Reiseplanung Irland

Was tun bei Regen in Irland?

Irland bei Regen
Cindy Lenz
Written by Cindy Lenz

Gummistiefel, ein Schirm und eine wasserdichte Jacke – diese drei Utensilien gehören zur Grundausstattung bei einer Reise nach Irland. Denn mit rund 225 Regentagen im Jahr ist die Grüne Insel nicht gerade für ihr trockenes Klima bekannt. Doch was wäre Irland bloß, ohne seine nährenden Niederschläge? Die saftig-grünen Wiesen würden einer kontrastlosen, braunen Landschaft weichen und malerische Seen wäre bald schon trockengelegt. Aber natürlich wissen wir auch, dass ein Wolkenbruch die Reisepläne ordentlich durchkreuzen kann. Deshalb haben wir uns gefragt: Was kann man in Irland bei Regen tun?

1. Ein Museum besuchen

In Dublin erwarten Euch eine Vielzahl spannender und abwechslungsreicher Museen. Beispielsweise das Writers Museum, bei dem die irische Literatur im Fokus steht. Oder das National Museum, die National Gallery of Ireland und das Irish Whiskey Museum. Fast schon ein Muss bei einem Besuch der Hauptstadt ist das Guinness Storehouse. Diese interaktive Ausstellung führt seine Besucher in die Welt der Herstellung des Schwarzen Goldes ein.

Ein etwas außergewöhnliches Museum findet Ihr in Cork: das Butter Museum, bei dem Euch die Herstellung und der Verkauf irischer Butter nahegebracht werden. Wer sich im Westen der Grünen Insel aufhält, kann das Galway City Museum besuchen und Relikte aus der Zeit der Kelten, der Wikinger und des Mittelalters bestaunen. Eines der beliebtesten Museen Irlands findet Ihr hingegen in Belfast. Das Titanic Museum ist bereits von außen eine architektonische Meisterleistung, die eine spannende und ergreifende Ausstellung beinhaltet.

Titanic Museum Belfast

Titanic Museum in Belfast, Co. Antrim, Nodirland, © Chris Hill

2. Herrenhäuser und Schlösser besichtigen

Von prunkvoll bis geheimnisvoll – die Liste der Herrenhäuser und Schlösser in Irland ist lang. Und jedes Einzelne dieser Gemäuer erzählt eine eigene, uralte Geschichte.

Eines der bekanntesten Schlösser der Grünen Insel findet sich in der wilden Natur Connemaras: Die Kylemore Abbey. Nicht minder sehenswert ist das Glenveagh Castle in Donegal, das sich wie die Kylemore Abbey malerisch an die Ufern eines Sees schmiegt. Wer in der Gegend rund um Killarney unterwegs ist, kann bei Regen das imposante Muckross House und die dazugehörigen Gärten besichtigen. Vor den Toren Dublins hingegen findet sich ein Herrenhaus, das zugleich auch zu einem der unheimlichsten Orte in Irland gehört: das Malahide Castle. Dort soll der Geist des früheren Hofnarren Puck sein Unwesen treiben, der nachdem er sich in Lady Elenora Fitzgeralds verliebt hatte, ermordet wurde. Noch gespenstischer wird es in der Loftus Hall in Wexford. Dort sollen einst die vornehmsten Männer der Region mit dem Teufel Karten gespielt haben. Heute noch klafft ein Loch in der Decke, durch das der Teufel entfloh, nachdem er als jener entlarvt wurde.

Malahide Castle, Irlands Burgen und Schlösser

Malahide Castle, Co. Dublin, Irland © Brian Morrison, Tourism Ireland

3. Irische Burgen entdecken

Irlands Burgen zeugen von machtvollen Dynastien und blutigen Kriegen. So verbergen sich hinter jedem kühlen Stein Jahrhunderte alte Geschichten, die von Familienbündnissen, irischen Clans, Verrat und Liebe erzählen. Wie könnte sich ein Tag in Irland bei Regen also besser verbringen lassen, als beim Entdecken von Legenden und Erzählungen?

Eine der bekanntesten Burgen des Landes findet sich im County Cork. Das Blarney Castle wird nicht nur von einer liebevoll gepflegten Parkanlage umgeben, es verbirgt auch einen magischen Stein in seinem Inneren. Der Stone of Eloquence soll all jenen zur Redegewandtheit verhelfen, die es vermögen, den Stein zu küssen.  Eine ebenso spannende Geschichte erzählt das Rock of Cashel, eine Burg in der Grafschaft Tipperary. Diese soll sich einer Legende nach auf einem Felsen befinden, der einst vom Teufel unfreiwillig erschaffen wurde. Hier findet Ihr eine Übersicht der schönsten Burgen und Schlösser in Irland, die ihr auch bei Regen besichtigen könnt.

Rock of Cashel

Rock of Cashel, Co. Tipperary, Irland © Brian Morrison, Tourism Ireland

4. Einkaufen gehen

Beim Erkunden der Grünen Insel bleibt kaum Zeit für einen ordentlichen Stadtbummel. Warum also nicht einfach mal die Regenzeit mit etwas Shopping verbringen? Stöbert durch Läden mit irischer Handwerkskunst, besucht traditionelle Märkte wie den English Market in Cork und ersteht Souvenirs für die Lieben Zuhause.

