Südirland Sehenswürdigkeiten

Ring of Beara: Beeindruckende Panoramastraße durch die wilde Natur Irlands

Beara Peninsula
Written by Cindy Jaecklin

Der Ring of Beara führt Euch zu den traumhaften Küsten der Bantry Bay und des Kenmare Rivers. Auf der 140 Kilometer langen Panoramastraße erlebt Ihr die ursprüngliche, nahezu unberührte Natur Irlands, während Ihr die raue Landschaft der Beara Halbinsel genießt. Atemberaubende Ausblicke und sagenumwobene Orte erwarten Euch auf dieser Reise. Hier könnt Ihr einige der schönsten Orte des Südwestens entdecken.

Ring of Beara: Entdeckt das ursprüngliche Irland

Der Ring of Beara ist eine etwa 140 Kilometer lange Panoramastraße im Südwesten Irlands, die zur Hälfte im County Kerry und zur anderen Hälfte in Westcork liegt. Start- und Endpunkt der Route ist der Ort Glengarriff, der sich 20 Kilometer südlich der lebhaften Stadt Kenmare befindet. Entlang der teils sehr schmalen und kurvigen Straße offenbart der Ring of Beara immer wieder einen atemberaubenden Blick auf die einmalige Küste. Schroffe Klippen und tosende Wellen, die über einsame Sandstrände rollen, prägen die Natur. Das Landschaftsbild im Landesinneren wird von sanften Hügeln, markanten Steinmauern und den prächtigen Caha Mountains dominiert. Orte gibt es entlang des Ring of Beara nicht viele, doch die Wenigen bilden einen fantastischen Kontrast zu der sonst unberührten Landschaft.

Der Ring of Beara steht seinem großen Bruder in nichts nach, denn nicht nur die einmalige Natur zieht Besucher immer wieder in ihren Bann. Im Gegensatz zum Ring of Kerry sind die Straßen auf Beara für Reisebusse zu schmal, weshalb deutlich weniger Touristen anzutreffen sind. Vor allem Reisende, die Irland in seiner ursprünglichsten Art und Weise kennenlernen möchten, sind von der Beara Peninsula hellauf begeistert.

Beara Peninsula

Beara Peninsula, Co. Cork/Kerry, Irland © Arthur Ward l Tourism Ireland

Sehenswerte Orte auf der Beara Halbinsel

Belebte Orte durchquert Ihr bei einer Fahrt über den Ring of Beara nicht viele. Doch die, die es gibt, hinterlassen garantiert einen bleibenden Eindruck. Eyeries gilt gemeinhin als wohl das bunteste Dorf Irlands. Die farbenfrohen Häuser bilden einen fantastischen Kontrast zu dem grünen Landschaftsbild Bearas.

Etwas geschäftiger geht es hingegen in Glengarriff  zu, dem Tor zur Halbinsel. Urige Pubs und niedliche Cafés locken die Menschen auf die Straßen und lassen Jung und Alt zusammenkommen. In den Sommermonaten dringt der Klang von Musik durch die Straßen und die ausgelassene Stimmung ist in der ganzen Stadt spürbar. Glengarriff liegt umgeben von dicht bewachsenen Wäldern und den imposanten Caha Mountains, die sich hervorragend für eine Wanderung anbieten.

Castletownbere ist nicht nur die größte Stadt der Halbinsel, sie besitzt auch den zweitgrößten Naturhafen der Welt. In den örtlichen Restaurants landen das ganze Jahr über fangfrischer Fisch und ausgezeichnete Muscheln auf den Tellern der Gäste. Auch Freunde des Wassersports werden sich in Castletownbere wohlfühlen, denn der Ort ist bekannt für seine Vielzahl an Outdooraktivitäten.

Eyeries

Eyeries, Co. Cork, Irland © Chris Hill l Tourism Ireland

Sehenswürdigkeiten entlang des Ring of Beara

Wenn Ihr den Ring of Beara befahrt, werdet Ihr sicherlich an vielen Orten verweilen und die eindrucksvolle Natur genießen. Doch es gibt einige Sehenswürdigkeiten entlang der Panoramastraße, die Ihr nicht verpassen solltet:

Hag of Beara

Der Hag of Beara ist ein Fels, um den sich eine Vielzahl von Mythen ranken. Eine Legende besagt, dass es sich um eine versteinerte Frau handelt, die vergebens viele Jahre auf die Rückkehr ihres Mannes wartete. Einer anderen Legende nach, handelt es sich um eine Frau, die sieben Leben lebte, ehe sie zu Stein wurde. Daher rührt wohl auch der altertümliche Name Hag of Beara – die Hexe von Beara.

Allihies Cooper Mines

Die Kupferminen von Allihies gehen auf das Jahr 1812 zurück, als John Puxley in den Hängen über der bescheidenen Kleinstadt das Metall entdeckte. Zu dieser Zeit erblühte die Kupferindustrie in dem Ort und Minenarbeiter schufteten tagein tagaus in mehr als 200 Metern Tiefe unter dem Meeresspiegel. Besucher können in dem örtlichen Museum mehr über die Geschichte der Kupferindustrie erfahren oder eine Wanderung auf dem Allihies Cooper Mine Trail unternehmen, welcher die sechs Minen miteinander verbindet.

