Irlands Weg zum Wirtschaftsaufschwung

Am Dienstag, dem 31. Mai, stimmten in der Volksabstimmung zum europäischen Fiskalpakt 60,3% der Wähler für und 39,7 % gegen die Ratifizierung des Abkommens. Nach der Abstimmung sagte Taoiseach (Premier Minister), Enda Kenny, dass „das irische Volk der Welt überzeugend demonstriert hat, dass es ernsthaft für die Überwindung der wirtschaftlichen Herausforderungen eintritt.“

Laut des aktuellen IWF Beurteilungsberichtes zur wirtschaftlichen Situation in Irland (15. Juni),

„war Irlands Umsetzung der nötigen Maßnahmen durchweg zufrieden stellend während der ersten Hälfte der Laufzeit des durch EU und IWF unterstützten Reformprogramms. Es gilt jedoch noch einige Herausforderungen zu meistern.“

Der Bericht bestätigt, dass alle Ziele bislang erreicht wurden und dass die fiskalischen und Strukturreformen vorankommen. Dennoch bleibt das Wirtschaftswachstum auf einem niedrigen Niveau und die Arbeitslosigkeit ist noch immer hoch.

Der Bericht schlussfolgert, dass

„die Risiken in Verbindung mit dem irischen Reformprogramm am Besten im Rahmen eines gesamteuropäischen Stabilisierungsplanes adressiert werden könnten.“

Der IWF stellt weiterhin fest, dass die Lösung der weiterhin bestehenden Probleme im Zusammenhang mit dem Schuldenberg aus der Bankenkrise Irlands Aussichten auf eine schnelle Rückkehr auf die internationalen Finanzmärkte wesentlich verbessern und auch der gesamten Eurozone zu Gute kommen würde. (www.imf.org).

Eine IWF-Verlautbarung vom 13. Juni schätzt die Situation folgendermaßen ein: „Ein verlangsamtes Wachstum bei den Handelspartnern wird wahrscheinlich die durch den Exportsektor vorangetriebene Erholung der irischen Wirtschaft dämpfen. Es wird eine Wachstumsrate des BIP von ca. 0,5 % für 2012 erwartet – demgegenüber stehen 0,7 % in 2011. Gleichzeitig zeigen die Fortschritte Irlands bei der Finanzmarktstabilisierung langsam Wirkung – insbesondere was die Stabilität der Einlagen bei den Banken anbelangt.“

Kürzlich veröffentlichte Zahlen zeigen, dass die Haushaltsziele in der ersten Jahreshälfte 2012 erreicht wurden – Steuereinnahmen überstiegen gar die Zielstellung um 2,8%. Insgesamt ist Irland auf einem guten Weg zur Erreichung aller Haushaltsziele im Jahre 2012.

In einem neuen internationalen Ranking belegte Irland den ersten Platz als attraktivster Ort für Neuinvestitionen in Westeuropa – noch vor Großbritannien, Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Ranking umfasste eine Reihe von Faktoren, einschließlich Geschäftsumfeld, Geschäftsrisiken, Infrastruktur und Marktzugang. Dublin bekam das „Best to Invest“- Prädikat und setzte sich damit im Wettbewerb mit Städten wie Frankfurt, Paris und Edinburgh als attraktivste Stadt Westeuropas durch.

Im Ranking des IMD World Competitiveness Yearbook 2012 erreichte Irland die nachfolgenden Platzierungen:

  • 1. Platz für Verfügbarkeit von Fachkräften
  • 1. Platz für Arbeitsmarktflexibilität
  • 1. Platz für Investitionsanreize
  • 1. Platz für Offenheit gegenüber der Globalisierung
  • 2. Platz für geschäftsfreundliche Rechtsetzung – Investorenfreundlichkeit
  • 2. Platz für besonders effiziente Großbetriebe (nach internationalen Standards)
  • 2. Platz für anpassungsfähige
  • 4. Platz für Gewerbe- und Umsatzsteuersätze

Infos unter: http://www.idaireland.com/news-media/press-releases/ida-welcomes-2012-imd-wor/index.xml

Eine der größten derzeitigen Herausforderungen ist die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Reduzierung der unakzeptablen Arbeitslosenquote von 14,8%.

Die Botschaft von Irland Berlin auf Twitter: www.twitter.com/IrlEmbBerlin

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