Halloween – Ursprung und Geschichte

Süßes oder Saures? Zu Halloween ziehen Kinder und Kindgebliebene gruselig verkleidet durch die Straßen und wehe dem, der nichts Süßes für sie bereitgestellt hat. Dem drohen witzige oder weniger lustige Strafen. Was ist der Ursprung von Halloween und seine Geschichte und was hat es mit dem Kürbis auf sich, der mit grimmigem Gesicht am Hauseingang Besucher abschreckt?

Der Ursprung von Halloween

Halloween geht auf das keltischen Fest Samhain zurück. Dieses zelebrierte das Ende des Jahres und des Sommers. Mit großen Feuern verabschiedete man den Sommer und begrüßte den Winter. Die Kelten bedankten sich beim Sonnengott, Samhain, für die Ernte des Jahres. Zugleich gedachten sie an diesem Tag der Seelen der Verstorbenen, da der keltische Gott der Toten nun, Cromm Cruach, den Sonnengott in seinem Regiment ablöste. Die Kelten glaubten, dass in dieser Nacht die Geister der Toten auf die Erde zurückkamen, um in ihre Häuser zurückzukehren. Von heimatlosen Seelen, die ihren Weg nicht fanden, war nichts Gutes zu erwarten. Sie erschreckten die Menschen und trieben ihr Unwesen mit ihnen. Deswegen verkleideten sich die Kelten, damit die Geister und heimatlosen Seelen sie nicht erkennen konnten. Um die heimkehrenden Totengeister gnädig zu stimmen, stellte man am Vorabend zu Samhain Essen auf die Gräber.

Halloween Ursprung, Halloween Geschichte

Samhain

Samhain und Halloween

Im 7. Jahrhundert wurde im Christentum das Fest „Allerheiligen“ eingeführt. Ursprünglich war das Fest im Mai und an diesem Tag sollte allen Heiligen gedacht werden. Papst Gregor III verlegte dieses Fest auf den 1. November. Der Grund dafür war, dass das heidnische Fest Samhain immer noch sehr verbreitet war und gefeiert wurde. Er wollte dieses durch Allerheiligen ablösen. Christen durften, sich weiterhin verkleiden, nur sollten sie die Heiligen damit ehren. Der Festtag Allerheiligen bekam im Mittelalter im englischsprachigen Raum den Namen „All Hallows´ Day“. Der Tag vor Allerheiligen, der 31. Oktober, wurde „All Hallows´ Eve“ genannt. Daraus entwickelte sich im Lauf der Zeit der Name Halloween.

Tradition – Halloween-Kürbis schnitzen

Der Brauch, zu Halloween Kürbisse mit gruseligen Fratzen zu schnitzen, kommt ebenfalls aus Irland. Diese Tradition geht auf die Legende von Jack O`Lantern zurück.

Der Ire Jack O´Lantern war ein Taugenichts und Tunichtgut. Dem Alkohol war er auch nicht abgeneigt. Am Vorabend zu Allerheiligen saß er in einem Pub, als der Teufel kam, um ihn mit in die Hölle zu nehmen. Doch Jack wollte nicht ohne ein letztes Pint in die Hölle gehen und fragte den Teufel, ob er ihm noch einen Drink spendieren würde. Der Teufel wollte Jacks letzten Wunsch nachkommen und verwandelte sich prompt in eine Sixpence-Münze. Doch der Teufel ahnte nicht, dass Jack ihn übers Ohr hauen würde. Er steckte die Münze in seinen Geldbeutel, indem sich ein Kreuz befand, so konnte der Teufel sich nicht mehr zurück verwandeln. Erst nachdem der Teufel Jack versprochen hatte ihn noch weitere zehn Jahre seine Seele zu lassen, ließ er den Teufel frei.

Der Teufel hatte Zeit und wartete, bis die zehn Jahre vorbei waren. Als Jack dem Teufel erneut gegenüberstand, fing er wieder an zu klagen und wollte als letzte Henkersmahlzeit einen Apfel haben, der hoch an einem Baum hing. Der Teufel wollte dem alten Jack diesen Gefallen tun und kletterte auf dem Baum. Jack schnappte sein Messer und schnitzte schnell ein Kreuz in den Baum, sodass der Teufel auf dem Baum festsaß und wieder nicht an Jacks Seele kam. So verhandelten sie erneut und erst nachdem der Teufel versprach, für immer die Hände von Jacks Seele zu lassen, entfernte Jack das Kreuz am Baum.

