Reisebericht: Landschaften rund um Donegal

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Landschaften rund um Donegal
Autor: Marc
Reisebeginn: August 2006
Reisedauer: 7 Tage
Start: Dublin
Tag 2: Ramelton
Tag 3: Ramelton
Tag 4: Ramelton
Tag 5: Ramelton
Tag 6: Ramelton
Tag 7: Glasson
Ziel: Dublin



Tag 1
Startort: Dublin
Zwischenstationen: Monaghan
Omagh
Zielort: Ramelton, Co. Donegal
Trotz mehrmaligen Aufenthalten in Irland konnte ich mein Reisefieber nicht verstecken. Schon früh morgens war ich wach, konnte nicht mehr schlafen. Auch Beate erging es nicht anders. Sogar unsere Katze konnte unsere Nervosität und unser hin und her Gerenne nicht mehr aushalten und verkroch sich in einem dunklen und stillen Winkel.

Endlich ging es los. 11.30 Uhr leuchtete mir von der Uhr im Auto entgegen. Nach knapp 1 ¼ Stunden standen wir vor dem Check-In am Zürcher Flughafen. Das Einchecken ging so rasch wie noch nie, denn wir waren ca. 2 Stunden vor Abflug die einzigen.

Unser Flug startete pünktlich um 15.25 Uhr und landete auch pünktlich um 16.40 Uhr in Dublin. Die Koffer geholt und rüber zum Leihwagenschalter und die Unterlagen für den gebuchten Mietwagen holen.

Unsere Fahrt nach Ramelton hatten wir schon zuhause geplant. Wir holten den Mietwagen und fuhren los. Etwas hinter der Tankstelle beim Airport bemerkte ich, dass der Tank nur zu einem 1/8 voll war. Na ja dachte ich wird ja wohl auf der Autobahn zig Tankstellen geben. DENKSTE. Nach ca. 60 km (hinter Drgogheda) verließen wir die N3 bei Ardee um auf geplantem Wege weiterzukommen. Auch hier dachten wir, dass doch irgendwann mal eine Tankstelle kommen sollte. Auch wieder nicht. Nach weiteren 10 km begann das Licht für die Tankanzeige wie wild zu blinken und wurde mit jedem Meter noch schneller. Ich sah einen Wagen in dem 2 junge Mädchen saßen und fragte nach dem Weg zu einer Tankstelle. Sie gaben mir bereitwillig Auskunft, aber nach der Frage wie viel Kilometer es denn noch wären bekam ich nur noch ein leichtes Achselzucken. O.K., dachte ich, fahr mal so wie beschrieben und siehe da, nach 5 Kilometern endlich die heißersehnte Tankstelle. Beate und ich waren erleichtert, wollten wir doch nicht in der leicht hügeligen Pampas das Auto schieben.

Weiter ging die Fahrt über Monaghan und Omagh. Gleich dahinter überfuhren wir die grüne Grenze nach Nordirland um über Strabane wieder in die Republik einzureisen. Die Fahrtzeit nach „Ramelton“ hatten wir mit knapp 3 Stunden angesetzt.

Zwischendurch hielten wir noch beim Lidl in Castleblaney um einige Notwendigkeiten wie Mineralwasser, Guinness, Bulmers und kleine Naschereien, einzukaufen.

Nach gut 4 Stunden und einer abenteuerlichen Suche kurz hinter Letterkenny kamen wir dann auch im über Internet gebuchten „Meadowell House“ an. Bis wir Ramelton aber fanden vergingen so ca. ¾ Stunden. Einen Jogger den wir fragten wies uns wohl den weg, das B&B aber kannte er nicht. Endlich den Ort gefunden aber wie jetzt das B&B finden, es war schon stockdunkel. Einen Tankwart den wir nach dem Haus fragten wusste auch nichts. Nicht einmal als ich ihn nach einer Kirche im Ort fragte wusste er nicht, dass es überhaupt eine Kirche im Ort gibt. Gut also das Telefon zur Hand und George anrufen. Er kam dann und lotste uns zum „Meadowell House“. Dies sollte für die nächsten 5 Tage unser Ausgangspunkt für die verschiedensten Touren durch Donegal sein.






