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Das erste Mal Irland: Häufige Fragen rund um die Grüne Insel

Cindy Lenz
Written by Cindy Lenz

Das erste Mal Irland steht kurz bevor oder Ihr steckt mitten in der Planung für Eure Reise auf die Grüne Insel? Dann kommen garantiert lauter Fragen auf. Von der Zeitverschiebung, über die Währung bis hin zu Trinkgeldern und den schönsten Sehenswürdigkeiten. In diesem Artikel möchten wir für Euch einige der häufigsten Fragen beantworten, um einen unvergesslichen Irlandurlaub zu erleben.

Welche Sehenswürdigkeiten darf ich bei meiner ersten Reise nach Irland nicht verpassen?

In Irland erwarten Euch unzählige historische, kulturelle und landschaftliche Sehenswürdigkeiten. Ein großer Vorteil auf der Grünen Insel ist, dass viele Highlights relativ nahe beieinanderliegen. So ist es beispielsweise problemlos möglich, in einer Woche die Sehenswürdigkeiten in Nordirland zu besichtigen. Doch auch entlang der Westküste wie auch im Landesinneren sind viele Highlights zu erreichen, wenn Ihr einige Tage Zeit dafür habt.

Bei der ersten Irlandreise empfehlen sich natürlich die beliebtesten Sehenswürdigkeiten des Landes. Dazu gehören die imposanten Steilklippen, die Cliffs of Moher. In unmittelbarer Nähe befinden sich außerdem der Burren Nationalpark sowie die bunte Studentenstadt Galway. Weiter nördlich liegt der Connemara Nationalpark mit der märchenhaften Kylemore Abbey und dem trubeligen Idyll Clifden.

Südlich der Cliffs findet Ihr Irlands bekannteste Panoramastraße: den Ring of Kerry. Außerdem den Killarney Nationalpark mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten, die Dingle Halbinsel und die Beara Halbinsel. Letzteres empfiehlt sich für alle, die in die wilde und unberührte Natur Irlands eintauchen und das Land abseits der Touristen-Hotspots besuchen möchten. Auf dem Weg nach Beara raten wir unbedingt zu einem Stopp in Kenmare – ein hübscher Ort mit vielen kleinen Handwerksläden.

Auf dem Weg von Westen Richtung Dublin bieten sich die Städte Cork und Cobh als Zwischenstopp an. Was ihr dort erleben könnt, verraten wir hier:

Abhängig davon, wo Euch Eure Reise über die Grüne Insel entlangführt, bietet auch Zentralirland einige sehenswerte und historisch bedeutsame Orte. Dazu gehören das Rock of Cashel, Clonmacnoise, der Hill of Tara und die liebliche Stadt Kilkenny. Kurz vor Dublin lohnt außerdem ein Abstecher in die Wicklow Mountains oder nach Howth. Letzteres ist auch einer der beliebtesten Tagesausflüge von der Hauptstadt aus.

Killarney Nationalpark, Killarney, Co. Kerry, Irland @ Chris Hill, Tourism Ireland

Zusammengefasst:

  • Cliffs of Moher
  • Burren Nationalpark
  • Galway
  • Connemara, Kylemore Abbey und Clifden
  • Ring of Kerry
  • Dingle Peninsula
  • Beara Peninsula
  • Killarney Nationalpark
  • Kenmare
  • Rock of Cashel
  • Hill of Tara
  • Kilkenny
  • Wicklow Mountains und Glendalough
  • Howth

Der irische Norden

Grundsätzlich ist es natürlich möglich, den irischen Norden mit dem Süden oder einem Stück der Westküste zu verbinden. Allerdings finden sich in Nordirland sowie den Countys Donegal, Sligo und Mayo so viele Sehenswürdigkeiten, dass diese Region eine alleinige Reise wert ist.

