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Fotografieren in Irland: Die besten Locations und Tipps

Fotografieren in Irland
Cindy Lenz
Written by Cindy Lenz

Irland, ist ein Land, das jedes Fotografenherz höherschlagen lässt. Saftig-grüne Wiesen geben einen fantastischen Kontrast zum blauen Atlantik und wenn am frühen Herbstmorgen sanft der Nebel über die tiefen Seen zieht, wird die Magie der Insel spürbar. Abwechslungsreich, spannend, historisch und landschaftlich vielfältig – dieses Land hat so einige großartige Fotolocations zu bieten. Wir verraten Euch, wo Ihr als Fotografen die besten Locations findet und worauf Ihr beim Fotografieren in Irland achten solltet.

Ausrüstung für das Fotografieren in Irland

Mit durchschnittlich 225 Regentagen im Jahr (an der Westküste), kann Euch gut und gerne mal der ein oder andere Schauer überraschen. Doch ist es dieser Regen, der die Insel in ihren leuchtenden Farben erstrahlen lässt und spannende Lichtsituationen beschert. Allerdings solltet Ihr dabei auch an Eure Kameraausrüstung denken. Eine wasserfeste Fototasche ist in Irland ein Muss. Auch eine Schutzhülle für die Kamera und das Objektiv sollten im Gepäck sein.

Vor allem entlang der Küsten herrscht meist ein ordentlicher Wind. Das kann das Fotografieren ganz schön erschweren, vor allem dann, wenn Ihr mit einem Stativ arbeitet. Achtet also darauf, dass Euer Stativ schwer genug ist, um genügend Stabilität zu bieten. Hier lest Ihr mehr über das Wetter in Irland.

Das richtige Objektiv

Das perfekte Objektiv für eine Irlandreise gibt es nicht. Denn welches Objektiv geeignet ist, hängt ganz von Euren Interessen und Vorlieben ab. Möchtet Ihr Streetart in Belfast fotografieren, Landschaftsaufnahmen, Irlands Tierwelt festhalten oder bevorzugt Ihr vielleicht sogar Nahaufnahmen?

Für Landschaftsaufnahmen solltet Ihr ein Weitwinkelobjektiv im Gepäck haben. Doch auch mit einer Normalbrennweite könnt Ihr tolle Fotos schießen. Wer Irlands Tierwelt fotografieren oder lieber Nahaufnahmen machen möchte, greift zu einem Teleobjektiv. Bestenfalls habt Ihr die Möglichkeit, verschiedene Objekte mitzunehmen. So habt Ihr immer das passende zur Hand und könnt bei jedem spannenden Fotomotiv reagieren.

Grau- und Polfilter

Ein Graufilter dient dazu, eine Überbelichtung zu verhindern. Außerdem lässt er Wolken und Gewässer leicht verwischen, wodurch sich ein sanftes Gesamtbild ergibt. Einen Graufilter solltet Ihr in Irland immer zur Hand haben, denn wenn sich die Sonne nach einem Regenschauer hinter den Wolken hervorschiebt, kann das schnell zu einer Überbelichtung führen. Für Aufnahmen am Tag

Bei sehr guten Lichtverhältnissen kann auch ein Polfilter genutzt werden. Dieser erhöht die Farbsättigung und sorgt für bessere Kontraste, wodurch sich die fantastischen Farben der irischen Natur noch besser einfangen lassen. Zusätzlich verringert der Polfilter Spiegelungen und Reflexionen auf Wasseroberflächen, was bei den zahlreichen Seen in Irland sehr gelegen kommt.

Sonstige Ausrüstung

Vorneweg: Nehmt eine Speicherkarte mit ausreichend Speicherkapazität mit. Bestenfalls sogar zwei davon. Wir können aus eigener Erfahrung sagen, dass es vor allem in den ländlichen Regionen Irlands ziemlich schwierig sein kann, an eine neue Speicherkarte zu kommen. Es kann zudem nicht schaden, einen Ersatzakku in der Tasche zu haben. Schließlich gibt es wohl kaum etwas Ärgerlicheres, als vor einer fantastischen Fotolocation zu stehen und die Kamera zeigt einen leeren Akkustand an. Auch ein Objektivreiniger sollte immer zur Hand sein, denn vor allem Wasserflecken vom Regen können zu unschönen Rückständen auf Euren tollen Fotos führen.

Wenn Ihr ein Stativ nutzt, kann ein Fernauslöser sehr praktisch sein. Damit könnt Ihr auch tolle Langzeitbelichtungen, beispielsweise vom Torc Wasserfall in Killarney machen. Allerdings bieten einige Hersteller auch die Möglichkeit, das Handy als Fernauslöser zu nutzen.

Fotografieren in Irland: Die schönsten Fotolocations

Wer schon einmal in Irland war der weiß, Ihr kommt keinen Tag ohne Kamera aus. Auf der ganzen Insel erwarten Euch tolle Fotolocations und nach jeder Kurve findet Ihr ein neues, spannendes Motiv. Wir haben uns dennoch einige Gedanken gemacht, um ein paar besonders schöne Fotomotive für Euch zu finden.

