Film-Drehorte in Irland – Die Natur schenkt die Kulisse

Star Wars VIII: Die letzten Jedi am Wild Atlantic Way

Die Gastfreundschaft der Bewohner und die spektakulären Landschaften Irlands zogen die Star Wars-Crew derart in den Bann, dass sie sich mit Anzeigen in den lokalen Zeitungen entlang des Wild Atlantic Ways bei der Bevölkerung bedankte. Für Episode VIII Star Wars: Die letzten Jedi drehte die Filmcrew zunächst auf der Insel Skellig Michael, wo sie bereits für Folge VII Star Wars: Das Erwachen der Macht gedreht hatte. Die extrem steile Steintreppe, die zum mittelalterlichen Mönchskloster auf Skellig Michael hinaufführt, ist am Ende der erfolgreichen siebenten Star Wars Episode zu sehen. Skellig Michael ist eine der mystischen Inseln der Skellig Islands im County Kerry, rund 12 Km vom Festland entfernt. Nun wird sie erneut im Kino zu sehen sein, wenn im Dezember 2017 Star Wars VIII in den deutschen Kinos anläuft.


Auch andere Orte entlang des Wild Atlantic Ways wurden für Star Wars VIII als Drehplätze ausgesucht. Warum ist leicht zu verstehen: Seit jeher modelliert der wilde Atlantik mit seinen gewaltigen Fluten und Stürmen die Westküste Irlands. Die daraus entstandenen markanten Küstenlandschaften, romantischen Buchten und mystischen Inseln sind schlichtweg die perfekte Kulisse für Filmaufnahmen.

Die Halbinsel Dingle, auf der 1969 schon der Filmklassiker Ryan’s Daughter gedreht wurde, bot mit der Landspitze Sybil Head einen weiteren großartigen Drehort für Star Wars VIII im County Kerry. Der berühmte Leuchtturm von Loop Head und die benachbarte Keating’s Bar, die sich dadurch auszeichnet, die „am nächsten an New York gelegene Bar“ zu sein, waren Drehort für Die letzten Jedi in der Grafschaft Clare. Im weiteren Verlauf der Dreharbeiten sorgte die Star Wars-Truppe auf Malin Head in Donegal, dem nördlichsten Zipfel Irlands, sowie am Brow Head in der Grafschaft Cork für freudige Aufregung bei den Bewohnern. Schließlich hat man nicht alle Tage die letzten Jedis in seiner Nähe.

Fantasy in Irland: Game of Thrones und Harry Potter

Nordirland mit seinen bezaubernden Wäldern, Bergen und Moorlandschaften scheint für Fantasy-Serien geradezu erschaffen worden zu sein. Jedenfalls haben sich die Produzenten von Game of Thrones neben den Titanic-Studios in Belfast Drehorte in den Grafschaften Antrim, Down und Fermanagh ausgesucht. Die Mammutbäume und gotischen Steinbögen des Tollymore Forest Parks in Down wurden zum Verfluchten Wald, die Dark Hedges in Antrim sind kein Traum sondern Wirklichkeit: Sie liefern das berühmte Bild der mystischen Allee, die von krummen Buchen wie ein Bogen umrahmt wird.

Für das Weideland in Game of Thrones wurde das wunderschöne Shillanavogy-Tal unterhalb des Slemish Mountain gewählt. Die beeindruckenden Schluchten von Glenariff in Antrim, die majestätische Bergkette Mourne Mountains in der Grafschaft Down und die unterirdische Pollnagollum-Höhle in Fermanagh, sind ebenfalls in der erfolgreichen Fantasy-Serie zu sehen.

Nicht weniger berühmt als Game of Thrones sind die Verfilmungen der Fantasy-Romanreihe Harry Potter. Auch hier spielt Irland bei den Drehorten eine wichtige Rolle. Einige spektakuläre Szenen wurden an den Cliffs gedreht. Die gewaltige Höhe dieser weltberühmten steilen Klippen, der umwerfende Panoramablick und die Silhouette der Landzungen in der Ferne, bieten wohl den besten Schauplatz, den sich Regisseur, Schauspieler und Kameramann nur wünschen können. Hier überzeugt die Natur mit einer einmaligen, lebendigen Kulisse, die niemals von Technik übertroffen werden kann.

Freiheitskampf und Auswanderschicksal in Wicklow und Wexford

Als hätte Schottland nicht selbst einiges an großartigen Landschaften und sagenumwobenen Ruinen zu bieten, zog es den schottischen Freiheitskämpfer William Wallace, gespielt von Mel Gibson, zu den Dreharbeiten von Braveheart doch tatsächlich auch nach Irland. Die meisten Filmaufnahmen für den mit fünf Oscars prämierten Film fanden im Osten der Insel, in den Countys Meath, Dublin und Wicklow, statt. So wurde zum Beispiel auf den historischen Schlossruinen Trim Castle und Dunsghly Castle gedreht, Innenaufnahmen und Schlachtszenen entstanden in den Ardmore Studios in Wicklow.

Im Südosten Irlands, genauer im Städtchen Enniscorthy in Wexford, spielt ein Teil der bewegenden Geschichte einer jungen irischen Immigrantin im Film Brooklyn. Der irische Autor des Romans, Colm Tóibín, stammt aus Enniscorthy. Er war begeistert, als der Film genau in den Straßen seiner Heimatstadt gedreht wurde, die er beim Schreiben seines Buches im Sinn hatte. Die Badeszenen wurden an den herrlichen Sandstrand von Curracloe Beach verlagert, eine halbe Stunde von Enniscorthy entfernt.

Es ist wohl die einmalige Vielfalt und die bemerkenswerte Schönheit Irlands, die diese Insel immer wieder zum Drehort für großes Kino werden lässt. Seien es die Küstenlandschaften, Berge, Schluchten und Moore – oder die Brandung des Atlantiks: In Irland gibt es das perfekte Set. Kostenlos.

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