Städtereise nach Cork

Entspanntes Lebensgefühl am Fluss

Cork gehört zu den lebendigsten Städten Irlands. Der unvergleichliche Mix aus kosmopolitischem und entspanntem Flair zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher aus der ganzen Welt an. Cork City ist bei Irland-Reisenden ein beliebtes Ziel, um für ein paar Tage alle Vorzüge einer Großstadt in einer leicht beschwingten Atmosphäre zu genießen. Übernachtungsmöglichkeiten bieten zahlreiche familiengeführte Bed & Breakfasts sowie schicke Stadthotels.

Cork Shopping

© Tourism Ireland, Einkaufen in Cork

In Cork, der drittgrößten Stadt Irlands hinter Dublin und Belfast, gibt es während einer Städtereise jede Menge zu entdecken. Dank seiner überschaubaren Größe, ist Corks Stadtzentrum gut zu Fuß zu erkunden. Die St. Patrick’s Street ist die Hauptgeschäftsstraße im Herzen Corks. Nach ihrer Neugestaltung 2004 wurde sie zweimal zur attraktivsten Einkaufstraße Irlands gewählt. Am nördlichen Ende, kurz vor der St. Patrick’s Bridge, befindet sich in einem alten, kunstvoll restaurierten Lagerhaus das Shopping-Centre Merchant’s Quay mit beliebten Cafés, Shops und Kaufhäusern. Shoppen kann man in Cork auch sonntags, denn die meisten Läden haben sieben Tage die Woche geöffnet.

Die Perspektive wechseln

Die gesamten Attraktionen der Stadt sind am besten fahrend mit dem Hop-on Hop-off Bus kennen zu lernen. Die Stopps befinden sich an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten. Die Fahrgäste entscheiden selbst, wann sie aussteigen und sich etwas anschauen möchten, und wann sie wieder zusteigen möchten. Die Tour dauert am Stück eineinhalb Stunden, das Ticket ist zwei Tage gültig. Mit dem Hop-on Hop-off Bus zeigt sich das mittelalterliche Cork mit seiner Historie und dem modernen Stadtleben aus einer vollkommen anderen Perspektive.
Einen weiteren Perspektivwechsel und jede Menge Spaß bringen die auch für Anfänger geeigneten Sightseeing Kanutouren auf dem River Lee. Getourt wird vier Stunden lang unter den historischen Brücken Corks hindurch, von der St. Patricks Bridge bis zu Blackrock Castle.

Sport- und Musikfestivals füllen den Veranstaltungskalender Corks ganzjährig. Für Jazzfreunde eignet sich eine Städtereise nach Cork in diesem Jahr besonders gut Ende Oktober, da findet nämlich das berühmte Guiness-Jazz-Festival statt.

Mit Drinks und Delikatessen irische Kultur erschmecken

Urige Pubs, die sich trotz vieler Besucher aus dem Ausland, nichts von ihrer Authentizität haben nehmen lassen, sind in Cork ebenso zu finden wie schicke Cafés und tolle Restaurants. Die beste Art während einer Städtereise nach Cork mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen, ist immer noch der Besuch im Pub. Bei einem gepflegten Pint ist es leicht, die Locals mit ihrer Vorliebe zu skurrilem Humor, ihrer Gelassenheit und ihrer warmen Zuneigung zu ihrer Heimatstadt kennen zu lernen.
Musik und eine riesige Auswahl an irischen Whiskeys findet man im Pub The Oval, tolles Dekor aus dem letzten Jahrhundert und beste Live Musik in den Heritage Pubs Sin È und Crane Lane. Im Brauerei-Pub der Franciscan Well Brewery können köstliche, handwerklich gebraute Biere probiert werden. Handwerklich gebrautes Bier, Craft Beer von kleineren Brauereien wie Rising Sons und Elbow Lane, ist in Cork mega angesagt. Es lohnt sich also zu kosten.
Was die Auswahl an Delikatessen betrifft, ist der English Market im historischen Gebäude von 1788 mit seinen internationalen und regionalen Spezialitäten nicht zu toppen. Hier befindet sich ein einzigartiges Feinschmecker-Paradies, durch das man sich stundenlang schlemmen kann. Überhaupt hat sich in Cork eine erfreulich innovative Restaurantszene entwickelt, und gutes Essen gehört zur Stadt, wie die Pubs und die Brücken.

