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Connemara Roadtrip: Den Wilden Westen mit dem Mietwagen entdecken

Connemara Roadtrip
Written by Nadja Uebach

Es gibt Orte, die ziehen einen in ihren Bann, noch bevor man überhaupt einen Fuß auf deren Boden gesetzt hat. Connemara im Westen Irlands ist so ein Fleckchen Erde. Wild, rau, ungezähmt und dabei voller Poesie, als hätte die Natur selbst hier ein kleines Meisterwerk geschaffen. Ein Gedicht aus schroffen Bergen, endlosen Moorlandschaften, glitzernden Seen und einer Küstenlinie, die so zerklüftet ist, dass ihre ganz eigenen Geschichten zu erzählen scheint. Und was gibt es Besseres, als diese raue Schönheit auf eigene Faust zu erkunden? Ganz gemächlich, mit der Freiheit im Kofferraum, den Duft des Atlantiks in der Nase und dieser herrlichen Vorfreude im Bauch, die einen auf jeder neuen Etappe eines Roadtrips begleitet. Bei einem Connemara Roadtrip ist ein Mietwagen nicht nur Mittel zum Zweck, sondern eine Art Schlüssel zu den verborgensten Ecken, einsamen Buchten, versteckten kleinen Dörfern und zu Momenten, die man für immer im Herzen tragen wird.

In diesem Beitrag erfahrt Ihr alles, was man über Connemara wissen muss und was Euch auf einem Roadtrip im wilden Westen Irlands erwartet.

Roadtrip durch Connemara – allgemeine Infos

Connemara liegt im Westen der Grafschaft Galway, wo Irland sich von seiner besonders ursprünglichen Seite zeigt. In dieser Region geht es nicht darum, an einem Tag möglichst viele Kilometer zurückzulegen oder Sehenswürdigkeiten zu sehen. Viel mehr geht es um den Weg selbst, um die Momente, die zwischen den Straßenkilometern liegen. Den Regenbogen hinter dem Hügel, der weiße Strand, der unverhofft zwischen zwei Felsen glitzert, das Schaf, das mitten auf der Straße schläft und sich auch von einem Hupkonzert nicht aus der Ruhe bringen lässt.

Die Straßen sind eng, manchmal einspurig, und ab und zu zwingt einen ein alter Traktor oder eine Schafherde zu unfreiwilligen Pausen. Doch genau das macht Connemara aus: Dieses Gefühl, angekommen zu sein in einer Welt, in der die Uhren sogar für irische Verhältnisse langsamer laufen.

Die beste Reisezeit für einen Connemara Roadtrip ist Mai bis September. Dann, wenn das Licht weich über die Berge streicht, die Heide blüht und sich das Meer von seiner leuchtenden türkisblauen Seite zeigt. Doch auch im Herbst oder sogar Winter liegt Magie in der Luft – wenn Nebel übers Land wabert und der Wind Geschichten von alten Zeiten erzählt.

Da man sich auf den engen Straßen nicht selten aus dem Handynetz verabschiedet, greift man zur Navigation entweder auf herkömmliche Straßenkarten oder Offline-Versionen digitaler Navigationssysteme zurück. Allerdings wird eine falsche Abzweigung in Connemara auch ganz schnell zu einem ganz besonderen Abenteuer.

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Connemara Roadtrip: Die Route

Startpunkt: Galway City

Bunt, lebendig und voller Musik empfängt Galway seine Besucher und ist ein idealer Ausgangsort für einen Roadtrip durch Connemara. Vor Abfahrt kann man hier noch ein letztes Mal etwas Stadtluft schnuppern, sich einen letzten Cappuccino oder Guinness im quirligen Latin Quarter gönnen und einmal kurz am Long Walk mit Blick auf den Spanish Arch entlangschlendern, bevor es losgeht Richtung Westen.

Galway City

Galway, Co. Galway © Tourism Ireland

Etappe 1: Galway – Clifden

Die N59 schlängelt sich durch eine Landschaft, die mit jedem Kilometer wilder wird. Wer unterwegs Zeit hat, die Hauptstraße zu verlassen, hat in Rosscahill die Möglichkeit, den einzigartigen keltisch angelegten Brigit’s Garden zu besuchen. Vorbei an endlosen Hügeln und der weiten Kulisse der Twelve Bens geht es auf dem schnellsten Weg weiter nach Clifden.

Alternativ nimmt man von Galway die Küstenstraße R336 in Richtung Spiddal. Hier ist nicht nur der Atlantik ständiger Begleiter der Reise, sondern man bekommt an zahlreichen Buchten bereits einen ersten Vorgeschmack auf die Wildnis und Einsamkeit der Region. Besonders empfehlenswert sind Trá Sailín und An Trá Mhór. Etwas weiter bei Inverin lohnt sich ein kurzer Abstecher an den malerischen Cartron Harbour.