Tag 2
Startort: Ramelton
Zwischenstationen: Rathmullan, Ballyhiernan Bay
Carrowkeel, Millford
Letterkenny
Zielort: Ramelton, Co. Donegal
Um 9.00 Uhr wollten wir frühstücken. Jede Minute wollten wir nutzen um Donegal zu erkunden. Ein herrliches Frühstück erwartete uns. Selbstverständlich ein Full Irish Breakfast für Beate. Ich bevorzugte einen wunderbaren „Meadowell-Toast“ nach eigenem Rezept von George. Wir standen also wie ausgemacht pünktlich um 9.00 Uhr vor dem Dining Room. Während des Frühstücks kam mir plötzlich in den Sinn, dass ich vergessen hatte meine Uhr um eine Stunde zurückzustellen. Mann war mir das peinlich, dass ich George u. Ina eine Stunde früher als ausgemacht aus den Betten geholt hatte. Wir mussten dann aber alle über diese Situation herzlich lachen.

Jetzt sollte es aber endlich losgehen. Erste geplante Station war der Strand bei Rathmullan. Hier machten wir einen ausgiebigen Strandspaziergang.

4 Badende konnte die Kälte des Wassers nicht davon abhalten um im kühlen Nass zu plantschen. Weiter ging es über die Coast Road vorbei an einer Lachszucht zum Stocker Strand. Auch dort verweilten wir zu einem kleineren Spaziergang. Zwischendurch zeigte sich immer mal die Sonne.

Jetzt wollten wir aber zum „Fanad Head“ mit seinem berühmten Leuchtturm. Kein Auto und keine Touristen waren zu sehen und als wir dann endlich ankamen konnten wir unsere Enttäuschung nur schwer verbergen, denn man konnte den Leuchtturm leider nicht besichtigen da das Gelände Privatbesitz und somit gesperrt war. Gut man hätte über Zäune klettern können, doch des Friedens Willen blieben wir außerhalb. Und Fotos konnte man trotzdem machen.

Es war inzwischen Mittag vorbei und die Himmelsschleusen hatten ihre Tore voll und ganz geöffnet. Es regnete in einem durch, wie in Irland eigentlich nicht erwartet, zumindest zu dieser Jahreszeit. Wir fuhren noch etwas in der Gegend umher in der Hoffnung dass sich das Wetter doch noch bessern würde, aber es geschah in dieser Richtung leider nichts mehr. So nahmen wir den Rückweg in Angriff, verweilten uns noch etwas in Milford und fuhren dann zurück zum B&B. Fast in jedem Ort gibt es reich bemalte Gebäude/Hotels/Pubs. War irgendwie nett anzuschauen.

Dazwischen besichtigten wir noch die Stadt Letterkenny in der wir einen einstündigen Schaufensterbummel unternahmen.
Zum Abendessen ging es dann ins Milford Inn etwa 10 km von Ramelton entfernt. Hier gab es Noisettes of Lamb für Beate und ein 12oz Filet-Steak mit Chips und Peppersauce für mich.

Gegen 22 Uhr machten wir uns mit George und Ina auf den Weg in die Bridge Bar in der heute abend Live-Music angesagt war.

Leider hatten wir direkt am Kamin einen Platz wo es sehr heiß war. Dazu kam noch, dass ca. 25 Personen gerade zu diesem Zeitpunkt einen Polterabend in der Bridge Bar feierten. Gegen 24 Uhr fuhren wir wieder zurück und legten uns müde aber zufrieden in unsere Betten.

Kilometerstand: 423 km, gefahren 151,5 km






Tag 3
Startort: Ramelton
Zwischenstationen: Drumfree, Glasmullan, Ballyliffin
Collin, Carndonagh, Malin
Malin Head, Clonmany, Gap of Mamore, Buncrana
Zielort: Ramelton, Co. Donegal
Vor dem Frühstück wurden wir von den beiden Haushunden Maxi und Toby stürmisch begrüßt. Vor allem Beate wurde jederzeit in Beschlag genommen. Die Hunde waren süchtig nach Streicheleinheiten. Jederzeit und überall.

