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Die schönsten Sehenswürdigkeiten im County Offaly

Offaly
Cindy Lenz
Written by Cindy Lenz

Das County Offaly liegt im zentralen Irland zwischen der Hauptstadt Dublin und der Kulturstadt Galway. Die vom Shannon und dem Grand Canal geprägte Grafschaft begeistert mit ihrer ruhevollen und idyllischen Landschaft. Dazwischen verbergen sich einige bedeutsame historische Orte wie die Klostersiedlung Clonmacnoise und Birr Castle. Und nicht zu vergessen ist das County Offaly die Heimat des Tullamore Dew – einer der meist verkauften Irish Whiskey überhaupt.

Das County Offaly in Irland

Die Grafschaft Offaly ist geprägt von weiten, saftig grünen Feldern. Das Land wird vom Grand Canal durchzogen, der den Shannon River mit der Hauptstadt Dublin verbindet. Entlang des Kanals finden sich viele historische Schleusen, Wanderwege und romantische Picknickplätze.

Im Südosten ist die Landschaft Offalys von den Slieve Bloom Mountains geprägt. Aus dieser mächtigen Gebirgskette soll einst das Rock of Cashel im County Tipperary entstanden sein. Denn einer Legende nach war der Teufel gerade dabei, einen genüsslichen Bissen aus den Slieve Bloom Mountains zu nehmen, als er sah, wie der Heilige Patrick eine Kirche errichtete. Angewidert von dessen Tat spuckte er den Bissen aus, der in der flachen Grafschaft Tipperary landete. Der Rock of Cashel war geboren.

Sehenswürdigkeiten im County Offaly

Im County Offaly gibt es allerhand zu entdecken. Von frühchristlichen Relikten und beeindruckendem Kunsthandwerk bis hin zu Spukschlössern und Geschichten rund um den Irish Whiskey.

Clonmacnoise

Clonmacnoise mit Rundturm River Shannon

© Failte Ireland

Die wohl bedeutendste Sehenswürdigkeit im County Offaly ist die Klosteranlage Clonmacnoise. Die im Jahr 545 nach Christus erbaute Anlage war Jahrhunderte lang das christliche Zentrum Irlands. Die Gründung Clonmacnoise geht auf den Heiligen Ciarán zurück. Dieser war sowohl Zimmermann wie auch christlicher Gelehrter. Nachdem er von Inishmore auf das Festland zog, gründete er ein Kloster, das bald zum wichtigsten Zentrum für Religion und Bildung in ganz Europa wurde.

Clonmacnoise war nicht nur ein Ort für christliche Gelehrte. Hier wurden Bischofsstäbe, Schmuck und Reliquienbehälter hergestellt. Zudem wurde der Ort die letzte Ruhestätte für einige irische Hochkönige.

Im Laufe ihres Bestehens wurde die Klosteranlage viele Male angegriffen. Doch das Ende fand Clonmacnoise im 12. Jahrhundert. Denn das 22 Kilometer entfernte Athlone entwickelte sich zum Handelszentrum Irlands und viele der Klosterbewohner zogen dorthin. Von zeitweise mehr als 2.000 Bewohnern waren nur noch wenige übrig. Und der religiöse Wettbewerb mit anderen Orden wie den Franziskanern und Benediktinern tat seinen Rest. Clonmacnoise geriet immer mehr in Vergessenheit.

Heute ist die Klosterruine eine bedeutende und beliebte Sehenswürdigkeit in Irland. Viele der Kirchen, Rundtürme und Gebäude sind noch immer gut erhalten.

Bereits beim Betreten der Anlage lässt sich voller Ehrfurcht die Größe und Bedeutung dieses Ortes erspüren. Und wer mehr über Clonmacnoise erfahren möchte, kann im angebundenen Besucherzentrum in die Geschichte des Klosters eintauchen. Das Herzstück des Besucherzentrums sind zudem zwei alte Hochkreuze, welche die beeindruckenden Handwerksfähigkeiten zu dieser Zeit deutlich machen.

Birr Castle

Birr Castle

© Daniela Klütsch

Das Birr Castle liegt inmitten der idyllischen Landschaft Offalys. Seit 1620 befindet es sich im Besitz der Familie Parsons und ist nicht uneingeschränkt für die Öffentlichkeit zugänglich. Zwischen Mai und September finden jedoch Führungen durch das Anwesen statt.

Beeindruckend ist nicht nur das imposante Herrenhaus. Sondern die Gärten, die Birr Castle umgeben. Auf 50 Hektar wachsen und gedeihen mehr als 2.000 Bäume und Straucharten, die drei Generationen der Earls of Rosse aus aller Welt mitbrachten.

