Die 5 schönsten Fernwanderwege entlang Irlands Südküste

Die unvergleichliche Natur Irlands lässt sich kaum besser erkunden als zu Fuß, mittendrin in der rauen Schönheit des Landes. Ob Sie sich für das malerische Kerry, die unberührte Beara Halbinsel oder das traditionsreiche Dingle entscheiden: Dieses Erlebnis werden Sie bestimmt niemals vergessen! In diesem Artikel möchten wir Ihnen fünf der schönsten Fernwanderwege im Süden Irlands vorstellen.

Irlands Süden, Fernwanderwege entlang der KüsteWandern entlang der irischen Gold Coast: Der Kerry Way

Der Kerry Way ist einer der berühmtesten und zugleich auch schönsten Wanderwege in Irland. Mit seinen etwa 200 Kilometern ist er zudem auch der längsten des Landes. Die Route ist geprägt von tiefen Wäldern, imposanten Berggipfeln und wunderschönen Küstenabschnitten. Zum Erholen sind traditionelle Städte wie Killorglin oder die Geburtsstätte Charlie Chaplins, das bunte Waterville vorgesehen. Wenn Sie den Kerry Way entlang wandern, begeben Sie sich mitten in die atemberaubende und schroffe Natur Irlands.

Irlands Süden, Fernwanderwege entlang der Küste

Länge: 200 Kilometer Empfohlene Dauer: 8 Tage +

Tradition erleben auf dem Dingle Way

Die Halbinsel im Westen Irlands ist für seine beeindruckende Kulisse und die traditionelle Lebensweise seiner Bewohner bekannt. Bei einer Erlebnisreise wie der Dingle Wanderung auf eigene Faust, entdecken Sie die schönsten Ecken Irlands und das Land, in seiner ursprünglichsten Art. Genießen Sie die atemberaubende Aussicht auf die Blasket Islands und besichtigen Sie Relikte aus längst vergangenen Zeiten. Der Dingle Way ist einer der abwechslungsreichsten und beeindruckendsten Wanderwege Irlands.

Irlands Süden, Fernwanderwege entlang der Küste

Länge: 179 Kilometer Empfohlene Dauer: 8 Tage

Abseits der Touristenpfade auf dem Beara Way

Die Beara Peninsula gilt als Geheimtipp unter Irlandreisenden. Die Halbinsel ist geradezu ursprünglich und unberührt. Kaum ein anderer Ort in Irland ist noch so unbelebt, wie Beara. Viele Reisende verweilen am Ring of Kerry, weshalb ihnen die nur wenige Meilen entfernte Schönheit entgeht. Die Landschaft Bearas ist von der gewaltigen Macht des Atlantiks und imposanten hohen Bergketten gekennzeichnet. Nur wenige Wälder säumen die Halbinsel. Bei einer Wanderung entlang des Baera Ways erleben Sie nicht nur Irland auf eine beeindruckende Art und Weise. Sie können zudem eine Fahrt mit der einzigen Seilbahn des Landes unternehmen.

Irlands Süden, Fernwanderwege entlang der Küste

Länge: 152 Kilometer / + 190 Kilometer mit Dursey Island Empfohlene Dauer: 5 Tage +

Südseefeeling in Cork erleben

Bei einer Wanderung entlang der Südküste Irlands werden Sie mancherorts das Gefühl verspüren, sich mitten in der Südsee zu befinden. Der County Cork ist bekannt für seine überaus sauberen Strände, fantastisch schönen Häfen und die vielzähligen kleinen Inseln. Durch den Einfluss des Golfstromes herrscht das ganze Jahr über ein mediterranes Klima. Dies kommt vor allem Wanderern immer wieder zugute. Entdecken Sie in Ihrem Wanderurlaub in Cork den südlichsten Punkt Irlands, faszinierende mittelalterliche Burgen und traumhaft schöne Küstenabschnitte.

