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Die 10 schönsten Orte im Westen Irlands

Cindy Lenz
Written by Cindy Lenz

Die 10 schönsten Orte im Westen Irlands

Die Grüne Insel bietet eine vielfältige und wunderschöne Natur, sodass es schwerfällt, die schönsten Orte im Westen Irlands zu küren. Wir haben es trotzdem versucht und die beeindruckendsten Highlights entlang der Westküste herausgesucht. Begeben Sie sich mit uns auf eine Reise in den Westen Irlands – Fernweh garantiert!

 

1.      Der spektakuläre Downpatrick Head

Downpatrick Head, Co. Mayo, Irland

In der Grafschaft Mayo verbirgt sich eine Küste, welche spannender kaum sein könnte. Hier werden die Gewalten der Natur und ihre ungebändigte Schönheit gleichermaßen deutlich: Der Downpatrick Head ist eine Sehenswürdigkeit, die Sie sich keinesfalls entgehen lassen dürfen.

Am Wild Atlantic Way, etwa sechs Kilometer hinter dem Örtchen Ballycastle liegt die außergewöhnliche Landzunge. Neben der tosenden Kraft des Meeres und einem tiefen Einblick in eine Schlucht, zieht vor allem der Brandungspfeiler Dún Briste Besucher in seinen Bann. Die etwa 50 Meter hohe Felsnadel ist das markante Wahrzeichen der Küste. Der Fels steht ungeschützt vor den Klippen und strotzt jeglichen Naturgewalten. Der Legende nach war der Heilige St. Patrick verärgert, als ein Einheimischer sich weigerte, zum Christentum zu konvertieren. Er brach mithilfe seines Stabes den Felsen von der Küste ab und verbannte damit dem Ungläubigen vom Festland.

2.      Die Dingle Peninsula

Dunbeg Fort auf der Dingle Peninsula, Co. Kerry, Irland
©Tourism Ireland

Das kleine Fischerstädtchen Dingle ist den meisten Irlandfans schon längst bekannt. Bunte Häuserfassaden, erstklassige Seafood-Restaurants und der berühmteste Delfin des Landes, Funghi, ziehen Jahr für Jahr Tausende Besucher an. Während die meisten Reisenden lediglich die Stadt besichtigen, ist die Dingle Halbinsel mit ihren zerklüfteten Küstenregionen und den spektakulären Bergpässen unangefochten einer der schönsten Orte im Westen Irlands. Auf nur wenigen Meilen gibt es viele Sehenswürdigkeiten aus prähistorischen Zeiten zu bestaunen, wie das 3.000 Jahre alte Dunbeg Fort oder die Beehive Huts. Die uralten Steinhütten verdanken ihren Namen ihrem Aussehen, das an einen gewaltigen Bienenstock erinnert. Die Dingle Peninsula ist ein faszinierender Ort, welcher sich auch wunderbar bei einer Wanderung erkunden lässt.

3.      Achill Island und das verlassene Dorf Slievemore

Slievemore, Achill Island im Co. Mayo, Irland
©Tourism Ireland

Achill Island ist eine Halbinsel im County Mayo und bekannt für ihre wilde und schroffe Natur. Neben den schönsten Stränden des Landes finden sich auf der größten Insel Irlands bezaubernde Seen und spektakuläre Steilklippen, eingerahmt von gigantischen Bergen. Mittendrin in dieser gewaltigen Landschaft liegt unscheinbar das verlassene Dorf von Slievemore. Mehr als 80 Ruinen alter Steincottages säumen sich entlang eines Berghanges. Archäologen vermuten, dass die große Hungersnot die Menschen dazu trieb, ihr Zuhause zu verlassen. Besucher können zu jeder Jahreszeit die Überreste des ehemaligen Dorfes bestaunen und sich selbst auf die Spuren seiner früheren Bewohner begeben.

