Reisen & Erholung

Tagesausflüge von Dublin – die schönsten Ziele

Howth
Neil Saad
Written by Neil Saad

Die irische Hauptstadt Dublin bietet seinen Besuchern zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Unterhaltung für viele entspannte Urlaubstage. Doch auch im Umland der Hauptstadt finden sich spannende Orte, die sich für Tagesausflüge von Dublin aus anbieten. Vorgelagerte Inseln, alte Schlösser und Klöster, steinzeitliche Anlagen und traumhafte Berglandschaften befinden sich weniger als eine Autostunde von Dublin entfernt.

Tagesausflüge von Dublin: Howth & Ireland’s Eye

Eines der beliebtesten Ausflugsziele von Dublin aus ist der Fischerort Howth auf der gleichnamigen Halbinsel nördlich von Dublin. Mit dem Nahverkehrszug der DART ist Howth aus dem City Centre gut erreichbar und ideal für Tagesausflüge von Dublin geeignet. Der Hafen von Howth lädt zu einem Spaziergang ein und der Ortskern ist berühmt für seine Fisch-Restaurants. Vom Hafen aus setzt eine Fähre zur vorgelagerten Insel Ireland’s Eye über. Nach einer kurzen Überfahrt können Sie die Insel wandernd entdecken.

Die Halbinsel Howth selbst ist für Wanderer gleichfalls ein schönes Ziel. Vom Hafen aus führt ein Cliff Walk entlang der Klippen um die Halbinsel herum. Ob aktiv oder mit Muße, Howth lohnt sich für einen entspannten Ausflug von Dublin aus.

Tagesausflüge von Dublin

Howth; Fotograf: Brian Morrison, Creating Agency: Tourism Ireland

Im Norden von Dublin: Malahide Castle, Ardgillan Castle und Skerries

Das malerische Malahide Castle ist ein weiteres Ausflugsziel von Dublin. Tief in der irischen Geschichte verwurzelt, ist das Schloss im Norden der Hauptstadt ein beliebtes Besucherziel. Die weitläufige Anlage um das über achthundert Jahre alte Malahide Castle lädt zu Spaziergängen und sonnigen Picknicks ein. Daneben bietet eine Besichtigung des Schlosses Informationen über die lange Familiengeschichte der Talbots, den Erbauern und Besitzern des Schlosses. Darunter fallen gruselige und amüsante Anekdoten aus den langen Jahrhunderten.

Das Ardgillan Castle weiter nördlich steht dem Malahide Castle in wenig nach. Bei dem Ardgillan Castle handelt es sich um ein luxuriöses Landhaus aus dem 18. Jahrhundert. Ein wunderschöner Garten gehört zu dem Haus und macht einen Tagesausflug von Dublin aus fast schon zur Pflicht.

Nahe Ardgillan liegt der Küstenort Skerries. Der kleine Ort bietet eine verlassene Burgruine, eine pittoreske Windmühle und viel lokale Geschichte um den Heiligen Patrick. Zudem ist der Hafen von Skerries Ausgangspunkt für die Erkundung der verstreuten Inseln vor der Küste. Darunter gehört Lambay Island – eines der beliebtesten Ausflugsziele in Skerries.

Malahide, Ardgillan und Skerries liegen wenige Kilometer außerhalb von Dublin. Mit dem Mietwagen sind beide auf Tagesausflügen von Dublin gut zu erreichen. Die DART bedient Malahide und Skerries ebenfalls, sodass ein Tagesausflug von Dublin auch ohne eigenen Mietwagen möglich ist. Dagegen wird Ardgillan nicht vom öffentlichen Personennahverkehr angefahren.

Malahide Schloss, Malahide Castle

Malahide Castle nördlich von Dublin; Fotograf: Rob Durston, Creating Agency: Fáilte Ireland

Trim Castle und der Hill of Tara – Zeitreise in das County Meath

Zwei historisch interessante Ausflugsziele von Dublin befinden sich nordwestlich der irischen Metropole. Das Trim Castle am Boyne River diente im 12. Jahrhundert als Verteidigung der englischen Soldaten gegen die einheimischen, irischen Stämme. Um diesem Zweck zu erfüllen, entstand die seinerzeit größte Festung in Europa. Das mächtige Bauwerk ist heute durch seine Nähe zur Hauptstadt als Tagesausflug von Dublin aus ideal zu erreichen.