Nach bekanntem irischem Frühstück fuhren wir bis Rathmullan. Dort warteten wir auf die Fähre um nach Buncrana überzusetzen. Durch die Fähre hatten wir einen Umweg von 70 km pro Weg erspart und die € 20,00 für die Hin- und Rückfahrt waren nicht zuviel.

Heute war die Besichtigung von Malin Head dem nördlichsten Punkt Irlands angesagt. Die Fahrt ging von Buncrana über die R238 nach Drumfree, Glasmullan, Ballyliffin, Collin, Carndonagh und Malin zum Malin Head.

Nach einigen Fotos haben wir uns zu Fuß auf den ca. 1 km langen Weg zur „Hells Hole“ aufgemacht. Auf dem Weg dorthin kann man imposante Bilder der Küstenlandschaft genießen.

Nachdem wir die wundervolle zum Teil schroffe und geheimnisvolle Landschaft auf uns einwirken ließen, fuhren wir weiter zum „Doagh Famine Village“. Dort machten wir eine Führung mit und bekamen eine kleine Einsicht in die frühere Lebensweise und –bedingungen der irischen Bevölkerung.

Bei Clonmany führte unsere Fahrt über sehr schmale Strassen (bei uns würde man Feldwege dazu sagen) zum „Gap of Mamore“. Diesen befuhren wir in nördlicher Richtung.

Nicht zu glauben, dass auf diesen Strassen wo zwei normale PKW grad mal so ohne Schaden zu nehmen aneinander vorbeikommen mit 80 km/h Schildern ausgewiesen sind.

Dahinter führte die Strasse in ganz schmalen Serpentinen wieder zur Küste zurück mit Gefällen bis zu 16%.

Er war schon recht spät am Nachmittag, als wir beschlossen zurückzufahren um unser geplantes Abendessen zwischen Ramelton und Letterkenny im „Silver Tassie Hotel“ einzunehmen. Heute gab es für beide Chicken Stir Fry mit Reis. War auch recht lecker und die Atmosphäre in den irischen Restaurants kann sich sehen lassen.

Relativ früh in der Nacht gingen wir dann zu Bett, so eine frische Luft wie in Irland schlaucht einen schon ein bisschen.

Kilometerstand: 601 km, gefahren 178 km






Tag 4
Startort: Ramelton
Zwischenstationen: Kilmacrean, Termon
Glenveagh Nationalpark und Castle
Errigal Mountain, Ballyboe, Dunafanaghy, Horn Head
Zielort: Ramelton, Co. Donegal
Der heutige Tag sollte für einen Ausflug zum “Horn Head” genutzt werden. Zuerst fuhren wir die R249 von Ramelton bis Kilmacrenan, dann über die N56 bis Termon und dann die R 255 bis zum Glenveagh Nationalpark. Dort besichtigten wir in einer Führung das Glenveagh Castle. Leider durften drinnen keine Fotoaufnahmen gemacht werden. Dafür sind die Aufnahmen des Castles auch was wert.

Mit dem Shuttlebus zurück zum Parkplatz und über die R251 vorbei am „Dunlewy Lough“ zum Errigal Mountain.

Weiter ging die Tour auf der N56 über Ballyboe nach Dunafanaghy und zum Horn Head. Die Strasse dorthin konnte man fast schon nicht mehr Feldweg nennen, so schmal und holprig war das asphaltierte Irgendwas. Oben angekommen blies ein starker kalter Wind, so dass man sich fast schon irgendwo festhalten musste. Den Ausblick den wir von dort oben zu sehen bekamen kann man mit ein paar Fotos nicht mitteilen. Irgendwie dachte man hier fast ans Ende der Welt. So einsam und karg wie die Landschaft ist. Wir knipsten einige Bilder und verkrochen uns dann wieder im vom Wind geschützten Auto. Durch die steife Brise hatte man das Gefühl, dass sich die Haut im Gesicht immer stärker zusammenziehen würde. Doch nach einiger Zeit beruhigte sich dieser Zustand.

Bei Creeslough machten wir noch einen Abstecher zum „Doe Castle“. Nicht gerade atemberaubend, doch wir hatten genug Zeit, hatten wir doch Urlaub.

