Reisebericht: Erlebe die Grüne Insel

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Erlebe die Grüne Insel
Autor: Marc
Reisebeginn: Juli 2005
Reisedauer: 10 Tage
Start: Dublin
Tag 2: Glasson
Tag 3: Doolin
Tag 4: Spiddal
Tag 5: Foxford
Tag 6: Sligo
Tag 7: Killybegs
Tag 8: Boyle
Tag 9: Roscommon
Tag 10: Glasson
Ziel: Dublin

Tag 1
Startort: Dublin
Zielort: Glasson
Am 27.7. um 7.00 Uhr morgens sollte es losgehen. 2 ½ Monate nach meinem letzten Besuch im Mai konnte ich es nicht mehr abwarten, meiner Frau Beate meine geliebte Insel zu zeigen.

Da ich bisher nur den Shannon mit einem Hausboot auf und ab fuhr, war dieser Trip also auch für mich ein Novum.

Der Flug sollte pünktlich um 12.10 Uhr ab Stuttgart starten. Also plante ich so gegen 10.00 Uhr am Airport anzukommen, das Auto im Parkhaus auf einem über Internet vorbestellten Platz zu stellen und zum Check-In zu kommen. Ich traute meinen Augen nicht als ich den Check-In , den ich ja vom Mai her kannte, sah. Entgegen meiner Befürchtungen (im Mai waren so viele Leute vor dem Check-In , dass man ewig warten musste um abgefertigt zu werden) waren 3 Personen vor uns. Erst nach und nach kamen dann die anderen, die ebenso wie wir nach Irland fliegen wollten.

Endlich im Flugzeug startete dies auch pünktlich und so landeten wir um 13.10 Uhr in Dublin. Schnell das Gepäck, das erstaunlich schnell daherkam, gegriffen und den Mietwagen-Schalter suchen. Da ich unseren Leihwagen schon frühzeitig über das Internet gebucht hatte, konnte ich am Express-Schalter meine Unterlagen übernehmen . Ich hatte einen Corsa gebucht, dieser stand nicht zur Verfügung und so bekam ich dann einen nagelneuen Astra. Schnell aus der Halle und die Vermietstation auf dem Gelände suchen und den Wagen ohne weitere Formalitäten übernehmen.

So jetzt sollte es lustig werden, dachte ich. Das Gepäck im Kofferraum verstaut. Das Hand-gepäck im Fond untergebracht, die Straßenkarte zurechtgefaltet und dann sollte es losgehen. Es war schon ein etwas merkwürdiges Gefühl auf der rechten Seite einzusteigen, denn dort befand sich wissentlich das Lenkrad. Ich probierte im Stand schon die verschiedenen Gang-wechsel bevor ich das Fahrzeug startete.

Jetzt ging's aber wirklich los. Ganz vorsichtig probierte ich anzufahren. Als ich merkte, dass das Fahren überhaupt kein Problem darstellte ging's ganz flott dahin. Auf der Umfahrungs-strasse immer von Beate in die richtige Richtung gelotst fuhr ich doch prompt an der richtigen Ausfahrt vorbei. Nach etwa 5 km dann die nächste Ausfahrt runter, umgekehrt und dann endlich die richtige wieder raus. So kamen wir mehr oder weniger weiter. Immer wieder Stau vor allem vor der Mautstation der Brücke. Als wir diese passiert hatten ging's dann endlich zügig voran. Ich steuerte den Wagen so als ob ich schon immer in einem rechtsgelenkten Fahrzeug unterwegs gewesen wäre. Ganz entgegen meiner Erwartung funktioniert auch das Wechseln der Gänge ganz problemlos, ich schlug nicht ein einziges Mal mit der rechten Hand in die Fahrertüre.

Durch die genaue Lotsung von Beate, die sich manchmal wie eine Beifahrerin eines Rally-piloten vorkam, kamen wir gegen 17.30 Uhr in Glasson an. Dort suchten wir das über Internet gebuchte B&B, das „Benown-House “. Dieses B&B wurde mir von Sven und Stevie wärmstens empfohlen. Es war genau das was wir beide uns erwartet hatten. Blitzsauber, komfortabel und super freundliche Leute.

Nachdem die Koffer im Zimmer waren, wir uns etwas erfrischt hatten, fuhren wir gleich zu Waveline. Beate und ich standen schon vor der Eingangstüre als plötzlich Sven herauskam. Ich grüsste normal und Sven wollte weitergehen. Ich grüßte nochmals, Sven drehte sich um, grüßte zurück und wollte wieder weitergehen. Erst als ich mich zu erkennen gab blieb er stehen. Sein Zitat: „Ohne Fischerhut hatte ich dich wirklich nicht erkannt“. So ging es auch Anita und Norbert. Wir schlenderten mit Norbert etwas in der Marina herum, zeigten Beate eine Waveearl (auch von innen), so dass auch sie einen Eindruck davon bekam, wie die Platzverhältnisse auf so einem Boot sind. Natürlich musste ich ihr auch noch die Toilette vorführen ab deren Pumpgeräusch ich mehrmals in der Nacht erwachte (auf meinen bisherigen Bootsurlauben ) um gleich darauf mit grinsendem Gesicht wieder einzuschlafen.