Unweit von Trim befindet sich der Hill of Tara. Dieser hatte in der irischen Geschichte eine große Bedeutung als Sitz der Hochkönige der Grünen Insel. Die unwidersprochene Mystik des Ortes macht den Hill of Tara zu einem der eindrucksvollsten Ausflugsziele von Dublin aus.

Hill of Tara

Ausblick vom Hill of Tara; Fotograf: Macmillan Media, Creating Agency: Tourism Ireland

Brù na Bòinne und das Boyne Valley in der Grafschaft Meath

Das Boyne Valley im County Meath ist ungefähr eine Autostunde von Dublin entfernt. Zwischen Slane und Drogheda erleben Besucher den Boyne River entlang eine intensive Reise durch 5.000 Jahre irischer Geschichte. Über dem Ort Slane im Westen des Boyne Valley erhebt sich der Hill of Slane. Auf diesem befindet sich eine alte Klosterruine. Daneben ist Slane auch berühmt für das Slane Castle. Dieses hat nicht nur einen historischen Wert. Auf der weitläufigen Anlage um die alte Burg finden regelmäßig Konzerte statt.

Die steinzeitlichen Grabanlagen Newgrange, Knowth und Dowth liegen in unmittelbarer Nähe zu Slane. Brù na Bòinne, so der irische Name des Grabkomplexes, ist eine der historisch wichtigsten Stellen auf der Grünen Insel. Gleichzeitig ist Brù na Bòinne und vor allem Newgrange eine der größten Attraktionen Irlands.

Weiter den Boyne River entlang in Richtung Irischer See befindet sich das Battle of the Boyne-Museum. Die Schlacht am Boyne im Jahr 1690 manifestierte Englands Macht über Irland auf Dauer. Das Museum am damaligen Schlachtfeld lässt die berüchtigte Schlacht für die Besucher wieder aufleben und erklärt ihre Hintergründe.

Die Hafenstadt Drogheda liegt im Osten des Boyne Valley an der Mündung des Flusses. Die lebhafte Stadt mit vielen historischen Bauwerken weiß ihre Besucher zu begeistern. Eine Einkehr in eines der kleinen, malerischen Cafés ist zum Abschluss eines Tagesausfluges von Dublin in das Boyne Valley genau das Richtige.

Newgrange

Newgrange, Co. Meath (Irland); Fotograf: Brian Morrison, Creating Agency: Tourism Ireland

Der Süden von Dublin: Dun Laoghaire, Sandycove und Dalkey

Der Süden von Dublin gehört zu den attraktivsten Regionen unweit der Hauptstadt. Der Hafenort Dun Laoghaire mit seinem prachtvollen Jachthafen ist das Zentrum dieser Region. Neben dem Hafen ist das National Maritim Museum of Ireland einen Besuch wert.

Der südliche Nachbarort Sandycove erlangte Berühmtheit durch den Dubliner Autor James Joyce und sein Werk Ulysses. In einem Martello-Turm in Sandycove spielt eine Szene aus dem berühmtesten Buch des Autors. In jenem Turm befindet sich heute das James Joyce-Museum.

Weiter im Süden liegt Dalkey mit der vorgelagerten Dalkey Island. Auf der unbewohnten Insel befindet sich ein weiterer Martello-Turm sowie eine alte Kirchenruine.

Die DART verbindet Dublin mit Dun Laoghaire, Sandycove und Dalkey, so dass Ausflüge von Dublin aus flexibel mit dem Nahverkehr möglich sind.

Dun Laoghaire

Frische Brise in der Nase; Fotograf: Brian Morrison , Creating Agency: Tourism Ireland

Die Grafschaft Wicklow: Bray & Greystones

Unmittelbar an der südlichen Grenze von Dublin liegt der Küstenort Bray. Die größte Stadt in der Grafschaft Wicklow ist ein malerisches Städtchen mit vielen Shops, Restaurants und Cafés. Der lang gezogene Strand von Bray wird von einer ausladenden Promenade flankiert. Er endet im Norden zu Füßen des Bray Head. Der steile Hügel erhebt sich oberhalb der Stadt und fällt hinab zum Meer. Von seinem Gipfelkreuz aus genießen Wanderer eine herrliche Aussicht über den Ort sowie die Küste entlang bis zur Hauptstadt Dublin.