English Market, Cork

© Tourism Ireland, English Market, Cork

Kunst und Sehenswertes

Kunstliebhaber kommen während einer Städtereise nach Cork garantiert auf ihre Kosten. Kunst der Spitzenklasse findet man in der Crawford Gallery, etwas ausgefallener im Triskel Arts Centre und der Name Butter Musuem hält ganz, was er verspricht: Hier wird die Geschichte des meist exportierten Lebensmittels Irlands gezeigt, an Samstagen die Butter-Herstellung sogar live demonstriert. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Church of St. Anne, das Cork City Gaol aus dem 19. Jh., das Elisabeth Fort, Lewis Gicksman Gallery und Blackrock Castle.

Cork cathedral

© Fáilté Ireland, Kathedrale in Cork

Cork liegt wie eine Insel im River Lee, der heute in zwei Hauptkanälen durch die Stadt fließt. Ihm sind die zahlreichen Brücken zu verdanken, die das Stadtbild dieser liebenswerten Stadt prägen.
Corgaih, so der irische Name Corks, heißt Marschland. Das war es einmal, vor langer Zeit. Heute ist es der richtige Fleck für unvergleichliche Erlebnisse.

Lust auf Cork?

Wenn Sie die Besonderheiten und Schönheiten der Stadt kennlernen möchten, dann können Sie sich von unserer 4-tägigen Städtereise „Cork entdecken“ inspirieren lassen.

Irish Whiskey – Das Wasser des Lebens Uisce Beatha

1310_0Seitdem 17. Jahrhundert wird in Irland schon Whiskey gebraut, die Iren nennen eines Ihrer bekanntesten Nationalgetränke liebevoll „Das Leben des Wassers“. In Irland lebende Mönche brachten der Historie nach die Kunst des Schnaps Brennens auf die grüne Insel. Am Anfang blieb es ein Geheimnis der Mönche und der selbst gebrannte wurde nur hinter den Klostermauern getrunken. Aber schon bald durchdrang das Geheimnis die Grenze. Bushmills ist die älteste lizenzierte Whiskey Brennerei, sie befindet sich in Nordirland. Noch heute wird hier der typisch, milde Irish Whiskey gebrannt und das seitdem König Jakob, der VI die Erlaubnis im Jahre 1608 gab.

Irish Whiskey im Laufe der Jahrhunderte

Im 18. und 19. Jahrhundert war der Irish Whiskey so beliebt, dass selbst die Briten irischen Whiskey tranken. Die Nachfrage war so groß, dass in ganz Irland 1200 Whiskeybrennereien eröffneten. Die meisten Brennereien brannten Irish Whiskey ohne Erlaubnis. Die Regierung zog die Reißleine und es wurden Steuern und Geldstrafen auf illegales Schnaps und Whiskey brennen erhoben. Danach ging die Anzahl der irischen Brennereien rapide zurück, von circa 1200 Brennereien bleiben gerade mal, 20 legale Brennereien übrig. Die Dunkelziffer der illegalen belief sich auf circa 600 Brennereien. Pater Theobald Mathew brachte um 1893 die Antialkoholiker Bewegung auf die grüne Insel. Diesen extrem starken Einfluss konnten im Endeffekt nur die wirklich großen Brennereien überleben wie Jameson, Powers und Bushmills, genau die Brennereien, die heute noch das Wasser des Lebens produzieren.

388_0Die amerikanische Prohibition und die schottische Konkurrenz

Irish Whiskey war so beliebt, dass neben England und Irland, die britischen Inseln, Westindien und die USA große Abnehmer des Whiskeys waren. In den USA nahmen die Abnehmer ab, als die Prohibition Einzug hielt. Schottland sprang auf den irischen Whiskey Zug auf, die Schotten brannten Ihren eigenen Blended Whiskey. Der rauchige Scotch wurde immer beliebter, und als die Iren mit den Lieferungen in die USA nach der Prohibition nicht nachkommen konnten, nahmen die Schotten die Chance war, und brachten Ihren Whisky an den Mann.

Die starke Konkurrenz machte es möglich, dass in den 60 er Jahren fast kein Irish Whiskey mehr exportiert wurde. Der irische Markt war ebenfalls sehr eingebrochen. 1966 schlossen sich die großen Whiskey Produzenten zusammen Powers, Jameson und Cork Distillery. Aber auch der Zusammenschluss konnte die Übernahme von ausländischen Investoren nicht standhalten. Die alten Rezepturen und Herstellungsverfahren sind nach wie vor nach alten irischen Traditionen. Genau dieser Prozess macht den Irish Whiskey so einzigartig und beliebt. Seit 1989 gibt es wieder eine unabhängige irische Whiskey Brennerei in Irland, und zwar die John Teeling Cooley Distillery.