Karriere in Irland: Top-Chancen für Absolventen bei Apple, Google & Co.

Karriere machen, das ist heute das große Ziel vieler Hochschulabsolventen. Dabei geht der Blick häufig sogar ins Ausland, da die Chancen auf den neuen Traumjob hier mit der so wichtigen internationalen Erfahrung einhergehen. Die Klassiker sind natürlich die USA oder England – in letzter Zeit ist es jedoch vor allem Irland, das immer mehr Young Professionals anzieht, denn: Die grüne Insel ist Hauptsitz vieler Global Player, darunter Apple, Facebook und Google.

Irland: Hier sitzt die Tech- und Internetszene

Auf den ersten Blick mag es ein wenig verwundern, dass ausgerechnet Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen, wie Facebook oder Google ihren europäischen Standort in Irland haben. Wer jedoch genauer hinschaut, sieht, wie gut es Irland aktuell wirtschaftlich geht – denn nach der Wirtschaftskrise in den 80er Jahren, erlebt die grüne Insel einen regelrechten Aufschwung, der natürlich auch dem Arbeitsmarkt zugutekommt.

Ein Problem hat das Land jedoch: Es fehlt an Personal mit dem notwendigen Know-how, das vor allem die internationalen Konzerne benötigen. Kein Wunder also, dass Absolventen aus dem Ausland begehrt sind.

Gleichzeitig hat Irland vor allem aus steuerlicher Sicht, jede Menge Vorteile zu bieten – insbesondere, weil das Steuersystem einige Lücken aufweist:

  • Um Steuern zu sparen, transferieren Facebook & Co. Gelder ins Steuerparadies auf den Cayman Islands – dank der erwähnten Lücken kein Problem. In Deutschland und anderen europäischen Staaten beispielsweise wäre das nicht ohne Weiteres möglich.
  • Die Körperschaftssteuer liegt bei 12,5 Prozent – in Deutschland sind es 25 Prozent.
  • Die Arbeitskosten sind ebenfalls sehr viel niedriger.

Kurzum: Es ist die Kombination aus wirtschaftlichem Wohlstand und profitablem Steuersystem, das die Wirtschaftsgrößen nach Irland zieht. Auch, wenn es natürlich einen bitteren Beigeschmack hat, dass es so einfach ist, Gelder am Staat vorbeizuschieben, so ist das dennoch eine gute Chance als „Einwanderer“ Karriere zu machen – entsprechende Ausbildung und Know-how vorausgesetzt.

Voraussetzungen für einen perfekten Karrierestart in Irland

Ein Blick auf die großen Namen der Unternehmen, die in Irland ansässig sind, macht direkt klar, was auf der grünen Insel gesucht wird: Deutschsprachige Fachkräfte werden vor allem in der IT, im Marketing und (wie sollte es anders sein) in der Maschinenbaubranche gesucht, denn Qualität „Made in Germany“ ist auch in Irland beliebt.

Idealerweise bringen Bewerber direkt einen Masterabschluss mit, der in Irland sehr gerne gesehen ist. In manchen Fällen ist auch ein Bachelor ausreichend, auch wenn die Chancen auf Beschäftigung hier natürlich etwas niedriger sind.

Dabei ganz wichtig: Die Englischkenntnisse müssen auf sehr hohem Niveau sein – das ist nicht nur für das Bewerbungsgespräch wichtig, sondern auch im Arbeitsalltag. Sollte es nicht auf Anhieb mit dem Traumjob in Irland klappen, bietet sich auch ein längerer Work & Travel Aufenthalt an. So können ideal die sprachlichen Voraussetzungen geschaffen werden und man lernt Land und Leute kennen. So lässt sich auch herausfinden, ob man überhaupt längerfristig dort leben will.

Arbeiten in Irland: Gehälter und Lebensunterhaltskosten

Bevor es an die tatsächliche Bewerbung geht, will man natürlich wissen, ob sich der Aufwand lohnt – insbesondere, wenn es um das Gehalt geht. Eine pauschale Aussage ist jedoch schwierig, da es immer darauf ankommt, in welcher Position Absolventen beginnen und vor allem, bei welchem Unternehmen. Grundsätzlich liegt das Bruttoeinkommen in Irland mit rund 40.420 Euro leichter über dem in Deutschland (ca. 40.186 Euro).

Allerdings sind die Lebensunterhaltskosten nicht zu unterschätzen, die die Differenz zwischen Irland und Deutschland relativieren. So kostet eine kleine Wohnung in Dublin oder Cork weit mehr als 800 Euro pro Monat, ein Kaffee liegt bei mehr als drei Euro und ein kleines Bier bei über vier Euro. Doch auch mit diesen Kosten ist die Chance in Irland mehr zu verdienen als in Deutschland, sehr hoch.

Wenn das Gehalt noch nicht ganz überzeugt, tun das vielleicht die (besseren) Arbeitsbedingungen:

Die durchschnittliche Arbeitswoche hat 37 bis 40 Stunden – allerdings können deine Zeiten stark schwanken und auf bis zu 48 Stunden ansteigen. Das wird durch weniger Arbeit in den folgenden Wochen ausgeglichen.

  • Pro Woche gibt es (auch bei starker Arbeitsbelastung) einen Tag garantiert frei.
  • Jeder Arbeitnehmer hat vier Wochen Urlaub pro Jahr.
  • Den Traumjob in Irland finden: Wo und wie?

Wer nun auf der Jagd nach der ersten Stufe der Karriereleiter in Irland ist, sollte die Suche vor allem auf die wirtschaftlich starken Städte des Landes konzentrieren – Dublin ist hier natürlich die erste Wahl, da dort auch die Standorte der großen Tech-Unternehmen, wie Facebook und Google liegen. Dabei entscheidend: Die Standorte in Dublin dienen häufig dazu, von dort aus den deutschsprachigen Markt zu betreuen. Bewerber aus der Bundesrepublik sind deshalb natürlich besonders gerne gesehen.

Alternativ zu Dublin bietet sich außerdem ein Blick nach Cork an. Dort sitzen beispielsweise Apple (mit seinem Europasitz), Logitech und EMC – also ebenfalls große IT-Unternehmen, die zu den Hauptarbeitgebern der Stadt und des Landes gehören.