In nördliche Richtung führt ein Wanderpfad von Bray Head hinab und entlang der Klippen. Der Cliff Walk ist eine angenehme Wanderstrecke und verbindet Bray mit seinem Nachbarort Greystones. Greystones bietet Besuchern eine malerische Marina und einen belebten Ortskern mit kleinen Restaurants und versteckten Cafès.

Bray und Greystones liegen an der DART-Strecke, die auch Dun Laoghaire, Sandycove und Dalkey mit Dublin verbindet. Somit erreichen Reisende ohne eigenes Fahrzeug alle Orte entlang der Küste.

Greystones Hafen

Das malerische Greystones, Co. Wicklow; by Moptoptv [CC BY-SA 4.0 ], from Wikimedia Commons

Der Westen von Wicklow – Ausflugsziele für Gartenfreunde

Wicklow ist der Garten von Irland. Mit zahlreichen, großartigen Gärten gespickt, ist Wicklow die erste Adresse für Tagesausflüge von Dublin in grüne Paradiese. Im Norden von Wicklow sind die Gärten von Killruddery House in Bray und die Powerscourt Gardens in Enniskerry die beliebtesten ihrer Art. Weiter südlich befinden sich die Pflanzenparadiese von Mount Usher Gardens (Ashford) und der Nationale Botanische Garten in Killmacurragh.

Auf der Westseite der Grafschaft Wicklow bei Blessington liegen die traumhaften Gärten der Geschwister June Blake und Jimi Blake. Die kleinen Privatgärten suchen in ihrer Gestaltung und Pflanzen-Vielfalt ihresgleichen. Unweit der beiden Kleinode ist das Russborough House zu finden. Das herrschaftliche Haus mit der längsten Fassade Irlands ist umgeben von einem weitläufigen Landschaftspark. Ein restaurierter Mauergarten zählt zu den Highlights des Anwesens.

Der Ort Blessington liegt an den gleichnamigen Seen. Die Blessington Lakes sind ein künstliches Wasserreservoir, welches der Wasserversorgung der Hauptstadt Dublin dient. Ob mit dem eigenen Auto oder zu Fuß auf dem neu angelegten Blessington Greenway: die Blessington Lakes möchten von Irland-Reisenden erkundet werden.

Mount Usher Garden Wicklow

Vartry River im Mount Usher Garden (Foto: Yvonne Treptow-Saad)

Wicklow Town & der Strand von Britta’s Bay

Im Süden von Wicklow gelegen und eine gute Autostunde von Dublin entfernt liegt Wicklow Town. Die Hauptstadt der gleichnamigen Grafschaft ist ein lebhaftes Hafenstädtchen mit vielen Pubs. Tagsüber ist das Wicklow Historic Gaol, ein Gefängnismuseum, ein interessantes, wenn auch bestürzendes Ziel für Tagesausflüge von Dublin.

Auf dem Wicklow Head im Süden des Stadtzentrums halten zwei verlassene Leuchttürme Wacht über das Meer. Die beiden Türme aus dem 18. beziehungsweise 19. Jahrhundert sind Wahrzeichen der Stadt. Der Wicklow Head ist der östlichste Punkt der irischen Insel.

Etwas weiter südlich befindet sich Britta’s Bay, der längste Sandstrand der Grafschaft Wicklow. In den Sommermonaten gut besucht, ist der Strand im Herbst und Frühjahr ideal geeignet für einsame Spaziergänge. Die Dünenlandschaft an der Britta’s Bay ist die schönste in der Grafschaft Wicklow. Britta’s Bay ist der ideale Strand für Tagesausflüge von Dublin.

Wicklow Head Lighthouse

Wicklow Head Lighthouse, Co. Wicklow, Irland © Ros Kavanagh

Geschichten aus Wicklow: Avoca und Avondale

Der kleine Ort Avoca liegt westlich von Wicklow Town im Inneren des County Wicklow. In Avoca befindet sich die älteste Mühle Irlands, Sitz der Avoca Handweaver. Die Mühle ist als Museum aufbereitet und führt Besucher durch die lange Geschichte des Weberberufs. Ein weiterer Teil der Geschichte von Avoca ist die Tradition als Bergwerksstandort. Alte Schlote und verlassene Bergwerksgebäude sprenkeln die niedrigen Hügel um den Ort herum. Ein leichter Wanderweg mit beeindruckender Aussicht auf die Wicklow Mountains sowie auf das Meer führt um Avoca herum.

