Natur in Irland

Irlands Klippen – die spektakulärsten Klippen in Irland

Irlands Klippen
Cindy Lenz
Written by Cindy Lenz

Irlands Klippen sind raue Schönheiten, die über die Jahrhunderte hinweg von den Gezeiten geformt wurden. Wer einmal gefühlt am Rande der Welt stehen und den Blick über den scheinbar endlosen Ozean schweifen lassen möchte, findet auf der Grünen Insel eine Vielzahl an Gelegenheiten dazu. Denn Irland ist nicht nur das Land des Guinness, der Kobolde und der Schafe, sondern, zumindest für uns, auch das Land der spektakulärsten Klippen der Welt. Einige davon möchten wir Ihnen hier vorstellen.

Irlands Klippen: Am Rande des Abgrunds

Entlang der irischen Küste herrscht eine einzigartige Vielfalt. Auf einsame Sandstrände folgen raue, felsige Küsten und urige Fischerdörfer. Und dazwischen liegen die Highlights, denen wir nur zu gerne einen ganzen Artikel widmen: den Klippen in Irland. Sie sind mal wild und spektakulär, mal sanft und romantisch. Wer es wagt, sich dem Wind entgegenzustemmen und einen vorsichtigen Blick über die Kante zu werfen, wird mit beeindruckenden Ausblicken auf einen schier endlosen Ozean belohnt. Im Norden der Grünen Insel erstreckt sich der Blick an klaren Tagen bis nach Schottland, wo einst der Erzfeind des irischen Riesen Fionn mac Cumhail gelebt haben soll. Auch die Isle of Man lässt sich in der Ferne erblicken. Im Westen hingegen fegt der Wind ungebremst über den Atlantik hinweg, wo er aus dem fernen Amerika kommend in Irland zum ersten Mal auf Widerstand trifft.

Irlands Klippen sind wie das Land selbst: auf den ersten Blick rau, und doch sanftmütig und ruhevoll. Sie sind die Inspiration für zahlreiche Erzählungen und stecken voller ungeschriebener Geschichten.

Irlands berühmteste Klippen: Die Cliffs of Moher

©Tourism Ireland

Die Cliffs of Moher sind die berühmtesten Klippen Irlands. An ihrer höchsten Stelle sind sie beeindruckende 214 Meter hoch und fallen beinahe senkrecht in das Meer hinab. Die Steilklippen befinden sich in der Grafschaft Clare an der irischen Westküste. An klaren Tagen erstreckt sich der Blick bis zu den Aran Islands, eine traditionsreiche und sehenswerte Inselgruppe vor der Küste.

Die Cliffs of Moher gehören zu einem Besuch der Grünen Insel unumstritten dazu. Nach einem ausgedehnten Spaziergang entlang der Steilklippen, wobei man immer wieder neue, faszinierende Ausblicke auf Klippen und Meer erhaschen kann, kann man sich im Besucherzentrum bei einem heißen Kaffee aufwärmen oder irische Souvenirs erstehen. Dort besteht auch die Möglichkeit, mehr über die Entstehung der berühmtesten Klippen von Irland zu erfahren.

Slieve Leagues: Beeindruckende Steilklippen im Norden

Slieve Leagues

© Tourism Ireland

Mit 601 Metern gehören die Slieve Leagues in der Grafschaft Donegal zu den höchsten Klippen Europas. Bereits der Anblick dieser steil abfallenden Steinwände lässt so manch einem das Herz aus der Brust springen. Denn während der Atlantik unaufhörlich seine Wellen gegen den kühlen Stein peitscht und sich die Gischt nur erahnen lässt, wird die Gewalt dieser majestätischen Klippen umso deutlicher. Doch mutige Besucher bleiben nicht bloß auf der Plattform stehen, die bereits einen atemberaubenden Blick auf die Slieve Leagues bietet. Sie folgen einem schmalen Pfad hinauf, um, oben angekommen, am Rande dieser beeindruckenden Klippen stehen zu können. Doch Vorsicht: Der sogenannte One Man’s Pass darf nicht an windigen Tagen betreten werden. Eine Alternative zu dem steilen und engen Weg hinauf auf die Slieve Leagues bietet der etwas längere Pilgrim´s Path.