Allihies, Ring of Beara

Allihies, Co. Cork, Irland © Chris Hill l Tourism Ireland

Dursey Sound

Dursey Sound ist der südlichste Punkt Bearas und bietet einen fabelhaften Blick auf die vorgelagerte Insel Dursey Island. Hier befindet sich auch Irlands einzige Seilbahn, welche die Insel mit dem Festland verbindet. Früher wurden in den Kabinen nicht nur Passanten, sondern auch Nutztiere wie Kühe und Schafe transportiert. Heute ist die Seilbahn Einheimischen und Reisenden vorbehalten. Ihr müsst Euren Platz daher nicht mehr mit einem irischen Schaf teilen.

Dunboy Castle

Nahe der Bucht Berehaven befinden sich die Ruinen des Dunboy Castle. Einst residierte hier der Clan O’Sullivan, der nach seiner Vertreibung aus der Grafschaft Tipperary im Süden Irlands Schutz suchte. Der Clan verteidigte die Burg über Jahrzehnte, nicht nur gegen die Engländer. Auch spanische Truppen vertrieben sie nach der Schlacht von Kinsale aus dem Dunboy Castle. Schlussendlich brannten die Briten 1692 das Gemäuer nieder, von dem heute nur noch die Außenmauern vorzufinden sind.

Steinkreis von Derreenataggart

Der Ring of Beara führt an mehreren Steinkreisen vorbei. Einer von ihnen ist der Steinkreis von Derreenataggart nahe der Stadt Castletownbere. Er wurde Ende des Neolithikums oder in der frühen Bronzezeit errichtet und besteht aus acht Steinen.

Erlebnisreiche Inseln vor der Küste Bearas

Eine der vorgelagerten Inseln von Beara ist Garnish Island, welche direkt vor der Bucht von Glengarriff  liegt. Die Iren nennen diesen Ort liebevoll „den Garten Eden“, denn die Insel ist bekannt für ihre traumhaft gestalteten Gärten. Der Landschaftsarchitekt Harold Peto schuf nach den Wünschen des früheren Besitzers John Annan Bryce wahrlich eine Oase inmitten der rauen Natur Bearas. Dank des subtropischen Klimas gedeiht in den Ziergärten eine beachtliche Anzahl an Pflanzen – eine schöner als die andere. Heute befindet sich Garnish Island im Besitz des Staates und kann von Glengarriff  aus mit dem Boot erreicht werden.

Offizielle Webseite von Garnish Island: www.garnishisland.com

Garnish Island, Ring of Beara

Garnish Island, Co. Cork, Irland © Chris Hill l Tourism Ireland

Dursey Island hingegen entspricht der rauen Schönheit Irlands. Wer den Ring of Beara aufgrund seiner Ursprünglichkeit schätzt, wird von Dursey begeistert sein. Zudem ist die überschaubare Insel der perfekte Ort, um Abstand vom Alltag zu bekommen und die Seele baumeln zu lassen. Entspannt an einer der einsamen Küsten oder besucht eine Burg, die im 17. Jahrhundert von dem O’Sullivan Clan errichtet wurde. Auf dem höchsten Punkt der Insel ragt zudem unübersehbar ein Turm aus Stein empor. Dabei handelt es sich um die Überreste eines Signalturms aus dem Napoleonischen Krieg.

Offizielle Webseite von Dursey Island: www.durseyisland.ie

Healy Pass: Ein imposanter Abschluss einer ereignisreichen Reise

Viele Reisende beenden ihre Tour auf dem Ring of Beara mit einer spektakulären Fahrt über den Healy Pass. Diese Passstraße wurde im 19. Jahrhundert zu Zeiten der großen Hungersnot erbaut, um den Menschen vor Ort den Zugang zu Lebensmitteln und Arbeit zu erleichtern. Die Straße durchquert die traumhaften Caha Mountains und führt von dem nördlichen Ort Lauragh nach Adrigole an der Südseite. 12 Kilometer ist der Pass lang und verläuft auf engen und kurvigen Straßen in eine Höhe von 450 Meter. Dabei offenbaren sich immer wieder traumhafte Ausblicke auf die Beara Halbinsel und den idyllischen Glenmore Lake. Der Healy Pass ist nichts für ungeübte Autofahrer und es erfordert etwas Mut, die steile Straße zu überwinden. Doch dieser Mut zahlt sich aus, denn sie werden mit einem fantastischen Blick und einem unvergesslichen Erlebnis belohnt!

Healy Pass, Ring of Beara

Healy Pass auf der Beara Peninsula, Co. Cork, Irland © Chris Hill l Tourism Ireland

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Über den Autor

Cindy Jaecklin

Irland bedeutet für mich ein Stück Heimat. In meinem Lieblingsland fühle ich mich zwischen der herzlichen Art der Iren und ihrer lebensfrohen Natur zu Hause. Dabei entdecke ich auf meinen Reisen immer wieder unbekannte, traumhafte Orte, denn hinter jeder Kurve wartet eine neue fantastische Aussicht!
Wenn ich über Irland schreibe, möchte ich die Fröhlichkeit der Iren einfangen und mit genauso viel Begeisterung über ihre Heimat erzählen, wie sie es tun.

2 Comments

  • Ein kurzer, sehr zutreffender Bericht über diese herrliche- teils sehr kleine- Straße ! Alles, was diesen Ring ausmacht, ist erwähnt. Toll geschrieben…… Genau so habe ich diese Halbinsel (m. Motorrad) erlebt. Danke .

  • Nicht so überlaufen, wie sein Nachbar der Ring of Kerry, aber deshalb nicht weniger interessant! Und hier von Frau Lenz ganz toll beschrieben!

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