Unabhängig davon, wohin der Weg Bewerber aus Deutschland verschlägt – um an die begehrten Jobs heranzukommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Stellenanzeigen in Tageszeitungen
  • Stellenanzeigen im Internet
  • Staatlich lizenzierte Agenturen, die für Arbeitgeber auf Bewerbersuche gehen.

Vor allem Letzteres hat in Irland einen hohen Stellenwert, da über die Agenturen vor allem die beliebten und gut bezahlten Jobs vermittelt werden. Auch hier ist natürlich eine gute Bewerbung von Vorteil, um tatsächlich in Betracht gezogen zu werden.

Der letzte Schritt zur Karriere in Irland: die Bewerbung

Ganz unabhängig davon, wie Bewerber von einer freien Stelle erfahren haben: Eine professionelle Bewerbung ist hier nicht optional, sondern Pflicht. Dabei gilt es vor allem, die Unterschiede zwischen der Bewerbung in deutschsprachigen Ländern und Irland zu beachten. Dazu zählen folgende Punkte:

  • Der cover Letter beschreibt in Irland das Motivationsschreiben.
  • Der Lebenslauf heißt hier „CV“ (Curriculum Vitae). Er sollte mindestens zwei Seiten, maximal vier Seiten lang sein.
  • Kopien der Zeugnisse sind nicht unbedingt erforderlich. Wer sie jedoch mitschickt, sollte sie unbedingt vorher übersetzen lassen.
  • Ein Bild können Bewerber mitschicken, auch wenn das keine Pflicht ist.
  • Der wichtigste Punkt sind jedoch Empfehlungsschreiben und Arbeitszeugnisse, beispielsweise von Professoren oder ehemaligen Arbeitgebern. Diesen wird in Irland die größte Bedeutung beigemessen.

Fazit:

Irland lockt mit echten Traumjobs, darunter Stellen von Firmen, wie Apple, Facebook, Google oder auch Amazon. Auf dem Weg dorthin ist es natürlich entscheidend, dass sich Bewerber mit den Gegebenheiten vor Ort und dem Bewerbungsprozess vertraut machen, denn wie immer gilt: Auch in Irland ist die richtige Vorbereitung entscheidend, um Karriere zu machen.

Wir bedanken und bei unserem Gastautor für diesen informativen Artikel!

Christoph NeuholdAutorenname: Christoph Neuhold

Position: Projekt- und Qualitätsmanagement

Christoph Neuhold ist beim Übersetzungsbüro Translate Trade in München neben dem Projekt- und Qualitätsmanagement auch für das Marketing zuständig. Aus diesem Grund vertritt er die Interessen des Unternehmens regelmäßig auf diversen Messen und Verkaufsveranstaltungen.

Irland wird für deutsche Arbeitnehmer zunehmend attraktiver

In den vergangenen Jahren, vor allem aber während der Krise in Irland, haben viele Deutsche Irland den Rücken gekehrt. Nun zeigen sich erste Anzeichen für eine Trendwende. Zunehmend mehr Deutsche kehren nach Irland zurück, um von dem steigenden Wirtschaftswachstum ebenfalls zu profitieren. Unternehmen wie PayPal, Facebook, EBay und auch Google stellten vermehrt neue Mitarbeiter ein. Insgesamt 53.000 Menschen sind in den letzten 12 Monaten aus beruflichen Gründen nach Irland, das sich als eines der ersten Länder von der Eurokrise zu erholen scheint, ausgewandert. Irland hat seine verloren geglaubte Wettbewerbsfähigkeit zurück erlangt. Und durch die sinkenden Lohn- und Mietkosten sowie einem Unternehmenssteuersatz von gerade einmal 12,5 Prozent wird Irland für die ausländischen Unternehmen als Standort immer interessanter.

Weltunternehmen bauen ihren Standort Irland aus.

Irland als Unternehmensstandort scheint vor allem für amerikanische Unternehmen attraktiv zu sein. Sowohl Google Inc. als auch Facebook Inc. Und EBay haben ihre irischen Standorte innerhalb der letzten zwei Jahre verstärkt ausgebaut. Zudem könnten die anderen Krisenländer an dem Beispiel von Irland lernen, dass es durchaus möglich ist, mit schmerzhaften Lohnkürzungen und Sparmaßnahmen ohne eine Erhöhung der Unternehmenssteuer aus der Krise herauszukommen. Schätzungen der Europäischen Kommission zufolge wird das Wirtschaftswachstum Irland in diesem Jahr 1,1 Prozent betragen das voraussichtlich nur von Estland und Malta übertroffen werden wird.

Irland wird auch von der geschäftsführenden Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, als ein gutes Vorbild gesehen. Wie Lagarde am 08. März in Dublin erklärte, ernte Irland derzeit bereits die ersten Früchte seines Erfolges. Darüber hinaus ist für Lagarde klar, dass egal welchen Maßstab man ansetzen würde, Irland hat eine großartige Leistung vollbracht! Facebook Inc. Mit Sitz in den Dubliner Docklands direkt am Grand Canal Square hat zusätzlich zu seinem bereits bestehenden Mitarbeiterstamm von 400 Leuten weitere 100 Mitarbeiter eingestellt. Gareth Lame, Leiter der Facebook-Sparte Irland, erklärte, dass gerade die starke Wettbewerbsfähigkeit einer von vielen Faktoren sei, der für eine Expansion in Irland spreche.

Rund 1.000 der von PayPal im vergangenen Jahr angekündigten Neueinstellungen in Irland werden mit Arbeitskräften aus dem Ausland besetzt. So die Angaben von Louise Phelan, Vice President global Operations bei PayPal. Man gehe davon aus, da die neuen Mitarbeiter ihr Geld vor Ort ausgegeben würden, würden so auch andere Märkte, wie der Immobilienmarkt und auch die Gastronomie von diesem Schritt profitieren. Derzeit liegen die Immobilienpreise in Irland rund 54 Prozent unter den Preisen von vor sechs Jahren. Damit rückt auch der Traum vom eigenen Haus in Irland in greifbare Nähe.