Irlands Süden, Fernwanderwege entlang der Küste

Länge: 143 Kilometer Empfohlene Dauer: 8 Tage +

Den tosenden Atlantik erleben auf dem Sheep’s Head Way

Der Sheep’s Head Way eignet sich sogar für Gelegenheitswanderer. Die Route verläuft nahezu eben und ist ohne große Anstrengung zu schaffen. Das milde Klima trägt zu einem angenehmen Wanderurlaub bei. Ein großer Teil des Weges liegt entlang der Bantry Bay. Die Bucht ist bekannt für ihre wunderschönen Küstenabschnitte. Im weiteren Verlauf der Reise entdecken Sie verlassene Dörfer, alte Minen und beeindruckende Ruinen. Start- und Zielpunkt dieser Reise ist der Fischerort Bantry. Passende Unterkünfte finden Sie hier.

Irlands Süden, Fernwanderwege entlang der Küste

Länge: 150 Kilometer Empfohlene Dauer: 7 Tage

Bei jeder dieser Wanderungen sind Sie über mehrere Tage unterwegs. Wichtig ist, dass Sie sich um eine geeignete Ausrüstung kümmern. Diese sollte Minimum aus dem nachfolgenden Inventar bestehen:

  • Festes Schuhwerk
  • Eine windabweisende Regenjacke
  • Warme Kleidung
  • Mindestens eine große Trinkflasche
  • Kopfbedeckung gegen die Sonneneinstrahlung sowie Sonnencreme
  • Bei Bedarf Wanderstöcke
  • Karten oder GPS-Gerät

Die Planung Ihrer Reise, sowie das Buchen der Unterkünfte können unsere Irlandexperten gerne für Sie übernehmen.

Wanderurlaub auf der grünen Insel

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Bevor Sie Ihre Wanderschuhe anziehen und losmarschieren Irland zu erkunden, sollten Sie sich unbedingt Informationen über markierte Wanderwege, national Parks und Areas of Outstanding Beauty einholen. Das können Sie von Deutschland aus über das Internet oder in Irland bei den Tourist Offices der einzelnen Gegenden oder Sie lesen unseren Artikel bis zum Ende 🙂

Welche Wandermöglichkeiten gibt es auf der grünen Insel?

Es gibt lineare Wanderungen und viele Rundwanderwege. Die linearen Wege führen Sie von A nach B, und die Rundwanderwege wieder zurück zum Start. In der Republik finden sehr gut ausgeschilderte Rundwanderwege auch Loop Walks genannt. Diese führen an den wichtigsten und interessantesten Sehenswürdigkeiten sowie Naturlandschaften vorbei. In Nordirland finden Sie sehr gut ausgezeichnete Circular Walks. Diese Rundwanderwege sind für alle Wanderer geeignet und führen Sie durch atemberaubende Landschaften.

Für viele Wanderurlauber üben bestimmte Regionen, dank ihrer Schönheit einen besonderen Reiz aus. In der Republik Irland werden diese national Parks genannt wie Glenveagh in Donegal, die Wicklow Mountains, der Killarney national Park, der Burren und die wilde Landschaft von Connemara. In Nordirland werden diese Regionen Areas of Outstanding natural Beauty bezeichnet. Hierzu gehören die Sperrins, die Causeway Coast und die Glens of Antrim. Profi Wanderer, die es gerne hügelig mögen, können ihr Können beweisen, denn es gibt sehr viele Wanderwege, die durch die Berge und Hügeln von Irland gehen. Pilger finden in Irland einige Pilgerpfade, die meisten führen entlang der Spuren des Heiligen St Patrick. Und wer Geschichte und historische, archäologische Wanderungen bevorzugt, der findet in Irland auch die richtigen Pfade und Wege. Irland begeistert durch sein tief verwurzeltes christliches Erbe, einer fesselnden Mythologie und einer Vielzahl an Ruinen sowie heiligen Stätten.

