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Nachfolgerin auf Pferdefarm in Co. Clare gesucht (2012)


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#1 I<3Ire

I<3Ire

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Geschrieben 08 Dezember 2011 - 07:51

Hallo zusammen,
ich stelle mich mal kurz vor: Ich heiße Steffi, komme aus der nähe von Stuttgart und habe die letzten 7 Monate (und letztes Jahr 2 Monate) in Irland gelebt. Ich musste schweren Herzens wegen meiner Ausbildung die ich im Januar anfange wieder nach Deutschland zurück kommen.
Nun hat mich mein irischer Chef gebeten mal in deutschen Foren nach einer Nachfolgerin für mich zu suchen (da er kein deutsch kann).
zuerst mal wie ich dazu kam:
Ich habe letztes Jahr als Aupair in Irland gearbeitet. Da meine Gasteltern erfahren haben, dass ich ein Pferd in Deutschland habe, dachten sie sich, es wäre doch schön für mich, in Irland auch zu reiten. So haben sie mich Peter vorgestellt. Ich habe am Anfang (in meiner Freizeit) ein bisschen auf dem Hof mitgeholfen und immer mehr gemacht und irgendwann jeden morgen im Stall verbracht (nachmittags die Kinder gehütet). Dieses Jahr bin ich dann im Mai zurück nach Irland um den ganzen Sommer bis letzten Samstag auf der Farm zu arbeiten.
nun zu meiner Arbeit:
ich habe auf einer irischen Pferdefarm (http://www.mountainviewtrekking.com/ ) gearbeitet und gelebt. Der Hof (in Lisdonnvarna in Co.Clare gelegen) ist ein Trekking und Pferdeausbildung Stall und wird vom Iren Peter Williams (dem coolste Chef den man sich vorstellen kann) geleitet. Ich habe in meiner Zeit dort viel über Pferde gelernt, mein Englisch verbessert, viel Menschen von überall auf der Welt kennen gelernt und unzählige Stunden im Sattel und im Stall verbracht.
Am Anfang waren meine Hauptaufgaben das tägliche Füttern von den Pferden und die Ausritte leiten. Wenn wir weniger Ausritte an einem Tag hatten kam noch Stallarbeit und das Helfen beim Ausbilden von Jungpferden dazu. Wenn man sich das Einreiten von den „Babys“ noch nicht traut, ist das nicht schlimm, Peter zwingt einen nicht etwas zu tun wovor man Angst hat.
Bei den Ausritten lief es immer so ab, dass Peter die Gäste empfangen hat und den jeweiligen Pferden zuteilte. Ich habe die Ausritte dann geleitet und, wie bei jeden touren, als Leiterin die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gezeigt. Da kommt man jedoch sehr schnell rein, denn Peter zeigt einem alles genau. Angeboten werden 1,2,3,4 und 6 Stunden Ritte. Bei jedem Ritt (außer wenn es Nebel hat) kann man die schöne Aussicht aufs Meer, die Cliffs of Moher (Meer und Cliffs war meine täglich Aussicht vom Hof), die Aran Islands, Galway Bay, das Gebiet Burren und bei schönen Wetter auch die Connemara Mountains genießen. Gelegentlich macht man auch einen längeren Ausritt zum Meer, wo man am Strand entlang galoppieren kann.
Da man immer verschiedene Menschen um sich hat, sollte man nicht schüchtern sein und einfach offen und freundlich auf die Gäste zugehen. Außer wenn ich eine deutsche Gruppe auf einem Ausritt hatte, wurde eigentlich immer englisch gesprochen. Im Hochsommer habe ich zwischen 5 und 8 Stunden täglich im Sattel verbracht (ist manchmal schwer am Anfang, aber man gewöhnt sich dran ).
Im Mai und Oktober kamen dann noch jeweils ein Pferdemarkt in Cliffden (connemara) dazu. Dort sind wir mit einigen unserer Ponys hin, die ich dann dort vorgeführt und vorgeritten habe (nur die lieben ). Gegen Ende Oktober wird es dann ruhiger mit den Trails. Dadurch hatte ich dann Zeit ein paar junge Irish Sport Horses auf das Springreiten (ich bin eigentlich Dressur und Westerreiterin, aber das Springen hat trotzdem geklappt) und einen großen performance sale vorzubereiten. Zu diesem Verkauf sind wir dann auch letzten Dienstag gefahren und ich habe die Pferdchen vorgeritten...