Irland auf seinem Weg zum Wirtschaftsaufschwung Januar/Februar

Wahrzeichen der Iren die irische HarfeIrland am Wendepunkt

José Manuel Barroso, der Präsident der Europäischen Kommission sagt im Rahmen seiner Rede auf der irischen Arbeitgeber-Konferenz Ende Februar, unter Berufung auf die erst kürzlich veröffentlichten Zahlen der Beschäftigungsrate in Irland, die im vergangenen Jahr gestiegen ist, das Irland an einem Wendepunkt angekommen sei. Auch Enda Kenny, Irlands Premierminister, betonte noch die Ambitionen Irlands bis zum Jahr 2016 im Bereich Business-Aktivitäten das erfolgreichste kleine Land weltweit zu werden.

Beschäftigungszahlen steigen

Seit dem Jahr 2008 sind in Irland die Beschäftigungszahlen innerhalb der vergangenen 6 Monate erstmals wieder gestiegen. Das belegen die kürzlich veröffentlichten Zahlen des Arbeitsmarktes. Vom „Central Statistics Office“ wurde die Zahl der Erwerbstätigen mit 1,85 Millionen angegeben, ein Anstieg um 6500 Beschäftigte innerhalb der letzten drei Monate. Darüberhinaus erreichte auch die Netto-Arbeitsplatzschaffung durch ausländische Investoren das höchste Niveau der letzten zehn Jahre.

 Korrektur der Wachstumsprognose

Vonseiten der Europäischen Kommission wurde auch die Wachstumsprognose für 2012 nach oben korrigiert. Die Korrektur von 0,4 Prozent auf 0,7 Prozent der Winter-Wirtschaftsprognose begründete die Europäische Kommission damit, dass das Wirtschaftswachstum Irlands stärker als erwartet anzog. Das liege jedoch nicht nur an den Netto-Exporten, sondern auch an den Investitionen und dem Verbrauch im privaten Bereich. Die Prognose von 1,1 Prozent für das Jahr 2013 ließ die Kommission unverändert.

 Irische Exporte steigen weiterhin

Seit 2002 konnte Irland im Jahr 2012 den höchsten Wert im Warenverkehr mit Exporten erzielen. Auf 92 Milliarden Euro beliefen sich die Exporte, die Importe lagen bei 49 Milliarden Euro. 8 Prozent der Exporte gingen nach Deutschland, 20 Prozent in die Vereinigten Staaten und 15 Prozent nach Großbritannien. Einen Anstieg um 20 Prozent betrugen die Importe aus Deutschland mit insgesamt 7 Prozent.

 Bankengarantie beendet

Michael Noonan, Finanzminister Irlands, gab in seiner Rede zur Beendigung der Bankengarantie für neue Verbindlichkeiten bekannt, dass er sich darüber freuen würde, die Entscheidung der Regierung bekannt gegeben zu dürfen. Für das irische Volk habe das Bankensystem komplett versagt. Darüberhinaus habe die Misswirtschaft der Geldhäuser und die damit einhergehende Krise den irischen Steuerzahlern rund 62 Milliarden Euro gekostet. Seit März 2011, der Amtsübernahme, sei man damit beschäftigt gewesen Schäden zu reparieren und schädliche Verbindungen zwischen dem Staat und den Banken zu beenden. In diesem Bereich seien beachtliche Fortschritte zu verzeichnen und durch die Beendigung der Garantien erfolgte nun einer weiterer Schritt in die richtige Richtung.

 Verkauf irischer Schatzanweisungen erfolgreich

Die National Treasury Management Agency (NTMA) beendete am 21. Februar eine Auktion für irische Schatzanweisungen. Verkauft wurde der Zielbetrag von 500 Millionen Euro, der durch die Gebote um das 3,3 fache übertroffen wurde.

 Regierung kündigt Aktionsplan für den Arbeitsmarkt an

Im Rahmen seiner Rede zur Ankündigung des Aktionsplanes erklärte Enda Kenny, dass die oberste Priorität die Beschaffung von Arbeitsplätzen für die irische Bevölkerung hat. Der insgesamt 333 Aktionen umfassende Plan, „Action Plan for Jobs 2013“, ist für das Vorhaben bis 2016 durch verschiedene Maßnahmen rund 100.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen, von zentraler Bedeutung.

 Großinvestition in sieben Weltklasse-Forschungszentren

Rund 300 Millionen Euro sollen in sieben Forschungszentren investiert werden, die in engen Zusammenhang mit den industriellen und unternehmerischen Bedürfnissen, den Arbeitsmarkt-Chancen und andere sozialen Zielen stehen. Das kündigten Richard Bruton, Minister for Jobs, Enterprise and Innovation, und Seán Sherlock, Minister for Research and Innovation an. Vonseiten der irischen Regierung belaufen sich die Investitionen auf 200 Millionen Euro, weitere 100 Millionen Euro setzen sich aus den Beiträgen von Partnern aus der Industrie zusammen. Das Irland in Zeiten beträchtlicher Haushaltseinschränkungen diese Finanzierung bereitstellt, belegt einmal mehr die irische Verpflichtung als Land der Innovationen und als Motor der Forschung und Technologie die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen.

 St. Patrick´s Day – Die Welt trägt grün

Für den 17. März, dem St. Patrick´s Day, kündigte Tourism Ireland die bislang größte „Global Greening“-Aktion an. Wahrzeichen auf der ganzen Welt werden in Grün erstrahlen. In Deutschland werden der Fernsehturm in Berlin, die Münchener Allianz-Arena und der Odeons Platz, In Bonn die International School und in Düsseldorf das „Lighthouse“ ihr grünes Antlitz präsentieren. Weitere weltweite Wahrzeichen, die sich am 17. März in Grün präsentieren werden, sind: die Meerjungfrau in Kopenhagen, das Opernhaus in Sidney, die Niagara Falls, der schiefe Turm von Pisa, der Prinzenpalast in Monaco, in Dubai der Burj al Arab, in Wien das Burgtheater, in Neuseeland der Skytower, der Tafelberg in Südafrika, das Empire State Building und nicht zuletzt auch die Fontänen vor dem Weißen Haus in Washington. Zeitlich fällt das „Global Greening“ in diesem Jahr mit der EU-Ratspräsidentschaft Irland zusammen.

