch fokussierte Lehre. Das Gros der Colleges machen die Colleges of Education aus. Sie widmen sich der Ausbildung von Grundschullehrern. Universitäten gibt es in Irland derer sieben. Wenngleich nicht jede den Titel einer Universität trägt, haben sie doch Universitätsstatus: University College Dublin, University College Cork, National University of Ireland, University of Limerick, Trinity College, Dublin und die Dublin City University (DCU).

Die Dublin City University: Ein kurzer Überblick

Das Dublin City University ist mit ihrer Gründung 1975 die jüngste unter Dublins Universitäten. Anders als etwa das Trinity College kann sie nicht auf eine jahrhundertealte Geschichte zurückblicken. Vielleicht macht aber gerade das ihre Dynamik und Innovationsfreude aus, die 16.000 Studenten (Stand: September 2017) dazu bewogen hat, sich in der DCU einzuschreiben. Unter den weltweit am schnellsten wachsenden jungen Universitäten nahm die DCU 2016 den 44. Platz ein.

Die DCU ist nördlich von Dublins Stadtzentrum gelegen, nahe des Dubliner Flughafens. Dort befinden sich die 5 verschiedenen Universitätsgelände und auch der Sportcampus. Die DCU ist seit ihrer Gründung stark gewachsen, denn im Laufe der vergangenen Jahre wurden das St Patrick’s College Drumcondra, das Mater Dei Institute und das Church of Ireland College of Education in die DCU integriert.

Das Studienangebot der Dublin City University

Die Dublin City University verfügt mittlerweile über ein vielfältiges Studienangebot an vier Fakultäten:

  • Die Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften
  • Die Fakultät für Ingenieurs- und Computerwissenschaft
  • Die Fakultät für Naturwissenschaften und Gesundheit
  • Das Institut für Erziehungswesen

Daneben gibt es noch die Business School der Dublin City University und auch einen Fernunizweig. Das Studienangebot der DCU für Bachelor-und Masterprogramme ist breit gefächert: Von Journalismus, über Recht, Wirtschaft, Musik, Sprachen und IT ist so ziemlich alles vertreten.

Studentisches Leben an der DCU

Das studentische Leben an der DCU ist durch die verschiedensten Clubs und Gesellschaften bunt und abwechslungsreich. Es gibt studentische Zusammenschlüsse mit ganz unterschiedlichen thematischen Ausrichtungen: politisch aktive Gruppierungen wie z. B. Amnesty International oder Studentenorganisationen der verschiedenen politischen Parteien Irlands. Daneben sportlich ausgerichtete Gruppen wie Klettern, Martial Arts, Fußball, Squash, Yoga und vielem mehr oder Studentengruppen zu Kunst und Gesellschaft. Außerdem steht den Studierenden natürlich noch das ganze kulturelle Angebote von Dublin und Umgebung offen. Mit einem Studentenausweis gibt es vielerorts ermäßigten Eintritt und Sonderaktionen.

Studentenunterkünfte in Dublin

Die Wohnungssituation für Studenten an der DCU könnte besser sein. Zwar gibt es auf dem Universitätsgelände Studentenwohnheime, jedoch kann die Universität gerade einmal mit 1.400 Räumen aufwarten, für die man sich im Vorfeld des Studiums bewerben muss. In Anbetracht der zahlreichen Studenten sind das wenige Unterkünfte. Deshalb müssen viele Studenten anderweitig nach Wohnmöglichkeiten suchen, was angesichts des generellen Wohnungsmangels in der wachsenden Metropole an der Liffey alles andere als einfach ist. Die knappe Wohnungssituation ermöglicht Vermietern, hohe Mieten zu verlangen. 500 Euro Monatsmiete für eine WG mit geteiltem Schlafzimmer, Gemeinschaftsküche und -bad ist in Dublin keine Seltenheit. Dazu kommen noch etwas höhere Lebenshaltungskosten als in Deutschland. Monatlich sollte man zusätzlich zur Wohnung mit 500 bis 800 Euro rechnen.

Studiengebühren

Während in Deutschland die Studiengebühren allerorts nach ihrer umstrittenen Einführung und lauten Protesten der Studierenden wieder abgeschafft wurden, sind in Irland und so auch an der DCU Gebühren fällig. Die Gebühren bewegen sich zwischen 3.000 und 13.000 Euro für ein gesamtes Studium an der DCU. Die Gebühren sind abhängig davon, ob es sich um ein Bachelor- oder Masterprogramm handelt und ob der Student aus einem Land der Europäischen Union stammt oder dem EU-Ausland. Die Gebührenordnung der DCU findet sich auf der Website des Fees Office. Die Gebühren sind nicht oder nur in eingeschränktem Maß für ein Studium an der Dublin City University aufzubringen, wenn man z. B. über ein Erasmus-Stipendium an der DCU studiert.