Anschließend geht es über Kinvara nach Maams Cross, wo man über die N59 innerhalb von einer halben Stunde in Clifden ankommt.

Dort angekommen taucht man in das pulsierende Leben der Kleinstadt ein. Bunte Häuser, gemütlich Pubs und Live-Musik warten hier an jeder Ecke. Wer Hunger hat, sollte sich hier den Seafood Chowder im Mitchell’s schmecken lassen, bevor es auf eine der schönsten Panoramastraße Irlands geht. Die Sky Road begeistert mit grandiosen Weitblicken über die Küste Connemaras. Wer sich nach Einsamkeit und Meeresrauschen sehnt, findet beides am Eyrephort Beach nur wenige Kilometer westlich von der Sky Road.

Craft Village Spiddal An Spideal Galway

An Spidéal, County Galway © Stephen Duffy, Tourism Ireland)

Etappe 2: Clifden – Letterfrack – Renvyle

Von Clifden geht es in gut 20 Minuten nach Letterfrack, einem kleinen Ort am Eingang des Connemara National Park. Was hier auf keinen Fall fehlen darf, ist die Wanderungen auf den Diamond Hill. Dank einer gut ausgebauten Route ist der Aufstieg auch für weniger geübte Wanderer machbar und belohnt bei klarer Sicht mit einem eindrucksvollen Weitblick über die umliegenden Berge, Seen und die Atlantikküste. Alternativ führen kürzere Rundwege durch Moor- und Heidelandschaft am Fuß des Berges.

Hinweis: Trotz der gut ausgebauten Wege ist festes Schuhwerk so wie ausreichend Wasser und Proviant auch hier empfehlenswert.

Wenige Kilometer weiter lohnt sich ein längerer Zwischenstopp an der berühmten Kylemore Abbey. Das neugotische Schloss liegt malerisch an einem See vor der Kulisse der Wälder und Berge Connemaras. Besonders sehenswert sind die restaurierten viktorianischen Gärten, die zu den schönsten Irlands zählen. Im angeschlossenen Tearoom stärkt man sich mit einer Tasse Tee und leckerem Gebäck, bevor es an die Weiterfahrt geht.

Im Anschluss führt die Route weiter auf die weniger stark besuchte Renvyle-Halbinsel. Die Region bietet weitläufige Sandstrände, die ideal für einen Spaziergang oder ein Bad im Sommer sind. Besonders schön ist es am Glassilaun Bay Beach, dem Renvyle Beach und Lettergesh Beach. Bei Letzterem gibt es zudem die Möglichkeit, auf dem Connemara Caravan Park in den Dünen zu übernachten.

Western Way Wandern Wanderung

©  Pedro Souza Photography, Joyce Country and Western Lakes Geopark

Etappe 3: Renvyle – Killary – Leenane

Von der Renvyle-Halbinsel führt die Straße weiter Richtung Osten zum Killary Fjord, dem einzigen Fjord Irlands. Die Strecke verläuft nahe der Küste und eröffnet immer wieder beeindruckende Blicke auf das tief ins Land reichende Wasser, eingerahmt von den Bergen des Mweelrea Massivs auf der einen und den Maumturk Mountains auf der anderen Seite. Besonders bei klarem Wetter lohnt es sich, an den kleinen Parkbuchten anzuhalten – ein idealer Spot für Fotos oder eine kurze Rast mit Blick aufs Wasser.

Am Fjord bieten die Killary Cruises gemütliche Bootstouren an, bei denen man mit etwas Glück Delfine oder Seehunde zu Gesicht bekommt. Wer lieber festen Boden unter den Füßen behält, kann den gut 16 Kilometer langen Famine Trail entlang des Südufers erwandern. Dieser historische Pfad erzählt die traurige Geschichte der Hungersnot in den 1840er Jahren und bietet gleichzeitig atemberaubende Ausblicke über den Fjord und die Berge. Festes Schuhwerk wird hier empfohlen, besonders nach Regen.

In Leenane, dem kleinen Dorf am Kopf des Fjords und bekannt aus dem Film „The Field“, lohnt sich ein Besuch im Sheep and Wool Centre, das Einblicke in die traditionelle Wollverarbeitung der Region gibt. Nur wenige Kilometer nördlich sind die Aasleagh Falls einen kurzen Abstecher wert. Besonder am frühen Morgen oder bei Sonnenuntergang muss man sich diesen Ort nicht mehr mit vielen Menschen teilen. Die Einsamkeit sorgt in Kombination mit den umliegenden Bergen und dem rauschenden Wasser für eine besonders magische Atmosphäre.