Aus einem Letter von Ambassador Dan Mulhall verfasst.

 

eBay Irland – 450 neue Arbeitsplätze für Dundalk

450 neue Arbeitsplätze  für Dundalk bei eBay Irland

Der Onlinehändler eBay Inc. hat zusammen mit Taioseach Enda Kenny und dem irischen Arbeitsminister Richard Bruton am  14.02.2013 bestätigt,  dass 450 neue Arbeitsplätze in Dundalk geschaffen werden. Die Stellenangebote beziehen sich hauptsächlich auf die Bereiche:

  • Verkauf
  • Kundenservice
  • Sicherheitsinspektoren (Compliance)

Und sind somit auch für deutsche Bewerber sehr interessant! Weitere Informationen bezüglich der Ausschreibungen finden Sie hier:

http://www.ebaycareers.com/

Die Ankündigung ist ein weiterer Beschäftigungen Schub für die Region: Die Arbeitsplätze werden in einem Betriebszentrum in Dundalk neben der Firma PayPal (Tochtergesellschaft) geschaffen. Paypal kündigte erst letztes Jahr an,  1.000 neue Arbeitsplätze am Standort  Dundalk zu schaffen.

eBay Inc. ist seit 2003 ansässig in Irland. Derzeit beschäftigt die Firma 2300 Mitarbeiter in Blanchardstown, Dublin und in Dundalk. Mit den neuen Jobs in Dundalk schaffen Sie für viele motivierte Bewerber, aus aller Welt, eine große Chance sich beruflich weiterzuentwickeln.

Die neuen Arbeitsplätze werden von der Abteilung für Jobs und der IDA Ireland unterstützt.  Wer berufliche Veränderungen möchte oder einen ansprechenden Job in einem aufstrebenden Land sucht, sollte diese Chance nicht verpassen und sich bewerben.

Irlands Weg zum Wirtschaftsaufschwung November/Dezember 2012

Wahrzeichen der Iren die irische Harfe

So beschreitet Irland den Weg in Richtung Wirtschaftsaufschwung
In einem gemeinsamen Kommuniqué, das am 21. Oktober diesen Jahres veröffentlicht wurde, haben Bundeskanzlerin Merkel und Taoiseach Enda Kenny die, während des im vergangenen Juni stattgefundenen EU-Gipfel, eingegangenen Verpflichtungen erneuert. Im Rahmen dieser Verpflichtungen hatte die EU-Gruppe zugesichert, die irischen Finanzsektor und seine derzeitige Situation genau zu analysieren, damit die Nachhaltigkeit des leistungsstarken Anpassungsprogamms auch weiter verbessert werden kann.

Sowohl vonseiten der Bundeskanzlerin, als auch vom Premierminister Kenny wurde noch einmal auf die „besonderen Umstände der irischen Banken- und Staatsschuldenkrise“ hin. Bei einem Treffen am 01. November 2012 in Berlin haben sich der Premierminister und die Bundeskanzlerin noch einmal über aktuelle Themen der EU und auch über die Vorbereitungen auf die EU-Ratspräsidentschaft Irlands für 2013 ausgetauscht.

Der 8. Quartalsbericht zum Irlandprogramm wurde am 25. Oktober 2012 von der Troika, EZB, IWF und EU-Kommission, fertiggestellt. Dabei ist man zu dem Schluss gekommen, dass auch weiterhin die Umsetzung konsequent durchgeführt werden wird, den Herausforderungen des äußeren Umfeldes zum Trotz. Darüber hinaus wird von der Troika davon ausgegangen, dass die für das Jahr 2012 gesetzten finanziellen Ziele erreicht werden.

Den Prognosen der Troika zufolge ist allerdings mit einer Verlangsamung des BIP-Wachstums für 2012 um 0,5 % zu rechnen. Michael Noonan, Finanzminister, kommentierte den Troika-Bericht dahin gehend, dass man sich an die Verpflichtungen halten würde, dennoch würden zahlreiche Herausforderungen bestehen bleiben. Dazu gehört auch die extreme Belastung der durch die Banken verursachten Schulden. Aber auch weiterhin würde man an der Verringerung dieser Altlast arbeiten.

Im Bereich der Exporte kann Irland im Gegensatz zu dem international leistungsschwachen Umfeld auch weiterhin ein Wachstum ausweisen. Im Jahresvergleich vom August 2011 zum August 2012 sind die Exporte um insgesamt 18 Prozent angestiegen. Vom Januar bis zum August 2012 konnte Irland ein Exportvolumen von 62 Milliarden Euro und einen Handelsüberschuss in Höhe von 29 Milliarden Euro verzeichnen. Diese Summe entspricht ungefähr 40 Prozent des irischen Bruttoinlandsproduktes.

Im gleichen Zeitraum betrug das Exportvolumen nach Deutschland rund 4,9 Milliarden Euro und ist damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 700 Millionen Euro angestiegen. Im Hinblick auf Deutschland konnte Irland ein Handelsüberschuss in Höhe von 2,7 Milliarden Euro verzeichnen.

Auch konnte im Oktober erneut ein Vertrauensanstieg in die Fertigungsbranche verzeichnet werden, so ist es dem PMI, dem Einkaufsmanagerindex, zu entnehmen. Damit sind in der Fertigungsindustrie die Auftragseingänge, die Produktionsmengen und auch die Beschäftigung acht Monate in Folge gestiegen!

Ebenso ist auch der Dienstleistungsindex vom Juli 2012 bis zum August 2012 um 0,9 Prozent gestiegen, im Vorjahresvergleich sogar um 6,3 Prozent. Das belegen die am 09. Oktober veröffentlichten Zahlen. So weist der PMI der Dienstleistungsbranche den rasantesten Anstieg in den vergangenen fünf Jahren aus. Angesicht der Zahlen zeigen sich die Unternehmen für die kommenden zwölf Monate zuversichtlich.

Im Vorjahresvergleich konnte das Einzelhandelsvolumen Irlands im September diesem Jahres einen Anstieg um 1,4 Prozent ausweisen.