zu den Tieren auf dem Hof:
unsere Trailpferde (Irish Tinker und Connemara Ponys) sind alle sehr gut erzogen (mit dem meisten kann man 5 jährige Kinder ins Gelände schicken ). sie leben in einer Gruppe von bis zu 10 Pferden den ganzen Sommer über auf der Koppel. Dass heißt die Pferdchen müssen täglich morgens von der Koppel zum Stall getrieben werden und Abends wieder auf die Koppel zurück
Im Stall sind nur Pferde, die zum ausbilden und bereiten auf dem Hof sind. Diese schlafen nachts in den Boxen und sind tagsüber immer auf Koppeln und Paddocks.
Dann gibt es noch die Kühe, die Peters Mum gehören. Die sind eigentlich immer draußen, nur manchmal sind einige im Kuhstall,aber außer Heu füttern, und gelegentlich helfen sie von einer Weide auf die andere zu treiben, hat man nicht viel mit den Kühen zu tun.
Dann gibt es noch Warrior, den 6 jährigen Deutschen Schäferhund. Er ist der Wachhund des Hofes. Da er genau weiß, wer zum Hof gehört und wer nicht, kann man ihn nicht rauslassen, wenn Gäste da sind. Er hat sich jedoch schnell an mich gewöhnt. Man sollte ihn einfach die ersten Wochen ignorieren damit er einen kennen lernen kann. Jetzt gegen Ende konnte ich alles mit ihm machen.

Zur Umgebung:
der Hof liegt etwas abseits, jedoch nicht komplett abgeschnitten von der Welt .Er liegt zwischen den Orten Lisdoonvarna und Doolin. Ich hatte ein Fahrrad hier zur Verfügung, konnte manchmal Peters Auto entführen und seine Mum hat mich Abends ab und zu in den Pub gefahren (zurück gings mitm Taxi). An meinen freien Tagen, wenns Wetter mitgemacht hat, bin ich nach Doolin (mit meinem Pony) geritten, habe es dort den Tag über in einem Paddock gelassen und bin abends wieder heim geritten .

zur Arbeit selber:
ich habe täglich von morgens 8 Uhr bis mittags 5 Uhr gearbeitet. Wenn viel los war und wir an einem Tag mal länger gearbeitet haben, durfte ich am nächsten früher aufhören.
Ich hab 100 Euro die Woche bekommen. Dazu kamen noch 40-80 Euro Trinkgeld (kommt darauf an wie viele Touren man hat)
Ich habe bei der Mum von Peter mit im Haus gewohnt. Jedoch möchte er (glaube ich) umbauen, daher kann ich nicht genau sagen wo meine Nachfolgerin wohnen wird, dass müsste man mit Peter selber bereden (aber auf jeden Fall bleibt man in der nähe vom Hof).
Essens technisch wurde ich von seiner mum abends bekocht. Mittags gabs immer Sandwichs. Also um Verpflegung muss man sich nicht kümmern.
Zudem hat man einen Tag in der Woche frei (dass habe ich jedoch nur zu Beginn meiner Zeit dort gehabt, irgendwann habe ich beschlossen fast immer 7 Tage die Woche zu arbeiten, da ich es ohne meine Pferdchen nicht mehr ausgehalten habe...(hab dann immer mal einen Vormittag/Nachmittag frei genommen)

So jetzt habe ich echt viel geschrieben Ich hoffe ich habe nichts vergessen. Wenn jemand Interesse hat und noch irgendwelche Fragen, kann man mich gerne anschreiben.
Ich kann nur soviel sagen, wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich zurück auf die Farm gehen und für immer dort bleiben. Ich habe so viele neue Freunde kennen und lieben gelernt und ich habe mich immer wohl gefühlt in Peters Familie. Das war der beste Sommerjob den ich mir vorstellen konnte, ich hatte sehr viel Spaß und werde auch wieder nach Irland gehen (ich habe dort ein Pferd , dass sehr wahrscheinlich das guidepony meiner Nachfolgerin wird )

Also wenn jemand gerne nach Irland möchte (bevorzugt von Mai-November 2012 (wenn es nur kürzer geht kann man mit Peter mal reden)) und pferdeverrückt ist, dann ist der Job das Richtige!!!

Glg Steffi

ps.: noch eine Internetseite der Umgebung und von der Farm:
http://www.tripadvis....nty_Clare.html
http://www.doolin-tourism.com/