Im nördlichen Irland liegen viele Sehenswürdigkeiten, die aus der Kultserie Game of Thrones bekannt sind: Das Castle Ward, Ballintoy, die Dark Hedges und Cushendall. Weitere Drehorte findet Ihr hier.

Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Grünen Insel befindet sich an der Küste Nordirlands: Der Giant´s Causaway. In dessen unmittelbarer Nähe liegen außerdem der Klippenpfad The Gobbings, die weißen Kreidefelsen von Portrush, Dunluce Castle und die Musendeen Temple.

In der Republik Irland erwarten euch vor allem landschaftliche Highlights. Dazu gehört die wilde Inishowen Halbinsel, Fanad Peninsula mit einem beeindruckenden Leuchtturm und der Glenveagh Nationalpark. Im Süden der Grafschaft Donegal liegen die höchsten Steilklippen Europas – die Slieve Leagues. In Sligo, der Grafschaft der Dichter und Literaten beeindruckt der Ben Bulben Reisende mit seiner außergewöhnlichen Form. Wer in Mayo unterwegs ist, sollte außerdem einen Abstecher zu Irland größer Insel unternehmen: Achill Island.

Inishowen Drive

Malin Head auf der Inishowen Halbinsel, Nordirland © Chris Hill | Creating Agency: Tourism Ireland

Zusammengefasst:

  • Giant´s Causaway
  • The Gobbins
  • Dunluce Castle
  • Portrush
  • Musendeen Temple
  • Inishowen Peninsula
  • Fanad Peninsula
  • Glenveagh Nationalpark
  • Slieve Leagues
  • Ben Bulben
  • Achill Island

Hinweis:

Selbstverständlich handelt es sich hierbei nur um eine Handvoll an beeindruckenden Sehenswürdigkeiten in Irland. Dennoch lässt sich mit diesen Highlights gut und gerne eine ganze Woche füllen! Denn die wahren Schätze findet Ihr nicht in Reiseführern. Sie erwarten Euch hinter jeder Kurve und an jedem einsamen Strand, den Ihr während Eurer Reise entdecken werdet.

Stichwort Dublin: Lohnt sich ein Besuch der Hauptstadt beim ersten Mal Irland?

Der Lonely Planet erklärte die irische Hauptstadt zu einem der besten Reiseziele. Wieso auch nicht? Schließlich ist Dublin ein bunter Mix aus Kultur, Unterhaltung und der ansteckenden irischen Lebensfreunde. In der Stadt lässt es sich genauso gut durch moderne Boutiquen bummeln wie auch historische Sehenswürdigkeiten bestaunen. Daher gehört es dazu, beim ersten Mal in Irland auch der Hauptstadt einen Besuch abzustatten. Nicht zuletzt, weil auch die meisten Fluggesellschaften den Dublin Airport anfliegen.

  • Hier verraten wir Euch welche Sehenswürdigkeiten in Dublin auf Euch warten

Wie sieht die perfekte Reiseroute für das erste Mal in Irland aus?

Die perfekte Reiseroute ist immer von Euren individuellen Wünschen abhängig. Daher ist es nicht möglich, eine allgemeine Empfehlung auszusprechen. Wer gerne in Pubs verkehrt und das bunte Treiben in den irischen Städten bevorzugt, sollte die Städte Killarney, Cork, Galway und Dublin besuchen. Wer Ruhe und Erholung abseits des Trubels sucht, findet diese mitunter in der unberührten Natur Connemaras.

  • Einige schöne Ausgangsorte für einen Kurztrip nach Irland stellen wir hier

Mietwagen oder Bus: Wie bewege ich mich in Irland fort?

In Irland seid Ihr mit einem Mietwagen bestens beraten. Denn so könnt Ihr selbst entscheiden, an welchen Orten Ihr anhaltet und wo Ihr mehr Zeit verbringt. Außerdem habt Ihr die Möglichkeit, auch abgelegene und verstecke Orte kennenzulernen. Denn viele sehenswerte Regionen wie die Beara Halbinsel sind nicht oder nur schwer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Grundsätzlich könnt Ihr in Irland aber auch mit dem Bus fahren. In Städten wie Dublin gibt es klassische Buslinie, die Euch schnell und zuverlässig von A nach B bringen. Für weitere Fahrten, beispielsweise von Dublin nach Cork oder Killarney gibt es das Busunternehmen Bus Éireann.