Wir quatschten noch eine Weile mit Sven und Anita und gingen dann zum Abendessen in die Killinure Chalets. Vollkommen müde fuhren wir gegen 22.00 Uhr zum B&B zurück und fielen in unsere Betten.

Kilometerstand: 234 km






Tag 2
Startort: Glasson
Zwischenstationen: Athlone, Ballinasloe
Loghrea, Gort, Kilfenora
Ennistimon, Liscannor
Zielort: Doolin
Um halb neun hatten wir unser Frühstück bestellt. Aufgetischt wurde alles mögliche. Und es hat geschmeckt. Vor allem Beate konnte gar nicht mehr aufhören. Gegen halb zehn legten, äh, fuhren wir ab. Wir wollten zu den Cliffs of Moher. Unsere Route führte uns über Athlone (Sightseeing für Beate), Ballinasloe (Einkauf bei Lidl und Sightseeing für Beate), weiter über Loughrea und Gort, Corrofin, Kilfenora, Ennistimon nach Liscannor.

Kurze Rast und weiter ging's zu den Cliffs. Dort angekommen war ich sehr enttäuscht. In jedem Bericht, Buch und Zeitschrift über die Cliffs konnte man die Plattform sehen auf der wagemutige Personen bis zum Rand hinkrochen. Doch keine Plattform war mehr zu sehen, dafür umso mehr Bagger. Die Vielzahl von Touristen machte auch keinen Spaß. Also besichtigten wir die Cliffs ganz kurz, schossen ein paar Fotos und weiter ging die Reise auf der Suche nach einem B&B.

Da wir noch keine Erfahrung mit B&B-Suche hatten, waren wir schon sehr gespannt wie das Ganze so ablaufen würde. Auf der Küstenstrasse nach Doolin erblickte ich auf der linken Seite zum Meer hin ein B&B-Schild . Darunter hing ein weiteres Schild auf dem „ Vacancies “ stand. Ich bog in die Einfahrt ein, fuhr zum Haus und stieg aus dem Auto. Schon war eine freundliche Dame zugegen und bejahte auf meine Frage ob denn noch ein Double-Room ensuite zur Verfügung stand. Wir bekamen das letzte freie Zimmer, wahrscheinlich auch bloß weil wir noch sehr früh (ca. 15.00 Uhr) auf die Suche gingen. Nachdem wir das Zimmer bezogen hatten ging's noch nach Doolin zum Strand mit seinen bizarren Küsten und in den Ort selbst.

In Doolin selbst gab's nicht viel zu sehen. Da wir Durst hatten gingen wir ins einzige dort befindliche Pub auf ein paar Guinness. Schließlich bekam ich noch Hunger und bestellte eine Seafood-Plate. Der reichlich gedeckte Teller konnte von uns beiden kaum geleert werden. Aber köstlich war's und das um sagenhafte € 17,00.

Abends durften wir noch einen herrlichen Sonnenuntergang miterleben. Beate war schon sehr müde und wollte aufs Zimmer um zu schlafen. Ich hingegen nahm die Straßenkarte und ein Guinness (hatte immer Dosenvorrat im Auto mit dabei) und setzte mich vors Haus um die Route für den nächsten Tag grob zu planen. Ich plauderte noch 2 Stunden mit dem Hausherrn Mr. Sweeney und ging dann auch etwas geschlaucht zu Bett. Frühstück war ausgemacht gegen 8.30 Uhr.

Kilometerstand: 410 km, gefahren 176 km




Tag 3
Startort: Doolin
Zwischenstationen: Ballyvaghan
Kinvarra
Galway
Zielort: Spiddal
Pünktlich um 8.30 Uhr waren wir beim Frühstück. Gegen 9.30 Uhr bezahlten wir das Zimmer und verabschiedeten uns. So wie wir willkommen geheißen wurden so wurden wir auch wieder verabschiedet. Mit einer Herzlichkeit, die ich von Irland noch gar nicht kannte.

Unsere Fahrt ging der Coast Road entlang über den Black Head nach Ballyvaghan. Es hatte begonnen stark zu regnen, also beschlossen wir einen Abstecher zu den Aillwee Caves zu machen. Wir besichtigten diese und stöberten danach noch etwas im Andenkenladen. Jetzt war das Highlight dieses Tages geplant. Die Fahrt zum Poulnabrone Dolmen. Doch der starke Regen ließ nicht nach und von der Strasse aus konnten wir ihn nicht erblicken. Also fiel die Besichtigung wortwörtlich ins Wasser. Zurück nach Ballyvaghan und weiter der Coast Road Richtung Norden über den Burren. Beate wollte einen Abstecher zum Corcomroe Abbey machen. Gesagt getan. Der Regen hatte auch schon nachgelassen bzw. es hatte gerade aufgehört als wir beim Abbey ankamen. Die Ruine wurde gerade renoviert, das hielt uns aber von einer Besichtigung nicht ab.

Wie überall auf den Friedhöfen konnte man die wunderschönen Hochkreuze bewundern.

Weiter nach Kinvarra und ein Foto vom Dungnaire Castle gemacht. Auf dieser Route hätte man andauernd stehen bleiben können. Überall sind alte halbzerfallen Burgen und Kirchen zu sehen. Da das Wetter aber zu unbeständig war blieben wir nur stehen wenn gerade kein Tröpfchen von oben herabfiel.

