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Entdeckt das Ulster Museum in Belfast

Written by Jessica Jirschik

Wir reisen hoch in den rauen Norden Irlands, wo Geschichten mehr sind als Seiten in einem Buch. Entdeckt das Ulster Museum in Belfast mit uns und taucht in einen lebendigen Teil der Geschichte ein. Wir nehmen Euch mit auf die Reise in die Vergangenheit der Welt.

Das Ulster Museum in Belfast

Befindet sich die Mumie noch im Ulster Museum?

Ja, Ihr könnt im Ulster Museum in Belfast die teilweise entblößten mumifizierten Überreste von Takabuti sehen. Der Mumifizierungsprozess der alten ägyptischen Frau gibt einzigartige Einblicke, wie die alten Ägypter den Tod als Teil des Lebens betrachteten. Neuere Forschungen haben gezeigt, dass Takabutis Abstammung die vielfältige und komplexe Gesellschaft des alten Ägypten widerspiegelt. Ebenfalls zu sehen ist der Sarg von Tjesmutperet. Ob Ihr Euch den Anblick zumuten könnt, bleibt Euch selbst überlassen. Viele Menschen schätzen den Wert der Einblicke in die altägyptische Gesellschaft. Doch Kritiker sehen ethische Probleme. Verhaltet Euch in jedem Fall respektvoll, da es sich nicht nur um Exponate, sondern um echte Tote handelt.

Gibt es im Ulster Museum Dinosaurier?

Ulster Museum

© Rob Durston, Tourism Northern Ireland

Kleine und große Dinofans kommen im größten Museum Nordirlands voll auf ihre Kosten. Neben dem Skelett des Triceratops, gibt es Fossilien von heute lebenden Tieren zu entdecken. Kinder haben die Möglichkeit, ihr Wissen über Dinosaurier zu testen. Ideal für einen Ausflug an regnerischen Tagen für die ganze Familie.

Die Sammlungen des Ulster Museums in Belfast

Bis zum 3. Mai 2026 ist im Ulster Museum die Ausstellung besonderer Werke von Sir John Lavery und Sir William Orpen zu sehen. Lavery, in Belfast geboren, spendete 1929 vierunddreißig seiner Gemälde an die neu eröffnete Belfast Art Gallery, heute das Ulster Museum. Bereits zu Beginn seiner Karriere perfektionierte Lavery die Ölsch skizze als Mittel zur schnellen Aufzeichnung einer Szene oder eines Ereignisses. Die Skizze wurde von einem hohen Aussichtspunkt aus angefertigt und zeigt die überfüllte Kammer des House of Lords während der Debatte, die auf die Unterzeichnung des Anglo-Irischen Vertrags am 6. Dezember 1921 folgte, der den Irischen Freistaat begründete.

Orpen, in Dublin geboren, hielt enge Beziehungen zu Irland und unterrichtete in Dublin eine jüngere Generation irischer Maler, von denen viele Frauen waren. Ihre Werke sind noch heute in der Sammlung des Ulster Museums vertreten. “A Time of Gifts” wurde von der britischen Regierung aus dem Nachlass von Mary Hobart (Sammlung von Alan und Mary Hobart) angenommen und befinden sich seit 2025 in Obhut des Ulster Museums. Die Zuweisung war ursprünglich Teil der Sammlung von Alan und Mary Hobart, die die Pyms Gallery in London gründeten, die sich auf irische Kunst spezialisierte. Das AIL-Programm der britischen Regierung (Acceptance in Lieu) ist eine Regelung, bei der herausragende Kunstwerke im Austausch für Erbschaftssteuer akzeptiert und britischen Museen und Galerien zugewiesen werden können.

Templeton 200

Die Ausstellung über den Pionier der irischen Botanik John Templeton könnt Ihr Euch noch bis 29. März 2026 anschauen. Er beobachtete, dokumentierte und illustrierte systematisch die Pflanzen Nordirlands und fokussierte sich dabei auf Gruppen, die weniger Beachtung finden, wie Moose, Lebermoose und Pilze. Damit erweiterte er das Verständnis für die Pflanzenvielfalt zu einer Zeit, als die irische Flora nicht gut bekannt war.

Templeton lebte in einer Periode der Geschichte Belfasts, die von großer politischer, kultureller und wissenschaftlicher Aktivität geprägt war, auch als „Belfaster Aufklärung“ bezeichnet. Er trat unter anderem dafür ein, dass das Streben nach Wissen, Kunst und Wissenschaft grundlegend für die menschliche Würde und den gesellschaftlichen Fortschritt ist. Heute dienen seine Aufzeichnungen als unschätzbare Basis für das Verständnis von Veränderungen in der Biodiversität. Seine Manuskripte, Tagebücher, Briefe und Illustrationen geben Einblicke in die Flora vor den Umweltveränderungen durch Industrie und intensive Landwirtschaft.

Akihiko okamura: the memories of others

Bis zum 1. März 2026 zeigt diese Ausstellung selten gezeigte Kunstwerke des international bedeutenden japanischen Kriegsfotografen Akihiko Okamura. Nachdem er den Vietnamkrieg dokumentiert hatte, besuchte Akihiko Okamura 1968 Irland, angezogen von der Verbindung zu den Wurzeln der Familie von John F. Kennedy. Ein Jahr später zog er mit seiner eigenen Familie nach Irland und blieb bis zu seinem plötzlichen Tod im Jahr 1985. In dieser Zeit hielt er das Alltagsleben mit seiner Familie sowie den Konflikt in Nordirland, bekannt als die Troubles, fest. Okamuras Fotografien wurden bisher nur selten gezeigt und bieten einen einzigartigen künstlerischen Blick auf Irland in dieser Zeit. Seine tiefgründige, persönliche Beziehung zu Irland ermöglichte es ihm, eine neue Methode zur Dokumentation von Konflikten zu entwickeln: poetische und ätherische Momente des Friedens in einer Zeit des Krieges.

The Memories of Others ist eine Wanderausstellung des Photo Museum Ireland. Sie wurde von Pauline Vermare, Seán O’Hagan, Masako Toda, Brendan Maher und Trish Lambe kuratiert, mit Unterstützung des Nachlasses von Akihiko Okamura, und hatte ihre Premiere im Photo Museum Ireland im Jahr 2024. Die Eröffnung fand während des Belfast Photo Festivals in Belfast statt.

Ulster Museum

© Rob Durston, Tourism Northern Ireland

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Über den Autor

Jessica Jirschik

Wenn es wahr ist, dass wir schon einmal gelebt haben, dann war mein Zuhause definitiv Irland. Seit meiner Jugend zog mich ein undefinierbarer Sog auf die Grüne Insel, doch erst 2017 konnte ich meinen Traum, einer Irlandrundreise wahrmachen. Seitdem ist der Sog nur noch stärker geworden. Wenn es regnet, denke ich an Irland. Im Pub kann es für mich nur Guinness sein. Laute Musik, Geschichten und Gesseligkeit gehören für mich zum Glücklichsein. Im Herzen bin ich eine waschechte Irin.

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