Als Jack nach einigen Jahren starb, schwebte seine Seele heimatlos zwischen Himmel und Hölle. Im Himmel war er nicht willkommen, da er zu Lebzeiten kein guter Mensch gewesen war. Der Teufel bekam Mitleid mit Jack und gab ihm ein Stück Kohle aus dem Höllenfeuer, damit er sich wärmen konnte, an dem einsamen Ort zwischen Himmel und Hölle. Jack holte eine Rübe aus und legte die Kohle hinein. So war die Idee des Halloween Kürbis geboren.

Halloween Ursprung, Halloween Geschichte

Halloween Kürbis

Halloween – Von Irland in die ganze Welt

Irische Auswanderer brachten Halloween und die Tradition einen Halloween Kürbis zu schnitzen nach Amerika. Dort gab es mehr Kürbisse als Rüben und so schnitzte man dort keine Halloween Rübe, sondern den heute bekannten Kürbis. Von Amerika aus verbreitete sich das Halloween-Fest und die Art es zu feiern über die ganze Welt. Und deswegen ist es gut, zu Halloween besser ein paar Süßigkeiten mehr zu Hause zu haben. Ein schönes, gruseliges Halloween!

Wollen Sie wissen, welche typisch irischen Halloween-Gerichte es gibt? Hier finden Sie Rezepte.

 

Ofche Shamhna Shona Daoibh – Ihnen allen ein schönes Halloween

pumpkins and vampire - bat

Halloween das Fest der Geister und gruseligen Verkleidungen hält in manchen Teilen Deutschlands immer mehr Einzug. Das Fest, welches in Irland eine lange Tradition hat, stammt ursprünglich aus Irland, Schottland und England und ist ein uraltes keltisches Fest. Irische Auswanderer brachten den Brauch nach Amerika, wo es heute noch eines der wichtigsten Volksfeste ist.

Wir möchten Ihnen mit diesem Artikel die irischen Traditionen näher bringen. Ein beliebtes irisches Gedicht an Halloween ist:

Püca! Püca! Ni tusa an püca! Geist, Geist, du bist
  nicht der Geist,
Tusa Seäinin Beag Ö Laoi! du bist der kleine
  Sean Lee,
Seo i an oiche, Oiche Shamhna heut’ ist die Nacht,
  Halloweennacht,
A bhionn tü ag sügradh aon, do, tri, wo du eins, zwei,
  drei spielst.
Aon, do, tri. … Eins, zwei, drei

 

Dieses Halloween Gedicht in irischer Sprache fasst die schaurige Atmosphäre dieser aufregenden Nacht perfekt zusammen. Der 31 Oktober markierte im keltischen Kalender den letzten Tag des Sommers und der Ernte. Diese Nacht läutete das Ende des Sommers und den Anfang des Winters ein. Die Kelten glaubten daran, dass in dieser einzigartigen Nacht die Geister verstorbener Menschen, die Erdenwelt wieder betreten und sich unter die Bevölkerung mischten.

Wie wird Halloween gefeiert?

In Irland werden an diesem Abend große Feuer angezündet, um böse Geister abzuwehren. Ähnlich wie bei uns in Deutschland in der Walpurgisnacht in der Nacht zum 01. Mai eines jeden Jahres. Seit einigen Jahren feiern die Iren Halloween mit Feuerwerk, Kinder und Erwachsene verkleiden sich mit gruseligen Kostümen. Der Brauch „Süßes oder Saures“ stammt aus den USA. Kinder klopfen an den Türen und bitten um Süßigkeiten, wenn sie keine bekommen, drohen kleine Streiche. In Irland werden bis heute noch traditionelle Speisen serviert und gegessen. Und genau diese Traditionen und Bräuche kennzeichnen diese besondere Nacht im irischen Kalender.

Halloween pumpkin

Halloween Traditionen in Irland

An der Halloweennacht – Otche Shamna wird sehr oft ein Bärtn Breac bzw. Barm Brack, ein besonderer Früchtekuchen gegessenen. Das Besondere an diesem Kuchen ist die Zubereitung, beim Backen wird in den Kuchenteig ein Ring eingearbeitet und mit gebacken. Wenn die Familie dann zusammensitzt und den Kuchen essen möchte, herrscht immer eine besondere Aufregung, denn in welchem Kuchenstück ist wohl der Ring? Denn die Person, die den Ring bekommt, soll nach einer irischen Tradition noch am Ende des Jahres heiraten. Früher wurden in den Teig Gegenstände verarbeitet wie Münzen oder ein Stück Stoff, es ist Art der Wahrsagerei. Die Münze bedeutete Wohlstand und das Stück Stoff, weniger erfolgreiche Aussichten.