Killary Fjord

Entlang des Killary Fjords © Chris Hill Photographic 2011 +44(0) 2890 245038

Etappe 4: Leenane – Roundstone – Ballyconneely – Clifden

Von Leenane führt die Route über Fountainhill hinein in die endlosen Weiten von Mooren und der verwunschenen Landschaft des Lough Inagh Valley. Dunkler Torf, glitzernde Seen und im Hintergrund die Gipfel der Twelve Bens sorgen für beeindruckende Aussichten am Straßenrand.

Weiter geht es vorbei am Derryclare Lough bis an die Küste nach Roundstone, einem urigen, kleinen Fischerdorf. Der Hafen mit seinen bunten Fischerbooten und den pastellfarbenen Häusern wirkt fast mediterran, besonders an sonnigen Tagen. Im Café Cottage am Rande des Hafens kann man bei einer Tasse Tee und einem Stück Kuchen das geschäftige Treiben beobachten oder die Seele baumeln lassen. Ein Highlight sind die nahegelegenen Strände der Dog’s Bay und Gurteen Bay. Die beiden sichelförmigen Buchten mit ihrem strahlend weißen Sand und dem türkisfarbenen Wasser erinnern eher an die Karibik als an die raue Westküste Irlands. Ideal für einen längeren Spaziergang, ein ausgiebiges Picknick oder einem Bad im frischen Nass, wenn es das Wetter zulässt.

Weiter an der Küste entlang geht es nun nach Ballyconneely, von wo sich ein kleiner Umweg zu dem Connemara Smokehouse anbietet – hier wird seit Generationen frischer Lachs traditionell geräuchert. Führungen inklusive Kostprobe können vorab gebucht werden. Auf dem Rückweg nach Clifden lohnt sich noch ein ausgiebiger Zwischenstopp an einem der Sandstrände entlang der Mannin Bay. Bei ruhigem Wetter ist das Wasser hier glasklar und man kann das Seegras unter den Wellen tanzen sehen – perfekt für eine letzte Pause, bevor der Roadtrip in Clifden endet.

Dogs Bay bei Roundstonde © Gareth McCormack/garethmccormack.com, Tourism Ireland

Connemara Roadtrip: Weitere sehenswerte Ecken

  • Omey Island: Ein kleines Eiland, das nur bei Ebbe über eine Sandstraße erreichbar ist – zu Fuß oder mit dem Auto. Hier warten Ruhe, Einsamkeit, eine verfallene Kirchenruine und endlose Weite.
  • Inishbofin Island: Vom Hafen in Cleggan setzen täglich Boote auf die autofreie Insel über. Ein perfekter Ausflug für einen Tag voller Wanderungen, wilder Klippen und Robbenbeobachtungen.
  • Connemara Giant bei Recess: Eine moderne Skulptur eines Riesen am Ufer des Glendollagh Lough. Angeblich bringt es Glück, wenn man die Hand des Riesen berührt. Auf jeden Fall ist er jedoch ein schönes Motiv für ein Erinnerungsfoto.
  • Cleggan Head Peninsula Walk: Weniger bekannt, aber nicht weniger beeindruckend. Ein Rundweg über die Halbinsel bei Cleggan mit Steilklippen, Seevogel-Kolonien und Blick bis zu den Aran Islands.
  • Aughrus Peninsula: Eine einsame, wenig besuchte Halbinsel westlich von Claddaghduff. Kleine Straßen führen vorbei an Mooren, Wiesen und alten Steinmauern. Perfekt für Spaziergänge zu verborgenen Buchten und einsamen Sandstränden.
  • Tully Mountain: Kleiner, kaum bestiegener Berg auf der Renvyle Halbinsel mit einem der besten Rundumblicke über die gesamte Connemara-Region und den Atlantik.

Connemara – so viel mehr als nur ein Roadtrip

Connemara ist eine Region in Irland, die so viel mehr ist als nur ein Urlaubsziel. Nicht unbedingt, weil sich hier weltbekannte Sehenswürdigkeiten aneinanderreihen oder ein Highlight das nächste jagt, sondern wegen der Weitblicke und kleinen Momente, die einem auf der Straße und abseits des Asphalts begegnen. Dem Rascheln des Grases im Wind, den spiegelglatten Seen in der Morgensonne, dem unberührten Sandstrand, der sich entlang einer verlassenen Bucht erstreckt. Hier spürt man die Seele Irlands ganz deutlich – wild, ungeschönt und ehrlich.

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Über den Autor

Nadja Uebach

Da ich seit 2008 auf der grünen Insel lebe, bedeutet Irland für mich in erster Linie Alltag. Wenn ich nicht mit meinem Laptop bewaffnet in einem Café oder Zuhause sitze und schreibe, findet man mich höchstwahrscheinlich mit meinen drei Kindern am Strand. Die Natur, die Kultur und insbesondere die Menschen sorgen dafür, dass sich in unseren Alltag immer wieder ein bisschen Magie einschleicht. Diese besondere irische Alltagsmagie versuche ich in meinen Texten in Worte zu fassen.

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