Die Klippen von Croaghaun auf Achill Island

Mit mehr als 660 Metern gehören auch die Cliffs of Croaghaun zu den höchsten Klippen Europas. Sie befinden sich im Westen von Achill Island, der größten Insel Irlands. Der Croaghaun ist mit 688 Metern der höchste Berg der Insel. Er erstreckt sich über rund einen Kilometer, bevor er auf imposante Weise zum Atlantik hin abfällt. Über die Jahrhunderte hinweg fegte der Wind ungehalten gegen die Felsen und schuf so eine der wohl schönsten Klippen Irlands. Direkt hinter den Cliffs of Croaghaun befindet sich zudem ein wunderschöner Bergsee, der sich bei einer Wanderung entdecken lässt.

Die Klippen von Inishmore

Inishmore

© John Hession, Tourism Ireland

Die Aran Islands sind eine Inselgruppe, die sich etwa 48 Kilometer vor der Küste der Grafschaft Galway befindet. Die Inseln sind weltberühmt, da irische Traditionen auch heute noch einen hohen Stellenwert auf den Arans haben. Die Menschen pflegen die keltische Sprache und pflegen noch immer uralte Handwerkskunst. Obgleich jede der drei Inseln auf ihre Art sehenswert ist, zieht es besonders viele Besucher zur größten Insel: Inishmore. Neben prähistorischen Sehenswürdigkeiten finden sich hier auch imposante Steilklippen, die manch einem den Atem rauben werden. Spätestens beim Anblick des Dun Aenghus. Dieses Steinfort aus dem 2. Jahrhundert liegt direkt am Rande der Klippen und droht, wie es scheint, jeden Moment abzustürzen. Auch heute sind sich die Forscher nicht einig, ob die 45 Meter breite Verteidigungsanlage in früheren Zeiten noch größer war. Denn die Lage direkt an den Klippen lässt vermuten, dass Teile des Forts bereits den Gezeiten zum Opfer fielen und in das Meer hinabgestürzt sind.

Kilkee Cliffs: Wilde Schönheiten

Kilkee Cliffs Wild Atlantic Way

© Cindy Lenz

Die Kilkee Cliffs sind längst nicht so bekannt wie ihre berühmten Nachbarn die Cliffs of Moher. Doch sind sie nicht minder sehenswert, da sie wilder und ursprünglicher scheinen. Entlang des Cliff Walk gibt es keine Absperrungen, weshalb vor allem bei Wind zu Vorsicht geraten ist.

Auch ein Besucherzentrum sucht man hier vergebens. Nach einem ausgedehnten Spaziergang am Rande der Kilkee Cliffs lässt es sich in dem charmanten und trubeligen Ferienort Kilkee bei leckerer irischer Hausmannskost oder in einem urigen Pub entspannen. Oder Sie fahren mit Ihrem Mietwagen weiter und unternehmen einen Ausflug zum Loop Head Lighthouse.

Loop Head Peninsula

Irlands Klippen, Loop Head

© Valerie O’Sullivan, Fáilte Ireland

Die Loop Head Peninsula mit ihrem wunderschönen Leuchtturm liegt nur wenige Meilen von den Kilkee Cliffs entfernt. Die Küste ist wild und rau, beeindruckende Klippen fallen hier beinahe senkrecht in das Meer hinab. Auch am Loop Head gibt es keine Absperrungen, was diesen Ort spannend, aber auch gefährlich macht. Zu nahe an den Abgrund sollte sich hier niemand wagen. Die Loop Head Peninsula ist zudem nicht nur für ihre dramatische Küstenlandschaft bekannt. Sie gilt auch als guter Standort, um Wale und Delfine von Land aus zu sichten.