Wichtige Infos für ausländische Studenten

Für ausländische Studenten gibt es das International Office der DCU. Dieses assistiert ausländischen Studenten in allen Belangen während ihres Studiums. Für ausländische Studierende lohnt sich der internationale Studentenausweis. Damit gibt es in ganz Irland ermäßigten Eintritt zu diversen Sehenswürdigkeiten und kulturellen Veranstaltungen.

Die Dublin City University ist nur eine von vielen irischen Universitäten, die ausländische Studenten zu recht anzieht. Also den nächsten Teil unserer Reihe auf keinen Fall verpassen. Dann im Porträt: Das Trinity College, Dublin.

Ihr Kind studiert an der DCU und Sie möchten mal vorbeischauen? Nutzen Sie die Gelegenheit und entdecken Sie die Grüne Insel. Wir stellen Ihnen gerne Ihre individuelle Reise zusammen – bei den Irland-Experten in den richtigen Händen

Herr der Ringe in Irland

“Ich will, bevor ich sterbe, das wilde Land noch einmal sehn und das Gebirge; er aber hängt noch zu sehr am Auenland mit seinen Wiesen und Wäldern und den kleinen Flüssen …” (Der Herr der Ringe – Die Gefährten)

Herr der Ringe Irland

Hobbiton (Neuseeland)

Welcher Herr der Ringe Fan erinnert sich nicht mit wohligem Schauern an diesen Dialog zwischen Bilbo Beutlin und Gandalf, den Zauberer. An den Moment, an dem die Geschichte um den Einen Ring seinen schicksalhaften Lauf nimmt und die drolligen Bewohner des saftig grünen Auenlandes auf den Plan der Geschichte treten.

Der Schöpfer dieses erzählerischen Meisterwerks – die Autorin dieser Zeilen ist nicht ganz unvoreingenommen – J. R. R. Tolkien hat für die Landschaften und Völker seiner Erzählung auch Inspiration in Irland gesucht … und gefunden.

Tolkiens Inspiration für Herr der Ringe in den Burren

1949 wurde Tolkien eine Stelle als externer Berater an der Universität Galway angeboten und so war er bis in die 1950er Jahren immer wieder an der Westküste Irlands. Dort pflegt er bei seinem Freund, Dr. Florence Martyn, unterzukommen, dessen Heim, Gregan´s Castle, heute ein Hotel beherbergt. Es liegt im Herzen des Burren – einer bizarren Kalksteinlandschaft, die laut den Aussagen der Haushälterin Dr. Martyn´s, Miss Crowe, die Vorlage für die Landschaft geliefert hat, durch welche die Hobbits nach ihrem überhasteten Aufbruch aus dem Auenland, auf der Flucht vor den Nazgul¹ reisen.

Herr der Ringe Irland

Burren, County Clare (Irland)

Auch einer der Hauptprotagonisten der Herr der Ringe Saga, das unglückliche Geschöpf Gollum², ist dem Autor wohl bei seinen Reisen in den Burren in den Sinn gekommen. Im Westen des Burren, unterhalb des Berges, Slieve Elva, befindet sich Irlands längste Höhle: Pol na Gollum zu Deutsch Gollums Loch.

Herr der Ringe Irland

Pol na Gollum County Clare (Irland) CC: User:Youngbohemian

Die Hobbits – Inbegriff irischer Gelassenheit und Lebensfreude

Zumindest in der filmischen Version des Herrn der Ringe oder auch des kleinen Hobbits, fühlt man sich bei den ausgelassen feiernden Hobbits und ihrer Tanzmusik, an Abende in urigen irischen Pubs erinnert. Tatsächlich hat ein Ire, Alan Doherty, auch Herr der Flöten genannt, die bekannte und Oskar prämierte Titelmelodie des Herrn der Ringe gemeinsam mit dem New Zealand Symphonieorchester eingespielt.

Galway und der Burren an der Westküste Irlands waren Orte, die Tolkien schätzte und die ihn inspirierten. Gerne stellen wir Ihnen eine unvergessliche Reise auf den Spuren des Autors zusammen! Haben Sie Lust auf ein Stück Mittelerde?

Die Straße gleitet fort und fort, weg von der Tür, wo sie begann, weit überland, von Ort zu Ort … (Der kleine Hobbit)

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1: Nazgul: Die Nazgul sind die neun Könige der Menschen, die von Sauron durch die neun Ringe als Ringgeister zu Saurons Dienern Saurons wurden.

2: Gollum: Gollum, ursprünglich ein Hobbit ähnliches Wesen mit Namen Sméagol. Dieses fand den Einen Ring und bewahrte ihn hunderte von Jahren in den Tiefen einer Höhle auf.