Urlaub in Connemara: Entdecken Sie Irlands Wilden Westen

Connemara ist eine Region im Westen Irlands und liegt zwischen dem See Lough Corrib und der Barony of Ross, welche sich bis in die anliegende Grafschaft Mayo erstreckt. Besucher sind fasziniert von der einmaligen, zweigeteilten Landschaft. Während große Flächen des Landes aus Heide- und Moorgebieten bestehen, ziehen sich die hohen Bergketten des Lough Mask durch den Norden. Dazwischen befinden sich schroffe Steilhänge, traditionelle Dörfer und einige der schönsten Strände Irlands. In diesem Artikel nehmen wir Sie mit auf eine Reise, durch die beeindruckende Natur Connemaras. Wetten, Sie möchten anschließend sofort Ihre Koffer packen?

Connemara

Connemara (Irland)

Irlands Wilder Westen

Oscar Wilde beschrieb Connemara einst als „in every way magnificent“, großartig in jeder Hinsicht – wie Recht er hatte! Auch heute noch ist diese Region eine der schönsten Irlands. Wer in den Genuss kommt das Land selbst zu entdecken, wird sofort seinem Reiz verfallen.

Doch was macht Connemara überhaupt so einzigartig? Sind es die irischen Bräuche und Traditionen, die hier so wertvoll aufrechterhalten werden? Oder ist es die einzigartige Natur, die eine Kombination aus seelischer Erholung und abenteuerlichen Erlebnissen bietet? Entscheiden Sie selbst, welche Orte Sie in ihren Bann ziehen:

Connemara Nationalpark – Erholung für die Seele

Der Nationalpark ist aufgrund seiner einmaligen Flora, Fauna und Geologie ein faszinierender Ort. Verschiedenste Rundwege führen durch das nahezu einsame Heidenland. Über Holzstege und Trampelpfade verlaufen diese durch das mit Pfeifengras bewachsene Moorgebiet, bis hin zu dem imposanten Diamond Hill. Schwindelfreie wagen den Aufstieg auf den 400 Meter hohen Berg und genießen einen einmaligen Panoramablick über das ursprüngliche Land, weit hinaus bis auf den tosenden Atlantik. Auch ohne den Diamond Hill zu besteigen, lohnt sich eine Wanderung durch Connemara. Die Natur des Nationalparks ist unberührt und erholsam. Hier können Sie auch noch wild lebende Connemara Ponys beobachten.

Kylemore Abbey – Jahrhunderte alte Geschichte

Die malerisch am See Lough Poolacappul gelegene Kylemore Abbey dürfen Sie bei Ihrem Besuch keinesfalls verpassen. Die älteste Benediktinerinnenabtei Irlands wurde bereits 1665 erbaut und thront seither am Ufer des Sees, immerzu umgeben von den gewaltigen Berghängen der Connemara Mountains. Sie ist nicht nur eines der beliebtesten Fotomotive der Region, das Kloster blickt auf eine weitläufige Geschichte zurück. Ursprünglich wurde die Abbey als religiöse Gemeinschaft, für katholische Frauen erreichtet. Im Ersten Weltkrieg wurde das Gebäude jedoch zerstört, wonach es erneut aufgebaut werden musste. 1921 wurde die Kylemore Abbey als Benediktinerinnenkloster und Mädcheninternat erneut eröffnet. Junge Frauen aus aller Welt genossen seither die hoch angesehene Schulbildung in dem märchenhaften Anwesen.

Connemara

Kylemore-Abbey Connemara, County Galway (Irland)

Clifden und seine beeindruckende Sky Road

Der Küstenort Clifden wird nicht zu Unrecht als die Hauptstadt Connemaras bezeichnet. Das Örtchen ist überschaubar, aber kunterbunt. Kunsthandwerkgeschäfte, Souvenirshops, urige Pubs und ausgezeichnete Sea-Food Restaurants stehen hier Tür an Tür. Zwischendurch sorgen gemütliche Cafés, hin und wieder eine Eisdiele und einige Shops für Wander- und Outdoorbekleidung für Abwechslung.