Am nördlichen Ende des Avoca Valley liegt das sogenannte Meeting of the Waters. Dort treffen sich die Flüsse Avonmore und Avonbeg und vereinen sich zum Avoca River. Das idyllische Tal beindruckt Reisende seit Jahrhunderten und ist ein idyllisches Ziel für Tagesausflüge von Dublin aus.

Eine kurze Strecke nördlich von Avoca liegt Avondale mit dem Avondale House & Forest Park. Eine waldartige Parkanlage mit vielen verschiedenen Baumarten lädt zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Inmitten des gepflegten Parks liegt das Avondale House. In diesem lebte der irische Patriot Charles Steward Parrnell. Ein Museum im Haus dokumentiert das Leben von Parnell.

Wicklow Mountains Nationalpark & Glendalough

Die landschaftlich spektakulärsten Tagesausflüge von Dublin aus führen Reisende in den Wicklow Mountains Nationalpark. Die wilde und farbenfrohe Landschaft der Wicklow Mountains ist wie ein Eintauchen in eine andere Welt. Die Military Road führt von Nord nach Süd durch diese und hinterlässt bei Reisenden ein von Sehnsucht getränktes Andenken im Herzen.

Inmitten des Nationalparks liegt die alte Klostersiedlung Glendalough. Das Tal der zwei Seen, gegründet vom Heiligen Kevin, ist die Hauptattraktion der Grafschaft Wicklow. In dem mystischen Tal mit den beiden atemberaubenden Seen lebt die Geschichte des Orts in den alten Steinen der Ruinen weiter. Zudem ist Glendalough ein Paradies für Wanderer. Tagesausflüge von Dublin nach Wicklow sind mit dem Mietwagen oder mit Bus-Touren möglich.

Wandern in Glendalough

Glendalough im Wicklow Mountains Nationalpark (Foto: Yvonne Treptow-Saad)

National Stud & Japanese Gardens, County Kildare

Die Grafschaft Kildare ist die größte Pferderegion auf der Grünen Insel. Berühmt für hervorragende Rennpferde ist das nationale Gestüt in Kildare Town. Auf dieser riesigen Anlage stehen preisgekrönte Rennpferde, junge Hengste und alte Helden der Rennbahn Seite an Seite. Das National Stud Kildare ist für Pferdefreunde das Ziel für Tagesausflüge von Dublin aus.

Auf dem Gelände des Gestüts befinden sich zwei Gärten. Der Japanische Garten zählt zu den kunstvollsten seiner Art in Irland. Ein clever angelegter Rundweg führt Besucher durch typische asiatische Bepflanzungen, gespickt mit japanischen Stilelementen. Der Garten steht unter dem Oberthema „Kreislauf des Lebens“. Verschiedene Stationen des menschlichen Lebensweges sind durch die Gestaltung dargestellt.

Neben dem Japanischen Garten im Nationalen Gestüt ist der St. Fiachra’s Garden Teil der Anlage. Dieser Waldgarten umgibt einen großen See. Seine Hauptelemente sind auf die meditative Lebensweise der irischen Mönche ausgerichtet. Das National Stud Kildare liegt weniger als eine Autostunde von Dublin entfernt. Für Tagesausflüge von Dublin aus hat es somit eine ideale Entfernung.

National Stud Kildare

Der Japanische Garten des National Stud Kildare; © Tourism Ireland

 

Die irische Metropole Dublin ist eine optimale Ausgangspunkt für Tagesausflüge und Rundreisen. Wir helfen Ihnen gerne bei der Planung Ihrer individuellen Irland-Reise.

Über den Autor

Neil Saad

Neil Saad

Nach Irland zieht es mich regelmäßig mehrmals im Jahr und zu jeder Jahreszeit. Besonders das Wandern in Irland hat es mir angetan und alleine oder mit meiner Familie erkunde ich zu Fuß die Gebirge und Wanderwege der grünen Insel. Aber auch auf klassischen Road Trips liebe ich es, Irland immer wieder neu zu entdecken. Dabei bevorzuge ich das Prinzip des Slow Travel, denn gerade in Irland ist weniger ganz oft so viel mehr. Mit der Liebe zur grünen Insel kam auch der Wunsch, über Land und Leute zu schreiben und möglichst viele Menschen daran teilhaben zu lassen.

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