Die Fahrt ging weiter über Kilcolgan und Oranmore. Ab dort verfuhren wir uns heillos auf der Suche nach der R336. Aber irgendwann hatten wir sie dann doch noch gefunden und konnten weiter in Richtung unserem heutigen geplanten Zielort Galway . Hier wollten wir eigentlich für 2 Tage bleiben. Doch daraus wurde nichts. In Galway fanden Festivals statt. Durch die ganze Stadt war nur Stau. Stop and Go, jede Minute 5 Meter weiter. Was soll's dachten wir, ist doch Urlaub, wir müssen nicht hetzen. Wir wollten weiter auf die R336 der Küste entlang, doch in der Stadt konnten wir keine Hinweisschilder finden. Wenn doch kam danach ein Kreisverkehr, von wo aus wieder nichts angeschrieben war wohin die weitere Reise führen sollte. So besichtigten wir Galway vom Auto heraus. Irgendwie fanden wir dann doch die Ausfahrt auf die R336. Es war schon gegen 17.00 Uhr als wir uns auf der Coast Road befanden. Jetzt aber schleunigst auf der Suche nach einem B&B. In Spiddle wurden wir fündig. Etwas abgelegen von der Strasse fanden wir dann eine Unterkunft ca. 10 min. zu Fuß von Spiddle entfernt. Der Ort selbst war nicht allzu groß. Zum Abendessen ging's ins „ Boluisce “ einem Seafood-Restaurant . Galway und das County Galway sind ja bekannt für ihre Austern. Also durfte ein Teller mit Austern nicht fehlen. Lecker. Im „An Calad Mor “ einem typischen irischen Pub genossen wir noch Guinness und Paddy und schauten dem Pferderennen zu, das gerade im Fernsehen von Galway aus übertragen wurde. Ab 22.00 Uhr war im Pub Live-Musik geplant, doch wir waren beide zu müde und beschlossen in unsere Unterkunft zu gehen.

Im B&B schrieb ich im Tagebuch unsere heutigen Erfahrungen nieder. Bei einem „Bulmers“ suchten wir in der Straßenkarte nach einer möglichen Route für den nächsten Tag.

Kilometerstand: 549 km, gefahren 139 km



Tag 4
Startort: Spiddal
Zielort: Foxford
Gegen 8.45 Uhr gab's wieder das bekannte irisch Breakfast. Ich war aber mit diesen Gewohnheiten nicht so ganz glücklich und bestellte daher wie bisher „only Toast and Coffee“.

Eine Stunde später waren wir schon wieder unterwegs der Coast Road entlang nach Costello. Verfahren nach Lettermullan (Sackgasse). Retour und weiter über die Küstenstrasse. Dann bei Canns Hill in die Küstenstrasse R340 bis nach Bunnahown. Die Gegend hier ist schon irgend-wie beeindruckend.

Über Cashel weiter bis nach Roundstone. Hier machten wir eine kurze Rast. Endlich der heiß-ersehnte weiße Sandstrand. Leider war das Wetter nicht so, dass man an ein Bad im Meer denken konnte. Dafür war es wieder mal der ideale Bereich für Beate, die sich trotz kaltem Wind - den sie hasste wie die Pest - die Zeit damit verbrachte um Muscheln zu sammeln.

Dann weiter der Küste entlang bis nach Clifden. Stadtbesichtigung mit Pubbesuch. Seit Mittag wieder regnerisch. Wir fuhren die N59 weiter auf der Suche nach einem B&B. Es war erst gegen 13.00 Uhr. Wir dachten aufgrund der Erfahrungen der letzten Tage nicht jetzt schon das erste B&B zu buchen, das auf unserem Weg lag. Schon war das Kylemore Abbey zu lesen. Also auf zum Fotoshooting. Der Sonnengott meinte es gut mit uns und schickte für etwa 10 min. die Sonne durch eine Wolkenöffnung. Sicher kennt jeder diese Fotos, trotzdem stelle ich diese hier hinein, denn, nicht jeder hat ein Boot mit Fischern und dem Abbey auf seinem Foto.

Jetzt war es schon reichlich spät, so gegen 16.30 Uhr. Wir mussten dringend ein B&B finden, wenn wir nicht im Auto schlafen wollten. Doch weit und breit kein B&B mehr. In dieser Gegend scheint wohl keiner übernachten zu wollen. Wenn dann ein B&B gefunden wurde, dann war kein Platz mehr. Jetzt waren wir schon in Westport angelangt. Dort war die Hölle los, denn auch dort fanden Festivals statt. Ich sah im Gesichtsausdruck von Beate, dass diese schon gedanklich ihren Schlafplatz im Auto zurechtmachte. Kein B&B, kein Hostel auch in keinem Hotel war eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Festivals und Bank-Holiday sind halt für Zufallsübernachtungsmöglichkeitsfinder wie wir nicht gerade ideal.

Jetzt geisterten wir schon in Castlebar herum. Überall wo wir fragten bekamen wir die gleiche verneinende Antwort: I'm sorry . Auch auf die Frage ob sie uns denn eventuell ein anderes B&B nennen könnten das vielleicht noch ein Zimmer frei hätte, bekamen wir genau die gleiche Antwort aber noch mit einem Zusatz: I'm sorry , it's all full .