Wir fuhren wieder zum B&B, Beate wollte sich etwas hinlegen um sich von den Strapazen des heutigen Tages etwas zu erholen. Haha. Wer glaubt, dass wir hier Monstertouren unternommen hatten, der täuscht sich. Alles was bisher besichtigt wurde, war locker in einer ¾ Tagestour zu schaffen.

Am Abend wollten wir in ein von George und Ina empfohlenes Seafood-Restaurant. Doch leider hatte dies geschlossen. Wir fuhren deshalb wieder zurück nach Ramelton und gingen in die Bridge Bar. In diesem Pub gab es im ersten Stock ein vorzügliches Seafood-Restaurant. Ganz lieb eingerichtet und das Essen war vom Feinsten. Für Beate gab es Shrimps in „geistreicher“ Rahmsauce mit Reis und für mich ein Monkfish-Steak (Seeteufel). Hmmmmmm lecker.

Kilometerstand: 774 km, gefahren 173 km






Tag 5
Startort: Ramelton
Zwischenstationen: Ringford, Beltany Stone Circle
Doon Rock
Rosuill
Zielort: Ramelton, Co. Donegal
Wie immer nach einem hervorragenden Frühstück wollten wir zuerst ein Ringfort besichtigen. Wir fuhren also von Ramelton über Letterkenny in Richtung Derry (Londonderry). Kurz vor Derry dann die Abzweigung zum Ringfort „Grianan Ailech“. Leider konnte das Ringfort nur von außen besichtigt werden, da der Eingang eingestürzt war.

Weiter ging die Fahrt zum „Beltany Stone Circle“. Auf dem Weg dorthin der als besonders ausgeschildert galt, passierte es: Wir fuhren also laut Karte immer der richtigen Strasse entlang und fanden alsbald das Hinweisschild zum Stone-Circle. Wir fuhren auf einer Strasse im Außenbezirk eines kleinen Dorfes als plötzlich von links ein Hund auf uns zurannte. Ich bremste bis zum Stillstand ab, der Hund blieb noch auf dem Rasen stehen. Ich gab wieder Gas und der Hund spurtete auch wieder los. Nur durch eine Vollbremsung konnte ich unseren Leihwagen vor dem „Hundebefall“ retten. Noch mal alle mit dem Schrecken davongekommen fuhren wir weiter und weiter und weiter, bis wir irgendwo ziellos in der Gegend umherirrten, da wir nicht mehr wussten, wo wir uns genau befanden. Es gab auch keine Hinweisschilder zum Stone-Circle mehr. Aber irgendwie und irgendwann hatten wir auch diese Sehenswürdigkeit gefunden.

Auf dem Rückweg dann das große AHA. Dort wo uns der Hund fast ins Auto gerannt wäre gab es ein Hinweisschild zum Stone-Circle. Durch den „Hundebefall“ hatten wir dies aber übersehen. Wir hätten dort, anstatt geradeaus nur nach rechts abbiegen müssen und hätten die Stelle dann nach ca. 5 km gefunden. So bekamen wir halt mehr von der irischen Landschaft zu sehen. Man muss es halt nur positiv sehen.

Jetzt wollten wir zum „Doon Rock“. Über zahlreiche Nebenstrassen – auch hier kannten wir uns fast nicht mehr aus, die Strassen bogen mal nach rechts ab, dann nach links, dann wieder mal schräg nach links oder rechts, und immer so weiter – hatten wir dann endlich den „Rock“ gefunden.

In nördlicher Richtung ging es weiter nach Rosguill. Durch reichlich Sonnenschein hatten wir hier ein besonders schönes Panorama und konnten auch tolle Bilder schießen.

Wir mussten wieder zurück zum B&B, denn heute war noch Koffer packen angesagt. Wir packten so, dass nur noch ein Koffer aus dem Auto geholt werden musste. Jetzt hatten wir Hunger und fuhren ca. 10 km nach Rathmullan ins „The Waters Edge“. Das bisher zweitbeste Restaurant in unserem heurigen persönlichen Lokalführer. Wir aßen beide je eine halbe Ente mit frischem Gemüse und Kartoffeln.

Dann nach dem Qualifikationsspiel für die EM 2008 zwischen Deutschland und Irland, ging es mit George und Ina noch ins „Conway-Pub“. Dort plauderten und vergnügten wir uns bis 1.00 Uhr nachts.