Nicht nur die „Hauptstadt“ selbst sollten Sie besuchen. Die Landschaft rund um Clifden besticht mit einer traumhaften Kulisse. Sind Sie mit einem Mietwagen unterwegs, empfiehlt sich eine Fahrt entlang der 11 Kilometer langen Sky Road. Diese führt Sie nicht nur zu dem bezaubernden Clifden Castle, sondern auch entlang der romantischen Clifden Bay. Die Panoramastraße teilt sich indes auf in die Lower oder Upper Sky Road. Letzteres bringt Sie zu einem zu einem Aussichtsplatz, von dem aus Sie nicht nur den Leuchtturm von Slyne Head erblicken, sondern an klaren Tagen bis weit auf den Atlantik hinaus sehen.

Connemara

Clifden Castle Connemara, County Galway (Irland)

Die dramatisch schöne Insel Inishbofin

Inishbofin, etwa 10 Kilometer von Festland entfernt, ist eine Insel, wie sie im Bilderbuch steht. Eine schroffe Küste, weite Sandstrände und saftig grüne Weideflächen. Sie ist ein Paradies für Wanderer, Abenteurer und Vogelbeobachter. Eine Vielzahl verschiedener, sogar seltener Vogelarten sind auf Inishbofin beheimatet. Die Insel wurde jedoch vor vielen Jahren von dramatischen Ereignissen geprägt. Manch Schiffen ist einst die tosende See vor Inishbofin zum Verhängnis geworden, und sie zerschellten an den mächtigen Felsen des Landes. Heute noch können Sie einige der rostigen und maroden Wracks an der Küste entdecken.

Die Gezeiteninsel Omey Island

Wenn Sie Straßenschilder mitten im Meer ausmachen, handelt es sich keinesfalls um einen Streich trinkfreudiger Iren. Sie markieren tatsächlich den Weg nach Omey Island. Nur wenn die Flut sich ihren Weg zurück in das Meer bahnt, ist es möglich, mit dem Auto über den breiten Sandstrand zur Insel zu gelangen. Der Ort selbst wird aufgrund der mobilen Einschränkungen heutzutage kaum mehr bewohnt, lediglich ein paar Ferienhäuser bieten Ruhe und Erholung in der vorübergehenden Einsamkeit.

Das Herzstück Connemaras: Killary Harbour

Tatsächlich handelt es sich hierbei nicht um einen Hafen, sondern um den einzigen Fjord Irlands. Über eine Strecke von 16 Kilometer verläuft der Meeresarm bis in das Landesinnere. Nicht nur Angler und Wanderer kommen hier auf ihre Kosten. Der Killary Harbour ist eine wahre Naturschönheit, die Sie sowohl zu Fuß, wie auch auf dem Wasser erkunden können. Täglich startet eine 90-minütige Bootstour am Hafen von Leenaun, bei der Sie mit einem traditionellen Irish Coffee die fantastische Kulisse Connemaras genießen können. Anschließend sollten Sie die beeindruckenden Aasleagh Falls des Flusses Erriff besuchen, welcher in den Killary Harbour mündet.

Connemara

Killary Harbour Connemara, County Galway, (Irland)

Möchten Sie selbst die unberührte und traumhafte Natur Connemaras erleben? Dann machen Sie sich auf, zu einer Rundreise durch den romantischen Westen Irlands!

Eine irische Liebesgeschichte

Den in Irland gedrehten Liebesfilm P. S. Ich liebe dich, kennen Sie bestimmt. Tragisch, romantisch mit einer traumhaften Kulisse. Dieser Film erfreut sich immer noch großer Beliebtheit und wird es auch immer tun. In diesem Film eroberte Gerad Butler das Herz von Hilary Swank unter anderem mit dem Lied „Galway Girl“ von Steave Earle.  In unserer irischen Liebesgeschichte, die wir heute erzählen möchten, geht es um ein Mädchen aus der Grafschaft Down mit dem Namen Margaret Vaughan. Sie stammte zwar aus Down und nicht Galway, wird aber immer mit dem County Galway verbunden sein, da Sie der Grund für den Bau der neogotischen Kirche in Kylemore Abbey war.