Für anspruchsvolle Wanderer eigen sich die Waymarked Ways

Für gut geübte Wanderer eignen sich die Waymarked Trails/Ways. Diese Langstreckenwanderwege oder Routen gehen über mehrere Tage. Diese Wege liegen meistens abseits der Straßen und führen durch wunderschöne, wilde irische Landschaften, die man mit dem Auto oder Fahrrad nicht so einfach erkunden kann. Die bekanntesten Waymarked Ways/Trails sind:

  • Antrim Hills Way
  • Beara Way (126 km)
  • Causeway Coast Way
  • Kerry Way
  • Moyle Way
  • Sligo Way
  • Ulster Way (1005 km)
  • Wicklow Way

Nicht alle Wanderwege sind markiert, bitte halten Sie sich ausschließlich an die markierten Routen, außer Sie kennen die Gegend oder können mit einem Kompass umgehen! Kurze Wanderungen in Irland dauern zwischen einer bis fünf Stunden, mittlere Wanderwege können zwischen acht und 30 Kilometer lang sein und die Langstreckenwanderungen bewegen sich zwischen 40 und 1005 Kilometer. Sie entscheiden, welche Routen Sie in Angriff nehmen können und welche Sie lieber auf ein anderes Mal verschieben. Wenn Sie gerne klettern, dann sollten Sie die Wicklow Mountains besuchen, den Mournes in Down oder den Sperrins. Hier gibt es sehr gute Möglichkeiten zum Klettern.

Für Wanderanfänger

Für Wanderanfänger eignen sich hervorragend der Grand Canal, national Parks und die Areas of Outstanding Beauty an. Hier können Sie aus einer schönen Anzahl von Wanderwegen wählen und die Schwierigkeitsstufe selbst bestimmen. So bleiben Sie in der Nähe von Zivilisation und können trotzdem in Ruhe wandern.

Kann man einen organisierten Wanderurlaub in Irland buchen?

Kurzum ja! Sie können von Deutschland aus einen organisierten Wanderurlaub buchen. Der Vorteil an einer geplanten Reise ist, Sie entscheiden, welche Region Sie erkunden möchten und der Reiseveranstalter organisiert Ihre Reise. Die Tagesetappen sind klar vorgegeben, Sie entscheiden, ob Sie mit einer Gruppe oder lieber alleine zu zweit etc. wandern möchten. Ihre Unterkünfte sind vorab gebucht, sodass Sie sich um nichts mehr kümmern müssen, außer entspannt zu wandern und die Natur zu genießen. Wenn Sie Interesse an einer organisierten Tour haben, finden Sie hier weitere Infos, oder kontaktieren Sie uns einfach.

Tipps und wichtige Informationen

Für ganz Irland gilt, „Leave No Trace“, ein Verhaltenskodex für Wanderer.

  • Im Voraus planen und gut vorbereitet sein
  • Auf andere achten
  • Weide- und Wildtiere respektieren
  • Auf festem Untergrund reisen und kampieren.
  • Orte verlassen, wie sie vorgefunden wurden.
  • Müll ordnungsgemäß entsorgen
  • Auswirkungen von Feuer minimieren

Das Wetter in Irland ist wechselhaft, Sie sollten auf alles vorbereitet sein. Regen, Sonne, Wind und dann wieder Regen usw. festes Schuhwerk wird zu jeder Jahreszeit benötigt. Achten Sie darauf, dass Sie genügend Proviant und Wasser bei sich haben, denken Sie immer an ein Mobiltelefon, welches geladen ist! Unfälle können immer geschehen, speichern Sie sich die wichtigsten Telefonnummern, damit Sie im Notfall auch die richtigen Personen erreichen. Halten Sie sich an die markierten Wanderwege, denn gerade wenn Sie durch sumpfiges wildes Gebiet wandern, kann es gefährlich werden die Wege zu verlassen. Ansonsten gibt es wohl kaum ein schöneren Ort, zu Fuß zu erkunden als Irland. Überzeugen Sie sich selbst!