Jack-O`Lantern

Jeder Halloween Fan kennt die Geschichte von Jack-O`Lantern. In Irland wurden traditionell Steckrüben genommen, in diesen Rüben wurden gruselige Gesichter geschnitzt. In die ausgehöhlte Steckrübe wurde eine Kerze gestellt. Diese gruselige Lampe sollte die bösen Geister abhalten. Dieser Brauch ist heute noch sehr groß in Irland, und wenn Sie zu dieser Zeit in Irland sind, dann sehen Sie garantiert solche Laternen an der Halloweennacht in irischen Fenstern. Ein beliebtes Spiel in dieser Nacht ist Bobbing, nach Äpfeln tauchen. Eine Schüssel wird mit Wasser gefüllt und dann kommen Äpfel hinein, die Kinder nehmen die Hände auf den Rücken und dürfen nur mit den Zähnen „bobben“ aus der Schüssel genommen werden. Wer am schnellsten die meisten Äpfel auf diese Weise herausnimmt, hat gewonnen. Eine andere Variante des Apfelspiels ist, die Äpfel werden an einer Schnur aufgehängt, dann kommen die Hände wieder auf den Rücken und die Kinder versuchen Stücke aus dem Apfel zu beißen, wer seinen Apfel zuerst aufisst, hat gewonnen.

Egal wie Sie Halloween feiern, am schönsten und gruseligsten ist auf alle Fälle in Irland! Fotoquellen: Foto 1_Fotolia_57146724, Foto 2 Fotolia_56855762

Halloween Tradition Ursprünge das Fest

an old irish graveyard in Kerry on the west coast of IrelandVor Hunderten von Jahren war Halloween ein druidisches Herbstfest in England, Schottland und Irland. Die Menschen glaubten damals, es sei die einzige Nacht, in der Hexen und Geister leibhaftig auf der Erde herumspukten. Die Kelten in Irland, Schottland, England feierten zum Ende des Sommers ein großes Fest.

Cute Halloween Bat CartoonZu jener Zeit hieß das Fest noch „Samhain“. Am 31. Oktober wurde dieses Fest gefeiert, es zelebrierte das Ende des Jahres und des Sommers. Große Feuer verabschiedeten den Sommer und begrüßten den Winter. Es wurde sich beim Sonnengott der den Namen „Samhain“ trug für die Ernte der vergangenen Jahreszeit bedankt. Zugleich gedachten die Kelten an diesem Tag auch der Seelen der Verstorbenen. Da der keltische Gott der Toten zu diesem Zeitpunkt den Sonnengott ablöste. Ein Glaube der Kelten war es, dass in der Nacht zum 31. Oktober die Geister auf die Erde zurückkamen, um in ihre Häuser zurückzukehren. Von den Geistern und heimatlosen Seelen, welche ihren Weg nicht fanden, war nichts Gutes zu erwarten. Sie erschreckten die Menschen und trieben ihr Unwesen mit ihnen. Deswegen verkleideten die Kelten sich am 31. Oktober, damit die Geister und heimatlosen Seelen sie nicht erkennen können und als Ihresgleichen anerkennen. Aus diesem Grund verkleidet man sich noch heute  an Halloween als gruselige Geister, Hexen, Zauberer, Monster usw.

Das heutige Halloween und die damit verbundenen Traditionen setzen sich aus verschiedenen Traditionen zusammen, die der Kelten, der Römer und der Christen. Der keltische Einfluss ist dafür zuständig, dass wir uns heute noch gruselig verkleiden. Die Römer, die die keltischen Länder eroberten und die Bräuche fast ganz abschafften, feierten am 01. November immer das Fest zu Ehren der Göttin der Ernte. Äpfel, Nüsse waren das Symbol für das römische Fest. Und schon flossen Äpfel und Nüsse in die Tradition von Halloween ein. Noch heute werden diese gerne beim Spielen an Halloween verwendet.

Retro Halloween background VectorDie Christen führten im 7. Jahrhundert das Fest Allerheiligen ein, dieser Feiertag war ursprünglich im Mai und an diesem Tag sollten alle Heiligen geehrt werden.  Der Papst Gregor III verlegte dieses Fest auf dem 1. November. Der Grund für die Verlegung des Feiertages war, das heidnische Fest Samhain wurde immer noch gefeiert und er wollte, dass dieses durch Allerheiligen ausgetauscht wird. Die Einwohner durften, sich weiterhin verkleiden, nur sollten sie die Heiligen damit würdigen.  Der Festtag Allerheiligen bekam im Mittelalter den Namen „All Hollows Day“, der 31. Der Tag vor dem Allerheiligen Feiertag hieß  „All Hallows Eve“ und so wurde der Name Halloween geschaffen. Viele irische Auswanderer verbreiteten das Fest weltweit und so kamen weitere Traditionen dazu wie Süßigkeiten sammeln, spezielle Mottopartys, Halloween Festumzüge, Halloween Feuer und vieles mehr.

Sie möchten Halloween in Irland erleben, unsere Irland Experten beraten Sie gerne.

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