4.      Die Slieve Leagues

Die Slieve Leagues, Co. Donegal, Irland

In der Grafschaft Donegal befindet sich eine der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten des Landes: Die atemberaubenden Slieve Leagues. Die 601 Meter hohen Klippen gehören zu den Höchsten Europas und fallen nahezu senkrecht in das Meer hinab. Bei einem Besuch kann das Naturwunder vom Parkplatz aus, als auch von oben besichtigt werden. Denn ein schmaler Trampelpfad führt Mutige direkt auf den Kamm der Klippen, von wo aus sie einen unbeschreiblichen Blick über die Landschaft genießen. Um zum höchsten Punkt zu gelangen, führt der Weg über den One Man’s Pass. Bei Wind, Regen oder Schwindel ist dringendst von einer Wanderung abzuraten!

5.      Weltkulturerbe Cliffs of Moher

Cliffs of Moher, Co. Clare, Irland
©Tourism Ireland

Die bekanntesten Steilklippen des Landes gehören unumstritten zu den schönsten Orten im Westen Irlands. Mit einer Höhe von bis zu 214 Meter erstrecken sich die Klippen über eine Entfernung von mehr als acht Kilometer und ragen fast senkrecht in das tosende Meer hinein. Mit ihnen spiegelt sich die Schönheit der Grünen Insel wieder: Raue Natur und faszinierende Küstenregionen.

Etwa 700.000 Besucher aus aller Welt sind jährlich an den Cliffs of Moher anzutreffen. Geradezu hypnotisierend wirkt die gigantische Kulisse auf sie ein. Zwischen den gewaltigen Feldwänden lassen sich seltene Vogelarten und die mitunter beliebtesten Einwohner Irlands entdecken: die drolligen Papageientaucher. Auch das zugehörige Besucherzentrum bietet  einen außergewöhnlicher Anblick: Unterirdisch in einen Hügel eingebaut, deuten nur die großen Glasfronten auf seine Existenz hin.

6.      Die Studenten- und Festivalstadt Galway

Galway, Co. Galway, Irland
©Tourism Ireland

Um es wie die Iren selbst auszudrücken: „Galway is a livey city!“ Die Stadt sprüht geradezu vor Leben und hat ihr ganz eigenes Flair. Von urigen Pubs über vielzählige Einkaufsläden bis hin zu traditionsreichen irischen Handwerksmärkten: In Galway bleiben keine Wünsche offen. Tagsüber lässt sich die Zeit beim gemütlichen Bummeln durch die kunterbunten Einkaufspassagen vertreiben, und abends wartet  die berühmte Pubkultur der Stadt darauf entdeckt zu werden. Mit rund einhundert Pubs ist von einem entspannten Ambiente bis hin zum stimmungsvollen Karaokeabend alles vertreten. Eine Liste mit allen Lokalitäten ist im Galway City – Pub Guide zu finden.

Abseits des abendlichen Trubels hat die Studentenstadt noch weitaus mehr zu bieten: Galway ist bekannt für seine pulsierende Kunstszene. Künstler aus allen Bereichen stellen ihre Werke in den kleinen Galerien aus. Ihnen zu ehren findet jedes Jahr das gut besuchte International Arts Festival statt.

7.      Clifden – die Hauptstadt Connemaras

Clifden, Co. Galway, Irland
©Tourism Ireland

Connemara ist eine landschaftliche Besonderheit, wie sie kein zweites Mal in Irland anzutreffen ist. Die gesamte Natur wird geprägt von meilenweiten Torfmooren und kleinen Seen. Nicht grundlos wird die Region als der Wilde Westen Irlands bezeichnet, denn das Land ist schroff und ungebändigt. Inmitten dieser rauen Kulisse liegt die Kleinstadt Clifden. Mit nicht einmal 3.000 Einwohnern ist die Ortschaft gut überschaubar. Doch zwischen der angenehmen Einsamkeit Connemaras gleicht das Leben in Clifden einer Großstadt. Verschiedenste Handwerkerläden, Pubs, Restaurants und Cafés reihen sich dicht an dicht. Geprägt wird der Ort vor allem von seinen farbenfrohen Straßen: Knallige Häuserfassaden und bunte Wimpel schmücken die Gassen. Nur wenige Meilen von der Stadt entfernt befinden sich wunderschöne Ausflugsziele, wie die malerische Kylemore Abbey oder die Sky Road, eine Panoramastraße welche einen spektakulären Blick auf die Clifden Bay preisgibt.