Auch die Besucherzahlen aus Deutschland zeigen einen Anstieg. Vom Juli 2012 bis zum September 2012 waren 155.000 Deutsche zu Besuch in Irland, im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 142.000. Darüber hinaus konnte aus Deutschland in diesem Jahr ein Besucherrekord verzeichnet werden.

Im Vergleich zum Vorjahr waren die Steuereinnahmen Ende Oktober 2012 um 6,2 Prozent angestiegen und haben damit die Zielvorgabe um 0,3 Prozent übertroffen! Ein äußerst positives Zeichen, dass Irland die für 2012 gesteckten finanziellen Ziele erreichen wird.

Die irische Zentralbank hebt in ihrem Quartalsheft, Quarterly Bulletin Ausgabe Q4 2012, das starke Engagement um die Einhaltung der Vorgaben im Rahmen des EU/IWF-Programm hervor. Auch wird festgehalten, dass „Zinsen auf irische Staatsanleihen aufgrund zugesagter und bereits ergriffener Initiativen auf der Eurozonenebene in den vergangenen Monaten beträchtlich gesunken sind. “

Jedoch wird in der Ausgabe auch darauf hingewiesen, dass auch zukünftig immer noch Risiken bestehen und dass für die Entwicklung des weiteren Umfeldes die Fortschritte die zu einer Lösung der Staats- und Bankenschuldenkrise innerhalb der Eurozone maßgeblich sind.

Der Stellvertretende Tánaiste Eamon Gilmore, Außen – Handelsminister, wies im Rahmen seiner Rede am 26. Oktober in Berlin darauf hin, dass die oberste Priorität innerhalb der EU-Ratspräsidentschaft dem Antreiben der Agenda für Wachstum und Beschäftigung gelten wird. Irland tritt die EU-Ratspräsidentschaft im kommenden Jahr zum siebten Mal seit seinem EU-Beitritt 1973 an.

Aus einem Letter von Ambassador Dan Mulhall verfasst.

 

Der Europäer des Jahres – Enda Kenny!

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Der irische Premierminister Enda Kenny wird von dem VDZ, dem Verband deutscher Zeitschriftenverleger, mit einer ganz besonderen Auszeichnung geehrt! Am 08. November wird Enda Kenny im Rahmen der Publishers Night 2012 die „Goldene Victoria“ als Europäer des Jahres erhalten! Verliehen wird dem irischen Premierminister diese Auszeichnung aufgrund seines wichtigen Engagements für Europa. Dabei ist es dem VDZ wichtig, dass diese Auszeichnung nicht nur die Leistungen von Enda Kenny würdigt, sondern auch die Leistungen des gesamten irischen Volkes. Den entschlossenen Maßnahmen, mit denen Irland der Finanz- und Wirtschaftskrise den Kampf angesagt hat, obwohl sich ein großer Teil der irischen Bevölkerung ebenfalls in einer schweren Lage befindet, kann man nur mit allergrößtem Respekt begegnen, so der VDZ. Darüber hinaus sei auch der Beitrag, den Irland zu der europäischen Idee seit seinem Beitritt zur EU im Jahr 1973 geleistet hat, eine weitere Motivation für die Ehrung, denn obwohl sich die grüne Insel am westlichen Rand Europas befindet, war sie schon immer im Herzen von Europa.

Im kommenden Jahr wird Irland die EU-Ratspräsidentschaft zum siebten Mal in der 40 jährigen Mitgliedschaft Irlands in der EU übernehmen. Während der gesamten Mitgliedszeit hat Irland mehrfach im Rahmen der europäischen Entwicklung eine Schlüsselrolle gespielt. Unter anderem auch im Jahr 1990, als damaliger Träger der EU-Ratspräsidentschaft hatte Irland die deutsche Wiedervereinigung mit besiegelt. So sieht der VDZ die Fortschritte Irlands in den letzten 40 Jahren als ein großes Zeichen der Wertigkeit einer EU-Mitgliedschaft. Neben dem Premierminister Enda Kenny werden noch drei weitere Persönlichkeiten mit der goldenen Victoria im Rahmen der Publishers Night 2012, der wichtigsten Veranstaltung für deutsche Medien, ausgezeichnet. Die goldene Victoria für den „Europäer des Jahres“ wurde 2011 an den polnischen Premierminister Donald Tusk und im Jahr 2010 dem Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso verliehen.

 

Irlands Weg zum Wirtschaftsaufschwung September/Oktober 2012

Wahrzeichen der Iren die irische Harfe

The Celtic Comeback – die Rückkehr der Iren titelt das Time Magazine auf dessen Titelbild Enda Kenny, Irlands Taoiseach oder auch Premierminister abgebildet ist. Nach den am 20. September veröffentlichten Zahlen ist das irische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal unverändert geblieben, das Bruttosozialprodukt (BSP) dagegen ist um 4,3 Prozent angestiegen. In Irland gilt das BSP als verlässlicherer Maßstab für die Wirtschaftsleistung des Landes. Durch das Wachstum von 1,5 Milliarden Euro innerhalb des zweiten Quartals konnte den Inlandsausgaben entgegen gewirkt werden. Mit 14,8 Prozent blieb auch die saisonbereinigte Arbeitslosenquote unverändert. Somit dürfte die Schaffung von Arbeitsplätzen zu einem Schwerpunkt in der bevorstehenden EU-Ratspräsidentschaft, die im kommenden Jahr von Januar bis Juni stattfindet, werden.

Das unabhängige irische Institut für Wirtschaft- und Sozialforschung, Economic and Social Research Institute, hat in der Herbstausgabe des vierteljährlich erscheinenden Wirtschaftskommentars, Quarterly Economic Commentary, darauf hingewiesen, dass der irische Wirtschaftsaufschwung durch die Unsicherheit angesichts der Weltwirtschaftslage gebremst worden sei. So seien die Maßnahmen, die die Europäische Zentralbank kürzlich vorstellte überzeugender, als die vorangegangenen Maßnahmen, so das Institut weiter. Während die offiziellen Wachstumsprognosen für das 2012 von der irischen Regierung mit 0,7 Prozent und für 2013 mit 2,2 Prozent eingeschätzt wurden, geht das Economic and Social Research Institute in seinem Bericht von einem Wachstum von 1,8 Prozent  für das Jahr 2012 aus und liegt damit deutlich über der offiziellen Einschätzung.