Es ist ja bekannt, dass in Irland in öffentlichen Gebäuden zu denen auch die Pubs und Restaurants gehören, nicht mehr geraucht werden darf. Da ich nun mal Raucher bin, ging ich nach draußen um eine zu rauchen. Dort sah ich wie ein Fahrschulauto daherkam und direkt vor dem Pub parkte. Der Mann der dort ausstieg schien nicht mehr ganz nüchtern zu sein. Nun ja, dachte ich mir, das wird wohl in Irland so üblich sein. Bei der nächsten Rauchpause sah ich einen Mann der draußen am Tisch vor einem vollen Glas Guinness saß und seinen Kopf auf den Tisch gelegt hatte. Wer der Mann war wusste ich nicht. Wiederum bei der nächsten Rauchpause stand das volle Glas Guinness noch immer auf dem Tisch, aber der Mann war weg. Ich betrachtete derweil die Sterne, die wie Kristalle vom Himmel leuchteten. Plötzlich gab es hinter mir einen Krach. Ich drehte mich um und sah einen Mann aus dem Fahrschulauto hängen. Mit dem Hintern auf dem Sitz, beide Hände am inneren Türgriff und der Kopf lag auf der Strasse. Ich rannte hin und half ihm auf. Er bedankte sich in einem undeutlichen von Alkohol nur so getränkten Laut und dann kam wohl alles wieder aus ihm heraus, was er wohl so am Abend getrunken hatte. Ich ging ins WC und holte ihm Papiertücher. Als wir dann gegen 1.00 Uhr nachts gingen war ich überrascht, dass das Auto immer noch an seinem Platz stand. Ich schaute nach und war überrascht, dass der Mann es sich im Auto gemütlich gemacht hatte und wie ein Baby schlief. Also, doch nicht so verrückt diese Iren.

Kilometerstand: 1029,60 km, gefahren 255,60 km





Tag 6
Startort: Ramelton
Zwischenstationen: Letterkenny, Donegal Town
Belleek
Killybegs
Zielort: Glencolumbkille
Nach einem letzten Frühstück im Meadowell-House hieß es jetzt Abschied nehmen von George, Ina, Benny, Maxi und Toby (der Kampfratte). Da mir Abschiede immer etwas schwerfallen, fuhren wir nach kurzem Dank und Tschüss los über Letterkenny nach Donegal-Town. Dort besichtigten wir das Castle.

Ein Schaufensterbummel musste auch noch sein. Dann fuhren wir nach Belleek, wo ich den Hafen besichtigen wollte, aber nur eine Boots-Vermietstation fand. Also, wieder zurück und nach Killybegs zum Bed & Breakfast wo wir schon 2005 übernachtet hatten. Zuvor machten wir aber noch einen Abstecher zum St. John’s Point, um den Leuchtturm zu besichtigen.

Endlich im B&B angekommen, plauderten wir eine Weile mit Mary der Hausherrin und waren dann fassungslos als uns berichtet wurde, dass das „An Cistin“ in Glencolumbkille, das Restaurant ihres Sohnes, derzeit geschlossen wäre. Wir hatten uns zu Hause schon auf dieses Restaurant gefreut. Doch was soll’s. Wir bekamen aber von Mary einen Ersatz-Tipp und beschlossen nach dem Restaurant zu suchen. Wir wollten ja wieder die 30 km nach Glencolumbkille um Erinnerungen vom letzten Jahr aufzufrischen.

Die Westküste ist ein ebenso faszinierendes Gebilde aus Cliffs, Sand, Buchten und glasklarem kaltem Wasser, dass man sich nicht satt genug daran sehen kann.

Jetzt aber wieder zurück und Abendessen, denn uns beiden knurrte schon der Magen. Das Restaurant „Kitty Kellys“ liegt etwa 5 km westlich von Killybegs direkt an der Strasse und ist von außen kaum als solches erkennbar. Wir gingen hinein und fragten, obwohl wir nicht reserviert hatten, nach einem Platz. Der Besitzer gab uns bereitwillig einen Tisch. Zuvor durften wir im EG in der „Reception Area“ Platz nehmen. Dort wurden uns dann der Aperitif und die Karte gereicht. Bestellen mussten wir auch im EG. Kurz nach der Bestellung kam eine Kellnerin, nahm unsere Getränke und führte uns ins OG zu unserem Tisch. Das Restaurant war so liebevoll und ästhetisch eingerichtet – eine Beschreibung kann die Bilder nicht ersetzen.