8.      The Burrens

Der Poulnabrone Dolmen in Co. Clare, Irland

Der Karstlandschaft der Burrens wird ein mondähnlicher Charakter nachgesagt. Und bei einer Wanderung durch das Gebiet kommt man sich tatsächlich wie Neil Armstrong vor, der gerade zum ersten Mal den Mond betritt. Vorsichtig und Schritt für Schritt führt der Weg über die Kalksteinplatten. Rechts der Burren, links der tosende Atlantik. Und mittendrin in der fantastischen Natur liegt der gigantische Poulnabrone Dolmen. Das gewaltige Megalithgrab ist mehr als 6.000 Jahre alt und bei seinem Anblick scheint das Leben der früheren Menschen geradezu unwirklich: Wie konnte ein 1,80 Meter hohes Grab, mit einer 3,65 Meter langen Steindecke von Menschenhand geschaffen werden? Doch es ist real, denn bei den Ausgrabungen wurden hier die Überreste von 17 Erwachsenen und ebenso vielen Kindern entdeckt.

9.      The Aran Islands

Aran Island, Co. Galway, Irland ©Tourism Ireland

 

Die Aran Island liegen in der Bucht von Galway und gehören unstrittig zu den schönsten Orten im Westen Irlands. Die drei Inseln Inis Mór, Inis Meáin und Inis Oírr sind nicht nur traditionell, sie sind auch die Heimat einer Vielzahl seltener Pflanzenarten. Inis Oírr ist zudem die kleinste Insel und ähnelt landschaftlich stark den Burrens. Auf Inis Meáin werden heute noch die berühmten Aran Pullover hergestellt. Hier können Sie mehr über die interessante Geschichte der traditionellen Kleidung erfahren. Die größte der drei Inseln ist Inis Mór. Auf ihr sind bemerkenswerte historische Sehenswürdigkeiten, wie das Dun Aengus und ein Rundturm zu finden.

 

10. Kilkee und seine Klippen

Kilkee Cliffs, Co. Clare, Irland

Der Urlaubsort liegt in der Grafschaft Clare und ist Startpunkt einer der schönsten Wanderungen auf der Insel. Über eine Distanz von acht Kilometern bietet der „Kilkee Cliff Walk“ fantastische Ausblicke auf die Bucht, den tosenden Atlantik und die spannenden Klippen. Auch wenn diese nicht so gigantisch sind wie ihre Mitstreiter, die Cliffs of Moher, sind sie doch absolut sehenswert. Viele Reisende bevorzugen sogar die Kilkee Cliffs, da sie ursprünglicher und weniger touristisch sind. Der moderate Rundweg ist weder mit Absperrungen versehen noch gibt es ein Besucherzentrum. Nach einer eindrucksvollen Wanderung lässt es sich in dem lebhaften Küstenort entspannen und erholen.

 

Wenn Sie Lust bekommen haben, den Westen Irland zu erkunden, beraten wir sie gerne.

Über den Autor

Cindy Lenz

Cindy Lenz

Irland bedeutet für mich ein Stück Heimat. In meinem Lieblingsland fühle ich mich zwischen der herzlichen Art der Iren und ihrer lebensfrohen Natur zu Hause. Dabei entdecke ich auf meinen Reisen immer wieder unbekannte, traumhafte Orte, denn hinter jeder Kurve wartet eine neue fantastische Aussicht!
Wenn ich über Irland schreibe, möchte ich die Fröhlichkeit der Iren einfangen und mit genauso viel Begeisterung über ihre Heimat erzählen, wie sie es tun.

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