Karriere in Irland: Top-Chancen für Absolventen bei Apple, Google & Co.

Karriere machen, das ist heute das große Ziel vieler Hochschulabsolventen. Dabei geht der Blick häufig sogar ins Ausland, da die Chancen auf den neuen Traumjob hier mit der so wichtigen internationalen Erfahrung einhergehen. Die Klassiker sind natürlich die USA oder England – in letzter Zeit ist es jedoch vor allem Irland, das immer mehr Young Professionals anzieht, denn: Die grüne Insel ist Hauptsitz vieler Global Player, darunter Apple, Facebook und Google.

Irland: Hier sitzt die Tech- und Internetszene

Auf den ersten Blick mag es ein wenig verwundern, dass ausgerechnet Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen, wie Facebook oder Google ihren europäischen Standort in Irland haben. Wer jedoch genauer hinschaut, sieht, wie gut es Irland aktuell wirtschaftlich geht – denn nach der Wirtschaftskrise in den 80er Jahren, erlebt die grüne Insel einen regelrechten Aufschwung, der natürlich auch dem Arbeitsmarkt zugutekommt.

Ein Problem hat das Land jedoch: Es fehlt an Personal mit dem notwendigen Know-how, das vor allem die internationalen Konzerne benötigen. Kein Wunder also, dass Absolventen aus dem Ausland begehrt sind.

Gleichzeitig hat Irland vor allem aus steuerlicher Sicht, jede Menge Vorteile zu bieten – insbesondere, weil das Steuersystem einige Lücken aufweist:

  • Um Steuern zu sparen, transferieren Facebook & Co. Gelder ins Steuerparadies auf den Cayman Islands – dank der erwähnten Lücken kein Problem. In Deutschland und anderen europäischen Staaten beispielsweise wäre das nicht ohne Weiteres möglich.
  • Die Körperschaftssteuer liegt bei 12,5 Prozent – in Deutschland sind es 25 Prozent.
  • Die Arbeitskosten sind ebenfalls sehr viel niedriger.

Kurzum: Es ist die Kombination aus wirtschaftlichem Wohlstand und profitablem Steuersystem, das die Wirtschaftsgrößen nach Irland zieht. Auch, wenn es natürlich einen bitteren Beigeschmack hat, dass es so einfach ist, Gelder am Staat vorbeizuschieben, so ist das dennoch eine gute Chance als „Einwanderer“ Karriere zu machen – entsprechende Ausbildung und Know-how vorausgesetzt.

Voraussetzungen für einen perfekten Karrierestart in Irland

Ein Blick auf die großen Namen der Unternehmen, die in Irland ansässig sind, macht direkt klar, was auf der grünen Insel gesucht wird: Deutschsprachige Fachkräfte werden vor allem in der IT, im Marketing und (wie sollte es anders sein) in der Maschinenbaubranche gesucht, denn Qualität „Made in Germany“ ist auch in Irland beliebt.

Idealerweise bringen Bewerber direkt einen Masterabschluss mit, der in Irland sehr gerne gesehen ist. In manchen Fällen ist auch ein Bachelor ausreichend, auch wenn die Chancen auf Beschäftigung hier natürlich etwas niedriger sind.

Dabei ganz wichtig: Die Englischkenntnisse müssen auf sehr hohem Niveau sein – das ist nicht nur für das Bewerbungsgespräch wichtig, sondern auch im Arbeitsalltag. Sollte es nicht auf Anhieb mit dem Traumjob in Irland klappen, bietet sich auch ein längerer Work & Travel Aufenthalt an. So können ideal die sprachlichen Voraussetzungen geschaffen werden und man lernt Land und Leute kennen. So lässt sich auch herausfinden, ob man überhaupt längerfristig dort leben will.

Arbeiten in Irland: Gehälter und Lebensunterhaltskosten

Bevor es an die tatsächliche Bewerbung geht, will man natürlich wissen, ob sich der Aufwand lohnt – insbesondere, wenn es um das Gehalt geht. Eine pauschale Aussage ist jedoch schwierig, da es immer darauf ankommt, in welcher Position Absolventen beginnen und vor allem, bei welchem Unternehmen. Grundsätzlich liegt das Brutto-Einkommen in Irland mit rund 40.420 Euro leichter über dem in Deutschland (ca. 40.186 Euro).