Als Starter gab es für Beate Muscheln und für mich Oysters (Austern). Danach für Beate Chicken Madeira mit Rotkraut und Kartoffelbrei. Für mich hatte ich ein 10oz Sirlon-Steak bestellt. Die Portion war gerade recht um nicht den letzten Bissen noch aus dem Munde hängen zu lassen. Trotzdem gab’s noch einen Nachtisch. Und als Verdauerle musste als letztes noch ein Glas Jameson vernichtet werden. Danach ging’s mir wieder besser. Dieses Restaurant wurde sofort zur Nr. 1 in unserem persönlichen Lokalführer erkoren.

Vollkommen gesättigt, zufrieden und glücklich legten wir uns frühzeitig auf die Ohren um dem nächsten Tag noch etwas abgewinnen zu können.

Kilometerstand: 1297,5 km, gefahren 267,9 km


Tag 7
Startort: Glasson
Zielort: Dublin
Tja, was einmal kommen muss, das kommt auch. Heute war die Rückfahrt zum Airport Dublin angesagt. Da unsere Maschine um 11.40 Uhr abfliegen sollte und die Fahrtzeit inkl. Reservezeit mit 3 Stunden angesetzt war, wollten wir pünktlich um 8.00 Uhr losfahren. Doch so ganz hatte es nicht geklappt, denn wir bekamen erst um 7.45 Uhr das Frühstück, was aber mit Teresa am Vortag so vereinbart war. Um 8.15 Uhr ging es dann aber wirklich los.

Wir fuhren nicht die normale Route von Athlone direkt nach Dublin, sondern fuhren nach dem Tipp von Anita zuerst über Ballymahon bis Mullingar. Von dort über die N4 bis Kinnegad um dann direkt auf die Autobahn M4 zu kommen, die direkt nach Dublin führt. Nach 1 ½ Stunden kamen wir dann am Long Term an, wo wir unseren Leihwagen abgeben konnten. Mit dem kostenlosen Shuttlebus wurden wir dann direkt zum Eingang am Flughafen gefahren. Am Airport Dublin ist normalerweise immer viel los, doch heute hielt sich das in Grenzen. Für uns sowieso kein Problem, da wir über Internet einen Flug mit AerLingus gebucht hatten. Im Gebäudekomplex stehen 47 Check-In-Automaten (danke Bine für das Abzählen der Automaten). Diese Automaten können auf 4 Sprachen bedient werden. Man muss nur seine Buchungsnummer eintippen und schon werden die für diese Buchung bestimmten Personen angezeigt. Nun auf „weiter“ und so wird man durch das Programm geschleust, das jeder zu beherrschen versteht. Zur Not steht auch immer eine Person von AerLingus bereit um wider Erwarten zu helfen. Nach kurzer Zeit werden dann die Tickets ausgespuckt. Jetzt muss man nur noch mit den Koffern zu den dahinter liegenden Schaltern, die kaum von Leuten belagert sind und gibt hier seine Koffer ab. Jetzt nur noch zur Sicherheitskontrolle und schon kann man seine letzten Souvenirs einkaufen.

Pünktlich hob dann der Flieger ab und landete nach nur 1 ¾ Stunden am Flughafen in Zürich. Nach knapp einer Stunde Fahrt kamen wir dann wieder zu Hause an und wurden von unserem Haustiger mit einem herzlichen Miau empfangen.

Kilometerstand: 1703 km, gefahren 132,5 km

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Mehr als 12.300 Bewertungen

Das sagen unsere Kunden …

Renate H., Schoppernau, 31.01.2017:

Irland exklusiv - zu Gast in Schlössern (+/- 11 Tage) Reise: sehr gut
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Wir waren mit der Reise sehr zufrieden. Die Buchung der Unterkünfte war perfekt.

Renate H., Schoppernau, 31.01.2017:

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Preis-Leistung: sehr gut

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