Die Cliffs of Moher zur Abendstunde

Die Cliffs of Moher sind nicht nur eines der beliebtesten Fotomotive der Insel, sondern auch das Wahrzeichen Irlands. Die beeindruckenden Steilklippen sind vor allem zu den Abendstunden ein spannendes Motiv. Denn dann färbt die untergehende Sonne die gewaltigen Klippen in ein nahezu mystisches Rot, während der Himmel im Hintergrund in den wärmsten Farben erstrahlt.

Cliffs of Moher

© Chris Hill, Tourism Ireland

Kerry´s Dark Sky Reserve

Ihr wolltet schon immer einmal fantastische Aufnahmen von der Milchstraße schießen? Dann solltet Ihr Euch auf nach Kerry machen. Denn an der bekannten Panoramastraße Ring of Kerry liegt Irlands einziges Dark Sky Reserve. Dabei handelt es sich um einen Ort, der von Lichtverschmutzung geschützt ist. Dadurch ist der Himmel nachts besonders dunkel, weshalb es einen herausragenden Sternenhimmel zu erblicken gibt.

Fotografieren in Irland

© Cindy Lenz

Eyeries: Irlands buntestes Dorf

Irlands Dörfer sind wahrlich eine Augenweide. Denn wo sonst lassen sich so viele bunte Häuser fotografieren? Ein ganz besonderes Fotomotiv befindet sich im Südwesten der Grünen Insel, genauer gesagt auf der Beara Peninsula. Das kleine Dorf Eyeries, das nicht nur von einer fantastischen Landschaft umgeben wird, gilt offiziell als das bunteste Dorf Irlands.

Eyeries

© Chris Hill l Tourism Ireland

Connemara im Herbst: Irlands Wilder Westen

Der Connemara Nationalpark ist zu jeder Jahreszeit sehenswert. Besonders wild wird das Land allerdings im Herbst. Denn dann scheint diese Regionen mit ihren vielen Braun- und Rottönen wie eine andere Welt. Vor allem dann, wenn der Nebel über die tiefen Seen zieht und die mystische Kulisse für Gänsehautmomente sorgt.

Connemara Irland

© Tourism Ireland

Das Meeresleuchten in Irland

Ein Motiv, das wohl jeder (Hobby-)Fotograf gerne einmal ablichten möchte, ist das durch Biolumineszenz hervorgerufene Meeresleuchten. Dabei sammelt sich eine große Menge an Plankton an den Ufern an, der unter dem Mondlicht strahlend blau leuchtet. Es erfordert etwas Glück und die perfekten Gegebenheiten, um das Meeresleuchten erblicken zu können. Allerdings stehen die Chancen dafür in Irland ziemlich gut.

Das spektakuläre Meeresleuchten wurde bereits bei Dunmore East in der Grafschaft Waterford, an der Killiney Bay im Osten und an den Küsten Corks gesichtet. Bekannt ist auch der Lough Hyne im County Cork. Der durch Meerwasser gespeiste See erstrahlt sehr häufig in dem magisch leuchtenden Blau.

© Fáilte Ireland

Der Killarney Nationalpark

Der Killarney Nationalpark ist ein wahres Mekka für Fotografen. Denn hier treffen wilde Landschaften auf friedliche Seeufer und schier endlose Weideflächen werden von tiefen Wäldern umgeben. Sehr beliebte Fotomotive im Killarney Nationalpark sind das Ross Castle, die Muckross Abbey und das Muckross House mit seinen prächtigen Gärten. Doch bei einer Wanderung entlang der vielen Seen oder durch das Gap of Dunloe werden Euch noch so einige tolle Fotolocations begegnen.

Killarney Nationalpark, Irlands Nationalparks

Glendalough: Das Tal der zwei Seen

Unweit von Dublin entfernt liegt Glendalough. Ein wunderschönes Tal, das die perfekte Mischung aus tiefen Wäldern, schimmernden Seen und historischen Relikten bietet. Dieser magische Ort ist nicht nur als Erholungsziel bei den Dublinern beliebt, sondern auch bei Fotografen anerkannt.

Glendalough, Klöster in Irland

Das mystische Glendalough Co. Wicklow; Fotograf: Chris Hill, Creating Agency: Tourism Ireland

Der Burren Nationalpark: Irlands Steinwüste

Der Burren Nationalpark im County Clare wird von vielen als Mondlandschaft beschrieben. Denn kilometerweit durchziehen Kalksteinplatten mosaikartig diese Region. „An Bhoireann“ wie der Burren auf Gälisch genannt wird, bedeutet sinngemäß „steiniger Ort“. Und diese Bezeichnung könnte nicht treffender sein. Doch zwischen Kalksteinplatten und Trockenmauern lohnt es sich, genauer hinzusehen. Denn so unergiebig wie diese Landschaft scheint ist, sie nicht. Unzählige Wildblumen wachsen zwischen den hellgrauen Steinen hervor und sogar Gewächse, die nirgendwo sonst in Irland zu finden sind.