Vom April 2011 bis zum April 2012 beliefen sich die Nettoabwanderungen aus Irland auf 34.400, so berichtete das irische Zentralamt für Statistik, Central Statistics Office. Für den gleichen Zeitraum konnte ein relativ geringer Wachstumszuwachs der irischen Bevölkerung  auf 4, 585 Millionen verzeichnet werden. Das schnellste Wachstum in den vergangenen 19 Monaten konnte die irische Dienstleistungsbranche im September nachweisen, während in den anderen EU-Staaten ein Rückgang des Wachstums verzeichnet wurde.

Die Commerzbank berichtete in der  „Woche im Fokus“ vom 28. September, dass ein starker Anstieg in der Produktivität Irlands zu beobachten sei. Ebenso seien die Lohnstückkosten seit 2008 um insgesamt 12 Prozent gesunken, während die innerhalb der Eurozone ein Anstieg der Lohnstückkosten um rund 5 Prozent verzeichnet wurde. Damit hat sich die Wettbewerbsfähigkeit von Irland enorm verbessert.

Ebenso belegen die am 02. Oktober von der irischen Staatskasse veröffentlichten Zahlen für Ende September, dass die Staatsausgaben nur knapp 1 Prozent über den Zielvorgaben lagen und die die Steuereinnahmen die Erwartungen sogar um 1,5 Prozent übertroffen haben. Diese Entwicklung kommentierte Finanzminister Michael Noonan mit der Zuversicht, dass sich Irland auf einem gut befinde, um die Finanzvorgaben auch im zweiten Jahr in Folge einzuhalten. Darüber hinaus war es zuletzt im Jahr 2007 der Fall, dass die Staatseinnahmen Irlands drei Monate in Folge die Staatsausgaben übertrafen.

In einem Interview vom 30. September äußerte sich Premierminister Kenny  dahin gehend, dass die hervorragenden Exportleistungen Irlands der Auslöser dafür wären, dass Irland 2010 erstmalig seit zehn Jahren einen Überschuss in der Zahlungsbilanz ausweisen konnte und vermutlich auch zukünftig einen Überschuss ausweisen wird.

Bereits am 03. Oktober waren Premierminister Enda Kenny, Taoiseach, der stellvertretende Premierminister Eamon Gilmmore, Tánaiste sowie einige andere Minister im Rahmen der Vorbereitungen für die EU-Ratspräsidentschaft  nach Brüssel zu einem Treffen mit der EU-Kommission gereist. Vonseiten der Regierung wurde in Brüssel die Notwendigkeit der Stabilität innerhalb der Eurozone als eine Grundvoraussetzung für das Wachstum und die Beschäftigung in Europa betont.  Zu den festgelegten Schwerpunkten im Programm der irischen EU-Ratspräsidentschaft zählen der EU-Haushalt 2014 – 2020, die digitale Agenda, die Bankenunion, die Entwicklung des Binnenmarktes sowie die Reform der gemeinsamen Fischereipolitik, GFP, und auch der gemeinsamen Agrarpolitik, GAP.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die  Anzahl der Reisenden, die von Deutschland nach Irland kamen um 2,5 Prozent, auf insgesamt  151.300. Damit liegt Deutschland hinter dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten von Amerika auf Platz drei der Länder mit den meisten Irlandreisenden.

Ambassador Dan Mulhall, Botschaft von Irland,

 

Irisches Schulungszentrum in Deutschland schult Fachleute aus der ganzen Welt!

Glen Dimplex Logo

In einer Rekordbauzeit von gerade mal neun Monaten entstand das neue Schulungs- und Kommunikationszentrum am Goldenen Feld. Mit einem Jahresumsatz von zwei Milliarden Euro und rund 10.000 Mitarbeitern weltweit, hat der irische Mutterkonzern von Glen Dimplex Deutschland 2,2 Millionen Euro in das neue Schulungszentrum in Kulmbach investiert.

Derzeit beschäftigt die Glen Dimplex Deutschland GmbH insgesamt 900 an den Standorten Kulmbach, Nürnberg und Sonneberg, dabei vereint das Unternehmen drei Bereiche in sich: Ihren Sitz in Kulmbach haben die Firma Riedel, Kühlsysteme und Kältemaschinen und die Firma Dimplex, erneuerbare Energien und Hauswärmetechnik. In Sonneberg hat die Firma EIO Staubsauger mit Produktion und Verwaltung ihren Sitz und die Consumer Products mit Verwaltung und Marketing ist in Nürnberg angesiedelt.

Ab Oktober diesen Jahres werden rund 1.500 Fachkräfte aus der ganzen Welt jährlich für die rund 100 verschiedenen angebotenen Seminare erwartet. Im Glen-Dimplex-Forum sollen die Schulungen praxisnah durchgeführt werden, so werden aus Heizungsbauern, Händlern und Fachplaner im Rahmen der Seminare Wärmepumpen-Profis. Den Seminarteilnehmern werden im Ausstellungsraum Wärmepumpen und Lüftungsgeräte präsentiert, die sowohl der Warmwasserbereitung und Lüftung des Gebäudes, als auch der Klimatisierung dienen. Die Seminarleiter haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Heizungsbauern ein fundiertes Wissen über Wärmepumpentechnik mit Luft- und Erdwärme als Wärmequelle zu vermitteln.

Selbstverständlich werden in dem Neubau die hauseigenen Dimplex-Geräte für Warmwasser und ein angenehmes Raumklima zum Einsatz kommen. Für wohltemperierte Räumlichkeiten sorgt die installierte Luft/Wasser-Wärmepumpe. Für die beiden Sole/Wasser-Wärmepumpen wurden insgesamt acht Sonden-Bohrungen mit jeweils 50 Metern Tiefe durchgeführt. Bei einer der Sonden wurden im Abstand von fünf Metern jeweils ein Temperaturfühler angebracht, über ein Display im Ausstellungsraum ist es den Besuchern und Teilnehmern möglich sich die Veränderung der Erdwärme bei zunehmender Tief zu veranschaulichen. Ebenso gibt es im Außenbereich die Möglichkeit durch die Glasabdeckung in den angeschlossenen Sole-Kreisverteiler  hinein zu sehen.