Bilderquelle: www.irelandscontentpool.com/

 

Mit dem Rucksack durch Irland – Ein Ratgeber für Backpacker

Die grüne Insel ist immer einen Besuch wert

Die grüne Insel ist immer einen Besuch wert

Irland zieht aufgrund seiner atemberaubenden Landschaft jährlich unzählige Backpacker an. Für Abenteuerbegeisterte aus Deutschland ist das Reisen und Arbeiten in Irland besonders unkompliziert. Doch wie sollte eine Backpackertour durch Irland geplant werden und was gibt es in Hinblick auf das Wetter zu beachten? Welche Ecken der Insel sind besonders sehenswert und auf welche kulturellen Unterschiede müssen sich Rucksacktouristen einstellen, wollen sie nicht ins Fettnäpfchen treten? Der folgende Artikel hat Antworten auf diese und weitere wichtige Fragen und bietet somit eine gute erste Orientierung für alle, die eine Erkundung der grünen Insel mit dem Rucksack planen.

Vor der Reise – Eine gute Planung ist essentiell

Wer mit dem Rucksack durch Irland touren will, sollte vorher genügend Informationen über Land und Leute einholen. So ist der Winter in Irland beispielsweise milder und der Sommer kühler als es auf dem europäischen Festland der Fall ist. Dieser Umstand ist auf die Strömungen des Nordatlantiks zurückzuführen. Eine hohe Niederschlagsrate sowie wechselhaftes Wetter sind vor allem für die Westküste Irland typisch. Wer als Backpacker durch das Land reisen will, sollte also stets seine Regenjacke im Gepäck haben. Auch im Sommer ist es zudem ratsam, mindestens einen warmen Pullover mitzuführen. Wasserdichte Wanderschuhe sind ebenso empfehlenswert. Welches Modell es genau sein sollte, hängt unter anderem von den bevorzugten Wanderrouten und deren Beschaffenheit ab. Ein Outdoorschuh-Berater, wie unter www.sportscheck.com zu finden, kann bei der Suche nach Wanderschuhen, welche auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind, hilfreich sein. In den Sommermonaten darf Insektenschutzmittel zudem im Gepäck nicht fehlen. Auch ein Erste-Hilfe.-Set sollte jeder Backpacker für den Ernstfall besitzen. Von März bis Mai ist es statistisch gesehen am trockensten in Irland. Die wärmsten Temperaturen können Reisende ebenfalls im Mai erwarten, wohingegen der Winter meist nass und kalt ist. Die Temperaturen sinken trotzdem selten unter den Gefrierpunkt. Die Sommermonate, also Juni, Juli und August bilden die beliebteste Reisezeit in Irland. Dementsprechend teuer sind dann jedoch auch Unterkünfte, Mietwagen und Co. In dieser Zeit finden zudem die meisten irischen Festivals und Veranstaltungen statt.

Deutsche können durch Vorlage ihres Personalausweises nach Irland einreisen. Auch ein Arbeitsvisum ist für deutsche Staatsbürger nicht nötig, ebenso wenig eine Aufenthaltserlaubnis.

Die Anreise nach Irland und die Optionen vor Ort

Am schnellsten geht die Anreise mit dem Flugzeug

Am schnellsten geht die Anreise mit dem Flugzeug

Am einfachsten ist es, mit dem Flugzeug nach Irland zu reisen. Von vielen deutschen Flughäfen aus werden Flüge nach Dublin, Belfast, Shannon oder Cork angeboten. Auch eine Anreise mit dem Bus beziehungsweise dem Pkw ist möglich, dauert aber recht lange. Im Inland hingegen ist es ratsam, mit dem Bus von einem Ort zum anderen zu reisen oder sich einen Mietwagen zu leihen. Im Winter ist der Busverkehr jedoch stark eingeschränkt. Interessant zu wissen ist weiterhin, dass irische Busse nicht nur an Haltestellen, sondern auch aufgrund von Handzeichen anhalten und Fahrgäste aufnehmen. Es gibt auch Buslinien die Rundtouren speziell für Backpacker anbieten und Studenten zudem einen Rabatt einräumen. Wer selbst fährt muss beachten, dass in Irland Linksverkehr herrscht. Bei gutem Wetter kann Irland natürlich auch mit dem Rad erkundet werden.