Allerdings sind die Lebensunterhaltskosten nicht zu unterschätzen, die die Differenz zwischen Irland und Deutschland relativieren. So kostet eine kleine Wohnung in Dublin oder Cork weit mehr als 800 Euro pro Monat, ein Kaffee liegt bei mehr als drei Euro und ein kleines Bier bei über vier Euro. Doch auch mit diesen Kosten ist die Chance in Irland mehr zu verdienen als in Deutschland, sehr hoch.

Wenn das Gehalt noch nicht ganz überzeugt, tun das vielleicht die (besseren) Arbeitsbedingungen:

Die durchschnittliche Arbeitswoche hat 37 bis 40 Stunden – allerdings können deine Zeiten stark schwanken und auf bis zu 48 Stunden ansteigen. Das wird durch weniger Arbeit in den folgenden Wochen ausgeglichen.

  • Pro Woche gibt es (auch bei starker Arbeitsbelastung) einen Tag garantiert frei.
  • Jeder Arbeitnehmer hat vier Wochen Urlaub pro Jahr.
  • Den Traumjob in Irland finden: Wo und wie?

Wer nun auf der Jagd nach der ersten Stufe der Karriereleiter in Irland ist, sollte die Suche vor allem auf die wirtschaftlich starken Städte des Landes konzentrieren – Dublin ist hier natürlich die erste Wahl, da dort auch die Standorte der großen Tech-Unternehmen, wie Facebook und Google liegen. Dabei entscheidend: Die Standorte in Dublin dienen häufig dazu, von dort aus den deutschsprachigen Markt zu betreuen. Bewerber aus der Bundesrepublik sind deshalb natürlich besonders gerne gesehen.

Alternativ zu Dublin bietet sich außerdem ein Blick nach Cork an. Dort sitzen beispielsweise Apple (mit seinem Europasitz), Logitech und EMC – also ebenfalls große IT-Unternehmen, die zu den Hauptarbeitgebern der Stadt und des Landes gehören.

Unabhängig davon, wohin der Weg Bewerber aus Deutschland verschlägt – um an die begehrten Jobs heranzukommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Stellenanzeigen in Tageszeitungen
  • Stellenanzeigen im Internet
  • Staatlich lizenzierte Agenturen, die für Arbeitgeber auf Bewerbersuche gehen.

Vor allem Letzteres hat in Irland einen hohen Stellenwert, da über die Agenturen vor allem die beliebten und gut bezahlten Jobs vermittelt werden. Auch hier ist natürlich eine gute Bewerbung von Vorteil, um tatsächlich in Betracht gezogen zu werden.

Der letzte Schritt zur Karriere in Irland: die Bewerbung

Ganz unabhängig davon, wie Bewerber von einer freien Stelle erfahren haben: Eine professionelle Bewerbung ist hier nicht optional, sondern Pflicht. Dabei gilt es vor allem die Unterschiede zwischen der Bewerbung in deutschsprachigen Ländern und Irland zu beachten. Dazu zählen folgende Punkte:

  • Der cover letter beschreibt in Irland das Motivationsschreiben.
  • Der Lebenslauf heißt hier „CV“ (Curriculum Vitae). Er sollte mindestens zwei Seiten, maximal vier Seiten lang sein.
  • Kopien der Zeugnisse sind nicht unbedingt erforderlich. Wer sie jedoch mitschickt, sollte sie unbedingt vorher übersetzen lassen.
  • Ein Bild können Bewerber mitschicken, auch wenn das keine Pflicht ist.
  • Der wichtigste Punkt sind jedoch Empfehlungsschreiben und Arbeitszeugnisse, beispielsweise von Professoren oder ehemaligen Arbeitgebern. Diesen wird in Irland die größte Bedeutung beigemessen.

Fazit:

Irland lockt mit echten Traumjobs, darunter Stellen von Firmen, wie Apple, Facebook, Google oder auch Amazon. Auf dem Weg dorthin ist es natürlich entscheidend, dass sich Bewerber mit den Gegebenheiten vor Ort und dem Bewerbungsprozess vertraut machen, denn wie immer gilt: Auch in Irland ist die richtige Vorbereitung entscheidend, um Karriere zu machen.

Wir bedanken und bei unserem Gastautor für diesen informativen Artikel!

 

Christoph NeuholdAutorenname: Christoph Neuhold

Position: Projekt- und Qualitätsmanagement

Christoph Neuhold ist beim Übersetzungsbüro Translate Trade in München neben dem Projekt- und Qualitätsmanagement auch für das Marketing zuständig. Aus diesem Grund vertritt er die Interessen des Unternehmens regelmäßig auf diversen Messen und Verkaufsveranstaltungen.

 

 

 

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