Das Flachdach des Gebäudes ist mit 100 Photovoltaik-Modulen a 240 Watt ausgestattet. Die Module kommen von der Dimplex Renewables, einen Unternehmen der Glen Dimplex Group mit Sitz in Irland. Mit den installierten Modulen wird laut einer Vorausberechnung die beachtliche Menge von 23.000 kWh im Jahr erzeugt und die Versorgung des Gebäudes sowie der angeschlossenen Elektro-Tankstelle mit insgesamt vier Zapfplätzen gewährleistet.

Zur Eröffnung des Glen-Dimplex-Forums wurde die Irland-Flagge gehisst, zu Ehren der Firmenspitze aus Dublin. Martin Naughton, Firmengründer und Präsident von Glen Dimplex und Sean O’Driscoll, Konzernvorstand waren bei der Eröffnung höchstpersönlich anwesend. Als eine große Herausforderung bezeichnete O’Driscoll die Energiewende, der sich Glen Dimplex stellen würde. Aktuell werde in Kulmbach bereits daran geforscht welche Möglichkeiten sich zur Speicherung von Energie anbieten, und wie man diese Möglichkeiten umsetzen kann.

Für den irischen Botschafter Dan Mulhall ist Glen Dimplex für die deutsch-irischen Wirtschaftsbeziehungen ein Musterbeispiel, von dem beide Länder gleichermaßen profitieren. So haben Deutsche Unternehmen in Irland rund 10.000 Arbeitsplätze geschaffen und die irischen Unternehmen haben rund 15.000 Mitarbeiter, die in Deutschland beschäftigt sind.

Irlands Weg zum Wirtschaftsaufschwung Highlights August/September 2012

Wahrzeichen der Iren die irische HarfeIrland verzeichnet seit Anfang August weiterhin positive Wirtschaftsindikatoren – beispielsweise einen Anstieg der Produktivität in der Fertigungsindustrie oder Dienstleistungsbranche, steigende Exporte sowie ein positiveres Konsumklima.

Im jüngsten Quartalsbericht des IWF (05. September 2012) zu Irlands EU-IWF-Hilfsprogramm wird bestätigt, dass alle Leistungskriterien und Programmziele erfüllt wurden. Der IWF spricht jedoch von „starkem Gegenwind angesichts weltweit ungünstiger Wirtschaftsaussichten“. Für Irland bedeutet das, auch in nächster Zeit beträchtlichen Herausforderungen gegenüberzustehen. Der IWF ließ verlautbaren, dass die finanziellen Zielvorgaben für das Jahr 2012 für Irland weiterhin erreichbar sind. Die Steuereinnahmen lagen über den Erwartungen, was jedoch teilweise durch höhere Ausgaben im Bereich der Gesundheitsversorgung und Arbeitslosenunterstützung ausgeglichen wurde.

Es gilt eine äußerst positive Entwicklung zu erwähnen: Am 13. September hat Irlands staatliche Schuldenagentur NTMA (national Treasury Management Agency) 3-Monats-Schatzwechsel im Wert von 500 Millionen € zu einem Zinssatz von 0,7 % emittiert. Am 17. September lag der Zinssatz für irische Staatsanleihen mit 9-jähriger Laufzeit bei 5,27 % (verglichen mit 7,4 % vor dem EU-Gipfel im Juni). Der Trend zur Zinssenkung zeugt von einem verstärkten Anlegervertrauen.

Der Irland-Länderbericht des IWF enthält eine Zusammenfassung der derzeitigen Wirtschaftslage Irlands: „Nach einer außerordentlich schweren Bankenkrise, die den Steuerzahler 40 % des BIP gekostet hat, ist es dem irischen Staat dank beharrlicher Anstrengungen gelungen, wieder Stabilität herzustellen. Irlands hochgradig offene Volkswirtschaft nahm 2011 wieder einen leichten Aufwärtstrend auf – trotz einer weiterhin sinkenden Inlandsnachfrage. Banken wurden rekapitalisiert und ihr Volumen deutlich geschrumpft. Es wurde eine beträchtliche Haushaltskonsolidierung umgesetzt und gleichzeitig sozialer Zusammenhalt bewahrt. Diese Bemühungen wurden durch Hoffnungen auf stärkere europäische Unterstützung verstärkt und haben Marktvertrauen geschaffen – davon zeugt die jüngste Rückkehr Irlands auf den Markt für Staatsanleihen.“ Dem IWF-Bericht ist darüber hinaus zu entnehmen, dass für Irland vor dem Hintergrund der weltweit unsicheren Wirtschaftslage weiterhin Risiken bestehen und für den weiteren Erfolg externer Wirtschaftsaufschwung und europäische Unterstützung ausschlaggebend sind.

Der IWF verweist darauf, dass „sich die Staats- und Regierungschefs des Euroraums dazu verpflichtet haben, den Teufelskreis zwischen Banken und Staaten zu durchbrechen, indem dem ESM ermöglicht wurde, Banken direkt zu rekapitalisieren und die Lage des irischen Finanzsektors dahin gehend zu analysieren, die Nachhaltigkeit des gut funktionierenden Anpassungsprogramms weiterhin zu verbessern. Die Erfüllung dieser Zusagen ist ein grundlegender Schritt in Richtung einer konjunkturellen Erholung Irlands und dauerhafter Rückkehr zur Marktfinanzierung.“ www.imf.org

Irische Exporte nach Deutschland haben zwischen Januar und Juli 2012 im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 10 % verzeichnet. Dank eines Exportvolumens von 4,1 Milliarden € beläuft sich der irische Handelsüberschuss in Deutschland im bisherigen Jahresverlauf auf beträchtliche 2 Milliarden €.

Die irische Dienstleistungsbranche verzeichnet seit Juli 2011 einen Produktionsanstieg von 7,8 %  – ein weiteres Anzeichen dafür, dass sich die irische Wirtschaft in die richtige Richtung bewegt. Der Gesamtwert der irischen Dienstleistungsexporte belief sich 2011 auf 81,4 Milliarden € 1 – 2010 betrug der Gesamtwert 74,3 Milliarden. Diese Zahlen sprechen für Irland als bedeutender Exporteur von Dienstleistungen.