Irland entdecken – Wandern auf der grünen Insel

Irland stellt deshalb ein so beliebtes Reiseziel für Rucksacktouristen da, da es über eine Vielzahl an atemberaubenden Landschaften verfügt. Vor allem vom Südwesten der Insel schwärmen Backpacker. Der Ring of Kerry, eine 179 Kilometer lange Panoramaküstenstraße im County Kerry sollte von jedem Reisenden einmal befahren oder bewandert werden. Für Wanderungen steht der Fernwanderweg Kerry Way zur Verfügung. Die Panoramastraße führt durch den Killarney Nationalpark, welcher durch seine drei verschiedenen Seen sowie Berge und malerische Waldstücken überzeugt. Gelegen ist der Nationalpark auf der Halbinsel Iveragh. Nördlich von Iveragh liegt die ebenfalls sehr sehenswerte Halbinsel Dingle. Weiterhin bieten die Mourne Montains ein spektakuläres Naturschauspiel. Die 28 Gipfel können erklommen werden und ermöglichen Wanderern einen einzigartigen Blick auf die Bucht Murlough Bay. Mystische Sagen erkunden können Backpacker am Giant´s Causeway. Der mächtige Riese Finn McCool hat die beeindruckende Küstenformation aus den Steinen gehauen, so die Legende.

Die beeindruckende Felsformation des Giant´s Causeway

Die beeindruckende Felsformation des Giant´s Causeway

Bed and Breakfast ist übrigens die beliebteste Übernachtungsmöglichkeit des Landes und wird auch von zahlreichen Backpackern genutzt. Reisende übernachten in einem privaten Gästezimmer und bekommen am Morgen ein deftiges irisches Frühstück geboten. Gut gestärkt kann die Reise dann weitergehen. Da es zahlreiche Pensionen in Irland gibt ist es nicht unbedingt nötig, im Vorfeld ein Zimmer zu reservieren. In der Hauptsaison kann es natürlich trotzdem dazu kommen, dass viele Häuser bereits ausgebucht sind. Alternativ können Backpacker natürlich auch im Hostel oder der Jugendherberge übernachten. Auch Campingplätze gibt es in Irland.

Was Backpacker vor Ort vermeiden sollten

Andere Länder, andere Sitten, dies gilt auch für die grüne Insel. Deshalb eine kurze Auflistung von Dingen, die Backpacker während ihres Irland-Aufenthalts tunlichst vermeiden beziehungsweise beachten sollten:

  • Wer an irischen Stränden baden will, sollte seine Badehose beziehungsweise den Bikini einpacken. Nackt- oder Oben-Ohne-Baden ist in Irland nämlich sehr unüblich und könnte bei den Einheimischen auf Unverständnis stoßen.
  • Auch bestimmte Handzeichen können Backpacker in Misskredit bringen. So ist es in Irland sehr unhöflich die „2“ darzustellen, indem man mit zu sich gewendeten Handflächen Zeige und Mittelfinger ausstreckt und die anderen Finger anwinkelt. Diese Geste wird als ähnlich unverschämt empfunden, wie ein ausgestreckter Mittelfinger.
  • Alkohol ist in Irland erst ab 18 Jahren legal, dies gilt auch für Bier und Co. Zudem wird in Irland in der Regel im Pub getrunken und nicht etwa Zuhause. Auch auf der Straße gehört es sich nicht, mit einer offenen Bierflasche oder Ähnlichem gesehen zu werden. Wie überall sonst auch ist es natürlich nicht erlaubt, betrunken Auto zu fahren. In Irland sind die Strafen diesbezüglich sogar besonders hoch.
  • Im Pub ist es üblich, dass Runden ausgegeben werden und nicht jeder sein eigenes Getränk bezahlt. Wer in einer Gruppe in den Pub geht, sollte diesen also erst dann verlassen, wenn er seinerseits auch eine Runde ausgegeben hat. Ansonsten besteht die Gefahr, dass andere dies als knauserig oder unhöflich einstufen.
Im Pub herrscht ein geselliges Miteinander

