Erhöhung der Mehrwertsteuer in Irland

Das Land Irland, eine Insel nordwestlich von Großbritannien gelegen, hat eine Fläche von 70000 Quadrat-Kilometern und 4,5 Millionen Einwohner. Das Land überzeugt mit seiner weitläufigen, abwechslungsreichen Landschaft wie weite Ebenen, sanften Hügeln und zahlreichen Seen. Seit 1970 wurde das Land von der Landwirtschaft geprägt wobei die Lebensumstände lange sehr schlecht waren. Sie waren sogar so schlecht, dass im Jahr 1960 die Bevölkerungszahl mit 2,8 Millionen Menschen seinen absoluten Tiefpunkt hatte. Darauf folgte ein Aufwärtstrend, der erst deutlich spürbar mit dem Beitritt zu EU im Jahre 1973 wurde. Das heutige Irland ist modern ausgerichtet und technisch hoch entwickelt. Sogar ausländische Investoren wie die USA, die EU-Staaten und auch osteuropäische Länder sind durch die steuerlichen Vorteile Irlands angezogen. Ende 1972 wurde die Mehrwertsteuer in Irland, dort auch Value added tax (VAT) genannt, eingeführt. Im Laufe der Zeit hat die Mehrwertsteuer in Irland insgesamt 33 mal gewechselt, begonnen mit einer Normalsteuer von 16,37 Prozent bis hin zum steuerlichen Höchststand im Januar 2010 mit 21 Prozent.

2012-Weiterführung des knallharten Sparpaketes

Im Jahr 2012 plant die aktuelle Regierung die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 21 Prozent auf 23 Prozent, was eine Erhöhung des Höchstsatzes darstellt. Die Erhöhung ist notwendig, um das knallharte Sparpaket seit dem Zusammenbruch der irischen Wirtschaft im Jahr 2008 fortzusetzen und um den überschuldeten Haushalt auf Vordermann zu bringen. Neben der Erhöhung der Mehrwertsteuer sollen auch die Kraftstoffsteuer und auch die Kraftfahrzeug-Steuer erhöht und neue Steuern für Grundbesitz und Finanzmarkt-Investitionen eingeführt werden. Die Einkommenssteuer soll dabei unangetastet bleiben. Durch diesen knallharten Sparkurs erhofft sich die Regierung eine Einsparung von 3,8 Milliarden Euro. Gleichzeitig sollen auch die Ausgaben des Staates reduziert werden, geplant sind Einsparungen in Höhe von 700 Millionen Euro in Bereichen Soziales, Gesundheit und Bildung und 1 Milliarde Euro im öffentlichen Dienst. Seit 2008 hat das Land Irland bereits seine Staatsausgaben um 20 Milliarden Euro gesenkt, da es strengen Auflagen unterlag. Diese strengen Auflagen mussten eingehalten werden, da Irland durch das Hilfspaket in Höhe von 85 Milliarden Euro von der EU und aus dem Internationalen Währungsfond erhalten hat. Es wurde das Ziel gesetzt bis zum Jahr 2015 das Defizit in Dublin bis zur erlaubten Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandproduktes zu reduzieren. In Zahlen gesehen bedeutet das Ziel eine Einsparung von rund 12,4 Milliarden Euro.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>