The Burren

© Chris Hill, Tourism Ireland

Malin Head im Norden: Polarlichter fotografieren

Polarlichter in Irland, gibt es das wirklich? Ja, die Chancen in Irland Nordlichter zu sehen, stehen gar nicht mal so schlecht. Allerdings nur dann, wenn die Polarlichtaktivität ausreichend hoch ist und der Himmel sich wolkenlos zeigt. Der Malin Head im Norden der Halbinsel Inishowen gilt als einer der besten Orte der Insel, um die Aurora borealis sehen zu können. Wer also in den Wintermonaten nach Irland reist, sollte sein Glück einmal versuchen.

Polarlichter Malin Head

Die Dingle Halbinsel: Einer der schönsten Orte der Welt

National Geographic beschrieb die Dingle Peninsula im Westen der Grünen Insel einst als einen der schönsten Orte der Welt. Und dem kann wohl jeder nur zustimmen, der dieses wunderschöne Fleckchen Erde bereist hat. Auf der Suche nach den besten Locations zum Fotografieren in Irland darf dieser Ort daher nicht fehlen. Denn nicht nur das kleine Küstenstädchen ist mit seinen bunten Häusern und den liebevoll angelegten Blumenarrangements äußert sehenswert. Sondern auch die Umgebung rund um den Slea Head Drive und den imposanten Conor Pass.

dingle meeresblick

© Cindy Lenz

Die mystische Klosterruine Clonmacnoise

Kaum ein Ort in Irland könnte mystischer sein als Clonmacnoise. Die uralte Klosterruine wurde Mitte des 6. Jahrhunderts gegründet und besteht heute aus den Überresten kleiner Tempel, einer Kathedrale, einer Burg und eines signifikanten Rundturms. Das Highlight jedoch sind die gut erhaltenen Hochkreuze, die mit keltischen Symbolen verziert sind. Besonders spektakulär wird dieses Fotomotiv an regnerischen Tagen, wenn Nebelschwaden vom Shannon her über Clonmacnoise ziehen.

Clonmacnoise River Shannon

© Failte Ireland

Temple Bar in Dublin

Was könnte typischer für Irland sein, als ein Bild des berühmten Ausgehviertels Temple Bar? Klassisch wird natürlich der namensgebende Pub „Temple Bar“ mit seiner roten Fassade und den wilden Gewächsen fotografiert. Wer ein Foto ohne viele Menschen erhaschen möchte, sollte sich zur frühen Morgenstunde in Temple Bar einfinden.

Top-Sehenswürdigkeiten in Dublin

© CC0 Creative Commons

Das Märchenschloss Kylemore Abbey

Märchenhaft liegt die Kylemore Abbey friedvoll schlummernd an den Ufern des Lough Pollacappul in Connemara. Und während dunkle Wälder das Schloss umgeben, stellen die Spiegelungen im See und das aufwendig restaurierte, helle Gebäude ein fantastisches Fotomotiv dar. An schönen Tag spiegelt sich die Kylemore Abbey auf der Oberfläche des Lough Pollacappul und die Sonne lässt das Grün rund um das Mädcheninternat noch saftiger erscheinen. Doch auch bei Regen ist das Märchenschloss einen Besuch wert. Denn dann ziehen Nebelschwaden gespenstisch aus den Wäldern empor und lassen diesen spannenden Ort geradezu mystisch erscheinen.

Fotografieren in Irland

© Tourism Ireland

Weitere tolle Fotolocations:

  • Giant’s Causeway zur frühen Morgen- oder Abendstunde
  • Der Inch Beach bei Sonnenaufgang oder -untergang
  • Der Glenveagh Nationalpark im Herbst
  • Das Fanad Head Lighthouse
  • Die Half Penny Bridge in Dublin
  • Spanish Quarter in Galway
  • Die Kilkee Cliffs am Abend
  • Der Drombeg Stone Circle
  • Der Ben Bulben
  • Die Slieve Leagues am Morgen oder am Abend
  • Die schneebedeckten Twelve Bens in Connemara
  • Der schneebedeckte Mount Errigal in Donegal

Wir könnten Euch noch von unzähligen wunderschönen Orten zum Fotografieren in Irland berichten. Aber überzeugt Euch doch am besten selbst, welche spannenden und beeindruckenden Fotolocations Irland zu bieten hat. Wir sind uns sicher, eine Speicherkarte wird garantiert nicht ausreichen, um eine Rundreise über die Grüne Insel bildlich festzuhalten!

Über den Autor

Cindy Lenz

Cindy Lenz

Irland bedeutet für mich ein Stück Heimat. In meinem Lieblingsland fühle ich mich zwischen der herzlichen Art der Iren und ihrer lebensfrohen Natur zu Hause. Dabei entdecke ich auf meinen Reisen immer wieder unbekannte, traumhafte Orte, denn hinter jeder Kurve wartet eine neue fantastische Aussicht!
Wenn ich über Irland schreibe, möchte ich die Fröhlichkeit der Iren einfangen und mit genauso viel Begeisterung über ihre Heimat erzählen, wie sie es tun.

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