Im Pub herrscht ein geselliges Miteinander

  • In Pubs gilt ein generelles Rauchverbot, an das sich jeder halten sollte. Vor der Tür zu rauchen, ist aber möglich.
  • Es gibt im Englischen keine Entsprechung zum deutschen „Guten Appetit“ und solch eine Floskel wird in irischen Pubs, Restaurants und Co auch nicht erwartet.
  • Irland ist ein eigenständiges Land. Nordirland gehört zwar zu Großbritannien, die Nordiren deshalb fälschlicherweise als Briten oder Engländer zu bezeichnen, ist jedoch sehr unhöflich. Wer es dennoch tut, wird sich in Irland nicht viele Freunde machen.
  • Ein Großteil der Iren ist katholisch. Im Gespräch ist es daher ratsam, kritische Äußerungen bezüglich der Kirche oder auch des Papstes zu vermeiden. Auch der Nordirland-Konflikt sowie der Zweite Weltkrieg sind schwierige Themen, die besser nicht angesprochen werden sollten.
  • Im englischen Sprachraum ist es zudem recht üblich, sein Gegenüber mit Vornamen anzusprechen, selbst, wenn man sich noch nicht gut kennt und im Deutschen eher die höflichere Anredeform gewählt hätte.
  • Titel oder auch akademische Abschlüsse sollte man vor Iren nicht zu sehr betonen. Dies wird in Irland schnell als Prahlerei aufgefasst. Dies liegt wohl daran, dass es den Iren eher darauf ankommt, was jemand in der Praxis kann und nicht, welchen Titel oder akademischen Grad er trägt.
  • Im Englischen wird die 1 als senkrechter Strich geschrieben, um auf diese Weise auszuschließen, dass die 1 mit der 7 verwechselt wird. Reisende sollten sich diesbezüglich anpassen, um Missverständnisse zu vermeiden.

Wer das Abenteuer Backpacking wagen will, ist mit Irland als Reiseziel gut beraten. Die atemberaubende Natur sowie die freundlichen Menschen machen die grüne Insel zu einem sehr sehenswerten Ort. Lediglich das Wetter kann gewöhnungsbedürftig sein. Regenjacke sowie wasserfeste Wanderschuhe sollten also auch im Sommer unbedingt im Gepäck landen. Wer sich dann noch eingehend über Land und Leute informiert und die irischen Gepflogenheiten beachtet, wird sicher eine unvergesslich schöne Zeit in Irland erleben.

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Irland zu Fuß entdecken, das besondere Erlebnis

small-ch_061510__024Einige der schönsten Naturschätze auf der grünen Insel sind Schutzgebiete, diese können Sie nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Zu diesem besonderen Plätzen zählen unter anderem der Nationalpark Glenveagh im County Donegal, die Wicklow Mountains, der Killarney-Nationalpark, die Sperrin Mountains, die Causeway Küste und die Antrimglens. Es gibt Wanderwege, bei denen der Hin- small-6934562307_320cb5cbc9_ound Rückweg identisch ist oder die sogenannten Looped Walks diese führen Sie von einem interessanten Punkt zum nächsten. Die Wanderwege sind länger und sind sehr gut ausgeschildert. Die bekanntesten Rundtouren sind der Kerry Way, der Moyle Way, der Wicklow Way und der Sligo Way. Eines der längsten und beliebtesten

small_ch_120310_064Strecken ist der Ulster Way, dieser misst eine beeindruckende Strecke von bis zu 1000 Kilometern. Erleben Sie die Schönheit Irlands zu Fuß, ein Abenteuer und Erlebnis, dass sie bestimmt nie vergessen werden.