Kerry Cliffs: Die höchsten Klippen der Grafschaft Kerry

Irlands Klippen _ Kerry Cliffs

@ Tourism Ireland photographed by Tom Archer

Die Cliffs of Kerry sind eine Sehenswürdigkeit entlang Irlands berühmter Panoramastraße, dem Ring of Kerry. Um dorthin zu gelangen, müssen Reisende mit dem Mietwagen auf den Skellig Ring wechseln, der für Reisebusse gesperrt ist. Die Kerry Cliffs sind nicht so hoch wie die Cliffs of Moher, was sie jedoch nicht weniger sehenswert macht. Denn von der Spitze der Klippen bietet sich ein fantastischer Ausblick auf die Insel Skellig Michael und die wunderschöne Küste.

Slea Head: Die Klippen der Dingle Halbinsel

dingle kueste

© Cindy Lenz

Die Dingle Halbinsel wurde von National Geographic als einer der schönsten Orte der Welt bezeichnet. Völlig zurecht, wie wir finden! Denn Dingle ist geprägt von saftig-grünen Wiesen, prähistorischen Sehenswürdigkeiten, einem lebhaften Fischerort und einer dramatischen Küstenlandschaft. Entlang des Slea Head Drive, einer spektakulären Küstenstraße, offenbaren sich immer wieder beeindruckende Aussichten auf die spannenden Klippen der Dingle Peninsula. Dabei führt die Straße häufig direkt entlang der Klippen, teils in schwindelerregender Höhe.

Mizen Head: Am südlichsten Punkt des irischen Festlands

Mizen Head

© Arthur Ward, Tourism Ireland

Der Mizen Head in der Grafschaft Cork gilt als der südlichste Punkt des irischen Festlands. Am äußersten Zipfel dieser Landzunge liegt ein Leuchtturm, der nur über eine Brücke zu erreichen ist. Der Weg dorthin ist spektakulär, denn er führt entlang gewaltiger, imposanter Klippen. Während unter Ihnen der Atlantik unaufhörlich seine Wellen gegen den Stein schlägt und die Gischt empor spritzt, können Besucher einen beeindruckenden Ausblick auf diese Küstenregion genießen.

Nordirland: Das Land der spektakulären Klippen

Carrick-a-Rede

Carrick-a-Rede © Caspar Diederik l Tourism Ireland

Die Küste Nordirlands ist rau und abwechslungsreich. Einsame Sandstrände finden sich hier genauso wie lebhafte Fischerdörfer und dramatische Küstenregion. Hier finden sich zudem einige imposante Klippen in nur wenigen Meilen Entfernung.

Wer die wunderschöne Panoramastraße Causaway Coastal Route entlang fährt, wird von Dublin kommend schon nach einigen Kilometern auf den Klippenpfad The Gobbins treffen. Bei einer Wanderung entlang des Pfades lassen sich die dramatischen Basaltklippen der Irischen See aus einer völlig neuen Perspektive bestaunen. Weiter nördlich befindet sich dann Carrick-a-Rede. Eine kleine Insel, die einst von großer Bedeutung für die hiesigen Fischer war. Heute ist sie nicht nur aufgrund der spektakulären Hängebrücke eine beliebte Sehenswürdigkeit, sondern auch weil sich beim Überqueren der Brücke beeindruckende Ausblicke auf die wunderschöne Küste und die Steilklippen offenbaren.

 

Über den Autor

Cindy Lenz

Cindy Lenz

Irland bedeutet für mich ein Stück Heimat. In meinem Lieblingsland fühle ich mich zwischen der herzlichen Art der Iren und ihrer lebensfrohen Natur zu Hause. Dabei entdecke ich auf meinen Reisen immer wieder unbekannte, traumhafte Orte, denn hinter jeder Kurve wartet eine neue fantastische Aussicht!
Wenn ich über Irland schreibe, möchte ich die Fröhlichkeit der Iren einfangen und mit genauso viel Begeisterung über ihre Heimat erzählen, wie sie es tun.

Kommentar hinterlassen