Also fuhren wir weiter. In Swinford ; immer noch nichts das frei hatte. Im letzten B&B wo wir fragten, natürlich war auch hier nichts frei, telefonierte die freundliche Hausdame und fand für uns ein B&B mit einem Twin-Room aber nicht en-suite , im ca. 30 km entfernten Foxford . Wir waren dankbar und sagten sofort zu. Wir bekamen auch noch eine Wegbeschreibung. Als wir für die Hilfe und das Telefonat bezahlen wollten, lehnte die nette Dame ab und wünschte uns noch einen schönen Aufenthalt in Irland.

Wir fanden aufgrund der guten Wegbeschreibung das B&B etwa 8 km außerhalb von Foxford sofort. Eine nette und saubere Unterkunft wie wir es bisher hatten. Halt nur, dass kein WC und keine Dusche im Zimmer war. Dafür ein Waschbecken. Auch nicht schlecht.

Als alter Fischer hat mir die Aufschrift „ Fishing “ auf dem B&B-Schild einen Glanz in die Augen getrieben. Norbert von der Marina Waveline wollte mir noch eine Angelrute mitgeben. Doch mit Rücksicht auf Beate lehnte ich dankbar aber schweren Herzens ab.

Abends fuhren wir dann noch ins ca. 16 km entfernte Ballina wo wir im „ Padraic's Restaurant unser Abendessen genossen. Auch heute vielen wir aufgrund der Aufregungen des vergangenen Tages gegen 22.30 Uhr todmüde in unsere Betten.

Kilometerstand: 859 km, gefahren 310 km






Tag 5
Startort: Foxford
Zielort: Sligo
Nach einem ausgiebigen Frühstück, es gab mal wieder „ only Toast and Coffee “ fuhren wir nach Ballina . Dort wollten wir einen Dolmen besichtigen, nachdem wir ja den Poulnabrone Dolmen nicht zu Gesicht bekamen. Auch auf der Fahrt bis nach Ballina konnten wir die verschiedensten auf unserer Straßenkarte eingezeichneten Dolmen nicht finden. Doch diesmal ging alles glatt. Sogar ein Wegweiser zum Dolmen gab es. Endlich einen Dolmen live gesehen .

Dann ging's weiter die N59 und die R292 nach Strandhill. Was der Name schon verspricht wird auch gehalten. Kilometerlange Sandstrände. Doch nichts für Beate, hier gab's nämlich keine Muscheln die sich zum Sammeln lohnten. Ansonsten eine wunderschöne Gegend und zu dieser Tageszeit auch kaum von Touristen überfüllt. Und den dazugehörigen Hill im Namen habe ich im Strand selbstverständlich auch gefunden.

Dann weiter nach Sligo, durch die Stadt durch und über die N16 zum Glencar Waterfall. Immer wieder gab's alte Burgen und Ruinen zu sehen. Die meisten waren aber in Privatbesitz und so konnte man gar nicht nahe genug heran, um diese alten ehrwürdigen Gebäude zu besichtigen. Nach der Besichtigung des Wasserfalls fuhren wir noch zum Mullaghmore Head. Dort legten wir eine einstündige Pause ein.

Dann fuhren wir wieder zurück nach Sligo wo wir uns schon frühzeitig um eine Schlafge-legenheit kümmern wollten. Es gab genug B&B in Sligo , doch alle mit einem Schild „No Vacancies “ ausgehängt. Bei einem B&B blieb ich stehen und fragte den Hausherrn um ein Zimmer. Er entschuldigte sich, dass er keines mehr frei hätte und verabschiedete sich mit dem Rat, wir sollten doch zur Tourist-Information gehen, die würden bestimmt ein Zimmer für uns finden. Auf dem Weg dorthin fiel mir plötzlich auf der linken Straßenseite ein B&B-Schild mit „ Vacancies “ auf. Ich bremste und blieb vor dem Haus stehen. Erster Eindruck: schaut euch lieber selber das unten stehende Bild an und bildet euch eure eigene Meinung.

Von außen nicht so schlimm aber das Zimmer: quietschende Betten, staubige Möbel, unreiner Teppichboden und die Tür zum Badezimmer die zwar oben bündig mit dem Türstock war, nur unten fehlten ca. 7 cm um die Türe ganz schließen zu können. Es war auch mit Abstand das teuerste Haus, das sich seine Zimmer mit 33 Euronen pro Person viel zu teuer bezahlen ließ. Beate war müde und legte sich für eine Stunde schlafen, schließlich wollten wir heute Abend endlich einmal in ein Pub mit Live-Musik. Gegen 19.30 Uhr machten wir uns zu Fuß auf den Weg ins Zentrum von Sligo. Wir liefen so ziemlich die ganz Innenstadt auf der Suche nach einem geeigneten Restaurant ab. Doch entweder waren die Restaurant geschlossen oder die ausgehängten Menükarten entsprachen nicht so ganz unserem Geschmack. Wir beschlossen deshalb in eine Pizzeria zu gehen, die sich dann als recht geschmackvoll eingerichtet herausstellte. Auch das Essen war wider erwarten, sehr gut. Gegen 21.45 Uhr machten wir uns auf den Weg zu einem Pub , das ich zuvor schon beim Vorbeigehen in die engere Wahl nahm, in dem heute Live-Musik gespielt werden sollte. „Traditional Irish Music – Folk“ stand auf dem Plakat. Das „ Mc Garrigles “ war relativ gut besucht. In der Mitte stand ein längerer Tisch mit vielen kleinen Barhockern drum herum. Nur 3 Personen saßen an diesem Tisch und spielten mit älteren Instrumenten ansonsten war der Tisch leer. Ich dachte mir doch gleich, dass hier für weiter eventuell Musik spielende Gäste reserviert war. Klar es stimmte. In einem Eck setzten wir uns dann zu einem älteren Paar an eine Theke die 4 Personen ausreichend Platz bot.