5. An einem Whiskey-Tasting teilnehmen

Wenn der Mietwagen bei dem Wetter mal stehenbleiben darf, dann ist es die perfekte Zeit, für ein Whiskey-Tasting. Dabei könnt Ihr Euch durch die besten Whiskeys der Grünen Insel kosten und Euren persönlichen Favoriten auserkoren. Das Whiskey-Tasting wird direkt von den Brennereien, beispielsweise der Bushmills Distillery, angeboten. Oder aber Ihr besucht eine der vielen Whiskey-Bars. Hier verraten wir Euch, wo Ihr die besten Whiskey-Bars in Dublin findet.

Irish Whiskey Museum

© Brian Morrison, Tourism Ireland

6. Zu Gast in einem irischen Gefängnis

Was für die Amerikaner Alcatraz ist, ist für Irland Spike Island. Diese kleine Insel liegt im Hafen von Cork und wird auch die irische Gefängnisinsel genannt. Im 19. Jahrhundert trieb die Hungersnot viele Menschen zu Straftaten, was die Zellen innerhalb kürzester Zeit füllte. So saßen nach wenigen Monaten mehr als 2.000 Gefangene in Spike Island ein, das als eines der größten Gefängnisse Welt galt.

Heute ist Spike Island zu einem Museum umfunktioniert worden, das von Reisenden aus aller Welt gerne besucht wird. Auch in Dublin wurde mit dem Kilmainham Gaol ein altes Gefängnis zu einer sehenswerten Besucherattraktion umfunktioniert.

Kilmainham Gaol Musuem

© Fáilte Ireland

7. Wissenswertes in Besucherzentren erfahren

Ob die berühmten Cliffs of Moher, der sagenumwobene Giants’s Causeway, der legendäre Hill of Tara oder der wilde Connemara Nationalpark: Wir alle kennen die wunderschönen Sehenswürdigkeiten, die unsere Lieblingsinsel zu bieten hat. Aber hinter diesen Naturwundern und geschichtsträchtigen Orten verbergen sich uralte Mythen und spannende Geschichten zu ihrer Entstehung. Bei Regen könnt Ihr die Zeit nutzen, um in den dazugehörigen Besucherzentren mehr über die Sehenswürdigkeiten des Landes zu erfahren.

8. Irlands Vergangenheit erkunden

Die Geschichte Irlands spiegelt sich nicht nur in alten Burgen und Schlössern wieder. So ist die Grüne Insel auch berühmt für ihre Steinkreise, Dolmen und Passage Tombs. Eine der berühmtesten Megalithanlagen findet sich im Boyne Valley: Newgrange. Das etwa 5.000 Jahre alte Passage Tomb ist bekannt für das beeindruckende Lichtspiel, das sich zur Wintersonnenwende im Inneren der Kammer abspielt.

Eine weitere spannende Megalithanlage in Irland, die Ihr bei Regen besuchen könnt, findet sich in der Grafschaft Sligo. Carrowmore besteht aus mehr als 60 Gräbern, die zum Teil über 5.000 Jahre alt sind. Der größte steinzeitliche Friedhof des Landes befindet sich zwar im Freien, doch sind alle der etwa 30 freigelegten Gräber nahe beieinander und gut zugänglich.

Irland bei Regen

© Tourism Ireland

9. Irlands Erbe besichtigen

In Irland wird die Vergangenheit vielerorts zum Leben erweckt. So finden sich auf der ganzen Insel verteilt die unterschiedlichsten Heritage Centren, die es sich zur Aufgabe machen, die irische Geschichte zu erhalten. So könnt Ihr beispielsweise unweit von Killarney entfernt Molly Gallivan´s Cottage und die dazugehörige Farm besichtigen. Eine der größten Heritage Centren befindet sich an der Ostküste in Wexford: der Irish National Heritage Park. An 16 Stationen wird jeweils eine Zeitepoche dargestellt, welche die irische Geschichte geprägt hat.

10. It never rains in a Pub

Last but not least möchten wir Euch noch diesen hilfreichen irischen Spruch nahelegen. Kurz und bündig geben Euch die Iren ihren besten Tipp auf den Weg, was Ihr bei Regen in Irland tun könnt. Und auch wir können ihnen dabei nur zustimmen.

 

Über den Autor

Cindy Lenz

Cindy Lenz

Irland bedeutet für mich ein Stück Heimat. In meinem Lieblingsland fühle ich mich zwischen der herzlichen Art der Iren und ihrer lebensfrohen Natur zu Hause. Dabei entdecke ich auf meinen Reisen immer wieder unbekannte, traumhafte Orte, denn hinter jeder Kurve wartet eine neue fantastische Aussicht!
Wenn ich über Irland schreibe, möchte ich die Fröhlichkeit der Iren einfangen und mit genauso viel Begeisterung über ihre Heimat erzählen, wie sie es tun.

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