Die Anzahl der Irlandreisen von Besuchern aus Übersee ist 2011 um 7,9 % auf 6,6 Millionen gestiegen. Die Anzahl der Überseereisen der irischen Bevölkerung ist im gleichen Zeitraum um 4,2 % gesunken. Die Ausgaben ausländischer Reisender in Irland beliefen sich 2011 auf 3,58 Milliarden €. www.cso.ie

Ambassador Dan Mulhall, Botschaft von Irland, 18. September 2012  

Irlands Weg zum Wirtschaftsaufschwung – Highlights Juli 2012

Irlands Weg zum Wirtschaftsaufschwung

Highlights, July 2012

Irland ist aus der 7. vierteljährlichen Überprüfungsrunde  durch das Hilfsprogramm von EU, EZB und IWF erfolgreich hervor gegangen. Finanzminister Michael Noonan begrüßte das Ergebnis und bestätigte, dass alle Maßnahmen zufrieden stellend umgesetzt und das Programm erfolgreich auf Linie gehalten werden konnten. Dies zeige, nach Aussage des Ministers, „das große Engagement, aber auch die Leistungsfähigkeit des irischen Staatswesens bei der Umsetzung eines anspruchsvollen Anpassungsprogramms.“ Offizielle Statistiken vom 12. Juli zeigen, dass die irische Wirtschaft ein solides Wachstum von 1,4% für 2011 verzeichnen konnte.

Die Troika kommentierte das Ergebnis der Untersuchung folgendermaßen: „Die kürzliche spürbare Absenkung der Zinsen auf Staatsanleihen (A.d.A.: derzeit 6,3% auf Staatsanleihen mit 9 Jahren Laufzeit) bezeugt das steigende Vertrauen in Irlands Leistungsfähigkeit bei der Umsetzung der Anpassungsmaßnahmen. Diese Entwicklung wurde auch durch die Rückkehr Irlands auf den internationalen Markt für Schatzwechsel, mit vertretbaren Kosten, gestützt.“

Am 9. Juli veröffentlichte die Eurogruppe ein gemeinsames Statement im Nachgang zum Euro-Gipfel vom 29. Juni, in dem es heißt: „Die Euro-Gruppe wird die Lage des irischen Finanzsektors im Hinblick auf eine weitere Verbesserung der Nachhaltigkeit des gut funktionierenden Anpassungsprogramms prüfen.“ Hierzu werden weitere Gespräche erwartet.

Der IWF veröffentlichte am 18. Juli seinen Jahresbericht zur Wirtschaftslage in Irland und lobte darin die langfristigen Anstrengungen der irischen Regierung „bei der Überwindung seiner außergewöhnlich schweren Bankenkrise, auch angesichts schwieriger äußerer Bedingungen, die eine schnelle wirtschaftliche Erholung hinaus zögern.“ (www.imf.org)

Die Regierung hat derweil Investitionen im Umfang von 2,25 Milliarden €  in arbeitsintensive Infrastrukturprojekte angekündigt. Das Konjunkturpaket enthält außerdem zusätzliche Investitionen im Bildungsbereich, im Gesundheitswesen und in der Verbesserung des Straßennetzes.

Aktuelle Handelsstatistiken, die das Central Statistics Office am 13. Juli öffentlich machte, zeigen einen Anstieg bei den Exporten von 518 Millionen € (7%) im Monatsmittel im Mai. Exporte in wichtige Schlüsselmärkte wuchsen in den ersten 5 Monaten des Jahres 2012 im Vergleich zum Vorjahr – Großbritannien (18%), Deutschland (10%), Indien (17%) und Russland (6%). (www.djei.ie/press/2012/20120713.htm)

Am  12. Juli bestätigte IDA, die Agentur für Investitionen in Irland, einen weiterhin starken Zufluss ausländischer Direktinvestitionen in der ersten Jahreshälfte 2012. Über 5.000 neue Arbeitsplätze konnten dadurch in den Bereichen IT, angewandte Wissenschaften, digitale Medien und internationale Finanzdienstleistungen geschaffen werden. Die Attraktivität Irlands für Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen ist auch durch die steigende Wettbewerbsfähigkeit des Landes in den Bereichen Büromieten, Baukosten, Lohnnebenkosten und Dienstleistungen bedingt. Irland belegt weiterhin vordere Plätze, wenn es um die Verfügbarkeit von Fachkräften geht – im IMD World Competitiveness Yearbook 2012 ist Irland gar die Nummer 1 im Bereich Fachkräfte. (www.ida.ie)

Die irische National Treasury Management Agency (NTMA) kündigte am 19. Juli einen Fahrplan für die allmähliche Rückkehr von Irland auf den internationalen Anleihemarkt über die nächsten 18 Monate an. John Corrigan, Geschäftsführer der NTMA, teilte mit, dass noch 3 bis 4 Versteigerungen kurzfristiger Schatzwechsel bis zum Jahresende geplant seien. Sobald die Marktbedingungen dazu geschaffen seien, so Corrigan, würden wieder mittel- und langfristige Staatsanleihen heraus gegeben.

Bezüglich der Wettbewerbsfähigkeit Irlands äußerte sich der National Competitiveness Council diesen Monat dahin gehend, dass die irische Leistungsfähigkeit solide geblieben sei, trotz widriger global-wirtschaftlicher Bedingungen. Dies sei aktuellen Verbesserungen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu verdanken. Der Rat betonte aber, dass Stabilität nicht mit Aufschwung gleichzusetzen sei und dass weiterhin Wettbewerbsrisiken bestünden. (www.competitiveness.ie)

Irlands Wettbewerbsfähigkeit drückt sich auch in der derzeit positiven Leistungsbilanz des Landes aus. Irland exportiert wieder mehr als es importiert. Wir verdienen wieder mehr als wir ausgeben durch den Handel mit dem Rest der Welt.

Ambassador Dan Mulhall, Botschaft von Irland, July 2012