Die Parkanlage gliedert sich in drei Bereiche auf. Auf den Hauptwanderwegen lassen sich die Gärten erkunden. Der kurze River Garden Loop Walk gibt einen Einblick in die Schönheit dieses Parks. Wohingegen der River Walk etwa 40 Minuten durch traumhaft schöne Gärten und zu kleinen Wasserfällen führt.

Ein Highlight bei einem Parkrundgang ist das Leviathan. Dieses auf den ersten Blick kaum zu deutende Gebäude ist ein historisches Teleskop. Es wurde 1845 erbaut und liefert einen faszinierenden Einblick in die Astronomie. Noch heute ist das nach einem Seeungeheuer benannte „Leviathan of Parsonstown“ voll funktionstüchtig.

Leap Castle

Leap Castle

© Brian Morrison, Tourism Ireland

Etwa zehn Kilometer von Birr entfernt liegt Leap Castle. Im 17. Jahrhundert wurde hier ein Towerhouse erbaut, das im Laufe der Jahre immer wieder vergrößert wurde. Anfang des 20 Jahrhundert wurde das Anwesen so stark beschädigt, dass es zunehmend zu einer Ruine verfiel. Erst 1974 wurde Leap Castle erneut aufgebaut und restauriert, es befindet sich seither als National Monument unter Denkmalschutz.

Leap Castle gehört zu den unheimlichsten Orten in Irland. Denn 1920 fand man in dem Gemäuer zahlreiche Skelette. Sie alle sollen auf spitzen Holzstangen aufgespießt gewesen sein. Weshalb, sind sich Forscher auch heute noch nicht einig. Und auch zahlreiche Spukgeschichten kursieren rund um Leap Castle. So soll zur späten Stunde die Rote Lady gemeinsam mit all den verlorenen Seelen, die hier in Leben ließen, ihr Unwesen treiben.

Tullamore

County Offaly

© Christopher Hill Photographic, Tourism Ireland

Tullamore ist eine Stadt in der Grafschaft Offaly. Berühmt ist der Ort aufgrund seines einzigartigen Whiskeys. Um 1829 errichtete Michael Molloy in der Stadt eine Destillerie. Wenige Jahre später ging diese in den Besitz der Familie Daly über. Ihr Whiskey erfreute sich schon bald großer Beliebtheit in Irland sowie in England. Doch den größten Aufschwung erlebte die Marke unter Daniel E. Williams, dessen Initialen auch heute noch den Tullamore Dew prägen.

Heute sind nur noch die Ruinen der Destillerie übrig. Denn seit 1954 wird der Whiskey dieser in Dublin hergestellt. Doch das Tullamore Dew Heritage Centre Bury Quay erhält die Whiskey-Herstellung im County Offaly informativ am Leben.

Lough Boora Discovery Park

Lough Boora Discovery Park ist ein spannendes Naturschutzgebiet inmitten Irlands. In diesem von Torfabbau geprägten Gebiet gab es einst einen See, der für die Torfproduktion entwässert wurde. Heute steht die gesamte Region im Schutz des Irish Wildlife Trust. Es gibt unzählige Wander- und Fahrradwege. Für die kleinen Besucher wurde ein Fairy Trail mit märchenhaften Skulpturen geschaffen. Vogelliebhaber wissen den Discovery Park genauso zu schätzen wie Naturfreunde und Wanderer.

Besonders beeindruckend ist der Sculpture Park. Denn hier treffen moderne Kunst auf irische Natur. Aus Holz, Metall und Naturmaterialien wurden kuriose, aufregende und spannende Skulpturen inmitten der Landschaft platziert.

 

Das County Offaly ist eine idyllische und liebliche Grafschaft inmitten der Midlands. Prähistorische Sehenswürdigkeiten laden Besucher ein, in die irische Geschichte einzutauchen. Und Parks, Gärten und die Ufer des Grand Canals sowie des Shannon sind ein Genuss für Naturliebhaber. Wenn Ihr Euch selbst von der Schönheit dieser Grafschaft überzeugen möchte, sind unsere Irland Experten Euch bei der Planung Eurer unvergesslichen Irland-Rundreise gerne behilflich.

Über den Autor

Cindy Lenz

Cindy Lenz

Irland bedeutet für mich ein Stück Heimat. In meinem Lieblingsland fühle ich mich zwischen der herzlichen Art der Iren und ihrer lebensfrohen Natur zu Hause. Dabei entdecke ich auf meinen Reisen immer wieder unbekannte, traumhafte Orte, denn hinter jeder Kurve wartet eine neue fantastische Aussicht!
Wenn ich über Irland schreibe, möchte ich die Fröhlichkeit der Iren einfangen und mit genauso viel Begeisterung über ihre Heimat erzählen, wie sie es tun.

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