Es war wunderschöne Musik und immer mehr Gäste, die ihre eigenen Instrumente mitgebracht hatten, setzten sich an den Tisch und spielten mit. Je später die Nacht wurde umso voller und voller wurde das Pub . Es drohte förmlich zu platzen. Als wir zu müde wurden verließen wir diesen mit alter irischer Folk-Music getränkten Raum und begaben uns auf einen etwas beschwerlichen Marsch zu unserem B&B. Beschwerlich darum, weil es sich mit einigen Guinness und Paddys nicht mehr so schnell und gut laufen lässt.

So hatte dieser Abend wortwörtlich einen schönen Ausklang.

Kilometerstand: 1051 km, gefahren 192 km






Tag 6
Startort: Sligo
Zielort: Killybegs / Glencolumbkill
Nach einem schnellen Frühstück, wir wollten so schnell wie möglich weg von hier, fuhren wir auf der N16 über Ballyshannon nach Donegal. Eigentlich wollten wir nicht so weit hoch fahren, doch durch die Ereignisse mit Festivals und Bank Holiday hatte es sich nun mal so ergeben. In Killybegs wollten wir uns ein B&B suchen. Wir hatten schon eine Empfehlung von Stevie aus dem Forum. Doch das vorgeschlagene Haus ließ sich nicht finden und war auch auf keinem B&B-Schild. So fuhren wir durch das kleine Dorf und wollten auf eigene Faust ein B&B suchen. Es war noch Vormittag. Jahaaaaa , wir hatten gelernt und da wir sowieso in dieser Gegend bleiben wollten fuhren wir zum erstbesten Haus das mit „ Vacancies “ ausgeschildert war. Etwas abseits der Strasse, ca. 300 Meter eine schmale Strasse hinein (15 Fußminuten westlich von Killybegs ) fanden wir eine Übernachtungsmöglichkeit der Extraklasse. Die Hausdame empfing uns mit solch einer Herzlichkeit wie wir es in Irland noch nicht erlebt hatten. Sie entschuldigte sich sogar dafür, dass sie das Zimmer das noch frei war noch nicht ganz fertig war, um 11.00 Uhr vormittags . Ich fand daran gar nichts schlimm, da nur noch der Staubsauger im Zimmer war, eine Bettdecke noch nicht ganz im Lot ausgerichtet war und im Bad noch ein Putzlappen hing.

Endlich zeigte sich das Wetter von seiner guten Seite. Seit Mittag strahlender Sonnenschein ohne ein einziges Wölkchen am Himmel.

Wir wollten weiter die R263 ab Kilcar der Coast Road entlang bis kurz vor Carrick. Danach bis zu einem See um dann wieder links auf die Coast Road bis Malin More. In dieser Gegend wurde massenhaft Torf gestochen. Überall sah man die aufgehäuften Torfhügel, die zum trocknen dort abgelegt wurden. Und natürlich Schafe. Beate fragte sich schon wie viel Schafe es denn in Irland überhaupt gibt. Es müssen auf jeden Fall zig Millionen sein.

Ab Malin More bogen wir links ab bis „Malin Beg“ zum „ Silver Strand“. Jetzt bekamen wir Landschaften zu sehen, die wir den Cliffs of Moher gerne vorziehe. Erstens viel weniger bis gar keine Touristen, zweitens einen Blick bei wunderschönem Wetter und drittens landschaftlich für uns das schönste Gebiet das wir bisher von Irland zu sehen bekamen. Lag aber wahrscheinlich auch daran, dass es heute der erste richtige schöne Sommertag war.

Während Beate den steilen Abstieg zum „ Silver Strand“ wagte, legte ich mich in die Wiese und ließ die Sonne auf meinen bleichen Oberkörper scheinen. Hier war ein Ort zum verweilen. Nach etwa 1 ½ Stunden fuhren wir zurück über Glencolumbkille nach Carrick. Von dort ging's rechts ab zum „ Carrigan Head “ zu den „Cliffs of Bunglass “. Die Strasse zu den Cliffs war derart schmal und steil, dass Beate meinte um hundert Jahre gealtert zu sein, weil z.B.: linkerhand ging's steil über die Klippen zum Meer (fast senkrecht), die Strasse über eine Kuppe führte und man erst nachdem man die Kuppe dahinter wieder hinunterkam sah welchen weiteren Verlauf die Strasse hatte (man sah nur die Motorhaube und jede Menge blauen Himmel). Am Endpunkt angekommen wurde man aber mit einem herrlichen Ausblick belohnt.

