18.04.1949 Irland löst sich von Großbritannien

Irland-FlaggeGenau heute vor 65 Jahren wurde Irland eine Republik. Jahrhundertelang gehörte Irland zum britischen Empire, 1541 wurde der englische König Heinrich der VIII auch Herrscher der grünen Insel. Selbstverständlich waren die katholischen Iren darüber nicht erfreut, den gerade Heinrich der VIII hatte die englische Kirche von Rom getrennt. Warum? Der Papst wollte die erste Ehe von Heinrich den VIII nicht annullieren. Naja und die daraus entstandene Kirch wurde „anglikanische Kirche“ genannt und der Monarch war das Oberhaupt. Das fanden die Iren nicht gerade erstrebenswert.

Alle Versuche der englischen Herrschaft die irischen Katholiken zum Protestantentum zu bekehren, scheiterten. In der Provinz Ulster gab es den größten Widerstand. England wollte den Widerstand mit der Umsiedlung von englischen und schottischen Bauern in diese Uhrprovinz niederschmettern.  Und so kam es das im späten 16 und frühen 17 Jahrhundert die letzten katholischen Landbesitzer von ihrem Land verjagt wurden und ihr Land einfach von den Engländern beschlagnahmt wurden. Und aus der einstigen Uhrprovinz Ulster wurde die Hochburg der königstreuen Protestanten. Auch die Nachfolger von Heinrich dem VIII sorgten dafür, dass die königstreuen Protestanten in den Provinzen das sagen hatten, es kam immer wieder zu Aufständen gegen die britische Besatzung. Als im Jahre 1798 wegen eines Aufstandes 30.000 Menschen sterben, beschließt London die letzte irische Autonomie zu beseitigen, um die alleinige Herrschaft über die grüne Insel zu erlangen. Und so werden Großbritannien und Irland zu einem Königreich vereint. Das Dubliner Parlament wurde einfach abgeschafft und die letzten irischen Abgeordneten wurden nach London versetzt, wo sie selbstverständlich in der Unterzahl waren.

Die katholischen Iren forderten auch in der Unterwahl immer wieder die Eigenständigkeit Irland die sogenannte „Home Rule“. Doch es dauert fast weitere 100 Jahre bis England Irland eine realistische Aussicht auf Selbstverwaltung gibt. 1912 erkennt England die sogenannte „Home Rule“ an. Gegen die „Home Rule“, waren die irischen Protestanten und es kommt wie es kommen musste 1916 besetzen irische Nationalisten strategische wichtige Punkte in Dublin und rufen die irische Republik aus.

Irische Südprovinzen werden zu einer Republik

Der Aufstand in Dublin wird durch britische Streitkräfte blutig niedergeschlagen, 15 St Patrick's Day backgroundNationalisten werden hingerichtet. Doch genau dieses brutale Vorgehen ruft eine neue Partei Irland hervor die „Sinn Fein“. Und bei den Wahlen 1918 gewinnt die Partei die Mehrheit der irischen Sitze und fordert Unabhängigkeit. Es dauert noch weitere drei Jahre bis England schließlich den Irish Free State anerkennt, aber nur für die südlichen Provinzen. Die mittlerweile protestantische Provinz Ulster beschließt hingegen Teil von Großbritannien zu bleiben. Am 18.04.1949 genau vor 65. Jahren ist es dann endlich soweit: Die Republik Irland bestehend aus den südlichen Provinzen, tritt aus dem Commonwealth aus, der lange Kampf Iren hatte sich endlich gelohnt!

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