Ob Spaziergänger oder Wanderer – zu Fuß erschließen sich die Schönheiten der Natur am leichtesten. So zum Beispiel im  County Clare das Burrengebiet medium-250515CH054sdessen grauer Kalkstein von ferne an eine fast schon unheimliche Mondlandschaft erinnert. Und schon Tolkien diente das Burrengebiet als Inspiration für seine Herrn der Ringe Trilogie diente. Angeblich soll Mordor dem Burrengebiet nach empfunden sein. Das faszinierende dieser Region ist die einzigartige Flora und Fauna, mit einer unglaublichen Vielfalt an arktisch sowie alpinen Pflanzen und Orchideen. Insgesamt sieben Routen laden zum Wandern ein – vom moderaten 1,5-Kilometer-Panoramaweg bis zur anspruchsvollen 7,5 Kilometer langen Gipfelumrundung des Mullaghmore Loop. Laut dem national Geographic der gehört der Südwesten Irlands zu den zehn schönsten Wanderzielen. Auf der Dinglehalbinsel warten uralte Pfade auf Wanderer, um diese auf in eine glanzvolle Vergangenheit mit fesselnden Legenden zu entführen.

Der Kerry Way gehört zu den längsten markierten Wanderwegen Irlands, seine 214 Kilometer sind in neun Etappen unterteilt. Wer es anspruchsvoller liebt, kann in den kargen Mourne Mountains im County Down seine Ausdauer testen. Der Mourne Wall Challenge ist 35 Kilometer lang, in jeder Hinsicht grandios und führt auf Nordirlands höchsten Gipfel, den Slieve Donard. Ein weiterer Höhepunkt ist die Mourne Wall, eine 1904 bis 1922 errichtete, ca. 35 Kilometer lange Mauer aus Granitsteinen.

Irland zu Fuß erkunden ist auf alle Fälle auch was für Wanderanfänger oder Spaziergänger.

 Wer seinen Urlaub lieber entspannter verbringen möchte und nur ein bisschen die Gegend erkunden möchte, kann dies in Irland ebenfalls. Es gibt zahlreiche Herrenhäuser umgeben von großen Parkanlagen, die Sie gemütlich zu Fuß erkunden können. Das County Wicklow wird gerne als der Garten Irlands bezeichnet, hier finden Sie atemberaubende Naturlandschaften, die nur darauf Warten entdeckt zu werden. Verpassen Sie auf keine Fälle Glendalough, Lough Tay sowie Devil’s Glen, oder spazieren Sie gemächlich durch die Anlagen von Russborough House, Avondale und Kilruddery mit ihren eleganten Adelssitzen.

Der rund 115 Kilometer lange Grand Canal Way erstreckt sich von Lucan Bridge bei Adamstown County Dublin bis nach Shannon Harbour County Offaly. Jeden Schritt wert ist auch der wiederhergestellte Newry Canal Way im County Down. Er wurde 1741 angelegt und führt über 29 Kilometer von Newry nach Portadown. Ideal für Wanderanfänger oder Urlauber, die die Schönheit erkunden möchten ohne lange Wanderwege. In den Städten können Sie an geführten Besichtigungen teilnehmen, diese werden in jeder größeren Stadt angeboten. Zu Fuß können Sie den Charme der irischen Städte am besten aufsaugen und werden garantiert unvergesslichen Moment erleben.

Sie möchten Irland zu Fuß erkunden? Dann kontaktieren Sie uns, unsere Irland Experten beraten Sie gerne.

Bilderquelle: www.tourismirelandimagery.com/

Kenmare ist ein Abstecher wert!