Nachdem wir diese wunderschönen Eindrücke auf uns einwirken ließen fuhren wir zurück nach Carrick um den Weg zum „ Glengesh Pass“ zu suchen. Nach kurzer Suche fuhren wir auf einer schmalen Strasse über den Pass nach „Common Bridge“. Kaum ein Auto kam uns auf dieser Strecke entgegen. Man fühlte sich richtig einsam, was uns ganz gelegen kam.

Wieder zurück im B&B fragten wir Ms. Manderson nach einem guten Restaurant fürs Abendessen. Sie nannte uns den Namen „AN CISTIN“. Ein Restaurant im knapp 30 km westlich von Killybegs entfernten Glencolumbkille. Dieses Gasthaus wurde vom Sohn und vom Gatten von Ms. Manderson geführt. Der Sohn ist Eigentümer und der Gatte kocht. Ein echter Familienbetrieb.

Wir unterhielten uns noch recht lange mit Ms. Manderson und machten uns dann gegen 19.15 Uhr auf den Weg. Der Horizont ließ jetzt schon vermuten, dass es noch einen schönen Sonnenuntergang geben würde. Das Restaurant war sehr gut besucht. Wir hatten aber vorsorglich einen Tisch reservieren lassen und wurden sehr zuvorkommend behandelt. Als „Starter“ ließ ich mir einen Teller Miesmuscheln in Weißwein- und Knoblauchcremesauce schmecken. Danach musste ich unbedingt noch ein Traditional Irish Beef and Guinness Stew vernichten. Einfach lecker. Beate konnte vom Gaelic Ckicken mit Whiskey Sauce nicht mehr lassen. Wohl genährt suchten wir uns jetzt einen schönen Platz, um den Sonnenuntergang genießen zu können. So gut wie gar kein Auto fuhr mehr an der Küste entlang. Auch hier konnte man sich fast wie am Ende der Welt fühlen.

Der Sonnenuntergang war echt malerisch, die Wolken zeigten die faszinierendsten Gebilde und außer ein paar Schafen und dem Rauschen des Meeres war nichts zu hören.

Danach fuhren wir zurück nach Killybegs direkt ins Zentrum. Wir wollten ein Pub mit Live-Musik suchen. Direkt am Hafen fanden wir dann die „ Harbour Bar“. Hier sollte aufgespielt werden. Doch schon während des Aufbaus wurde uns klar, dass hier nicht traditionelle irische Musik sondern eher Country gespielt würde. Da auch während der Einstellung der Musikinstrumente die Hörprobe schon viel zu laut war und wir auch durch zuviel Sonneneinstrahlung relativ müde waren, begaben wir uns zurück zum B&B.

Alles in allem war dies der sonnigste und schönste Tag während unseres bisherigen Irland-aufenthaltes. Sogar Beate hatte zwischendurch mal etwas zu warm und ließ ihre wärmenden Pullover und Jacken im Auto.

Kilometerstand: 1342 km, gefahren 291 km






Tag 7
Startort: Killybegs
Zielort: Boyle
Während unseres Frühstücks, Beate probierte endlich mal ein original Full Irish Breakfast , plauderten wir noch mit unseren Gastgebern. Wir verabschiedeten uns recht herzlich voneinander und versprachen beim nächsten Aufenthalt im County Donegal bestimmt wieder bei ihnen zu übernachten.

Unser Weg führte uns über Donegal und Sligo die N4 in Richtung Dublin. In Boyle schauten wir uns das „Boyle-Abbey“ von außen an. Dann fragten wir im Abbey-House (direkt neben dem Abbey) nach einer Schlafgelegenheit. Leider nichts. Also fuhren wir zur Tourist-Info. Wir wollten mal ausprobieren wie dort das vermitteln eines B&B zu- und hergeht. Schließlich wurden wir ins „Rosdarrig House“ vermittelt. Dies sollte sich als Glücksgriff erweisen. Ein sehr gepflegtes Haus mit wunderschönem gepflegten Garten. Das Zimmer war riesengroß, blitzsauber und das Bad spiegelt sich in sich selbst, so sauber war alles. Natürlich muss hier die Freundlichkeit der Besitzerin, Ms. McCormack, nicht extra hervorgehoben werden.

Es war gegen 13.00 Uhr als wir uns auf den Weg zum Lough Key Forest Park machten. Ich hatte die Hoffnung noch nicht aufgegeben endlich den öden Betonturm hinaufsteigen zu können um eines der bekanntesten Fotos von Castle Island selbst abzulichten. Nachdem dies 2004 nicht gelang weil der Turm verschlossen war, überraschte es mich umso angenehmer, dass dieser diesmal geöffnet war. Nach Luft ringend oben angekommen genossen wir zuerst einmal die herrliche Aussicht auf den Lough Key, die Anlage und den Forrest Park.

Vom Turm liefen wir zum Pier von Rockingham, wo wir 2004 mit unserem Boot angelegt hatten. Hier trafen wir auf ein älteres Ehepaar das mit dem Boot „Iris“ von Waveline unterwegs war. Wir unterhielten uns etwas und abschließend gab ich ihnen einige Tipps was sich hier im Umkreis für Besichtigungen so lohnen würde. Über den Fußweg liefen wir wieder zurück zum Parkplatz. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem wunderbaren Baum vorbei. Irgendwie fühlte man sich hier wie im Märchen. Am Parkplatz angekommen konnte es sich Beate nicht verkneifen die zahlreichen Enten zu füttern. Wenn schon keine Schafe zugegen sind dann wenigstens Enten.