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 Vor jeder Tragödie steht am Anfang die Liebe

Kylemore’s waterfront, County Galway im Jahre 1852. Der erfolgreiche Finanzier Mitchell Henry und seine Braut Margaret Vaughan verbrachten ihre Flitterwochen im traumhaften  Connemara. Das Paar genoss auf dem Landgut Kylemore sein Mittagessen im Freien. Während sie dort saßen, bemerkte Margaret, wie wunderschön die Gegend ist. Hier zu leben, erschien ihnen als wunderbarer Gedanke. Dreizehn Jahre später stand an derselben Stelle ein Schloss, sie hatten sich ihren Traum verwirklicht. Das Wort luxuriös reicht nicht aus, um das Gebäude zu beschreiben. In „Irish Country Houses“, einem Buch über irische Landhäuser, beschreibt Terence Reeves-Smyth das Schloss so: „Riesig wie aus Citizen Kane, viele prächtige Empfangsräume, ein Ballsaal mit einem gefederten Boden, ein prachtvoller Treppenaufgang, eine Bibliothek, ein Arbeitszimmer und 33 Schlafzimmer …“ Fast zehn Jahre lang lebten Margaret, Mitchell, und ihre neun Kinder im Schloss glücklich vereint.

Leider schlug auch hier das Schicksal erbarmungslos zu, im Jahre1875, erkrankte Margaret bei einer Reise nach Ägypten an einem bis dato unbekannten Fieber und starb. Mitchells Herz war gebrochen. Er konnte die Aufenthalte in Kylemore nicht mehr ertragen und kam nur noch sehr selten zu Besuch. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, seiner Frau eine der elegantesten Grabstätten zu bauen, die man mit Geld kaufen kann. Die neogotische Kirche in Kylemore Abbey. Die Verwalterin Brid O’Connell kennt Kylemore und ist durch Ihren Beruf mit dem Anwesen sehr vertraut. Für Brid ist die Kirche mehr als nur eine Grabstätte, sie ist eine Hommage an Margaret und Mitchell. Brid O’Connell originaler Wortlaut: „In Kylemore sind die Wasserspeier, die man häufig an gotischen Kirchen sieht, lächelnde Engel. Für mich ist das das erste Anzeichen dafür, dass diese Kirche etwas ganz Besonderes ist. Sie wurde zum Andenken an eine Frau gebaut – das spiegelt sich auch in dem architektonischen Stil wider. Die relativ kleinen Ausmaße sowie die filigrane Bauweise mit den geschnitzten Blumen und Vögeln geben ihr etwas Feminines.“ Und genau das wollte Ihr Mann Mitchell erreichen, dass man sich immer an seine Margaret und Ihre wahre Schönheit erinnert.

Diese Liebe ist wohl eine wenig bekannte Liebesgeschichte. In der Liebesgeschichte von Margaret und Mitchell gibt es keine Briefe nach dem Tod und keine sorgfältig bearbeiteten Rückblenden. Wie im berühmten Blockbuster P. S: Ich liebe Dich. Sie wurde nicht in Hollywood geschrieben oder zu einem Drehbuch umgeschrieben,  sondern stammt aus dem wahren Leben und ist ein Teil von Irlands Geschichte. Trotzdem braucht jede, auch noch so traurige oder tragische  Geschichte ein  Happy End. Unsere Liebesgeschichte endete damit, dass Mitchell im Jahre 1910 starb und neben seiner Frau in der Kirche in Kylemore beigesetzt wurde. Hier liegen sie nun für immer und ewig vereint und Ruhen gemeinsam in Frieden.

Sie möchten das romantische Irland selber erleben? Unsere Irland Experten braten Sie gerne!