Südirland Sehenswürdigkeiten

Garinish Island – Irlands Garten Eden

Cindy Lenz
Written by Cindy Lenz

Garinish Island ist ein kleines Idyll im Süden Irlands. Die Insel wird auch als Irlands Garten Eden bezeichnet und das nicht zu Unrecht. Geschützt gelegen im Hafen von Glengariff wächst und gedeiht auf Garinish Island eine atemberaubende Pflanzenvielfalt. Wir nehmen Euch mit auf eine Reise zur irischen Blumeninsel und zeigen Euch, welche Schönheiten Euch dort erwarten.

Garinish Island besuchen

Garinish Island liegt in der Bantry Bay, vor der herzlichen Kleinstadt Glengariff. Die irische Bezeichnung für das Idyll lautet „Oileán an Chulinn“ was zu Deutsch die Insel der Stechpalmen bedeutet. Auf einer Fläche von rund 15 Hektar wachsen hier jedoch nicht nur Stechpalmen, sondern eine Vielzahl subtropischer Pflanzen. Durch das milde Klima und die schützende Lage können hier Pflanzen gedeihen, die sonst nirgendwo auf der Grünen Insel zu finden sind.

Garinish island

© Chris Hill, Tourism Ireland

Garinish Island ist mit der Fähre von Glengariff aus bequem zu erreichen. Während der Überfahrt zur Insel genießt Ihr nicht nur einen faszinierenden Ausblick auf den Hafen der Kleinstadt und die Bantry Bay, sondern kommt auch an den berühmten Robbenbänken vorbei. Hier räkelt sich eine Vielzahl der Meeresbewohner gemütlich auf den Steinen und strecken ihren runden Bauch der Sonne entgegen.

Hier finden sich weitere Informationen über Garinish Island und Öffnungszeiten.

Die Geschichte von Garinish Island

1910 kaufte ein wohlhabender britischer Geschäftsmann namens John Annan Bryce ein unscheinbares Stück Land vor der Küste Irlands. Die Geschichten besagen, dass es seine Frau Violet war, die ihn zum Kauf der Insel überredete. Sie soll die treibende Kraft gewesen sein, die Irlands Garten Eden entstehen ließ.

Das Ehepaar Bryce ließ tonnenweise Sand und Gestein auf die Insel anliefern und beauftragte den renommierten Garten- und Landschaftsarchitekten Harold Peto mit der Gestaltung der Insel. Peto solle ein Idyll schaffen, das aus einem herrlichen Pflanzengarten und einem beeindruckenden Herrenhaus bestehe.

Garinish Island

© Tourism Ireland

Bei seiner Planung ließ sich der Architekt von den Baustilen Italiens, Japans und Griechenlands inspirieren. Er schuf einen japanischen Garten und Parkanlagen im Stil der Antike. Das Herzstück bildeten ein Rundtempel, ein Seerosenteich und das dahinter liegende Medici-Haus.

13 Jahre nach dem Kauf der Insel verstarb John Annan Bryce. Zunächst verwilderte die Insel und war dem Verfall überlassen. Doch die Witwe Violet beauftragte 1928 den schottischen Gärtner Murdo Mackenzie damit, ihren Garten Eden wiederherzurichten und zu verschönern. Violet, ihr Sohn Roland und Mackenzie kümmerten sich von nun an um das Herzensprojekt und investierten all ihre Kraft in dessen Gestaltung.

1939 starb Violet Bryce. Garinish Island ging in den Besitz von Roland Bryce über, der den Garten bis zu seinem Lebensende perfektionierte. Nach seinem Tod vermachte er Garinish Island dem irischen Volk. Seither wird die Insel vom Staate Irland verwaltet.

Sehenswertes auf Garinish Island

Garinish Island

© Chris Hill, Tourism Ireland

Auf Garinish Island wachsen Pflanzen aus aller Welt. Bereits der Eingang des Rundwegs wird von zwei Bäumen gesäumt, die ursprünglich in Kalifornien vorzufinden sind: Der Monterey Zypresse und der Monterey Kiefer. Doch die Eindrücke aus fernen Ländern werden nicht nur in Form der Pflanzenwelt übermittelt, sondern sie spiegeln sich auch in den Bauwerken der Insel wieder. So finden sich zwischen prächtigen Sträuchern und farbenfrohen Fuchsien Figuren und Gefäße aus aller Welt. Darunter auch Figuren der chinesischen Mythologie, die Garinish Island und ihre Besitzer vor dem Bösen bewahren sollen.

Der Rundweg über Garinish Island führt immer wieder durch wilde Waldstreifen, die den Wind brechen und die Pflanzenwelt schützen soll. So wird der italienische Garten mit seinem beeindruckenden Seerosenteich und dem Medici-Haus von dichten Monterey Kiefern umgeben.

Ursprünglich wurden auf Garinish Island elf Themenbereiche errichtet: Heute finden sich neben dem italienischen Garten auch ein japanischer Zederngarten, ein Moorbeet, ein Dschungel, drei Täler, britische Gärten, ein Hartplatz und Rasenanlagen. An die frühere Besetzung der Insel erinnert zudem noch ein Wehrturm, der Martello Tower.

Garinish Island

© Tourism Ireland

Tipps für Euren Besuch

Grundsätzlich könnt Ihr auf Garinish Island zwei Stunden oder einen ganzen Tag verbringen. Wir raten Euch genügend Zeit mitzubringen, um die Gärten ausführlich erkunden zu können. Im Teahouse und im Restaurant habt Ihr die Möglichkeit, Euch zwischendurch zu stärken.

Ein Besuch der Garteninsel lässt sich gut mit einer Fahrt auf dem Ring of Beara verbinden. Als Ausgangsort empfehlen wir die Kleinstadt Glengariff. Doch auch von Kenmare und Killarney aus lässt sich die Insel mit einem Mietwagen gut erreichen. Entlang der irischen Küste können raue Winde wehen. Zieht Euch daher warme Kleidung an und tragt festes Schuhwerk.

Über den Autor

Cindy Lenz

Cindy Lenz

Irland bedeutet für mich ein Stück Heimat. In meinem Lieblingsland fühle ich mich zwischen der herzlichen Art der Iren und ihrer lebensfrohen Natur zu Hause. Dabei entdecke ich auf meinen Reisen immer wieder unbekannte, traumhafte Orte, denn hinter jeder Kurve wartet eine neue fantastische Aussicht!
Wenn ich über Irland schreibe, möchte ich die Fröhlichkeit der Iren einfangen und mit genauso viel Begeisterung über ihre Heimat erzählen, wie sie es tun.

Kommentar hinterlassen