Wie üblich wollten wir mal wieder einen Megalithic Tomb, welcher auf der Karte einge-zeichnet war, besichtigen. Doch auch nach langer anstrengender Suche wurden wir nicht fündig. Kein Hinweisschild, nichts deutete daraufhin, dass hier irgendwo irgendwas altes steiniges sein sollte. Also ließen wir von unserem Vorhaben ab und beschlossen in Boyle ins „ Cryans “ auf ein Guinness zu gehen. Frisch gestärkt fuhren wir zurück zum B&B weil Beate noch ihren Schönheitsschlaf machen wollte. Ich saß im Garten bei herrlichem Sonnenschein und ulkte mit zwei älteren Schottinnen herum, die erst vor kurzem im selben Haus ein Zimmer bezogen hatten.

Zum Abendessen beschlossen wir zu Fuß (ca. 15 min Marsch) ins Zentrum zu laufen um dort im „Chambers“, welches uns von der Hausherrin des B&B empfohlen wurde, unsere Mahlzeit entgegenzunehmen. Das Lokal befindet sich vis-a-vis vom Hotel und das Essen war Spitze. Anschließend kehrten wir wieder im Cryan auf Guinness und Paddy ein, wo wir unsere schottischen Zimmernachbarinnen samt Anhang trafen. Wir hatten uns viel zu erzählen und zu lachen und spazierten dann gegen 0.00 Uhr gemütlich zu unserem Schlafgemach.

Kilometerstand: 1.525 km, gefahren 183 km



Tag 8
Startort: Boyle
Zwischenstationen: Carrick-On-shannon
Longford
Lanesborogh
Zielort: Roscommon
Nach dem Frühstück fuhren wir nach herzlicher Verabschiedung nach Carrick-On-Shannon. Hier machte ich für Beate eine Stadtführung der besonderen Art. Ich zeigte ihr alle Orte an denen ich in 2004 auch war. Das meiste waren allerdings Pubs. Noch ein kleines Souvenir gekauft und weiter ging die Fahrt über Longford nach Roscommon. Hier gingen wir mit unserem B&B-Reiseführer (wurde das erste mal verwendet) auf Suche. Wir suchten das Haus welches uns am besten gefiel. Leider war hier nichts mehr frei, doch die nette Dame telefonierte für uns gleich mehrere Häuser an. Beim zweiten wurde sie schon fündig und reservierte für uns. Wir wollten sie für die Unannehmlichkeiten entschädigen, doch sie lehnte ab und entschuldigte sich dafür, dass sie für uns kein einziges Zimmer mehr frei hätte. Wir bekamen auch noch eine super Wegbeschreibung ohne deren wir wahrscheinlich ziemlich ziellos herumgesucht hätten.

Nicht gerade das Pracht-B& , gut wir waren bis auf Sligo schon ziemlich verwöhnt worden, was Komfort und Sauberkeit anbelangt, aber was soll's, Hauptsache ein Bett zum Schlafen inkl. Badezimmer.

Anschließend begaben wir uns wieder mal auf die Suche nach einem in der Straßenkarte eingezeichneten Megalithic-Tomb. Dies war der erste der auch ausgeschildert war und so konnten wir endlich unseren ersten Tomb besichtigen.

Etwas überrascht von der „gewaltigen Größe“ wunderte es mich doch, dass so was ausgeschildert war und viele andere nicht. Waren die anderen etwa noch kleiner? Wahrscheinlich nur darum, weil dies einer von dreien ist, die es in Irland gibt und keiner so richtig weiß, was dieser „Steinbollen“ für eine Bedeutung hat.

Danach fuhren wir nach Lanesborogh, der Einfahrt vom Lough Ree in den Upper Shannon. Hier besichtigten wir die Anlegestelle. In mir kam wieder „dieses“ Gefühl hoch. Hier hatten wir im Jahr 2000 auf unserer ersten Shannon-Bootstour übernachtet. Darum musste ich auch noch weiter zur Schleuse bei Termonberry. Auch hier legten wir 2000 mit unserem Boot an. Leider seither nicht mehr an diese Stelle gekommen, war ich doch etwas überrascht wie sich diese Orte verändert hatten. Überall wurde gebaut und verbaut.

Nachdem ich meine Wehmut etwas abgelegt hatte fuhren wir zurück zum B&B und beschlossen zum Abendessen in die Stadt zu fahren. Dort suchten wir verzweifelt nach einem Restaurant. Wir fanden dann eines im Zentrum beim großen Parkplatz, doch die Karte entsprach nicht unserem Geschmack. Wir liefen und liefen und liefen die ganze Stadt ab. Wir wollten schon aufgeben und in das erste Restaurant gehen, doch kurz vor diesem, ganz versteckt, wir meinten dass dies wohl ein Nebengebäude einer Kirche oder so was ist, fanden wir dann doch noch „das“ Restaurant. Hier bestellte ich endlich das von mir schon sehnsüchtig gesuchte „Filet-Steak“, Medium gebraten. Für Beate gab's auch einen Leckerbissen, Lammbrust mit Gemüse und den berühmten Kartoffelbrei. Extrem teuer, dafür umso leckerer.