© Brian Morrison, Tourism Ireland

Ist es schwierig, links zu fahren?

In Irland herrscht bekanntlich Linksverkehr. Viel zu häufig verzichten Reisende aufgrund dessen auf eine Mietwagenrundreise über die Grüne Insel. Doch entgehen ihnen dadurch viele wunderschöne Orte, die nur mit einem Auto und nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind.

Grundsätzlich ist das Linksfahren nicht sonderlich schwer. Die ersten Kilometer sind Neuland, doch nach den ersten Versuchen klappt es meist schon ganz gut. Unser Tipp: Übt auf dem Gelände der Mietwagenfirma das Schalten. Übrigens befinden sich Kupplung, Bremse und Gas in der gewohnten Reihenfolge. Selbiges gilt auch für die Gänge.

B&B, Hotel oder Ferienhaus: Wo kann ich in Irland übernachten?

Die klassische Übernachtungsmöglichkeit in Irland ist das B&B. Dabei handelt es sich um Häuser von Privatpersonen, die ein Zimmer sowie ein Frühstück anbieten. Bed and Breakfasts sind nicht nur sehr gemütlich. Sie sind auch vergleichsweise preiswert und ermöglichen es Euch, mit den Iren ins Gespräch zu kommen. Außerdem ist es nicht nur ein Klischee, dass viele Iren fantastisch kochen können. Was sich natürlich beim Frühstück widerspiegelt. Ein leckeres Irish Breakfast mit frisch gebackenem Brot, Speck oder Lachs und köstlichen Marmeladen ist der perfekte Start in den Tag.

Neben den B&Bs gibt es in Irland auch viele Ferienhäuser. Vor allem auf dem Land findet Ihr eine große Auswahl. Ein eigenes kleines Cottage ist nicht nur gemütlich und praktisch, um sich selbst zu versorgen. Es gibt auch tolle Unterkünfte in Strandnähe oder inmitten einer ruhevollen Umgebung.

Selbstverständlich gibt es in Irland auch Hotels. Vor allem in den Städten, aber auch in einigen ländlichen Regionen. Sehr häufig anzutreffen sind Golfhotels, die viele Annehmlichkeiten für Fans des Golfsports bieten.

Welche Unterkunft Ihr wählt, ist von Euren Ansprüchen abhängig. Grundsätzlich gibt es aber auch B&Bs in verschiedene Preisklassen, sodass vom luxuriösen Zimmer mit Meerblick bis zur urigen, irischen Gemütlichkeit für jeden Reisetyp das Richtige dabei ist.

B&B in Irland

©Brian Morrison, Tourism Ireland

Welche ist die beste Reisezeit für Irland?

Grundsätzlich kann Irland das ganze Jahr über bereist werden. Die Sommermonate sind angenehm kühl, um der schwül-warmen Hitze zu entfliehen. Der Winter hingegen ist eher mild, Schnee fällt selten. In manchen Regionen, vor allem im Süden des Landes, sind mit keinen Schneefällen zu rechnen. Allerdings ist Irland ein regenreiches Land, was die Reise auf der Grünen Insel manchmal etwas trüben kann. Doch der Regen ist meist nur von kurzer Dauer und bereits nach wenigen Minuten können die ersten Sonnenstrahlen hinter der grauen Wolkendecke hervorblicken. Daher lohnt es sich, einfach einige Minuten abzuwarten und darauf zu hoffen, dass der Regen nachlässt.

Die beste Reisezeit für Irland ist grundsätzlich von Mai bis Juli. In diesen Monaten ist das Wetter bereits angenehm mild und es regnet weniger. Hier sind weitere Informationen über das irische Wetter zu finden.

