Gesundheitswesen
#1
Geschrieben 14 November 2008 - 10:15
#2
Geschrieben 14 November 2008 - 02:00
In England wirst du nicht zwingend ins Krankenhaus überwiesen. Oft erkennt ein Arzt das Problem, sagt dann aber dass er es nicht behandeln kann und gibt Dir eine Überweisung zu einem anderen Arzt, der darauf spezialisiert ist. Dafür muss man oft eine lange Wartezeit einstecken. Beispiel? Du hast Zahnschmerzen. Willst einen Termin beim Zahnarzt ausmachen. 3 Monate wartest du für einen Termin. Der Zahnarzt schaut dich an, sagt dir, dass der Zahn schon so kaputt ist, dass nur noch eine Wurzelbehandlung hilft. Oder ziehen. Wurzelbehandlung macht er nicht, da muss man zu Dr. so und so gehen. Man ruft dort an - wartet wieder 3 Monate auf einen Termin usw.
Irland ist nicht so. Es gibt medizinische Versorgungszentren, freie Ärzte, in den Städten auch zusammenschlüsse von Ärzten usw. In den Zentren ist es nicht so schwer einen Termin zu bekommen. Man muss halt in Kauf nehmen, dass man in Irland alles selber zahlen muss....Behandlung und Medikamente...
#3
Geschrieben 17 November 2008 - 03:26
#6
Geschrieben 19 November 2008 - 11:36
Können die in Irland lebenden das bestätigen?
Gerade im Gesundheitswesen zahle ich lieber mehr Steuern, wenn ich dadurch in besseren Händen bin.
#7
Geschrieben 19 November 2008 - 02:58
deedee sagte am 19.11.2008, 11:36:
Das bestätigen alle Nachrichten aus Irland, dazu muss man nur in die Zeitungen wie z.B. die Irish Times schauen. Im Juni 2008 warten z.B. in 43 Krankenhäusern des Landes mehr als 21.000 Kinder und Erwachsene seit mehr als drei Monaten auf eine erforderliche Operation, 2.000 warteten seit mehr als einem Jahr. Nicht jeder von ihnen hat sie erlebt oder wird sie noch erleben.
Vor einigen Tagen gingen in Dublin wieder Menschen auf die Straße und forderten die Ablösung der Gesundheitsministerin. Wahrscheinlich wird sie bleiben, denn wer will schon diesen Job — vor allem jetzt, wo gerade wieder Mittel gekürzt werden?
Gruß, Jürgen
"... Als die Welt aus dem formlosen Chaos entstand, muss dieses Stück übrig geblieben sein – die letzten Spuren des Ur-Chaos" (William Makepeace Thackeray, Irish Sketch Book, 1843)
#8
Geschrieben 19 November 2008 - 03:16
Es ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits stimmt es, dass man in Österreich und Deutschland sehr hohe Beiträge für die Krankenkassen zahlen muss und so lange man jung ist und nichts braucht, ist man "Nettozahler"... in Österreich muss man ja zusätzlich zu den hohen Beiträgen auch noch eine Rezeptgebühr gezahlen für jedes Medikament.
Andererseits, wenn du zB in Irland zum Zahnarzt gehen musst und du dich plötzlich mit einer Rechnung von 300 Euro konfrontiert siehst, wo du weißt dass du in Österreich nichts bezahlt hättest, fangt man schon zum Grübeln an...
Es gibt Stimmen die da sagen, staatliche Gesundheitsvorsorge in Irland bedeutet so viel, dass man behandelt wird kurz bevor man stirbt!
Jetzt diskutieren sie sogar darüber, Pensionisten die Medical Card wegzunehmen...
#9
Geschrieben 19 November 2008 - 03:59
Green sagte am 19.11.2008, 15:16:
Schlimmer waren die dran, bei denen es umgekehrt war. Von ihnen leben nicht mehr alle.
Zitat
Dabei geht es nicht um alle Rentner, sondern um solche, deren Rente eine bestimmte Höhe überschreitet. Bis jetzt ist die kostenlose Medical Card für alle ab 70-jährigen unabhängig vom Einkommen.
Gruß, Jürgen
"... Als die Welt aus dem formlosen Chaos entstand, muss dieses Stück übrig geblieben sein – die letzten Spuren des Ur-Chaos" (William Makepeace Thackeray, Irish Sketch Book, 1843)
#10
Geschrieben 19 November 2008 - 04:08
In der irischen Bevölkerung kann man allerdings auch einen sehr großen Unmut wegen der MC erkennen. Vor allem, wenn ein Ausländer der Social Welfare erhält diese bekommt (bzw. ausländische Familien) ... man hört dies jetzt öfter "jene mussen nichts bezahlen, aber wir die arbeiten und Steuern bezahlen.... usw. Überall auf der ganzen Welt das selbe!
#11
Geschrieben 20 November 2008 - 09:16
Nach diesem Bericht war für mich klar, dass - so schön Irland auch ist - es kein Land sein wird, in das ich ziehen werde, was ich zutiefst schade finde
Grüssle
#12
Geschrieben 20 November 2008 - 02:07
Man muss sich jetzt einmal mit den Nachwirkungen der Emanzipation beschäftigen. Denn der Hygiene-Standard in vielen irischen Häusern ist wirklich sehr gering. Männer kümmern sich grundsätzlich nicht um Haushalt. Viele der jüngeren sind in einem "Hotel Mama" aufgewachsen, wo sie nichts machen mussten. Gar nicht wissen, wie man sich selber versorgt. Die Mädchen sagen, dass Hausarbeit etwas "Haumütterchen" ist und sie, wenn sie arbeiten, sicherlich keinen Putzlappen in die Hand nehmen!
Auch das wird viele Leute krank machen....

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