Nachdem wir unsere Ränzchen (Umschreibung für die wohlgenährte Wampe) gesättigt hatten, bedurfte es noch eines Verdauerleins . Wir gingen ins schräg vis-a-vis befindliche „ J.C.Doorley “, wo wir unseren wohlverdienten Paddy und das noch fällige Guinness genüsslich zu uns nahmen.

Kilometerstand: 1720 km, gefahren 195 km





Tag 9
Startort: Roscommon
Zwischenstationen: Athone
Banagher
Zielort: Glasson
Nach einem kurzen Frühstück fuhren wir über Athlone nach Banagher. Auch hier wollte ich Beate die Stationen unserer vergangenen Männer-Bootsurlauben zeigen. Nach einem längeren Spaziergang fuhren wir dann wieder zurück. Beate wollte noch einen Abstecher nach Clonmacnoise zur Klosterruine machen. Da ich heuer im Mai schon mal dort war um die Anlage zu besichtigen wollte ich erst nicht mit hinein. Doch Beate meinte ich könnte sie doch nicht alleine in der Anlage rumlaufen lassen, also nahm ich mir ein Herz und beschloss für Beate den Reiseführer zu spielen.

Als wir aus der Anlage zurück zum Parkplatz kamen war ich sehr überrascht als ich neben unserem geparkten Mietauto einen VW-Campingbus aus meiner Heimat vorfand.

Wir fuhren dann nach Glasson und quartierten uns wieder im „Benown House“ ein, in dem wir schon in unserer ersten Nacht übernachteten. Dann fuhren wir wieder zu Waveline und quatschten mit Sven, Anita, Norbert und Bine.

Während ich den Mietwagen vom Schmutz der vergangenen Tage reinigte und anschließend auf ein Guinness mit Norbert und Bine ging, blieb Beate im B&B, denn sie wollte die Koffer umpacken.

Abends traf sich dann die ganze Riege im Restaurant bei den Killinure Chalets wo wir dann auch noch Lutz mit seiner Gattin kennen lernen durften. Es war ein wunderschöner Abend. Wir hatten sehr viel zu lachen und zu reden. Beate und Anita schmiedeten bereits Pläne für unseren nächsten Irland-Urlaub. Keine der beiden hat mir verraten was sie da ausgeheckt haben. Die Zeit verging wie im Fluge als wir beschlossen gegen 01.00 Uhr zu Bett zu gehen.

Kilometerstand: 1898 km, gefahren 178 km



Tag 10
Startort: Glasson
Zielort: Dublin
Früh morgens bestellte Beate zum letzten mal ihr Full Irish Breakfast. Dann fuhren wir noch zu einem Aussichtspunkt um noch ein paar letzte Fotos von den Inner Lakes zu machen.

Ab hier fuhren wir durch bis zum Airport Dublin. Bei der Autovermietstation angekommen fragte ich noch nach wo man denn das Auto auftanken könnte, denn so ca. 35 km vor dem Flughafen war keine Tankstelle mehr. Nach kurzer Erklärung fuhr ich die 2 Kreisverkehre weiter und tankte den Wagen voll. Wieder zurück musste ich nur den Wagenschlüssel abgeben und somit war alles erledigt. Mit einer halben Stunde Verspätung hob unser Flieger in Richtung Stuttgart ab. Durch starken Rückenwind konnten wir ca. 15 min. Verspätung wieder aufholen und landeten so nicht ganz so spät in Stuttgart. Nun nach erfolgter Gepäckabholung nur noch das Auto abholen und somit war unser Urlaub mehr oder weniger zu Ende, leider.

Kilometerstand: 2058 km, gefahren 160 km

Irland ist auf jeden Fall die Reise wert. Die Landschaft ist vielfältig wie auf keiner anderen Insel, die wir je gesehen haben – und wir haben schon viel von der Welt gesehen -, die Leute sind überaus freundlich und liebenswert und das Wetter, nun das Wetter ist eben typisch irisch, aber auf keinen Fall so wie viele vermuten. Es regnet nicht immer und durchgehend, sondern vielmals wenn schon Schlechtwetter angesagt ist scheint auch zwischendurch meist für einige Minuten (mehrmals am Tag) die Sonne. Sonnentage gibt es auch genug auf der grünen Insel. Eines ist für uns jedenfalls klar:

WIR KOMMEN WIEDER – „BESTIMMT“

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Mehr als 12.300 Bewertungen

Das sagen unsere Kunden …

Jana J., Cottbus, 24.04.2017:

Die große Irland-Rundreise (+/-14 Tage) Reise: sehr gut
Preis-Leistung: sehr gut

Der schönste Urlaub, den wir bisher gemacht haben. Super durchorganisiert und vorbereitet.

Stephanie N., Rosengarten, 24.04.2017:

Ihre individuelle Rundreise durch Irland Reise: sehr gut
Preis-Leistung: sehr gut

Wir würden immer wieder über Frau Ohmer unsere Reise buchen. Es war nicht nur zeitlich ...