Welche Währung gilt in Irland?

In der Republik Irland wird mit dem Euro bezahlt. Anders ist es hingegen in Nordirland, das zum Vereinigten Königreich gehört. Wie in Schottland, England und Wales gilt dort der Pfund Sterling.

Sowohl in der Republik als auch in Nordirland ist es kein Problem, mit der Kreditkarte am Automaten (englisch ATM) Geld abzuheben oder an der Kasse zu bezahlen. Beachtet allerdings, dass bei Auslandseinsätzen bei den meisten Banken Gebühren fällig werden. Es schadet außerdem nicht, immer etwas Bargeld dabei zu haben. Denn obwohl Irland in Sachen Kartenzahlung weit fortgeschritten ist, gibt es wie auch in Deutschland noch immer kleine Cafés und Bäckereien, die nur Bargeld annehmen.

Wie sieht es mit Trinkgeld in Irland aus?

In vielen Länder gelten ungeschriebene Regeln für das Trinkgeld. So auch in Irland. Im Regelfall beträgt das Trinkgeld (englisch „Tip“) zwischen 10 und 15 Prozent des Rechnungsbetrages. War der Service besonders gut, darf es gerne auch etwas mehr sein.

Hinweis: In einigen Restaurants ist das Trinkgeld bereits in der Rechnung enthalten. Meist wieder dieser Betrag als „Service“ oder „Tip“ ausgewiesen.

  • Wie es sich mit dem Trinkgeld in den irischen Pubs verhält, erfahrt Ihr in unsere Pub-Etiquette

Benötige ich in Irland einen Adapter?

In der Republik Irland beträgt die elektrische Spannung 220 Volt. In Nordirland 240 Volt. Um die Steckdosen auf der Grünen Insel nutzen zu können, benötigt ihr einen sogenannten „dreipoligen Adapter“. Diese sind am Flughafen oder auch über das Internet erhältlich.

Benötige ich in Irland einen Reisepass?

Die Republik Irland gehört zur Europäischen Union. Wer also in Dublin, Cork, Kerry oder am Shannon Airport landet, benötigt keinen Reisepass. Ein gültiger Personalausweis ist ausreichend.

Aktuell ist ein Reisepass auch in Nordirland nicht notwendig. Wie sich dies nach dem Brexit entwickelt, bleibt abzuwarten. Reisende sollten sich vor ihrem Abflug entsprechend informieren. Das Auswertige Amt bietet dafür aktuelle Informationen.

Gibt es in Irland eine Zeitverschiebung?

In Irland und Nordirland gilt die mittlere Greenwich-Zeit. Dementsprechend müssen die Uhren bei einer Reise auf die Grüne Insel um eine Stunde zurückgestellt werden. Was für ein Glück, denn das bedeutet eine Stunde mehr Urlaub! Da die Iren auch auf Sommer- und Winterzeit umstellen, gilt die Zeitverschiebung das ganze Jahr.

 

Habt Ihr weitere Fragen rund um die Grüne Insel? Dann stellt uns diese gerne in den Kommentaren oder sprecht unsere Irlandexperten an. Diese sind gerne dabei behilflich, eine wunderschöne Reise nach Irland zu planen!

Über den Autor

Cindy Lenz

Cindy Lenz

Irland bedeutet für mich ein Stück Heimat. In meinem Lieblingsland fühle ich mich zwischen der herzlichen Art der Iren und ihrer lebensfrohen Natur zu Hause. Dabei entdecke ich auf meinen Reisen immer wieder unbekannte, traumhafte Orte, denn hinter jeder Kurve wartet eine neue fantastische Aussicht!
Wenn ich über Irland schreibe, möchte ich die Fröhlichkeit der Iren einfangen und mit genauso viel Begeisterung über ihre Heimat erzählen, wie sie es tun.

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