Stada verkauft Produktionsstätte in Irland

Der Arzneimittelhersteller Stada verkauft seine Produktionsstätte in Clonmel in Irland aus Kostengründen, um die Kosten der Medikamentenproduktion zu senken. Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Mutares übernimmt den Standort mit seinen 180 Mitarbeitern und wird in der Übergangszeit noch für Stada produzieren. Laut den Informationen der Unternehmen wurden die Verträge rückwirkend zum 1. Januar 2012 geschlossen.

Share Deal

Der Verkauf erfolgte als sogenannter Share Deal, einem Anteilskaufvertrag, durch den alle Anteile an der SPI und somit auch die Beschäftigungsverhältnisse der im irischen Werk angestellten Mitarbeiter und auch die übrigen Vertragsverhältnisse an die Mutares-Gruppe übergehen. Weiterhin werden auch die Produktionsstätte, das Grundstück und auch die Vermögenswerte in einem Zeitraum von vier Jahren an den neuen Eigentümer übergehen.

Bedeutung für Irland

Der Verkauf der Stada Produktionsstätte zieht einen wirtschaftlichen Schaden, nicht nur für Stada selbst, aber besonders für Irland nach sich. Die Mitarbeiter können zwar vorerst übernommen werden und die Produktion geht in der Übergangszeit für Stada als Kunden weiter, allerdings ist es noch nicht sicher, wie und ob die Produktion in Irland weitergeht. Dieses wirkt sich negativ auf den Export Irlands aus und somit auch auf die EU. Je nachdem wie der Weg eingeschlagen wird, kann es sein, dass die 180 Beschäftigten sich in naher oder ferner Zukunft eine neue Arbeit suchen müssen. Die Arbeitslosenquote ist in Irland sehr hoch und wird durch die angeschlagene Wirtschaft nicht besser. Obwohl Irland gegen das griechische Schicksal mit aller Kraft ankämpft, sich tapfer schlägt und die überaus strengen Auflagen der Investoren erfüllt, reißt das Abziehen einer Produktionsstätte ein großes Loch, was die wirtschaftliche Situation deutlich verschlechtert.

Die Kostensenkung geht weiter

Durch mehrere Übernahmen hat Stada in den vergangenen Jahren Produktionsstätten in den Ländern Serbien, Russland und Vietnam erwerben können. In diesen Ländern können die Medikamente deutlich günstiger produziert werden. Durch die Aufteilung der bisher irischen Produktion auf die Produktionsstätten in Serbien und Vietnam, erfolgt eine höhere Auslastung der Werke, die wieder eine Senkung der Stückkosten mit sich bringt.

Programm zur Kosteneinsparung seit 2010

Das Unternehmen Stada hat bereits Mitte 2010 das Umbauprogramm gestartet und wird bis zum Jahr 2013 den geplanten Abbau von 800 Stellen von 8000 bestehenden Stellen abschließen. Der Stellenabbau ist überwiegend im Ausland geplant. Durch diesen speziellen Umbauplan erhofft sich das Unternehmen eine Umsatzsteigerung auf 215 Millionen Euro, im Jahr 2010 waren es rund 68,4 Millionen Euro. Aktuell wurden keine Angaben zum genauen Einsparvolumen getroffen.

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