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Von Skibbeeren machten wir uns auf den Weg nach Kenmare dort wartete unsere zweite Unterkunft in einem wirklich superschönen B &B. Von Skibbeeren nach Kenmare sind es circa 73 Kilometer. Auf den Weg kreuzt man wirklich schöne Orte, die, wenn es die Zeit zulässt, besichtigt werden sollten wie Bantry und Glengariff. Das Fahren in Irland ist sehr gewöhnungsbedürftig, nicht nur die linke Seite und die rechte Schaltung machte mir zu schaffen, sondern die engen Straßen und vor allem die Geschwindigkeitsbeschilderung von 100 Km/h an Stellen, wo ich zum Beispiel nur 60 km/h gefahren bin. Aber ich denke das ist wie bei uns auch, wenn man sich auskennt, dann ist es kein Problem schneller zu fahren. Die Iren sind wirklich superfreundlich, auch wenn man wie eine Schnecke über Ihre Landstraßen schleicht, es wurde nicht gedrängelt, nicht gehupt oder geschimpft. Sie warten, bis man links in eine Haltebucht reingefahren war, und überholten dann. Ich würde trotzdem jedem Raten mit dem Mietwagen die Insel zu erkunden, man ist flexibel. Die Iren kennen Ihre engen Straßen und fahren sehr weit mittig, aber auch wenn sie einen schneiden, sie lächeln dabei und winken. Sobald Sie einen Touristen erkennen, fahren Sie rüber und machen Platz.

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In Kenmare angekommen, machten wir uns auf die Suche nach unserem Bed and Breakfast, das war sehr spannend, denn die Navi Koordinaten endeten vordem Kenmare Golfplatz. Wir fragten eine Passantin und Sie konnte uns direkt weiterhelfen. Die B & B`s liegen oft ein bisschen versteckt, damit man sich wirklich entspannen kann, trotz Zentrumsnähe. Nach 10 Minuten checkten wir im B & B ein und wurden wie auch zuvor in Skibbeeren sehr freundlich empfangen. Wir kamen gegen 19 Uhr an und wollten noch was von Kenmare sehen und machten uns zu Fuß auf dem Weg ins Zentrum. Keine 15 Minuten zu Fuß und wir kamen in die wirklich wunderschöne Innenstadt. Viele bunte kleine Häuser, Pubs und Restaurants, bilden das Herzstück von Kenmare. Live Musik drang aus den Pubs auf die Straße und es waren viele Menschen unterwegs, auch wenn es außerhalb der normalen Touristenzeiten war. Ich habe direkt die vielen kleinen wirklich bezaubernden Schmuckgeschäfte entdeckt, leider waren diese am Abend geschlossen. Wir besuchten einen wirklich tollen gemütlichen Pub, aßen eine Kleinigkeit und tranken ein leckeres Guinness.

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Am nächsten Tag frühstückten wir ausgiebig, und bevor wir auscheckten, wollten wir noch einmal die Stadt am Tage besichtigen. Kenmare am Tag erinnerte mich an Amsterdam, vor allem wegen der vielen, bunten Häusern. Die Geschäfte hatten alle auf, Kenmare ist bekannt für seine Spitze und den Schmuck. Wirklich wunderschöner, handgefertigter Schmuck. Wir bekamen einen Tipp, dass wir unbedingt das Kenmare Eis probieren sollten und auch dieser Tipp hat sich gelohnt. Nach ein bisschen shoppen und Sightseeing, folgten wir den Spuren der Kelten und besichtigten die Steinkreise in der Nähe von Kenmare. Wirklich gefesselt hatte uns die einzigartigen Naturlandschaften rund um Kenmare. Zu einem der Blick auf den Atlantik und zum anderen den Blick auf die Berge. Kenmare ist zudem der ideale Ausgangspunkt für einen Ausflug um den Ring of Beara, dieser ist nicht so bekannt wie der legendäre Ring of Kerry, aber dennoch absolut sehenswert. Wir hätten gut noch ein, zwei Tage in Kenmare bleiben können, es gibt zahlreiche Wanderwege, die durch unberührte, wilde irische Naturlandschaften führen, Möglichkeiten zum Wassersport dank der Nähe zum Atlantik und viele Fundstücke aus der Zeit der Kelten. Aber wir mussten noch weiter nach Cahersiveen  und hatten noch zwei weitere Stopps eingeplant den Strand von Caherdaniel und einen Trip nach Valensia Island.  Aber mehr dazu im nächsten Artikel.

Bilderquellen: Fotografin Veronika Höller und www.tourismirelandimagery.com